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14 eigenh. Briefe m. Unterschrift.
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14 eigenh. Briefe m. Unterschrift.

Zus. 34 S., 8° bis 4°.

Inhaltsreiche Briefe des Bischofs von Raab, u.a. ausführlich über den Tod seines Freundes, des Domherrn [Johann Franz] Kiss am 31. Oktober 1847 (in einem Brief vom 2. IX. 1847). Am 7. Jänner 1847 schreibt Karner noch: „Unser Freund Kiss dem ich Ihr liebes Schreiben mittheilte, grüßt Sie [...] herzlichst. Er ist gesund [...]“. - Und am 2. I. 1852: „Das allerhöchste Manifest vom 1ten Jänner ist uns heute durch die Wiener Zeitung bekannt geworden. Heute glänzt in allen Augen stille Freude; Morgen, wenn der Inhalt des kaiserlichen Manifestes noch mehr bekannt und gehörig verstanden seyn wird, ist ein großer allgemeiner Jubel zu erwarten, der die letzten [...] Kossuthischen illusionen vertilgen wird. Das Allgemeine Gesetzbuch ist für uns ein juristischer Heiland. Heil und Segen dem Monarchen für diese unschätzbare Gabe“. - Am 13. VI. 1853: „[...] Ich konnte daher in Wien [...] als die ungarische Deputation von Sr. Kais. Hoheit dem Erzherzog Franz Karl empfangen wurde, nicht beiwohnen [?], privat Audienz aber wurde mir von Sr. Kais. Hoheit nicht gewährt, und somit mußte ich [...] bald wieder nach Raab zurückkehren“. - Der Empfänger der auf Deutsch abgefassten Briefe ist Jacques (Jacob) Mislin (1807-1878). Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Mislin konnte dank seines Onkels an der berühmten Lehranstalt von Porrentruy im Schweizer Kanton Bern studieren, wo er nicht viel später auch selbst unterrichten sollte. Der 1830 zum Priester geweihte kath. Theologe wurde 1836 auf Vermittlung des Grafen von Bombelle an den Wiener Hof berufen, wo er einer der Lehrer der Söhne von Erzherzog Franz Karl und Erzherzogin Sophie wurde und damit sowohl den zukünftigen Kaiser Franz Joseph wie auch Erzherzog Ferdinand Maximilian (später Kaiser Max von Mexiko) unterrichtete (u.a. auch in Erdkunde). Vor der Revolution von 1848 unternahm Mislin eine Pilgerreise von Wien über Budapest und Konstantinopel nach Jersusalem. Der danach erschienene Reisebericht wurde in mehrere Sprachen übersetzt und mehrfach nachgedruckt. In den folgenden Jahren leitete er die Bibliothek am Hof der Herzogin von Parma, Erzherzogin Marie Louise, wurde zum Abt von St. Maria von Deg (Ungarn), geheimer Kämmerer u. Hausprälat Papst Pius' XI., Apostolischer Pronotar, Kanoniker der Kathedrale von Großwardein, Träger zahlr. Orden (u.a. von Spanien, Parma u. des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem) sowie Mitglied zahlr. Akademien. Der Verfasser zahlr. Publikationen und Vertraute des belgischen Königs und des Grafen von Chambord blieb nach der Rückkehr von seiner Pilgerreise in Wien, wo er weiterhin in persönlichem Kontakt mit dem Kaiserhaus stand. - In einem von Mislin eigenh. beschrifteten Umschlag. - Ecken tlw. feuchtigkeitsfleckig.
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  • Signiert
Produktart:
📚 Bücher
Autor(en):
Karner, Anton [Antal], österr. Theologe, Bischof von Raab [Györ] (1794-1856).
Anbieter:
Versandantiquariat Wolfgang Friebes
Bestell-Nr.:
35757
Katalog:
Autographen, Manuskripte, Urkunden
Sammlung(en):
Stichworte:
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