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Goethe.   - Das Sinnbild deutscher Kultur. Mit einem Vorwort des Verfassers. Inhalt: I Der junge Goethe (Kap. 1-15); II Der Mann (Kap. 16-46) III Der Greis; (Kap. 47-61); Epilog: Goethes Vermächtnis (Kap. 62-64). Mit Personen- und Sachregister.
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Goethe.

Das Sinnbild deutscher Kultur. Mit einem Vorwort des Verfassers. Inhalt: I Der junge Goethe (Kap. 1-15); II Der Mann (Kap. 16-46) III Der Greis; (Kap. 47-61); Epilog: Goethes Vermächtnis (Kap. 62-64). Mit Personen- und Sachregister.

1. - 10. Tausend. Erste Auflage dieser Ausgabe. - Erschienen 1948. - Englische Broschur.

374 (2) Seiten. Keine Fraktur-Schrift. 21 cm. Guter Zustand. Schutzumschlag mit Randläsuren. Aus der Bibliothek von Dr. Beate Kayser, der vormaligen Feuilletonchefin der Münchner TZ. Mit einem Ex Libris von Georg Meyer auf dem Vorsatz. - Ernst Philipp Barthel (* 17. Oktober 1890 in Schiltigheim; † 16. Februar 1953 in Oberkirch (Baden)) war ein elsässischer Philosoph, Mathematiker und Erfinder. In den 1920er und 1930er Jahren lehrte er als Privatdozent für Philosophie an der Universität Köln. Ab 1924 war Barthel Herausgeber der Zeitschrift Antäus. Blätter für neues Wirklichkeitsdenken, welche als Organ der von ihm in Köln gegründeten Gesellschaft für Lebensphilosophie fungierte. Barthel pflegte philosophische Freundschaften mit seinen Landsleuten Albert Schweitzer und Friedrich Lienhard. Leben: Ernst Barthel wurde 1890 als Sohn von Philipp Barthel und dessen Ehefrau Salomea Barthel geborene Schaeffer geboren. Barthel begann nach einem hervorragenden Abitur im Jahr 1909 entgegen der Erwartung seiner Lehrer ein Studium der Philosophie an der Universität Straßburg, das er 1913 mit dem Doktorgrad abschloss. Nach dem Ersten Weltkrieg ging er an die Universität Köln, wo er sich 1921 habilitierte. Hier blieb seine Karriere aufgrund universitärer Intrigen zunächst in der prekären Stellung eines Privatdozenten stecken. Den Nationalsozialisten war er der Frankophilie verdächtig, was die Erlangung einer festen Anstellung weiter verhinderte. Trotz zaghafter Versuche, sich mit dem Regime zu arrangieren, wurde er im November 1940 vom Reichserziehungsminister Bernhard Rust ohne ersichtlichen Grund aus der Universität entlassen. Vermutlich spielten religiös-metaphysische Äußerungen in seinem Buch Der Mensch und die ewigen Hintergründe, vor allem aber die angebliche Nähe des Autors der elsässischen Geistesschicksale (1928) zu Frankreich hierbei eine Rolle. Ernst Barthel war Mitglied im NSLB. Nach dem Zweiten Weltkrieg war ihm die Rückkehr ins Elsass verwehrt, weil man ihm in Frankreich seine Übersiedlung nach Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg ankreidete. Er ließ sich auf der anderen Rheinseite in Deutschland nieder und starb 1953 im badischen Oberkirch. Der Nachlass Barthels liegt in der Stadt- und Universitätsbibliothek in Frankfurt am Main. Philosophie: Das Grundprinzip von Barthels Philosophie ist die Polarität, die er als fundamental gestaltendes Gesetz in allem Existierenden begriff. Sein philosophisches Programm zielt bereits mit seiner Dissertation darauf ab, eine erkenntnistheoretisch einwandfreie Metaphysik mit Nähe zum christlichen Platonismus zu schaffen. Als geistige Ausgangspunkt nennt er selbst Arthur Schopenhauer und vor allem Immanuel Kant: "Denn neben Schopenhauer ist niemand, dem wir eine so nachhaltige Beeinflussung und dauerhafte Lehre zu verdanken hätten als Kant." Außerdem bezieht sich Barthel immer wieder auf die naturwissenschaftlichen Arbeiten J.W. v. Goethes. Als zentralen Bestandteil seiner philosophischen Arbeit entwickelte er eine eigenständige Geometrie (Polargeometrie), einer sphärischen Geometrie auf Grundlage Riemannscher bzw. elliptischer Axiomatik. Grundüberlegungen: Philosophie, Geometrie und Kosmologie sind im Denken Barthels unmittelbar aufeinander bezogen. Am naturwissenschaftlichen Weltbild, das er als "Pseudo-Kantianismus" bezeichnete, kritisierte er folglich dessen reduktionistische Orientierung sowie die mangelnde ethische und menschbezogene Dimension. Besonders auch auf das kopernikanische Weltbild bezogen betonte er mehrfach: Ich kann mich nicht damit abfinden, die Welt und die ganze Menschheit auf ein winziges, im unendlichen Raum verlorenes Staubkorn reduziert zu sehen. So entwarf er auch seine Polargeometrie als Gegenentwurf zur naturwissenschaftlichen Kosmologie. In seiner polargeometrischen Kosmologie rückte er die Erde ins Zentrum des Universums, die dieses auch zum Großteil ausfüllte und damit keinen Platz mehr für unendliche Entfernungen bot: Geometrie wird erst voll und ganz exakte Wissenschaft, wenn die Endlosigkeitsnebel, die man bisher noch an ihrem Horizont bemerkte, bis auf den letzten Rest vertrieben werden. Prinzip des Barthel'schen Transformationszirkels bei r1 = r2 = 1 und einem Drehgeschwindigkeitsverhältnis von 1:2 in den vier möglichen Komplementen (je zwei für die Richtungs- und Kreisfunktionskomplemente) Damit trat Barthel gegen den Vorrang der Naturwissenschaften vor der Philosophie an. In einer frühen Schrift formuliert er seinen Anspruch kämpferisch: Die Philosophie hat lange genug nach der Pfeife der Naturwissenschaft getanzt. Auf ähnliche Weise misstraute er der Evolutionstheorie und suchte einen Mittelweg zwischen Evolutionismus und Kreationismus. Fernand Criqui hält die Berücksichtigung der menschlichen Ethik für den Dreh- und Angelpunkt in Barthels Philosophie, die im Werk Barthels jedenfalls den Vorrang vor „naturwissenschaftlicher Wahrheit“ gehabt habe. Entsprechend sah Barthel den Widerstand der etablierten Wissenschaft gegen seine Polargeometrie und von der zeitgenössischen Astronomie abweichenden kosmologischen Thesen überhaupt dadurch begründet, weil die Weltherrschaft allzufrühen Irrtums und egoistischer Gewalt in Gefahr steht, durch die gerechten Gottesgesetze der Polarität (organischen Zweiheit) ihrer Macht verlustig zu gehen. Barthel bezieht sich in seinem Werk systematisch auf zwei Prinzipien, deren Grundlage er aus der Struktur des menschlichen Bewusstseins ableitet. Das erste Prinzip sei der polare Gegensatz des endlichen Bewusstseins zwischen konkreter Existenz und absoluten Kategorien (z. B. Wille/Vorstellung, praktisch/wissenschaftlich, quantitativ/qualitativ, beziehungsvoll/unmittelbar etc.), den er als Voraussetzung aller Welterkenntnis sah und der daher auch in der Vorstellung des Kosmos verwirklicht sein müsse. Als organische Manifestation des Prinzips versteht Barthel die Verkopplung von Kreisbewegungen, die er als grundlegendes Konstruktionsprinzip der Natur vorschlägt. Zu dessen Verdeutlichung entwickelt Barthel seinen sog. Transformationszirkel. Der Transformationszirkel erzeugt Kurven, die genau die Mitte zwischen Epi- und Hypotrochoiden bilden. Damit stellt der Zeichenapparat einen wissenschaftlichen Vorläufer des in den 1960er Jahren erfundenen Spirographen dar. Die polare Verkopplung von Kreisbewegungen verwendet Barthel z. B. konkret als formale Grundlage seiner Farbtheorie sowie zur Beschreibung natürlicher Formen wie z. B. denen der Diatomeen. ... Rezeption: Während Barthels konventionell philosophische Arbeiten bis heute zitiert werden, sind seine geometrisch-kosmologischen Arbeiten weitgehend vergessen und werden, wenn überhaupt, als kuriose Randnotiz behandelt. Wenn auch manche seiner Kollegen seine Theorie für geometrisch möglich und logisch konsistent gehalten haben sollen, lehnte die überwiegende Mehrheit seiner Zeitgenossen sie vehement ab. Manche griffen zu Lebzeiten Barthels auch zum Mittel des „Pesthauchs der persönlichen Verleumdung“, indem sie spotteten, er „lehre, die Erde sei eine Scheibe“ oder ihn unumwunden für verrückt erklärten, wodurch seine Karriere zugrunde gerichtet wurde. Barthel betrachtete seine Theorie selbst als vollauf bestätigt und bezeichnete sie sogar als den bedeutsamsten Gedanken des Jahrhunderts, wie er in seiner Autobiographie schrieb. Laut Barthel soll auch der in Konstanz tätige Astronom Leonid Andrenko Barthels Hauptgedanken als „zu den genialsten gehörend, die jemals vorgeschlagen wurden“ erachtet haben und dafür eingetreten sein, „dass man davon Kenntnis nehme und darüber nachdenke“. Durch die Raumfahrt nach dem Zweiten Weltkrieg mit ihren Entfernungsmessungen, Satellitenfotos, die die Erde als Kugel darstellen und schließlich direkte Landungen auf Mond und Mars wurden allerdings immer mehr Belege erbracht, die die konkreten Folgerungen Barthels als falsch erwiesen, auch wenn die objektiv im physikalischen Universum vorliegende Geometrie bis heute eine offene Frage ist. . . . Aus: wikipedia-Ernst_Barthel.
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Barthel, Ernst:
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Literaturwissenschaft
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