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2 Briefe m. eigenh. Unterschrift.
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2 Briefe m. eigenh. Unterschrift.

Zus. 3 S., 8°.

„Dupanloup, 1825 zum Priester geweiht, war von 1834 bis 1845 bischöflicher Gymnasialdirektor in Paris (Seminar von Saint-Nicolas-du-Chardonnet), später Rhetorikprofessor an der Sorbonne. Er war auch Direktor des Journals L’ami de la religion (Freund der Religion). Félix Dupanloup wurde 1849 zum Bischof von Orléans geweiht und blieb bis zu seinem Tode 1878 im Amt. Dupanloup trat zeitlebens für die Freiheit der Kirche ein ("libertas ecclesiae"). Zeitweilig leitete Bischof Dupanloup das Petit Séminaire de la Chapelle-St-Mesmin in der Nähe von Orléans, wo er auch den jungen Paul Gauguin in katholischer Liturgie und Philosophie unterrichtete, was dessen künstlerische Entwicklung stark beeinflussen sollte. Im Jahr 1865 billigte Papst Pius IX. seine restriktive Interpretation des Syllabus errorum. Er hielt 1870 die Definition der päpstlichen Unfehlbarkeit durch das Konzil zwar für inopportun, erkannte das Dogma aber sofort an. 1875 trat er als Mitglied der Académie française zurück, um gegen die Wahl von Émile Littré, dem Autor des Dictionnaire de la langue française zu protestieren und veröffentlichte im selben Jahr sein Buch gegen die Freimaurerei: Etude sur la Franc-Maçonnerie. Felix Antoine Philibert Dupanloup starb im Jahr 1878 im Alter von 76 Jahren. Sein imposantes, im Jahr 1886 von Henri Chapu geschaffenes marmornes Grabmal steht seit dem Jahr 1888 in Orléans in der Kathedrale Ste-Croix“ (Wikipedia). - Der Empfänger der auf Französisch abgefassten Briefe ist Jacques (Jacob) Mislin (1807-1878). Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Mislin konnte dank seines Onkels an der berühmten Lehranstalt von Porrentruy im Schweizer Kanton Bern studieren, wo er nicht viel später auch selbst unterrichten sollte. Der 1830 zum Priester geweihte kath. Theologe wurde 1836 auf Vermittlung des Grafen von Bombelle an den Wiener Hof berufen, wo er einer der Lehrer der Söhne von Erzherzog Franz Karl und Erzherzogin Sophie wurde und damit sowohl den zukünftigen Kaiser Franz Joseph wie auch Erzherzog Ferdinand Maximilian (später Kaiser Max von Mexiko) unterrichtete (u.a. auch in Erdkunde). Vor der Revolution von 1848 unternahm Mislin eine Pilgerreise von Wien über Budapest und Konstantinopel nach Jersusalem. Der danach erschienene Reisebericht wurde in mehrere Sprachen übersetzt und mehrfach nachgedruckt. In den folgenden Jahren leitete er die Bibliothek am Hof der Herzogin von Parma, Erzherzogin Marie Louise, wurde zum Abt von St. Maria von Deg (Ungarn), geheimer Kämmerer u. Hausprälat Papst Pius' XI., Apostolischer Pronotar, Kanoniker der Kathedrale von Großwardein, Träger zahlr. Orden (u.a. von Spanien, Parma u. des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem) sowie Mitglied zahlr. Akademien. Der Verfasser zahlr. Publikationen und Vertraute des belgischen Königs und des Grafen von Chambord blieb nach der Rückkehr von seiner Pilgerreise in Wien, wo er weiterhin in persönlichem Kontakt mit dem Kaiserhaus stand. - In einem numerierten, von Mislin eigenh. beschrifteten Papierumschlag.
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Produktart:
📚 Bücher
Autor(en):
Dupanloup, Félix Antoine Philibert, franz. Bischof von Orléans u. Schriftsteller (1802-1878).
Anbieter:
Versandantiquariat Wolfgang Friebes
Bestell-Nr.:
41963
Katalog:
Autographen, Manuskripte, Urkunden
Sammlung(en):
Stichworte:
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