Ihr Marktplatz für antiquarische und neue Bücher | Login | Neu registrieren Registrieren
Buchfreund als App
Ende einer Dienstfahrt.   - Erzählung.
Leider kein Bild vorhanden

Ende einer Dienstfahrt.

Erzählung.

Lizenzausgabe des Kiepenheuer & Witsch Verlags. - Erschienen [1969]. - Schwarzes Leinen mit gelbgeprägten Rücken- und Deckeltiteln, Kopffarbschnitt und Schutzumschlag.

285 (3) Seiten. 19,2 x 12,1 cm. Schutzumschlag- und Einbandentwurf: S. Kortemeier. Sehr guter Zustand. Frisches Exemplar. Wie ungelesen. An einem kleinen rheinischen Amtsgericht wird ein kurioser Fall verhandelt. Der Sachverhalt ist klar, die Begleitumstände dagegen sind höchst sonderbar. Und sonderbar ist auch, dass die Presse kein Interesse an diesem Prozess zeigt. Angeklagt sind zwei Handwerker, Vater und Sohn, äußerst eigenwillige Gesellen. Sie tischlern nicht nur, sie denken auch, und sie sind von einer geradezu provozierenden Unabhängigkeit. Sie wurden ertappt, als sie – seelenruhig ihre Zigaretten rauchend – mit großer Genugtuung einen brennenden Jeep der Bundeswehr betrachteten, den sie offenbar vorher präpariert und in Brand gesteckt hatten. Der Prozess könnte also Schlagzeilen machen, wird aber – vermutlich im Staatsinteresse – klein gehalten. Das Geschehen im Gerichtssaal trägt familiäre Züge. Man bleibt unter sich, und so wird die Verhandlung zu einer Art intimer Sozialpsychologie der kleinen Stadt. In der ironischen, oft zärtlich genauen Darstellung der Figuren zeigen sich die Eigentümlichkeiten von Heinrich Bölls Erzählweise. Etwas, das als Aufruhr gemeint ist, trägt Züge der Idylle. Eine Akt, der darauf zielt, gesellschaftliche Konventionen zu sprengen, wird in die soziale Form eines liebenswürdigen Kleinstadtprozesses gebannt. Dieser Widerspruch ist das Thema von »Ende einer Dienstfahrt«. - Aus wikipedia-Heinrich_B%C3%B6ll: Heinrich Theodor Böll (* 21. Dezember 1917 in Köln; † 16. Juli 1985 in Kreuzau-Langenbroich) war ein deutscher Schriftsteller und Übersetzer. Er gilt als einer der bedeutendsten deutschen Schriftsteller der Nachkriegszeit. Im Jahr 1972 erhielt er den Nobelpreis für Literatur. ... Öffentliche Person und Engagement (ab Ende der 1960er Jahre): In der Ära Adenauer als Widerpart zum konservativ-katholischen Kanzler profiliert, suchte Böll auch in der Folgezeit, sein linksintellektuelles Profil zu wahren: 1970 wurde er zum Präsidenten des PEN-Clubs Deutschlands (bis 1972) ernannt, kurze Zeit später (1971) auch zum internationalen Präsidenten des PEN-Clubs. Er blieb es bis 1974. Im Nobelpreis-Jahr 1972, ein Jahr nach Erscheinen seines Romans Gruppenbild mit Dame, sorgte Böll für einen innenpolitischen Skandal, als er in einem Essay für den Spiegel unter dem Titel Will Ulrike Gnade oder freies Geleit? für einen menschlichen Umgang mit den Terroristen der RAF plädierte und sich insbesondere mit der Person und dem Werdegang von Ulrike Meinhof beschäftigte. In diesem Zusammenhang griff er auch die Berichterstattung der Springer-Presse scharf an. In konservativen Kreisen galt er seitdem als „geistiger Sympathisant“ des Terrorismus, worunter Heinrich Böll litt. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Friedrich Vogel sprach damals von den „Bölls und Brückners“ als intellektuellen Helfershelfern des Terrors. Da die Behörden es nicht für ausgeschlossen hielten, dass gesuchte RAF-Mitglieder bei ihm Unterschlupf finden könnten, wurde bei ihm am 1. Juni 1972 in Langenbroich eine Hausdurchsuchung vorgenommen, worüber er sich fünf Tage später schriftlich bei Bundesinnenminister Hans-Dietrich Genscher beschwerte. Die genauen Umstände dieser Aktion, insbesondere die Zahl der eingesetzten Beamten, sind umstritten. Während Böll selbst von bis zu 20 Polizisten ausging, behauptete der damalige Einsatzleiter Helmut Conrads, nur er selbst und ein Kollege vom Landeskriminalamt hätten Böll einen Besuch abgestattet. Robert Spaemann, der sich an diesem Tag im Haus von Böll aufhielt, bestätigte jedoch, mehrere schwer bewaffnete Polizisten gesehen zu haben. 1974 erschien Bölls bis heute wohl bekanntestes Werk, Die verlorene Ehre der Katharina Blum, das einen Beitrag zur Gewaltdebatte der 1970er Jahre darstellt und sich besonders kritisch mit der Springer-Presse auseinandersetzt. Die Erzählung wurde in über 30 Sprachen übersetzt, verfilmt (Volker Schlöndorff) und bis 2007 allein in Deutschland fast 6 Millionen Mal verkauft. In den folgenden Jahren beschäftigte sich Heinrich Böll zunehmend mit den politischen Problemen seiner Heimat und anderer Länder wie Polen oder der Sowjetunion und setzte sich sehr kritisch mit ihnen auseinander. Die sowjetischen Dissidenten Alexander Solschenizyn und Lew Kopelew waren Gäste in seinem Haus. In dieser Zeit befasste er sich auch mit mehreren Konflikten in Südamerika. Er versuchte mit den entsprechenden Parteien zu reden, so zum Beispiel mit einer bolivianischen Frauendelegation in Bolivien, um die Probleme vor Ort zu lösen. In dieser Zeit erkrankte Heinrich Böll in Ecuador infolge seines starken Tabakkonsums an einem Gefäßleiden im rechten Bein, weswegen er sich dort und später auch in Deutschland Operationen unterziehen musste. Ende der 70er Jahre unterstützte er Rupert Neudeck in dessen Engagement für die vietnamesischen boat people, aus dem später das Komitee Cap Anamur / Deutsche Notärzte e.V. hervorging. Er setzte sich auch kritisch mit der katholischen Kirche auseinander und trat 1976 demonstrativ aus ihr aus, ohne deswegen jedoch „vom Glauben abgefallen“ zu sein. Böll unterstützte die gegen die NATO-Nachrüstung gerichtete Friedensbewegung und nahm 1983 an einer Blockade des Raketenstützpunktes Mutlangen teil. . . . .
Mehr anzeigen

Deutsche Literatur der sechziger Jahre, Schöne Literatur, Literaturnobelpreisträger, Gerichtsverhandlung, Amtsgericht, Militär, Deutsche Literatur der 60 er Jahre, „Happening“, Nobelpreisträger, Medienkritik, Terrorismus, Nobelpreisträger, Journalismus, Filmromane, Verfilmung 1971, Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft, Erstausgaben, Terrorismus, Verfilmte Literatur, Filmvorlage, Filmbuch, Romanverfilmungen, Filmkritiken, Filmkunst, Filmpublikum, Cineasten, Filmliteratur, Kino, Filmschauspieler, Film, Filme, Filmliteratur, Filmdrehbücher, Filmbuch, Verfilmte Literatur, Filmromane, Filmschauspielerin, Filmvorlage, Filmgeschichte, Deutscher Film der 60 er Jahre, Literaturtheorie, Germanistik, Literaturkritik, Literaturgattungen, Literaturepochen, Literaturrezeption, Literaturgeschichte, Literaturwissenschaften, Literatursoziologie, Sprachwissenschaft, Literaturrecherche, Literaturinterpretation, Hermeneutik, , Wiederbewaffnung, Militärdienst

  • Schutzumschlag
Produktart:
📚 Bücher
Autor(en):
Böll, Heinrich:
Anbieter:
BOUQUINIST Versand-Antiquariat GbR
Bestell-Nr.:
77009
Lagerfach:
F/39391
Katalog:
Deutsche Literatur
Stichworte:
Deutsche, Literatur, sechziger, Jahre, Schöne, Literaturnobelpreisträger, Gerichtsverhandlung, Amtsgericht, Militär, „Happening“, Nobelpreisträger, Medienkritik, Terrorismus, Journalismus, Filmromane, Verfilmung, 1971, Sprach-, Literaturwissenschaft, Erstausgaben, Verfilmte, Filmvorlage, Filmbuch, Romanverfilmungen, Filmkritiken, Filmkunst, Filmpublikum, Cineasten, Filmliteratur, Kino, Filmschauspieler, Film, Filme, Filmdrehbücher, Filmschauspielerin, Filmgeschichte, Deutscher, Literaturtheorie, Germanistik, Literaturkritik, Literaturgattungen, Literaturepochen, Literaturrezeption, Literaturgeschichte, Literaturwissenschaften, Literatursoziologie, Sprachwissenschaft, Literaturrecherche, Literaturinterpretation, Hermeneutik, Wiederbewaffnung, Militärdienst
Zahlungsarten:
Rechnung/Überweisung (Vorauszahlung vorbehalten), PayPal
Gebraucht, sehr gut3,20 EUR zzgl. 3,40 EUR Verpackung & Versand
Ende einer Dienstfahrt.
Gebraucht, sehr gut
3,20 EUR
zzgl. 3,40 EUR Verpackung & Versand

Ähnliche Bücher, die interessant für Sie sein könnten Autor: Heinrich Böll Verlag: Gütersloh: Bertelsmann Reinhard Mohn OHG; Stuttga…

Sparen Sie Versandkosten bei BOUQUINIST Versand-Antiquariat GbR durch den Kauf weiterer Artikel