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Gedichte.   - Emanuel Geibel. Herausgegeben und mit einer Einleitung von Dr. Max Mendheim. Alphabetisches Gedichtverzeichnis. - (=Universal-Bibliothek, UB 5731/33).
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Gedichte.

Emanuel Geibel. Herausgegeben und mit einer Einleitung von Dr. Max Mendheim. Alphabetisches Gedichtverzeichnis. - (=Universal-Bibliothek, UB 5731/33).

Erste Auflage dieser Ausgabe. - Erschienen 1915. - Blaues Leinen mit schwarzgeprägten Rücken- und Deckeltiteln, Kopffarbschnitt und farbigen Vorsätzen.

328 (16) Seiten mit einem Titelporträt. 14,1 x 9,8 cm. Dünndruckausgabe. Guter Zustand. Besitzerstempel auf der Titelseite: "Gesellschaft für Verbreitung von Volksbildung" und "Ortskommandatur Haspres". - Franz Emanuel August Geibel (* 17. Oktober 1815 in Lübeck; † 6. April 1884 ebenda) war ein deutscher Lyriker. Ab 1843 war er der erfolgreichste Dichter seiner Zeit, [1] dessen Liederwerk Komponisten wie Robert Schumann, Hugo Wolf, Felix Mendelssohn Bartholdy und Johannes Brahms inspirierte. Seine Wertschätzung als Wortkünstler und als Autorenförderer im 19. ließ im 20. Jahrhundert schon vor dem Ersten Weltkrieg stark nach. Bis heute allgemein bekannt geblieben sind seine Wanderlieder Der Mai ist gekommen[A 1] und Morgenwanderung (Wer recht in Freuden wandern will, 1839)[2] sowie die Schlussverse des Gedichts Deutschlands Beruf. 1861: „Und es mag am deutschen Wesen / einmal noch die Welt genesen“, die u. a. Kaiser Wilhelm II. zum politischen Schlagwort umformte („Am deutschen Wesen mag die Welt genesen“). Etliche der mehr als 3.500 Kompositionen zu knapp 300 Gedichten Geibels sind nach wie vor im Repertoire von Solisten im Haus- und Kammermusikbereich. ... Rezeption - Lyrik: Von den frühesten Veröffentlichungen an zog Geibel starken Zuspruch und harsche Kritik auf sich. Während der Deutsche Musenalmanach ein Gedicht des 17-jährigen Literaturtalentes abdruckte und Karl Mosche eine Serie von Gedichten schon 1836 während der Studienzeit Geibels vertonte, polemisierte der Literaturkritiker Karl Gutzkow 1837 bereits gegen das Schülergedicht König Dichter, als handele es sich um den Text eines Etablierten. Theodor Fontane prägte den Ausdruck „Geibelei“, worunter er klangschöne, aber formal stereotype Lyrik verstand, die sich mit beliebigen Inhalten füllen ließ. Theodor Storm beklagte sich noch anlässlich der Verleihung der Ehrenbürgerwürde der Stadt Husum darüber, dass sein Werk zeit seines Lebens hinter das von Geibel zurückgestellt worden sei. Wilhelm Buschs Bildergeschichte Balduin Bählamm, der verhinderte Dichter gilt als spöttischer Kommentar zu Emanuel Geibel und den Kreisen, in denen er sich bewegte. Schon zu seinen Lebzeiten wurden Spott und Kritik in Verbindung gebracht mit dem Neid auf den Erfolg des Lyrikers. Zu beachten ist dagegen die hohe Wertschätzung, die Geibel bei Autoritäten der deutschen Literaturwissenschaft zwischen 1860 und 1918 fand. Zu nennen sind dabei Würdigungen u. a. von Karl Goedeke (1844, 1869), Wilhelm Scherer (1884) und Wolfgang Stammler (1918). Stammlers kritische und erläuternde Ausgabe der Werke Geibels von 1915/18 dokumentiert den hohen Stand der Geibelforschung bis 1914. Nach dem Ersten Weltkrieg ebbte die Popularität ab. Zum 100. Geburtstag am 17./18. Oktober 1915 ließ der Lübecker Senat ein Bändchen politischer Lyrik in hoher Auflage drucken. Die Hefte wurden Frontsoldaten zur „geistig-moralischen Stärkung“ anempfohlen. Die Instrumentalisierung von zeitgebundenen Gedichten, die zur Beförderung und Feier der deutschen Einheitsbestrebungen zwischen 1850 und 1871 verfasst waren, zur Beglaubigung eines deutschen Angriffskrieges fiel auf den Autor zurück und beschädigte sein Ansehen nachhaltig. Während Geibels Gedichte in Schulbüchern bis in die Zeit um 1960 noch umfangreich vertreten waren, schlief die Erwähnung zwischen 1960 und 1980 praktisch ein. In der literaturgeschichtlichen Fachwelt wurde Geibel nach 1945 zunehmend kritisch beurteilt. Die Kritik richtete sich gegen seine politischen und ästhetischen Positionierungen sowie gegen einen angeblichen Mangel an Originalität. Im Jahr 1929 kaufte der Lübecker Staat den umfangreichen Nachlass Geibels an, dessen literaturgeschichtlich bedeutende Sammlungsteile, wie die Notizbücher, die Tagebücher (1850–1883), ungedruckte Manuskripte und mehr als 10.000 Briefe an ihn, aus der Lübecker Stadtbibliothek 1942 ausgelagert wurden und seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs in russischen Archiven verwahrt werden. Die 2018 erschienene Monografie Emanuel Geibels Aufstieg zum literarischen Repräsentanten seiner Zeit von Christian Volkmann behandelt die Zeit bis 1848. Volkmann beschreibt Geibels bildungsbürgerlichen Familienhintergrund als eine Quelle seiner phänomenalen Vernetzung, die schon in Geibels Schülerzeit begann, deckt seine professionell inszenierte Instrumentalisierung für konservative politische Zielsetzungen durch führende Persönlichkeiten der Berliner Kunst- und Literaturszene ab 1840 auf, zeigt Selbstvermarktungsstrategien und Marktpositionierungen des Autors nach dem einsetzenden Erfolg seines ersten Gedichtbandes 1843 und interpretiert Geibels herausragenden wirtschaftlichen Erfolg vor dem Hintergrund der Strukturen und Entwicklungen des belletristischen Buchmarktes vor 1848 als schöpferische Leistung. Er weist nach, dass Geibel die Zuwendungen aus königlichen Schatullen zwar für seine Selbstdarstellung als Dichter nutzte, von diesen Einnahmen aber wirtschaftlich nicht abhängig war. Volkmann vertritt die These, Geibel habe durch die in seiner Frühzeit strategisch gesetzten Selbstbilder seiner literarischen Kreativität enge Grenzen gesetzt, was zwar seinen äußeren Erfolg wunschgemäß beförderte, ihn aber künstlerisch verkümmern ließ. Dieser Prozess sei schon um 1850, nach dem Erscheinen des zweiten Gedichtbandes Juniuslieder, abgeschlossen gewesen. Basierend auf einzelnen zeitgenössischen Lübecker „Schlüssellisten“ zu Thomas Manns Roman Buddenbrooks findet sich häufig die Angabe, Mann habe Geibel in seinem Roman in der Gestalt des Jean Jacques Hoffstede ein literarisches Denkmal gesetzt. Die Darstellung im Roman selbst bietet dafür aber keine Anhaltspunkte. Heinrich Mann verewigte den alten Geibel in dem Roman Eugénie oder Die Bürgerzeit (1928) in der spöttisch-liebevoll gezeichneten Figur des Dichters Prof. von Heines. . . . Aus: wikipedia-Emanuel_Geibel.
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Geibel, Emanuel:
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Deutsche Literatur
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