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2 je 2-seitige, eigenhändige Briefe und ein eigenhändig gewidmetes Foto von [19]37,   - beide Briefe im Format DIN A5, jeweils einfach gefaltet, IN FRANZÖSISCHER SPRACHE
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2 je 2-seitige, eigenhändige Briefe und ein eigenhändig gewidmetes Foto von [19]37,

beide Briefe im Format DIN A5, jeweils einfach gefaltet, IN FRANZÖSISCHER SPRACHE

Erschienen 1937. - 12x19 (Brief 1), 13x21 (Brief 2), 9x14 (Foto),

der Original-Fotoabzug in Gestalt einer Postkarte datiert mit oct. (19)37 zeigt Valery schreibend an einem Tisch sitzend, Beide Briefe sind an den Journalisten und Verleger Hans Paeschke (1911 - 1991) gerichtet, wobei Paeschke im 1. Brief (mit eingeprägter Adresse "Paris, le 24 Oct. (19)37") unbenannt bleibt. Valery lernte Paeschke kennen, als dieser von 1932 - 1934 Sekretär der "Deutsch-franz. Gesellschaft" war. Valery bedankt sich im ersten Brief für ein Schreiben Paeschkes und nimmt Bezug auf ein Treffen der beiden und ein Gespräch, in dem man auch über die Entwicklungen in Deutschland sprach. Der 2. Brief ("Dimanche 20.12 (19)37") ist auf persönlichem Briefpapier (mit eingedruckter Provenience: "Centre Universitaire Méditerranéen" geschrieben. Die ursprünglich eingedruckte Adresse wurde handschriftlich gestrichen und durch eine geprägte neue Adresse ersetzt). Darin geht Valery (1871 - 1945) neben den üblichen Höflichkeitsfloskeln auf die außergewöhnlichen Umstände der Zeit ein und bezieht sich dabei vermutlich auf die politischen Umstände in Deutschland. Er erwähnt auch eine gerade angetretene Lehrtätigkeit. Tatsächlich wird Valery 1937 als Dozent für Poetik an das Collège de France berufen. Die Anstellung in diesem höchst angesehenen und traditionsreichen Institut, das den offiziellen Auftrag hat, "Das Wissen in seiner Entstehung zu lehren", versetzte den bereits etablierten Lyriker, Philosophen und Essayisten in eine wirtschaftlich endgültig sorgenfreie Position. Paeschke wird später von 1939 - 44 Chefredakteur der von Peter Suhrkamp herausgegebenen Zeitschrift "Die Neue Rundschau" werden. 1942 - 45 hatte er als Mitglied der deutschen Spionageabwehr auch Beziehungen zur Résistance, bevor er schließlich 1946 in Baden-Baden, dem Sitz der franz. Militärregierung, die Monatszeitschrift "Merkur, Deutsche Zeitschrift für europäisches Denken" gründet, deren Herausgeber er bis 1978 blieb. Valery wird sich in der Zeit der Besetzung Frankreichs durch deutsche und italienische Truppen weigern, mit den Besatzungsmächten zusammenzuarbeiten. Als er dann den Nachruf auf "Den Juden Henri Bergson" schreibt, kosteten ihn dieser Text und die Verweigerung seiner Kooperation die Position des Präsidenten der Académie Française.
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Produktart:
📚 Bücher
Autor(en):
Valery, Paul (1871 - 1945),
Anbieter:
Antiquariat im Baldreit
Bestell-Nr.:
40495
Lagerfach:
Fo 40495
Katalog:
Fotographie
Stichworte:
40495
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Rechnung/Überweisung (Vorauszahlung vorbehalten), Nachnahme, PayPal
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