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«Der Rosenthal’sche Versuch» oder: Über den Ort produktiver Forschung. Preprint 397.   - Zur Exkursion des physiologischen Experimentallabors von Isidor Rosenthal (1836-1915] von der Stadt aufs Land.
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«Der Rosenthal’sche Versuch» oder: Über den Ort produktiver Forschung. Preprint 397.

Zur Exkursion des physiologischen Experimentallabors von Isidor Rosenthal (1836-1915] von der Stadt aufs Land.

Erschienen 2010. - Originalbroschur.

41 S., 7 Abb. Ein gutes und sehr sauberes Exemplar. - Zusammenfassung: Die disziplinäre Entfaltung der physiologischen Experimentalwissenschaft wird häufig an die kulturellen Entwicklungsbedingungen der bürgerlich-städtischen Gesellschaft und die zunehmend technisch geprägten Arbeitskontexte des Industriezeitalters geknüpft. Wenn man dieser Sichtweise folgt, dann fanden sich die Keimzellen der experimentalphysiologischen Institute des 19. Jh. isoliert in den Metropolen von Paris, Leipzig oder Berlin. Revolutionäre Trends, und hier bildeten die wissenschaftlichen keine Ausnahme, setzte allein die Großstadt - und die Provinzialuniversitäten rückten in normalwissenschaftlichen Bestrebungen nach. Das Entwicklungsgefüge der Scientific community war dieser Lesart zufolge präformiert als ein Wechselspiel aus Innovation (Stadt) und Rezeption (Land). Der 1836 in Labischin (Bezirk Bromberg/Posen) geborene und in Berlin ausgebildete Isidor Rosenthal (1836-1915) mag wie kein zweiter Experimentalphysiologe als historiografische Sonde dienen, diesen Transferbedingungen zwischen Stadt und Land nachzugehen: Nach seinem Studium an der Friedrich-Wilhelms-Universität und erfolgter Promotion 1859 trat er als erster wissenschaftlicher Assistent von Emil DuBois-Reymond (1818-1896) in das neue Berliner Physiologische Institut ein und nahm seine Arbeiten über „direkte und indirekte Muskelerregungen“ beim Frosch auf. Diese neurophysiologischen Forschungen begründeten seinen wissenschaftlichen Ruhm, der ihm 1872 als einer von wenigen jüdischen Wissenschaftlern und noch vor Wilhelm Wundt (1832-1920) einen Ruf auf einen ersten Lehrstuhl für Physiologie an der bayerischen Friedrich-Alexander-Universität einbrachte. Doch neben seiner wissenschaftlichen Anerkennung zeichnete ihn die starke Verwurzelung im Kulturleben aus - nicht nur in seiner Berliner Zeit, sondern auch in Erlangen. In einem komparativen und mikrohistorischen Ansatz werden in diesem Beitrag die Veränderungen in den Arbeitsbedingungen dieses Berliner Wissenschaftsmigranten auf dem Weg von der Stadt aufs Land aufgezeigt. / Abstract: The disciplinary development of the new science of experimental physiology is often associated with the conditions of cultural development and increasingly technical working contexts of the Industrial Age. Following this perspective, the germ cells of 19th century institutes of experimental physiology were particularly found in the metropolises of Paris, Leipzig or Berlin. Only the major cities sat the revolutionary trends and within this general process, the scientific trends were no exceptions - the provincial research universities simply followed the central ones in their normal science endeavours. Due to this interpretation, the development of the scientific community was pre-formatted as the interplay of innovation (the city) and reception (the periphery). Isidor Rosenthal (1836-1915) was bom in Labischin (District of Bromberg/Posen) in 1836 and got his medical training in Berlin. Like not many other experimental physiologists, he can be used as a historiographical testing probe, to follow the conditions of knowledge transfer from center to periphery: After his studies at the Friedrich Wilhelms University and the completion of his dissertation in 1859, Rosenthal entered the newly founded Physiological Institute as the first Research Associate of Emil DuBois-Reymond (1818-1896). Rosenthal worked here particularly on the problem of “direct and indirect muscle irritation“ in frogs. These neurophysiological investigations led to a growing scientific renown. In 1872, he became offered a first professorship in physiology at the Friedrich Alexander University in Bavaria, as one of only few Jewish scientists (and even before Wilhelm Wundt, 1832-1920). But his life and work proved not only exceptional because of his scientific achievements, but also due to his deep rootedness in cultural life - both during his time in Berlin and Erlangen. By applying a comparative and microhistorical approach in this article, the working conditions of this scientific migrant from Berlin are scrutinized, as to the changes that took place between the city and regional university.
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Produktart:
📚 Bücher
Autor(en):
Stahnisch, Frank W.:
Anbieter:
Fundus-Online GbR Borkert, Schwarz, Zerfaß
Bestell-Nr.:
1239576
Lagerfach:
1971
Katalog:
Wissenschaftsgeschichte
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