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Gil Blas von Santillana.   - Ein Schelmenroman. Mit einer Vorbemerkung des Verfassers. Mit Benutzung der Übertragung von G. Fink. Neu bearbeitet und herausgegeben von Ulrich Johannsen. Mit einer Einleitung von Helmut Müller. - (=Goldmanns Gelbe Taschenbücher, Reihe Französische Literatur, G 711/712).
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Gil Blas von Santillana.

Ein Schelmenroman. Mit einer Vorbemerkung des Verfassers. Mit Benutzung der Übertragung von G. Fink. Neu bearbeitet und herausgegeben von Ulrich Johannsen. Mit einer Einleitung von Helmut Müller. - (=Goldmanns Gelbe Taschenbücher, Reihe Französische Literatur, G 711/712).

Erste Auflage dieser Ausgabe. - Erschienen 1961. - Farbig illustrierter Originalkarton mit Leinenrücken.

337 (15) Seiten. 18 x 11,5 cm. Umschlagentwurf: Herbert Lorenz. Sehr guter Zustand. Mit einer Verlagskarte. In "Geschichte des Gil Blas von Santillana" entfaltet Alain-René Lesage ein kaleidoskopisches Epos des Lebens eines einfachen Jungen, der in die turbulente Welt Spaniens des 17. Jahrhunderts eintaucht. Stilistisch verbindet Lesage den scharfen Witz des französischen Klassizismus mit einer tiefen Psychologie seiner Charaktere, wodurch er ein spannendes Bild von Gesellschaft und Menschlichkeit entwirft. Die Erzählung ist geprägt von einer Reise durch verschiedene gesellschaftliche Schichten und zeigt die Vielfalt menschlicher Erfahrungen, von naiven Anfängen bis hin zu den Herausforderungen der Weisheit und des Betrugs. Diese lebendige Schilderung ist nicht nur ein Roman, sondern eine umfassende Reflexion über das Menschsein und die Bedingungen des Lebens. Alain-René Lesage, geboren 1668 in Paris, war ein bedeutender Vertreter des französischen Romans und entwuchs selbst einer bescheidenen Herkunft. Seine eigene Lebensgeschichte, geprägt von Schwierigkeiten und Wendungen, spiegelt sich in der vielschichtigen Figure Gil Blas wider. Lesages tiefes Interesse für die Gesellschaft seiner Zeit und seine Erfahrungen als Dramatiker und Romancier geben dem Werk eine authentische Stimme, die sowohl von Humor als auch von kritischer Schärfe durchzogen ist. "Geschichte des Gil Blas von Santillana" ist ein Muss für jeden Literaturliebhaber und bietet einen tiefen Einblick in die Komplexität der menschlichen Natur sowie die gesellschaftlichen Dynamiken des Barockzeitalters. Der Roman lädt den Leser ein, über die eigenen Lebenswege und die verschiedenen Fassaden, die Menschen aufsetzen, nachzudenken. Es ist eine fesselnde Lektüre, die sowohl unterhält als auch inspiriert. - Alain-René Lesage oder Alain René Le Sage (* 8. Mai 1668 in Sarzeau, Bretagne; † 17. November 1747 in Boulogne-sur-Mer) war ein französischer Schriftsteller mit gesellschaftskritischem Blick und Sinn für Komik. Er gilt als der erste Autor der französischen Literatur, der ganz vom Verkauf seiner Produkte am Literaturmarkt lebte, der sich um 1700 herauszubilden begann. Er bediente sich dabei unverhohlen bei etlichen Vorbildern, etwa spanischer pikaresker Literatur. Pädagogische oder gar revolutionäre Absichten verfolgte er wohl nicht. Sein erster Roman Der hinkende Teufel stellt den ersten europäischen Großstadtroman dar, bekannter wurde Lesage durch sein Hauptwerk Geschichte des Gil Blas von Santillana. Leben und Werk: Lesage stammte als Sohn eines Notars aus einer gutbürgerlichen Juristenfamilie, verlor aber beide Elternteile schon in seiner Kindheit und büßte später auch sein Erbe ein, das sein Onkel als Vormund veruntreute. Nach Abschluss seiner Schulzeit bei den Jesuiten in Vannes (Département Morbihan, Bretagne) studierte er Rechte in Paris, wurde als Anwalt zugelassen und erhielt einen Posten bei der Steuerpacht in der Bretagne, d. h. dem damals privat organisierten System der Steuereintreibung. Nachdem er diesen Posten aus unbekannten Gründen bald verloren hatte und sich als Anwalt nicht hatte etablieren können, ging er 1698 nach Paris, um dort als Autor, zunächst von Übersetzungen wie der Briefe des Kallisthenes, tätig zu sein. Der hinkende Teufel: Er begann, nachdem er bei dem ihn mit einer Pension von 600 Francs unterstützenden Abbé von Lyonne die spanische Sprache und Literatur kennengelernt hatte, seine Laufbahn mit wenig erfolgreichen Übertragungen und Bearbeitungen spanischer Theaterstücke. Der Durchbruch gelang ihm 1707 mit der selbstverfassten Komödie Crispin, rival de son maître (Crispin als Nebenbuhler seines Herrn). Auch der auf einer spanischen Vorlage des Luis Vélez de Guevara beruhende Roman Le Diable boiteux (deutsch Der hinkende Teufel), der im selben Jahr in seiner ersten Fassung (die endgültige wurde 1726 fertiggestellt) erschien, schlug sehr gut ein. Darin betrachtet der Verfasser die Großstadt Madrid (stellvertretend für Paris) mit Hilfe eines aus einer Flasche befreiten Teufels. 1709 erzielte Lesage einen Skandalerfolg mit der Komödie Turcaret, die in der Figur des Titelhelden das von verlogenen Emporkömmlingen durchsetzte Milieu der Pariser Bankiers und Steuerpächter, der „financiers“, an den Pranger stellte. Das „mit meisterhafter realistischer Darstellungsgabe und Schärfe“ aufwartende Stück, das schon während der Einstudierung an der Comédie-Française von sich betroffen Fühlenden bekämpft wurde, kam nur dank eines Machtwortes des Dauphins zur Aufführung. Vor Lesage hatte niemand gewagt, „dem Protest der Ausgebeuteten so wirkungsvoll Ausdruck zu verleihen“. Nach seinen schlechten Erfahrungen mit dem Turcaret und der Comédie-Française wandte sich Lesage dem volkstümlichen Pariser Théâtre de la Foire zu. Für dieses verfasste er in den nächsten Jahrzehnten, zum Teil mit Co-Autoren, wohl mehr als 100 witzige, wenn auch weniger aggressive Stücke, die der Kurzweil – und Lesages Haushaltskasse dienten. Daneben schrieb er einige heute vergessene Romane. ... Privatleben: Über Lesages Privatleben ist wenig bekannt. 1694 heiratete er Marie Elizabeth Huyard, Tochter eines Schreiners. Der Ehe entstammten drei Söhne und eine Tochter. Er enterbte seinen ältesten Sohn Louis-André, nachdem dieser nicht davon abzubringen war, Schauspieler zu werden. Als dem Ungehorsamen jedoch der Aufstieg in die High Society gelungen war, versöhnte sich Lesage wieder mit ihm und wich ihm kaum noch von der Seite. Lesage schrieb unermüdlich und setzte sich erst mit 70 zur Ruhe. Noch mit fast 80 war er mitsamt seinem Hörrohr ein gerngesehener Gast und beliebter Gesprächspartner in den Pariser Cafés. . . . Aus: wikipedia-Alain-René_Lesage.
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Produktart:
📚 Bücher
Autor(en):
Lesage, Alain René:
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Katalog:
Französische Literatur
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