453 (7) Seiten. 19 x 12,5 cm. Umschlag: Hannes Jähn. Guter Zustand. “The truth is always made up of little particulars which sound ridiculous when repeated.” So says Jack Crabb, the 111-year-old narrator of Thomas Berger’s 1964 masterpiece of American fiction, Little Big Man. Berger claimed the Western as serious literature with this savage and epic account of one man’s extraordinary double life. »Der US-Romancier Thomas Berger, 46, zusammen mit John Barth und Leonhard Cohen Hauptautor der frisch proklamierten Gattung des ›Neuen Western‹, handhabt die scheinbar kunstlos-naive Rollenprosa seiner fiktiven Erzählfigur virtuos: Obwohl der Wälzer hochvergnüglich die alten Western-Mythen ramponiert, obwohl er zuvörderst als vitales, deftiges, dabei fesselndes Humorwerk wirkt, bezieht er aus dem artistisch eingesetzten Schlicht-Stil zugleich unvermutete lyrische und pathetische Qualitäten - für die gemordeten Indianer-Völker des amerikanischen Westens findet sich in der Literatur (ausgenommen Howard Fasts chronologisch an Berger anschließendes Cheyenne-Epos ›Die letzte Grenze‹) wohl kaum ein würdigeres Epitaph als dieser unsemtimentale Schelmen-Roman, der voller Fusel, Blut und keuschem Sex ist.«›Der Spiegel‹ - Dustin Hoffman spielte die Hauptrolle in dem 1969 entstandenen Film ›Little Big Man‹, und ein gewisser Ralph Fielding Snell, Literat der 60er Jahre, stellte Thomas Berger die 75 Tonbänder zur Verfügung, die er mit Jack Crabb aufgenommen hatte.Jack Crabb war der letzte überlebende Teilnehmer an Custers Indianermassaker am Little Big Horn. Er starb im Juni 1953, als er 111 Jahre alt war. R. F. Snell beschreibt ihn so: »Jack Crabb war ein zynischer, ungehobelter, skrupelloser, ja im Notfall sogar ruchloser Mann. Als Förderer seiner Teilbiographie kann ich sie keinesfalls Zartbesaiteten empfehlen. Er muß ein Produkt seiner Zeit, seiner Heimat und der Umstände gewesen sein. Aber eben solche Männer trieben unsere Grenze so weit vor, bis sie den glänzenden Ozean erreichte.« Jack wurde als Junge von dem Cheyenne-Häuptling »Alte Zeltbahn« entführt und erlernte als dessen Adoptivsohn Lebensweise und Kultur der »Menschenwesen« - so nennt sich der Stamm. Seinem neuen Stiefbruder »Jüngerer Bär« rettet er das Leben und heißt daraufhin »Little Big Man«. Fünf Jahre später kehrt er in die weiße Zivilisation zurück. Reverend Pendrake adoptiert den jungen Wilden und nimmt ihn mit nach Missouri. Doch Jack hält es in der Zivilisation nicht lange aus, und er bricht zu neuen Abenteuern auf. Schließlich wird er Zeuge und einziger weißer Überlebender der Schlacht am Little Bighorn. - - Thomas Louis Berger (* 20. Juli 1924 in Cincinnati, Ohio; † 13. Juli 2014 in Nyack, New York) war ein US-amerikanischer Schriftsteller. Leben und Schaffen: Thomas Berger war mit der US-Armee in Europa, bevor er in Cincinnati und an der Columbia University studierte. Danach arbeitete er als Bibliothekar und Journalist, bevor er 1958 seinen ersten Roman Crazy in Berlin veröffentlichte, den er später mit Reinhart in Love (1962), Vital Parts (1970) und Reinhart's Women (1981) fortsetzte. Die Romanserie folgt mit bissigem Witz dem Schicksal des Soldaten Carlo Reinhart, dessen Lebensoptimismus an seiner korrupten Umwelt zugrunde geht. Wie in den Reinhart-Romanen die amerikanische Mittelklassegesellschaft, so nahm Berger das Genre des Western mit Little Big Man (1964) und The Return of Little Big Man (1999) sowie das der Krimis oder Spionageromane mit Who Is Teddy Villanova? (1977) und Nowhere (1985) in satirischer Form kritisch ins Visier. Andere Romane beleuchten tabuisierte Themen der amerikanischen Gesellschaft: Killing Time (1967) und Sneaky People (1975) thematisieren die durchschimmernde Gewalt anhand eines Massenmörders und eines Mannes, der seine Frau umbringen will. The Houseguest (1988) ist eine finstere Komödie über einen sich zur Bedrohung wandelnden Besucher. Das klassische Thema der Orestie griff Berger in Orrie's Story (1990) auf; Arthur Rex (1978) ist eine moderne Version der Artussage, und Robert Crews ist eine Robinsonade. Einen Ausflug in die Science Fiction stellt Regiment of Women (1973) dar, eine ins 22. Jahrhundert gesetzte Satire über eine zu weit gegangene Gleichberechtigung der Geschlechter. Adventures of the Artificial Woman (2004) beleuchtet ebenfalls die Rolle von Frauen, hier anhand des Werdegangs eines lebensechten weiblichen Roboters durch die Welt der Prostitution, Pornographie, Filmindustrie und Politik. . . . Aus: wikipedia-Thomas_Berger_(Autor_1924).
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