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Zustand: gebraucht - sehr gut, Dieses gute Buch aus dem VEB Fotokinoverlag Leipzig wurde herausgegeben von Günter Rössing und es zeigt 137 Photos des Altmeisters der Aktfotografie aus der alten DDR, dem Photographenmeister Günter Rössler. Es handelt sich um die Erstausgabe und es wurde 1982, also noch zu Zeiten des real existierenden Sozialismus in der alten DDR herausgegeben. Das gute Buch ist wi mehr lesen ...
Schlagworte: FKK DDR Aktfotografie Photografie Aktfoto VEB Fotokino Verlag VEB Fotokinoverlag Günter Rössler Guenter Roessler Gunter Roessler Dieses gute Buch aus dem VEB Fotokinoverlag Leipzig wurde herausgegeben von Günter Rössing und es zeigt 137 Photos des Altmeisters der Aktfotografie aus der alten DDR, dem Photographenmeister Günter Rössler. Es handelt sich um die Erstausgabe und es wurde 1982, also noch zu Zeiten des real existierenden Sozialismus in der alten DDR herausgegeben. Das gute Buch ist wie neu und absolut verschenkgeeignet, wenn man sich davon überhaupt trennen möchte oder muss. Es hat 112 Seiten und darin finden sich in ätherischer Schönheit die Schönsten der Schönen aus der ehemaligen DDR, die für Herrn Rössler Modell gestanden haben. Nackt – wie Gott sie schuf. Viel Text ist drin und zu den bildern auch und Renate Rössing und Eva Mahn von der Kunsthochschule Giebichhausen zu Halle haben mitgemacht und sind erwähnt. Das Buch ist nicht nur ein Photobuch der Nackt – und Aktfotografie der Extraklasse, nein es spiegelt auch den damaligen Zeitgeist in der DDR wieder. Nach dem Motto, sind wir schon nicht politisch frei, so doch im Studio, in unserem Wohnzimmer und an den FKK Stränden vom Gellen bei Neuendorf auf Hiddensee oder am Zeltplatz von Prerow. So freizügig wie sich die Damen in der ehemaligen DDR zeigten, sah man sie vielleicht nur noch in den Schären von Marstrand oder in Ellös und natürlich in den Photos von Herrn Rössler, aber auch von Gerhard Vetter, Klaus Fischer und und und. Hier ist es also, das Originalbuch aus der DDR mit Dutzenden von hochwertigen Photos der wunderschönen Damen in der DDR. Damals gab es noch kein Silikon für sie, das brauchten sie auch nicht, Silikon gab es nur in der Wüste Gobi und in Form von Plaste und Elaste und das brauchte man in Zschopau. Aktfotografie ist hohe Kunst und die stete Erinnerung an das Vergängliche wird noch in hundert Jahren bewundert werden. Zumal, wenn es wie hier von Günter Rössler auf Zelluloid gebannt wurde und auf den guten Orwo-s/w Filmen der Ex-DDR. Günter Rössler war ja früher Chefphotograph von den beliebten Modezeitschriften Sibylle und Modische Maschen, bei „Praktische Mode“ = Pramo hat er mitgewirkt und allseits bekannt ist er ja geworden durch die sehnsüchtiglich erwarteten Aktbilder im Monats Magazin. Auch der Herausgeber des Photobandes Roger Rössing hat dort bezaubernde Aktbilder eingestellt. Kürzlich ist ja die jedermann und jede Frau verzaubernde Ausstellung in Greifswald zu Ende gegangen. Dort konnten viele seiner Mädels bewundert werden. Es wurden Photos geklaut und am Nationalfeiertag (03.10.2008) konnte man sogar in der Bildzeitung eine große bebilderte Ankündigung für jene Ausstellung finden. Hier in diesem guten Buch sind aber noch viel mehr Photos drin als in der Ausstellung, immer oder fast immer das ganze Buchformat füllend, es sind fast alles Photos aus der alten DDR-Zeit, als Herr Rössler seine Modemädels nach dem shooting der Maschenpullover für die Sibylle mal sanft fragte, ob sie nicht auch mal gerne ein Aktfoto von sich hätten. Na klar und so können auch wir Sweet Jennifer bewundern. Eine faszinierende Serie in s/w und tw. auch in colora. Es folgt Britta - what nice a girl und dann die blonde und überaus attractive Katrin, Bilder von 1981., Birgit, Renate (das weltberühmte Photo von 1969 im Ledersessel, sonst nichts außer Renate. Cornelia W., die nackte Maja oder besser im Stile von ….. Und Photos sind auch drin, bei denen die hübschen Mädels in nackter Schönheit im Studio von Otto Niemeyer-Holstein (auch ein Photo von ihm ist drin) als Modell saßen. Aktbilder am Strand von Bansin und auch in Heiligendamm sind dabei. Doppelakte mit Rosa und Cornelia. Ein traumhaft schönes Aktphoto im letzten Drittel des Buches wird Ihnen vielleicht den Atem rauben. So könnten Sie auch mal Svenja oder Sophie photographieren mit Ihrer ollen Practisix oder der brandneuen Nikon D 90 eller Leica M 6. Ein Bild von großer Ruhe und Eleganze. Eine stolze Frau, Günter Rössler wusste wie man die Schönen so richtig für die Dauer von 100 Jahren in Wirkung bringt. Spiel mit Licht und Schatten, fast dreidimensional erscheinende Photos. Jutta K. zum Greifen nah, so erscheint es einem. Geht so richtig nur mit mind. 6x6 Format und die olle Praktika. Frida ist drin, more of Katrin, hat nur ihre Brille auf, noch mehr bei Otto und im Studio von Susanne Kandt-Horn. Die blonde Heidrun K. von 1974 ist dabei, Katrin E. das Traumgirl von der Titelseite eines aktuellen Bandes zur Ausstellung ist hier auch drin und weitere Photos von ihr, alle aus Anfang der 80er Jahre. Ab S. 110 kommt auch noch eine Biographie von Günter Rössler und Photos von ihm gibt es auch einige, als er noch jung war und in Aktion im Ostblock und immer mit den schönen unbekleideten Mädels aus Gotha und Weimar und Schwedt. Ruth Rössler hat auch welche aufgenommen. Da war er noch jung, ganz wunderbare Photos. Und auch die Biographie, Sachen, die man später gar nicht mehr fand. Dann kommt noch eine Biografie nach Daten (geb. 1926 in Leipzig), Günter Rössler durfte schon zu DDR-Zeiten ins Ausland fahren. All seine Ausstellungen sind genannt. Klar war die in Greifswald noch nicht dabei. Er war oft zusammen mit Roger Rössing in Halle, natürlich in Leipzig und in Einundleipzig. Zum Schluss kommt noch eine Literaturliste zum Thema, Vor einigen Jahren gab es m.W. eine große Ausstellung „Begegnungen – Otto Niemeyer-Holstein und Günter Rössler“ in der Neuen Galerie im Atelier von Herrn N.-H. in Lüttenort bei Koserow auf Usedom zu sehen. Der Künstler Niemeyer-Holstein ist ja schon 1984 verstorben, und G. Rössler lebt heute leider auch nicht mehr . Er verstarb vor wenigen Jahren in Markleeberg im alter von, ich glaube 87 Jahren. Seine Photos hingen dort und sowieso sie könnten dort ruhig als Dauerausstellung auch im Sommer 2015 noch hängen bleiben. Aber ich glaube, im April 2012 oder 2011 sollte Schluss sein. Dort wurde Ihnen warm ums Herz und die Freude auf einen schönen Sommer zum ersten Mal mit Henni und Christine wurde immer größer durch den Anblick der schönen Photos. Das Umschlagfoto stammt übrigens (glaube ich wenigstens) aus dem Atelier Gohlis Leipzig. Es zeigt (glaube ich auch) breath-taking Lisa St. . und es wurde dort 1979 aufgenommen. Dann gibt es noch ganz viel Text und Szenephotos von den Arbeiten von Günter Rössler, Ausgabephotos von den Modischen Maschen, von Pramo, auch von der Sybille, er hat auch bei Werbefilmen mitgemacht Die Kalender waren immer sehr beliebt auch von Brühl und und und. Günter Rössler Fotografie Aktfoto VEB Fotokino Verlag Günter Rössler Guenter Roessler Gunter Roessler Günter Rössler Fotografie Aktfoto VEB Fotokino Verlag Halle VEB Fotokinoverlag Günter Rössler Guenter Roessler Gunter Roessler

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Das Bewusstsein der Maschinen. Eine Metaphysik der Kybernetik Mit einem Beitrag aus dem Nachlass: »Erkennen und Wollen«- Eberhard von Goldammer (Herausgeber), Joachim Paul (Herausgeber), Gotthard Günther (Autor) Internationale Reihe Kybernetik und Information; #3 Bewusstsein der Maschinen Bewußtsein der Maschinen Das Buch »Das Bewusstsein der Maschinen« des deutsch-amerikanischen Philosophen und Logikers Gotthard Günther (1900–1984) erschien bereits 1957 und in einer erweiterten 2. Auflage im Jahr 1963. Was damals sensationell wirkte, ist heute Bestandteil unseres philosophischen Bewusstseins gewordendie Hereinnahme der Kybernetik nicht nur in unsere praktisch-technische Welt, sondern auch in die philosophische Spekulation wie in unsere soziologische Reflexion. Immer aber noch ist die Lektüre der Güntherschen Theoreme und Einsichten für Wissenschaftler wie auch für den Laien aufregend, die Revolutionierung unseres gesamten Denkens offenbar. Daß die maschinelle Intelligenz den Leistungen des menschlichen Bewusstseins überlegen sein kann – wer bestreitet das heute noch? Daß aber mit dem Maschinenbewusstsein die alten Denkgewohnheiten des Menschen aus den Angeln gehoben und alle klassischen Schemata wie auch die dialektische Spekulation auf einen mehr oder minder aufwendigen Schutthaufen geworfen sind – dagegen werden die philosophischen Lehrstühle sich noch lange wehren. – Auch diese erweiterte Auflage des Güntherschen Buches ist kein Abschluß und kein System, sondern Frage und Anregung zur Metaphysik unseres Jahrhunderts. Die jetzt nach etwa 40 Jahren erneut aufgelegte und nochmals erweiterte Ausgabe ist – betrachtet man den heutigen Stand der Diskussionen um die Themen »Künstliche Intelligenz«, »Maschinelles Lernen« oder »Maschinenbewusstsein« – nicht nur aus philosophischer sondern vor allem aus wissenschaftslogischer Sicht seiner Zeit immer noch weit voraus. Dies begründet sich insbesondere darin, dass Gotthard Günther nicht nur einen Entwurf geliefert, sondern im Verlauf seiner wissenschaftlichen Tätigkeiten am Biological Computer Laboratory (BCL) in Illinois (Urbana) auch die Grundlagen zu einer nichtaristotelischen Logik gelegt hat, die sich am besten unter dem Begriff »Theorie polykontexturaler Systeme« subsumieren lassen. Das Buch stellt jedoch keine grundlegende (theoretische) Einführung in die Theorie der polykontexturalen Systeme dar und erfordert daher auch keine tieferen Kenntnisse über formale Logik, sondern ist – wie viele der Arbeiten Günthers – eine Sammlung mehrerer philosophischer Aufsätze zu den Themen »Robotik«, »Künstliche Intelligenz« und »Maschinenbewusstsein«. Allerdings diskutiert Günther diese Themen vor dem Hintergrund einer erweiterten Logik, die er zunächst als mehrwertige und später als mehrstellige und im Verlauf der weiteren Entwicklung seiner Theorie als polykontexturale Logik bezeichnet. Für die Lektüre genügen also elementare Kenntnisse einfacher logischer Verknüpfungen und/oder arithmetischer Relationen. Dieses Buch eignet sich daher vortrefflich als »Einstiegslektüre« in die philosophischen Arbeiten Gotthard Günthers und ist auch für den fachlich interessierten Laien eine anregende und vor allen Dingen eine verständlich und logisch klar geschriebene Darstellung grundlegender philosophischer Fragen zu den Themen »Bewusstsein« oder »Selbstbewusstsein« und deren möglicher oder eben nicht möglicher technischer Realisierung. In dem Buch werden Themen wie z. B. der Gegensatz der kulturellen Vorstellung des faustischen Homunkulus auf der einen Seite und der des Robots auf der anderen Seite in geradezu spannender Art und Weise behandelt. In dem Beitrag »Erkennen und Wollen« werden der scheinbare Gegensatz der Prozesse des Erkennens (»am Anfang war das Wort«) und des Wollens (»am Anfang war die Tat«) und die kulturellen Hintergründe dieser heute immer noch vorherrschenden dichotomen, d. h., zweigeteilten »Entweder-Oder«-Vorstellung in der abendländischen Kultur diskutiert. Gerade dieser Beitrag, der in der vorliegenden Auflage neu hinzugekommen ist, bietet natürlich auch Anregungen für die Entwicklung intelligenter technischer Systeme – es handelt sich also um einen Aufsatz, der durchaus auch in einer Fachzeitschrift für künstliche Intelligenz hätte stehen können und der nicht nur für den Fachmann sondern auch für den interessierten und gebildeten Laien verständlich ist. Da Gotthard Günther neben Philosophie und Logik auch Indologie, klassisches Chinesisch, Sanskrit und vergleichende Religionswissenschaften studiert hat, kann sich der Leser über kleinere, kompetent geführte geistige Ausflüge in andere Kulturen erfreuen und sich zu weiteren Studien anregen lassen. Das ist im Zeitalter der Globalisierung sicherlich ein zusätzlicher Gewinn. Eine kurze Biographie Gotthard Günthers sowie eine kleine Einführung in seine Arbeiten sollen dem Leser nicht nur den Zugang zu diesem Autor und seinem Werk erleichtern, sondern ihm auch die Möglichkeit einer Zuordnung seiner Arbeiten – und das betrifft vor allem auch die Theorie der Polykontexturalität – vor dem Hintergrund der heutigen Gehirn- und künstlichen Intelligenz-Forschung geben. Joachim Paul Der Autor: Gotthard Günther Gotthard Günther wurde am 15.6.1900 in Arnsdorf (Schlesien) als Sohn eines Pastors geboren. Er studiert neben Philosophie auch Indologie, klassisches Chinesisch, Sanskrit und vergleichende Religionswissenschaften. Seine Dissertation bei Eduard Spranger ist ein Kapitel aus seinem 1933 veröffentlichten Buch Grundzüge einer neuen Theorie des Denkens in Hegels Logik[1]. Er macht eine Ausbildung zum Skilehrer und Segelflieger und legt die A-, B- und C-Prüfung sowie das Internationale Leistungsabzeichen für Segelflug ab, um schließlich 1952 in den USA sogar in den Besitz des Kunstflug- und Motorflugscheins zu gelangen. 1935–1937: Assistent bei Arnold Gehlen in Leipzig. Er ist verheiratet mit der Jüdin Marie Hendel, die 1933 ein Berufsverbot als Lehrerin erhält und nach Italien emigriert. 1937: Günther folgt seiner Frau zunächst nach Italien und emigriert mit ihr 1938 nach Südafrika, wo er als Dozent für Philosophie an der Universität Kapstadt-Stellenbosch tätig ist. 1940: Beide übersiedeln von Südafrika aus in die USA, wo Günther versucht, Anschluß an die neueren Forschungen auf dem Gebiet der mathematischen Logik zu gewinnen. Von 1942 bis 1944 hält Günther Vorlesungen und Seminare (12 Stunden wöchentlich!) am Colby-College in Maine. 1944: Günther erhält ein Forschungsstipendium der US-Army und arbeitet an der Widener Library der Harvard Universität. In dieser Zeit hält er Vorlesungen am Cambridge Adult Center for Education. Privat begegnet er Ernst Bloch, der in seiner unmittelbaren Nachbarschaft wohnt, mit dem ihn seit dieser Zeit eine persönliche Freundschaft verbindet. 1945: Beginn seiner Arbeiten an der Kalkültechnik sowie der reflexionstheoretischen Interpretationen mehrstelliger Logiken. 1948: Günther nimmt die amerikanische Staatsbürgerschaft an. Er lernt J. W. Campbell kennen, der ihn auf die Bedeutung der amerikanischen Science Fiction Literatur aufmerksam macht. 1952: Günther gibt im Karl Rauch Verlag (Düsseldorf) eine vierbändige Reihe (Rauchs Weltraum-Bücher) amerikanischer SF-Literatur heraus (Autoren u. a.: J. Asimov, J.W. Campbell, L. Padgett, J. Williamson). In diesem Jahr erhält er auf Vorschlag von Kurt Gödel einen Forschungsauftrag der Bollingen Foundation. 1953: Erste Veröffentlichungen in den USA über logisch-metaphysische Themen. 1955: Gastvorlesung an der Universität Hamburg, auf Initiative von H. Schelsky und C.F. von Weizsäcker, um Günthers Wiederanschluß an das deutsche akademische Leben zu erreichen. 1957: Publikation einiger maßgeblicher Arbeiten Gotthard Günthers: Das Bewußtsein der Maschinen – Eine Metaphysik der Kybernetik; Metaphysik, Logik und die Theorie der Reflexion[5]; Idee und Grundriß einer Nicht-Aristotelischen Logik[4]. 1960: Günther lernt Warren St. McCulloch kennen, eine Bekanntschaft, die für seine weiteren Forschungsarbeiten von entscheidender Bedeutung wird, da sie nicht nur der Beginn einer Freundschaft zu dem Begründer der Neuroinformatik ist, sondern auch den Beginn von Günthers Arbeit am Biological Computer Laboratory (BCL) zur Folge hat. 1961–1972: Forschungsprofessur am Biological Computer Laboratory der University of Illinois, Zusammenarbeit mit Warren McCulloch und Heinz von Foerster. In dieser Zeit stößt Günther im Zuge der Erforschung reflexiver mehrstelliger, d. h. polykontexturaler Logik-Systeme auf das Problem der morpho- und der kenogrammatischen Strukturen, die der Öffentlichkeit in Arbeiten wie Cybernetic Ontology and Transjunctional Operations[5]; Das metaphysische Problem einer Formalisierung der transzendental-dialektischen Logik[5]; Logik, Zeit, Emanation und Evolution[5] oder Natural Numbers in Trans-Classic Systems[5] vorgestellt werden. Durch seine Emeritierung im Jahr 1972 beendet Günther seine Tätigkeit am BCL, eine Tätigkeit, die er für die fruchtbarste seines Lebens hält. Er übersiedelt nach Hamburg und hält an der dortigen Universität Vorlesungen über Philosophie. 1975: Günthers Selbstbiographie Selbstdarstellung im Spiegel Amerikas[6] erscheint, in der er ein Resümee seiner Arbeit vorstellt. Seine Bemühungen kulminieren in einer mehrstelligen reflexiven Logik und Arithmetik in seiner »Theorie der Polykontexturalität«, einer Theorie, die er den monokontexturalen Logik-Systemen und der klassischen Arithmetik komplementär zur Seite stellt. 1979: Günther begründet auf dem Hegel-Kongress in Belgrad eine allgemeine Theorie der Negativsprachen unter dem Titel Identität, Gegenidentität und Negativsprache, die die herkömmlichen gegenstandsbezogenen, positiven Wissenschaftssprachen komplementät ergänzt. Am 29. November 1984 stirbt Gotthard Günther in Hamburg. Sein wissenschaftlicher Nachlaß befindet sich in der Staatsbibliothek Berlin-Preußischer Kulturbesitz sowie im Gotthard-Günther-Archiv an der Universität Salzburg. Textauszüge von

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Daß die maschinelle Intelligenz den Leistungen des menschlichen Bewusstseins überlegen sein kann – wer bestreitet das heute noch? Daß aber mit dem Maschinenbewusstsein die alten Denkgewohnheiten des Menschen aus den Angeln gehoben und alle klassischen Schemata wie auch die dialektische Spekulation auf einen mehr oder minder aufwendigen Schutthaufen geworfen sind – dagegen werden die philosophischen Lehrstühle sich noch lange wehren. – Auch diese erweiterte Auflage des Güntherschen Buches ist kein Abschluß und kein System, sondern Frage und Anregung zur Metaphysik unseres Jahrhunderts. Die jetzt nach etwa 40 Jahren erneut aufgelegte und nochmals erweiterte Ausgabe ist – betrachtet man den heutigen Stand der Diskussionen um die Themen »Künstliche Intelligenz«, »Maschinelles Lernen« oder »Maschinenbewusstsein« – nicht nur aus philosophischer sondern vor allem aus wissenschaftslogischer Sicht seiner Zeit immer noch weit voraus. Dies begründet sich insbesondere darin, dass Gotthard Günther nicht nur einen Entwurf geliefert, sondern im Verlauf seiner wissenschaftlichen Tätigkeiten am Biological Computer Laboratory (BCL) in Illinois (Urbana) auch die Grundlagen zu einer nichtaristotelischen Logik gelegt hat, die sich am besten unter dem Begriff »Theorie polykontexturaler Systeme« subsumieren lassen. Das Buch stellt jedoch keine grundlegende (theoretische) Einführung in die Theorie der polykontexturalen Systeme dar und erfordert daher auch keine tieferen Kenntnisse über formale Logik, sondern ist – wie viele der Arbeiten Günthers – eine Sammlung mehrerer philosophischer Aufsätze zu den Themen »Robotik«, »Künstliche Intelligenz« und »Maschinenbewusstsein«. Allerdings diskutiert Günther diese Themen vor dem Hintergrund einer erweiterten Logik, die er zunächst als mehrwertige und später als mehrstellige und im Verlauf der weiteren Entwicklung seiner Theorie als polykontexturale Logik bezeichnet. Für die Lektüre genügen also elementare Kenntnisse einfacher logischer Verknüpfungen und/oder arithmetischer Relationen. Dieses Buch eignet sich daher vortrefflich als »Einstiegslektüre« in die philosophischen Arbeiten Gotthard Günthers und ist auch für den fachlich interessierten Laien eine anregende und vor allen Dingen eine verständlich und logisch klar geschriebene Darstellung grundlegender philosophischer Fragen zu den Themen »Bewusstsein« oder »Selbstbewusstsein« und deren möglicher oder eben nicht möglicher technischer Realisierung. In dem Buch werden Themen wie z. B. der Gegensatz der kulturellen Vorstellung des faustischen Homunkulus auf der einen Seite und der des Robots auf der anderen Seite in geradezu spannender Art und Weise behandelt. In dem Beitrag »Erkennen und Wollen« werden der scheinbare Gegensatz der Prozesse des Erkennens (»am Anfang war das Wort«) und des Wollens (»am Anfang war die Tat«) und die kulturellen Hintergründe dieser heute immer noch vorherrschenden dichotomen, d. h., zweigeteilten »Entweder-Oder«-Vorstellung in der abendländischen Kultur diskutiert. Gerade dieser Beitrag, der in der vorliegenden Auflage neu hinzugekommen ist, bietet natürlich auch Anregungen für die Entwicklung intelligenter technischer Systeme – es handelt sich also um einen Aufsatz, der durchaus auch in einer Fachzeitschrift für künstliche Intelligenz hätte stehen können und der nicht nur für den Fachmann sondern auch für den interessierten und gebildeten Laien verständlich ist. Da Gotthard Günther neben Philosophie und Logik auch Indologie, klassisches Chinesisch, Sanskrit und vergleichende Religionswissenschaften studiert hat, kann sich der Leser über kleinere, kompetent geführte geistige Ausflüge in andere Kulturen erfreuen und sich zu weiteren Studien anregen lassen. Das ist im Zeitalter der Globalisierung sicherlich ein zusätzlicher Gewinn. Eine kurze Biographie Gotthard Günthers sowie eine kleine Einführung in seine Arbeiten sollen dem Leser nicht nur den Zugang zu diesem Autor und seinem Werk erleichtern, sondern ihm auch die Möglichkeit einer Zuordnung seiner Arbeiten – und das betrifft vor allem auch die Theorie der Polykontexturalität – vor dem Hintergrund der heutigen Gehirn- und künstlichen Intelligenz-Forschung geben. Joachim Paul Der Autor: Gotthard Günther Gotthard Günther wurde am 15.6.1900 in Arnsdorf (Schlesien) als Sohn eines Pastors geboren. Er studiert neben Philosophie auch Indologie, klassisches Chinesisch, Sanskrit und vergleichende Religionswissenschaften. Seine Dissertation bei Eduard Spranger ist ein Kapitel aus seinem 1933 veröffentlichten Buch Grundzüge einer neuen Theorie des Denkens in Hegels Logik[1]. Er macht eine Ausbildung zum Skilehrer und Segelflieger und legt die A-, B- und C-Prüfung sowie das Internationale Leistungsabzeichen für Segelflug ab, um schließlich 1952 in den USA sogar in den Besitz des Kunstflug- und Motorflugscheins zu gelangen. 1935–1937: Assistent bei Arnold Gehlen in Leipzig. Er ist verheiratet mit der Jüdin Marie Hendel, die 1933 ein Berufsverbot als Lehrerin erhält und nach Italien emigriert. 1937: Günther folgt seiner Frau zunächst nach Italien und emigriert mit ihr 1938 nach Südafrika, wo er als Dozent für Philosophie an der Universität Kapstadt-Stellenbosch tätig ist. 1940: Beide übersiedeln von Südafrika aus in die USA, wo Günther versucht, Anschluß an die neueren Forschungen auf dem Gebiet der mathematischen Logik zu gewinnen. Von 1942 bis 1944 hält Günther Vorlesungen und Seminare (12 Stunden wöchentlich!) am Colby-College in Maine. 1944: Günther erhält ein Forschungsstipendium der US-Army und arbeitet an der Widener Library der Harvard Universität. In dieser Zeit hält er Vorlesungen am Cambridge Adult Center for Education. Privat begegnet er Ernst Bloch, der in seiner unmittelbaren Nachbarschaft wohnt, mit dem ihn seit dieser Zeit eine persönliche Freundschaft verbindet. 1945: Beginn seiner Arbeiten an der Kalkültechnik sowie der reflexionstheoretischen Interpretationen mehrstelliger Logiken. 1948: Günther nimmt die amerikanische Staatsbürgerschaft an. Er lernt J. W. Campbell kennen, der ihn auf die Bedeutung der amerikanischen Science Fiction Literatur aufmerksam macht. 1952: Günther gibt im Karl Rauch Verlag (Düsseldorf) eine vierbändige Reihe (Rauchs Weltraum-Bücher) amerikanischer SF-Literatur heraus (Autoren u. a.: J. Asimov, J.W. Campbell, L. Padgett, J. Williamson). In diesem Jahr erhält er auf Vorschlag von Kurt Gödel einen Forschungsauftrag der Bollingen Foundation. 1953: Erste Veröffentlichungen in den USA über logisch-metaphysische Themen. 1955: Gastvorlesung an der Universität Hamburg, auf Initiative von H. Schelsky und C.F. von Weizsäcker, um Günthers Wiederanschluß an das deutsche akademische Leben zu erreichen. 1957: Publikation einiger maßgeblicher Arbeiten Gotthard Günthers: Das Bewußtsein der Maschinen – Eine Metaphysik der Kybernetik; Metaphysik, Logik und die Theorie der Reflexion[5]; Idee und Grundriß einer Nicht-Aristotelischen Logik[4]. 1960: Günther lernt Warren St. McCulloch kennen, eine Bekanntschaft, die für seine weiteren Forschungsarbeiten von entscheidender Bedeutung wird, da sie nicht nur der Beginn einer Freundschaft zu dem Begründer der Neuroinformatik ist, sondern auch den Beginn von Günthers Arbeit am Biological Computer Laboratory (BCL) zur Folge hat. 1961–1972: Forschungsprofessur am Biological Computer Laboratory der University of Illinois, Zusammenarbeit mit Warren McCulloch und Heinz von Foerster. In dieser Zeit stößt Günther im Zuge der Erforschung reflexiver mehrstelliger, d. h. polykontexturaler Logik-Systeme auf das Problem der morpho- und der kenogrammatischen Strukturen, die der Öffentlichkeit in Arbeiten wie Cybernetic Ontology and Transjunctional Operations[5]; Das metaphysische Problem einer Formalisierung der transzendental-dialektischen Logik[5]; Logik, Zeit, Emanation und Evolution[5] oder Natural Numbers in Trans-Classic Systems[5] vorgestellt werden. Durch seine Emeritierung im Jahr 1972 beendet Günther seine Tätigkeit am BCL, eine Tätigkeit, die er für die fruchtbarste seines Lebens hält. Er übersiedelt nach Hamburg und hält an der dortigen Universität Vorlesungen über Philosophie. 1975: Günthers Selbstbiographie Selbstdarstellung im Spiegel Amerikas[6] erscheint, in der er ein Resümee seiner Arbeit vorstellt. Seine Bemühungen kulminieren in einer mehrstelligen reflexiven Logik und Arithmetik in seiner »Theorie der Polykontexturalität«, einer Theorie, die er den monokontexturalen Logik-Systemen und der klassischen Arithmetik komplementär zur Seite stellt. 1979: Günther begründet auf dem Hegel-Kongress in Belgrad eine allgemeine Theorie der Negativsprachen unter dem Titel Identität, Gegenidentität und Negativsprache, die die herkömmlichen gegenstandsbezogenen, positiven Wissenschaftssprachen komplementät ergänzt. Am 29. November 1984 stirbt Gotthard Günther in Hamburg. Sein wissenschaftlicher Nachlaß befindet sich in der Staatsbibliothek Berlin-Preußischer Kulturbesitz sowie im Gotthard-Günther-Archiv an der Universität Salzburg. Textauszüge von ""Das Bewusstsein der Maschinen"": Die Neuauflage von Das Bewußtsein der Maschinen Wenn ein Buch mit dem provozierenden Titel Das Bewußtsein der Maschinen Eine Metaphysik der Kybernetik nahezu ein halbes Jahrhundert nach seiner erstmaligen Drucklegung als erweiterte Neuauflage wieder erscheint, dann stellt sich zwangsläufig die Frage nach der Aktualität des Inhalts, insbesondere dann, wenn es sich, wie im vorliegenden Fall, um Computer, Künstliche Intelligenz (KI), Maschinenbewußtsein oder kurz, um die Darstellung mentaler Prozesse mit Hilfe von Maschinen handelt. Wir wollen gleich zu Beginn eine Antwort auf die Frage geben, ob denn der Inhalt dieses Buches von Gotthard Günther noch aktuell ist: Die Antwort ist ein klares Ja! der Inhalt ist immer noch hoch aktuell, und man muß hinzufügen, daß nicht nur der Inhalt dieses Buches, sondern Günthers Arbeiten insgesamt auch heute noch der Zeit ...

Auflage: 3. AGIS-Verlag AGIS-Verlag Auflage: 3. Softcover 344 S. ISBN: 3870070099 (EAN: 9783870070090 / 978-3870070090)


Zustand: gebraucht - sehr gut, Philosophie der Neuzeit Das Buch »Das Bewusstsein der Maschinen« des deutsch-amerikanischen Philosophen und Logikers Gotthard Günther (1900–1984) erschien bereits 1957 und in einer erweiterten 2. Auflage im Jahr 1963. Was damals sensationell wirkte, ist heute Bestandteil unseres philosophischen Bewusstseins gewordendie Hereinnahme der Kybernetik nicht nur in unsere p mehr lesen ...
Schlagworte: Philosophie der Neuzeit Das Buch »Das Bewusstsein der Maschinen« des deutsch-amerikanischen Philosophen und Logikers Gotthard Günther (1900–1984) erschien bereits 1957 und in einer erweiterten 2. Auflage im Jahr 1963. Was damals sensationell wirkte, ist heute Bestandteil unseres philosophischen Bewusstseins gewordendie Hereinnahme der Kybernetik nicht nur in unsere praktisch-technische Welt, sondern auch in die philosophische Spekulation wie in unsere soziologische Reflexion. Immer aber noch ist die Lektüre der Güntherschen Theoreme und Einsichten für Wissenschaftler wie auch für den Laien aufregend, die Revolutionierung unseres gesamten Denkens offenbar. Daß die maschinelle Intelligenz den Leistungen des menschlichen Bewusstseins überlegen sein kann – wer bestreitet das heute noch? Daß aber mit dem Maschinenbewusstsein die alten Denkgewohnheiten des Menschen aus den Angeln gehoben und alle klassischen Schemata wie auch die dialektische Spekulation auf einen mehr oder minder aufwendigen Schutthaufen geworfen sind – dagegen werden die philosophischen Lehrstühle sich noch lange wehren. – Auch diese erweiterte Auflage des Güntherschen Buches ist kein Abschluß und kein System, sondern Frage und Anregung zur Metaphysik unseres Jahrhunderts. Die jetzt nach etwa 40 Jahren erneut aufgelegte und nochmals erweiterte Ausgabe ist – betrachtet man den heutigen Stand der Diskussionen um die Themen »Künstliche Intelligenz«, »Maschinelles Lernen« oder »Maschinenbewusstsein« – nicht nur aus philosophischer sondern vor allem aus wissenschaftslogischer Sicht seiner Zeit immer noch weit voraus. Dies begründet sich insbesondere darin, dass Gotthard Günther nicht nur einen Entwurf geliefert, sondern im Verlauf seiner wissenschaftlichen Tätigkeiten am Biological Computer Laboratory (BCL) in Illinois (Urbana) auch die Grundlagen zu einer nichtaristotelischen Logik gelegt hat, die sich am besten unter dem Begriff »Theorie polykontexturaler Systeme« subsumieren lassen. Das Buch stellt jedoch keine grundlegende (theoretische) Einführung in die Theorie der polykontexturalen Systeme dar und erfordert daher auch keine tieferen Kenntnisse über formale Logik, sondern ist – wie viele der Arbeiten Günthers – eine Sammlung mehrerer philosophischer Aufsätze zu den Themen »Robotik«, »Künstliche Intelligenz« und »Maschinenbewusstsein«. Allerdings diskutiert Günther diese Themen vor dem Hintergrund einer erweiterten Logik, die er zunächst als mehrwertige und später als mehrstellige und im Verlauf der weiteren Entwicklung seiner Theorie als polykontexturale Logik bezeichnet. Für die Lektüre genügen also elementare Kenntnisse einfacher logischer Verknüpfungen und/oder arithmetischer Relationen. Dieses Buch eignet sich daher vortrefflich als »Einstiegslektüre« in die philosophischen Arbeiten Gotthard Günthers und ist auch für den fachlich interessierten Laien eine anregende und vor allen Dingen eine verständlich und logisch klar geschriebene Darstellung grundlegender philosophischer Fragen zu den Themen »Bewusstsein« oder »Selbstbewusstsein« und deren möglicher oder eben nicht möglicher technischer Realisierung. In dem Buch werden Themen wie z. B. der Gegensatz der kulturellen Vorstellung des faustischen Homunkulus auf der einen Seite und der des Robots auf der anderen Seite in geradezu spannender Art und Weise behandelt. In dem Beitrag »Erkennen und Wollen« werden der scheinbare Gegensatz der Prozesse des Erkennens (»am Anfang war das Wort«) und des Wollens (»am Anfang war die Tat«) und die kulturellen Hintergründe dieser heute immer noch vorherrschenden dichotomen, d. h., zweigeteilten »Entweder-Oder«-Vorstellung in der abendländischen Kultur diskutiert. Gerade dieser Beitrag, der in der vorliegenden Auflage neu hinzugekommen ist, bietet natürlich auch Anregungen für die Entwicklung intelligenter technischer Systeme – es handelt sich also um einen Aufsatz, der durchaus auch in einer Fachzeitschrift für künstliche Intelligenz hätte stehen können und der nicht nur für den Fachmann sondern auch für den interessierten und gebildeten Laien verständlich ist. Da Gotthard Günther neben Philosophie und Logik auch Indologie, klassisches Chinesisch, Sanskrit und vergleichende Religionswissenschaften studiert hat, kann sich der Leser über kleinere, kompetent geführte geistige Ausflüge in andere Kulturen erfreuen und sich zu weiteren Studien anregen lassen. Das ist im Zeitalter der Globalisierung sicherlich ein zusätzlicher Gewinn. Eine kurze Biographie Gotthard Günthers sowie eine kleine Einführung in seine Arbeiten sollen dem Leser nicht nur den Zugang zu diesem Autor und seinem Werk erleichtern, sondern ihm auch die Möglichkeit einer Zuordnung seiner Arbeiten – und das betrifft vor allem auch die Theorie der Polykontexturalität – vor dem Hintergrund der heutigen Gehirn- und künstlichen Intelligenz-Forschung geben. Joachim Paul Der Autor: Gotthard Günther Gotthard Günther wurde am 15.6.1900 in Arnsdorf (Schlesien) als Sohn eines Pastors geboren. Er studiert neben Philosophie auch Indologie, klassisches Chinesisch, Sanskrit und vergleichende Religionswissenschaften. Seine Dissertation bei Eduard Spranger ist ein Kapitel aus seinem 1933 veröffentlichten Buch Grundzüge einer neuen Theorie des Denkens in Hegels Logik[1]. Er macht eine Ausbildung zum Skilehrer und Segelflieger und legt die A-, B- und C-Prüfung sowie das Internationale Leistungsabzeichen für Segelflug ab, um schließlich 1952 in den USA sogar in den Besitz des Kunstflug- und Motorflugscheins zu gelangen. 1935–1937: Assistent bei Arnold Gehlen in Leipzig. Er ist verheiratet mit der Jüdin Marie Hendel, die 1933 ein Berufsverbot als Lehrerin erhält und nach Italien emigriert. 1937: Günther folgt seiner Frau zunächst nach Italien und emigriert mit ihr 1938 nach Südafrika, wo er als Dozent für Philosophie an der Universität Kapstadt-Stellenbosch tätig ist. 1940: Beide übersiedeln von Südafrika aus in die USA, wo Günther versucht, Anschluß an die neueren Forschungen auf dem Gebiet der mathematischen Logik zu gewinnen. Von 1942 bis 1944 hält Günther Vorlesungen und Seminare (12 Stunden wöchentlich!) am Colby-College in Maine. 1944: Günther erhält ein Forschungsstipendium der US-Army und arbeitet an der Widener Library der Harvard Universität. In dieser Zeit hält er Vorlesungen am Cambridge Adult Center for Education. Privat begegnet er Ernst Bloch, der in seiner unmittelbaren Nachbarschaft wohnt, mit dem ihn seit dieser Zeit eine persönliche Freundschaft verbindet. 1945: Beginn seiner Arbeiten an der Kalkültechnik sowie der reflexionstheoretischen Interpretationen mehrstelliger Logiken. 1948: Günther nimmt die amerikanische Staatsbürgerschaft an. Er lernt J. W. Campbell kennen, der ihn auf die Bedeutung der amerikanischen Science Fiction Literatur aufmerksam macht. 1952: Günther gibt im Karl Rauch Verlag (Düsseldorf) eine vierbändige Reihe (Rauchs Weltraum-Bücher) amerikanischer SF-Literatur heraus (Autoren u. a.: J. Asimov, J.W. Campbell, L. Padgett, J. Williamson). In diesem Jahr erhält er auf Vorschlag von Kurt Gödel einen Forschungsauftrag der Bollingen Foundation. 1953: Erste Veröffentlichungen in den USA über logisch-metaphysische Themen. 1955: Gastvorlesung an der Universität Hamburg, auf Initiative von H. Schelsky und C.F. von Weizsäcker, um Günthers Wiederanschluß an das deutsche akademische Leben zu erreichen. 1957: Publikation einiger maßgeblicher Arbeiten Gotthard Günthers: Das Bewußtsein der Maschinen – Eine Metaphysik der Kybernetik; Metaphysik, Logik und die Theorie der Reflexion[5]; Idee und Grundriß einer Nicht-Aristotelischen Logik[4]. 1960: Günther lernt Warren St. McCulloch kennen, eine Bekanntschaft, die für seine weiteren Forschungsarbeiten von entscheidender Bedeutung wird, da sie nicht nur der Beginn einer Freundschaft zu dem Begründer der Neuroinformatik ist, sondern auch den Beginn von Günthers Arbeit am Biological Computer Laboratory (BCL) zur Folge hat. 1961–1972: Forschungsprofessur am Biological Computer Laboratory der University of Illinois, Zusammenarbeit mit Warren McCulloch und Heinz von Foerster. In dieser Zeit stößt Günther im Zuge der Erforschung reflexiver mehrstelliger, d. h. polykontexturaler Logik-Systeme auf das Problem der morpho- und der kenogrammatischen Strukturen, die der Öffentlichkeit in Arbeiten wie Cybernetic Ontology and Transjunctional Operations[5]; Das metaphysische Problem einer Formalisierung der transzendental-dialektischen Logik[5]; Logik, Zeit, Emanation und Evolution[5] oder Natural Numbers in Trans-Classic Systems[5] vorgestellt werden. Durch seine Emeritierung im Jahr 1972 beendet Günther seine Tätigkeit am BCL, eine Tätigkeit, die er für die fruchtbarste seines Lebens hält. Er übersiedelt nach Hamburg und hält an der dortigen Universität Vorlesungen über Philosophie. 1975: Günthers Selbstbiographie Selbstdarstellung im Spiegel Amerikas[6] erscheint, in der er ein Resümee seiner Arbeit vorstellt. Seine Bemühungen kulminieren in einer mehrstelligen reflexiven Logik und Arithmetik in seiner »Theorie der Polykontexturalität«, einer Theorie, die er den monokontexturalen Logik-Systemen und der klassischen Arithmetik komplementär zur Seite stellt. 1979: Günther begründet auf dem Hegel-Kongress in Belgrad eine allgemeine Theorie der Negativsprachen unter dem Titel Identität, Gegenidentität und Negativsprache, die die herkömmlichen gegenstandsbezogenen, positiven Wissenschaftssprachen komplementät ergänzt. Am 29. November 1984 stirbt Gotthard Günther in Hamburg. Sein wissenschaftlicher Nachlaß befindet sich in der Staatsbibliothek Berlin-Preußischer Kulturbesitz sowie im Gotthard-Günther-Archiv an der Universität Salzburg. Textauszüge von ""Das Bewusstsein der Maschinen"": Die Neuauflage von Das Bewußtsein der Maschinen Wenn ein Buch mit dem provozierenden Titel Das Bewußtsein der Maschinen Eine Metaphysik der Kybernetik nahezu ein halbes Jahrhundert nach seiner erstmaligen Drucklegung als erweiterte Neuauflage wieder erscheint, dann stellt sich zwangsläufig die Frage nach der Aktualität des Inhalts, insbesondere dann, wenn es sich, wie im vorliegenden Fall, um Computer, Künstliche Intelligenz (KI), Maschinenbewußtsein oder kurz, um die Darstellung mentaler Prozesse mit Hilfe von Maschinen handelt. Wir wollen gleich zu Beginn eine Antwort auf die Frage geben, ob denn der Inhalt dieses Buches von Gotthard Günther noch aktuell ist: Die Antwort ist ein klares Ja! der Inhalt ist immer noch hoch aktuell, und man muß hinzufügen, daß nicht nur der Inhalt dieses Buches, sondern Günthers Arbeiten insgesamt auch heute noch der Zeit...

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Loriot`s Gesammelte Werke in vier Bänden: Großer Ratgeber / Möpse und Menschen / Heile Welt / Dramatische Werke: 4 Bände. Loriots Gesammelte Werke in 4 Baenden [Gebundene Ausgabe] Loriot (Autor) Längst gehört Loriot zu den großen Namen des deutschen Humors, vergleichbar einem Christian Morgenstern, Joachim Ringelnatz oder Wilhelm Busch. Seine Gesammelten Werke sind Klassiker des modernen Lebens und die einzig lückenlose Darstellung unserer Umgebung, wie sie wirklich ist. Loriot alias Vicco von Bülow, geboren am 12. November 1923 in Brandenburg an der Havel, studierte Malerei und Graphik an der Hamburger Landeskunstschule. Seine humoristischen Arbeiten in `Stern` und Quick` machten ihn berühmt, obwohl sich anfangs einige Abonnenten über die

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Loriot (Autor)
Loriot`s Gesammelte Werke in vier Bänden: Großer Ratgeber / Möpse und Menschen / Heile Welt / Dramatische Werke: 4 Bände. Loriots Gesammelte Werke in 4 Baenden [Gebundene Ausgabe] Loriot (Autor) Längst gehört Loriot zu den großen Namen des deutschen Humors, vergleichbar einem Christian Morgenstern, Joachim Ringelnatz oder Wilhelm Busch. Seine Gesammelten Werke sind Klassiker des modernen Lebens und die einzig lückenlose Darstellung unserer Umgebung, wie sie wirklich ist. Loriot alias Vicco von Bülow, geboren am 12. November 1923 in Brandenburg an der Havel, studierte Malerei und Graphik an der Hamburger Landeskunstschule. Seine humoristischen Arbeiten in `Stern` und Quick` machten ihn berühmt, obwohl sich anfangs einige Abonnenten über die ""blöden und abstoßenden Hundebilder"" ereiferten. Diese Serie ergab dann 1954 Loriots erstes Buch im jungen Diogenes Verlag, der eine Leserbriefe bekommen konnte, weil er noch keine Leser hatte. Was sich grundlegend änderte: `Auf den Hund gekommen` und weitere Bücher fanden Millionen Käufer. Ab 1967 stellte Loriot auf einem roten Biedermeiersofa in der Fernsehsendung `Cartoon` seine Sketche und Zeichentrickfilme vor. Die Herren Müller-Lüdenscheidt und Dr. Klöbner, Lottogewinner Erwin Linde- bzw. Lottemann, der Spaghetti-Sketch und viele andere wurden zu Klassikern. Loriot wirkte als Autor, Regisseur und Hauptdarsteller in `Ödipussi` und `Pappa ante portas`, zwei der erfolgreichsten deutschen Kinokomödien. Er ist Mitglied der Akademie der Schönen Künste und lebt als Preuße mit einer besonderen Beziehung zu Wagner und Möpsen am Starnberger See. Zu Horst Köhlers Vor-vor-Vorgängers Zeiten nannte Eckhard Henscheid Loriot mal den ""von Weizsäcker der deutschen Hochkomik"". Besser kann man Loriot kaum beschreiben: Feiner, nie brachialkomischer Witz ist überall drin, wo ""Loriot"" draufsteht. Seine berühmtesten Figuren, Herr und Frau Knollennase, scheitern souverän an den Tücken des Zusammenlebens und der damit verbundenen Verständigung. Unschuldige kleine Begleittexte jener Art, wie man ihr jeden Tag begegnet, kollidieren mit Loriots begleitender Illustration (""Ihr Gatte greift versehentlich in einen Stierkampf ein. Passende Bemerkung: `Macht nichts, es ist nur die Freizeithose.`""). Es funktioniert aber auch andersrum: Berühmte Bilder und Fotografien gewinnen durch Loriots Untertitel ganz neue Aspekte, und auch vorgefertigte literarische Formen sind nicht sicher: Legendär ist die Literaturkritik über das Kursbuch (mit so dramatischen Höhepunkten wie ""Landau ab 12.32 Uhr""), unglaublich komisch dramatische Szenen wie die ""Herren im Bad"", von gediegener Bosheit seine Ratgeber für alle gesellschaftlichen Lagen und Eventualitäten. Merke: So absurd ist das Leben, und so komisch sind wir alle, wenn wir uns ernst nehmen. Also immer. Stets ist wieder mal einer vom hohen Ross runtergeplumpst, wieder darf man, wenn man mit Lachen fertig ist, erkennen: So doll war das auch nicht, bzw.: So doll IST all das Abgehobene garnicht, wie einem immer weisgemacht wird, und selber ist man auch nicht so doll. Loriot bewahrt sich aber immer seinen Stil: Klar wird hier munter geplumpst, wo immer sich auch nur das kleinste Gefälle dazu anbietet, aber nie in den Dreck. Das ist eben Klasse. Warum wohl hat Loriot längst den deutschen Zitatenschatz bereichert mit Jodeldiplom, ""früher war mehr Lametta"", ""Das Bild hängt schief"", ""Ach!"" und viel, viel mehr noch? -- Weil`s so haargenau beobachtet und auf den Punkt gebracht ist, weil das Leben so absurd ist, weil die Sprache so ein schönes Spielzeug ist, und eben weil wir so unglaublich komisch sind. ""Männer und Frauen passen einfach nicht zusammen"" Loriot braucht keinen Anlauf für seine Pointen. Das alles ist hier vierbändig zusammengestellt in einer Aufmachung, die in keinem kultivierten Haushalt fehlen sollte. Die auch für wählerische Bücherdiebe attraktive Kassette umfasst die folgenden auch einzeln erhältlichen, nicht minder attraktiven Einzelbände: ""Loriots Großer Ratgeber"", ""Möpse und Menschen"", ""Heile Welt"" und ""Dramatische Werke"". ""Loriots Großer Ratgeber"" und ""Loriots Heile Welt"" dürften die bekanntesten Cartoons und Texte enthalten. Dank dem ""Ratgeber"" wird der Leser fürderhin jeder Situation gewachsen sein, wirklich jeder: Umgang mit Robotern oder Monarchen ist kein Problem mehr, peinliche Briefe schreiben sich anhand dieser Musterbriefe fast von selber, und sogar die Hürden, die Intimitäten im Weltraum nun einmal mit sich bringen, nimmt man nun souverän. Natürlich findet man hier die Kochrezepte (""Walfisch Tiroler Art""), die Hinweise zum korrekten Nikotingenuss und die ""Hinweise für das Benehmen während einer Rüge vom Vorgesetzten"" (""Von der Möglichkeit nach Abb. 3 sollten Sie nur in zwingenden Fällen Gebrauch machen""). Familiäres, Gesellschaftliches, Kulturelles, Leibesertüchtigung und noch so manches mehr -- zu allem wird man hier Wissenswertes erfahren. Enthalten sind hier auch die ""Menschen, die man nicht vergisst"", ""Auf den Hund gekommen"", ""Hustenmittel"" und Loriots berühmtes ""Nachwort in eigener Sache"". Ähnlichen Bredouillen des Alltags ist auch ""Heile Welt"" gewidmet, aber das bedeutet nicht, dass Loriot hier Jährlinge schlachtet. Die beiden Bände nehmen einander nichts, sind beide zu Recht Klassiker der komischen Literatur. Die ""Dramatischen Werke"" enthalten ungekürzt die Texte von Loriots Sketches, natürlich mit zahlreichen Standfotos. Auch wenn sie als Film natürlich noch genialer sind -- Klassiker wie ""Mutters Klavier"", ""Das Ei"", ""Der Bettenkauf"", ""Die Bundestagsrede"", ""Der Lottogewinner"", ""Der Astronaut"", ""Herrenmoden"" usw. usw. (ach, sind sie alle schön!) sind auch so schon nicht nachahmlich. ""Möpse und Menschen"" dürfte der Band sein, der auch Loriotologen die meisten Überraschungen zu bieten hat; man hält hier ""eine Art Biographie"" in Händen, also eine Autobiographisches a la mode Loriot. Neben einigen ganz besonderen Kabinettstückchen aus Loriots Werdegang, z.B. der ""Frühschoppen""-Parodie, seiner Version vom ""Karneval der Tiere"" und dem ""eigenartigen Geräusch in der Leitung"" enthält dieser Band viele mehr oder weniger oder auch nicht ganz so autobiographische Dokumente: Fotografiertes und gezeichnetes Skurriles aus dem Familienalltag (u.a. ein Faksimile von einem seiner ersten schriftlichen Werke, inkl. Anstreichungen des Lehrers), Standfotos aus berühmten Sketches (z.B. aus ""Loriot dirigiert die `Coriolan`-Overtüre oder aus der ""Steinlaus""; letzteres natürlich mit Text) und aus Loriots kurzer Karriere als ""ernsthafter"" Schauspieler in Nebenrollen (""Der längste Tag"", ""Die Brücke""). Außerdem findet man frühe Zeichnungen (noch nicht knollenbenast), natürlich ""Herr und Hund""-Folgen und Loriots Skatkarten, auch Reden zu verschiedenen Preisverleihungen und anderen Anlässen. Dazwischen als besonderes Leckerli eingestreut sind Auszüge aus empörten Leserbriefen -- längst nicht alle, die mit Loriots Humor konfrontiert wurden, fanden das komisch, was die Komik der schriftlichen Rückmeldungen jedoch nicht mindert Das ist aber noch längst nicht alles; dieser Band ist eine Fundgrube! Unnötig zu erwähnen, dass auch das gediegene Layout des gelernten Grafikers Loriot würdig ist. Freilich fehlen der Kassette einige Paralipomena aus Loriots Schaffen, etwa sein ""Kleiner Opernführer"", die Drehbücher von ""Ödipussi"" und ""Pappa ante portas"" oder sein ""Tagebuch"" über Familie Knollennases zwangloses Beisammensein mit Prominenten. Das muss man ergänzen (Die Betonung liegt auf ""muss""). Aber das ändert nichts an meinem Fazit: Dieser Schuber (samt Inhalt) sollte in keinem Bücherschrank fehlen. Das Gesamtwerk von Loriot ist auf sehr viele Medien verteilt. DVD, große Bücher, kleine Bücher und CD. Bei genauer Betrachteung merkt man natürlich schnell, dass es gerade bei den Büchern sehr viele Wiederholungen und Überschneidungen gibt, da das Werk des Herrn von Bülow nun einmal endlich ist. Wenn man noch über wenige/keine von den kleinen Buchausgaben verfügt, dann lohnt sich die Anschaffung dieses Gesamtwerkes allemal. Es ist zwar etwas teuer, aber dafür in ausgezeichneter Aufmachung und zudem komplett. Da es eigentlich keinen deutschen Humoristen gibt, der an die Qualität und Scharfsinnigkeit von Loriot herankommt, ist dies eine Sammlung, die bei niemandem fehlen sollte. Mit Ausnahme derjenigen vielleicht, die nicht gerne lachenLiteratur Comic Humor Manga Cartoons Satire ISBN-10 3-257-06088-2 / 3257060882 ISBN-13 978-3-257-06088-1 / 9783257060881

Auflage: 3. Diogenes Auflage: 3. Hardcover 1232 S. 27,4 x 18,4 x 10,2 cm ISBN: 3257060882 (EAN: 9783257060881 / 978-3257060881)


Zustand: gebraucht - sehr gut, Längst gehört Loriot zu den großen Namen des deutschen Humors, vergleichbar einem Christian Morgenstern, Joachim Ringelnatz oder Wilhelm Busch. Seine Gesammelten Werke sind Klassiker des modernen Lebens und die einzig lückenlose Darstellung unserer Umgebung, wie sie wirklich ist. Loriot alias Vicco von Bülow, geboren am 12. November 1923 in Brandenburg an der Havel, mehr lesen ...
Schlagworte: Humor Cartoons Satire Literatur Ödipussi Komiker Komik Mutters Klavier Pardodien Loriot Vicco von Bülow Comic Manga Längst gehört Loriot zu den großen Namen des deutschen Humors, vergleichbar einem Christian Morgenstern, Joachim Ringelnatz oder Wilhelm Busch. Seine Gesammelten Werke sind Klassiker des modernen Lebens und die einzig lückenlose Darstellung unserer Umgebung, wie sie wirklich ist. Loriot alias Vicco von Bülow, geboren am 12. November 1923 in Brandenburg an der Havel, studierte Malerei und Graphik an der Hamburger Landeskunstschule. Seine humoristischen Arbeiten in `Stern` und Quick` machten ihn berühmt, obwohl sich anfangs einige Abonnenten über die ""blöden und abstoßenden Hundebilder"" ereiferten. Diese Serie ergab dann 1954 Loriots erstes Buch im jungen Diogenes Verlag, der eine Leserbriefe bekommen konnte, weil er noch keine Leser hatte. Was sich grundlegend änderte: `Auf den Hund gekommen` und weitere Bücher fanden Millionen Käufer. Ab 1967 stellte Loriot auf einem roten Biedermeiersofa in der Fernsehsendung `Cartoon` seine Sketche und Zeichentrickfilme vor. Die Herren Müller-Lüdenscheidt und Dr. Klöbner, Lottogewinner Erwin Linde- bzw. Lottemann, der Spaghetti-Sketch und viele andere wurden zu Klassikern. Loriot wirkte als Autor, Regisseur und Hauptdarsteller in `Ödipussi` und `Pappa ante portas`, zwei der erfolgreichsten deutschen Kinokomödien. Er ist Mitglied der Akademie der Schönen Künste und lebt als Preuße mit einer besonderen Beziehung zu Wagner und Möpsen am Starnberger See. Zu Horst Köhlers Vor-vor-Vorgängers Zeiten nannte Eckhard Henscheid Loriot mal den ""von Weizsäcker der deutschen Hochkomik"". Besser kann man Loriot kaum beschreiben: Feiner, nie brachialkomischer Witz ist überall drin, wo ""Loriot"" draufsteht. Seine berühmtesten Figuren, Herr und Frau Knollennase, scheitern souverän an den Tücken des Zusammenlebens und der damit verbundenen Verständigung. Unschuldige kleine Begleittexte jener Art, wie man ihr jeden Tag begegnet, kollidieren mit Loriots begleitender Illustration (""Ihr Gatte greift versehentlich in einen Stierkampf ein. Passende Bemerkung: `Macht nichts, es ist nur die Freizeithose.`""). Es funktioniert aber auch andersrum: Berühmte Bilder und Fotografien gewinnen durch Loriots Untertitel ganz neue Aspekte, und auch vorgefertigte literarische Formen sind nicht sicher: Legendär ist die Literaturkritik über das Kursbuch (mit so dramatischen Höhepunkten wie ""Landau ab 12.32 Uhr""), unglaublich komisch dramatische Szenen wie die ""Herren im Bad"", von gediegener Bosheit seine Ratgeber für alle gesellschaftlichen Lagen und Eventualitäten. Merke: So absurd ist das Leben, und so komisch sind wir alle, wenn wir uns ernst nehmen. Also immer. Stets ist wieder mal einer vom hohen Ross runtergeplumpst, wieder darf man, wenn man mit Lachen fertig ist, erkennen: So doll war das auch nicht, bzw.: So doll IST all das Abgehobene garnicht, wie einem immer weisgemacht wird, und selber ist man auch nicht so doll. Loriot bewahrt sich aber immer seinen Stil: Klar wird hier munter geplumpst, wo immer sich auch nur das kleinste Gefälle dazu anbietet, aber nie in den Dreck. Das ist eben Klasse. Warum wohl hat Loriot längst den deutschen Zitatenschatz bereichert mit Jodeldiplom, ""früher war mehr Lametta"", ""Das Bild hängt schief"", ""Ach!"" und viel, viel mehr noch? -- Weil`s so haargenau beobachtet und auf den Punkt gebracht ist, weil das Leben so absurd ist, weil die Sprache so ein schönes Spielzeug ist, und eben weil wir so unglaublich komisch sind. ""Männer und Frauen passen einfach nicht zusammen"" Loriot braucht keinen Anlauf für seine Pointen. Das alles ist hier vierbändig zusammengestellt in einer Aufmachung, die in keinem kultivierten Haushalt fehlen sollte. Die auch für wählerische Bücherdiebe attraktive Kassette umfasst die folgenden auch einzeln erhältlichen, nicht minder attraktiven Einzelbände: ""Loriots Großer Ratgeber"", ""Möpse und Menschen"", ""Heile Welt"" und ""Dramatische Werke"". ""Loriots Großer Ratgeber"" und ""Loriots Heile Welt"" dürften die bekanntesten Cartoons und Texte enthalten. Dank dem ""Ratgeber"" wird der Leser fürderhin jeder Situation gewachsen sein, wirklich jeder: Umgang mit Robotern oder Monarchen ist kein Problem mehr, peinliche Briefe schreiben sich anhand dieser Musterbriefe fast von selber, und sogar die Hürden, die Intimitäten im Weltraum nun einmal mit sich bringen, nimmt man nun souverän. Natürlich findet man hier die Kochrezepte (""Walfisch Tiroler Art""), die Hinweise zum korrekten Nikotingenuss und die ""Hinweise für das Benehmen während einer Rüge vom Vorgesetzten"" (""Von der Möglichkeit nach Abb. 3 sollten Sie nur in zwingenden Fällen Gebrauch machen""). Familiäres, Gesellschaftliches, Kulturelles, Leibesertüchtigung und noch so manches mehr -- zu allem wird man hier Wissenswertes erfahren. Enthalten sind hier auch die ""Menschen, die man nicht vergisst"", ""Auf den Hund gekommen"", ""Hustenmittel"" und Loriots berühmtes ""Nachwort in eigener Sache"". Ähnlichen Bredouillen des Alltags ist auch ""Heile Welt"" gewidmet, aber das bedeutet nicht, dass Loriot hier Jährlinge schlachtet. Die beiden Bände nehmen einander nichts, sind beide zu Recht Klassiker der komischen Literatur. Die ""Dramatischen Werke"" enthalten ungekürzt die Texte von Loriots Sketches, natürlich mit zahlreichen Standfotos. Auch wenn sie als Film natürlich noch genialer sind -- Klassiker wie ""Mutters Klavier"", ""Das Ei"", ""Der Bettenkauf"", ""Die Bundestagsrede"", ""Der Lottogewinner"", ""Der Astronaut"", ""Herrenmoden"" usw. usw. (ach, sind sie alle schön!) sind auch so schon nicht nachahmlich. ""Möpse und Menschen"" dürfte der Band sein, der auch Loriotologen die meisten Überraschungen zu bieten hat; man hält hier ""eine Art Biographie"" in Händen, also eine Autobiographisches a la mode Loriot. Neben einigen ganz besonderen Kabinettstückchen aus Loriots Werdegang, z.B. der ""Frühschoppen""-Parodie, seiner Version vom ""Karneval der Tiere"" und dem ""eigenartigen Geräusch in der Leitung"" enthält dieser Band viele mehr oder weniger oder auch nicht ganz so autobiographische Dokumente: Fotografiertes und gezeichnetes Skurriles aus dem Familienalltag (u.a. ein Faksimile von einem seiner ersten schriftlichen Werke, inkl. Anstreichungen des Lehrers), Standfotos aus berühmten Sketches (z.B. aus ""Loriot dirigiert die `Coriolan`-Overtüre oder aus der ""Steinlaus""; letzteres natürlich mit Text) und aus Loriots kurzer Karriere als ""ernsthafter"" Schauspieler in Nebenrollen (""Der längste Tag"", ""Die Brücke""). Außerdem findet man frühe Zeichnungen (noch nicht knollenbenast), natürlich ""Herr und Hund""-Folgen und Loriots Skatkarten, auch Reden zu verschiedenen Preisverleihungen und anderen Anlässen. Dazwischen als besonderes Leckerli eingestreut sind Auszüge aus empörten Leserbriefen -- längst nicht alle, die mit Loriots Humor konfrontiert wurden, fanden das komisch, was die Komik der schriftlichen Rückmeldungen jedoch nicht mindert Das ist aber noch längst nicht alles; dieser Band ist eine Fundgrube! Unnötig zu erwähnen, dass auch das gediegene Layout des gelernten Grafikers Loriot würdig ist. Freilich fehlen der Kassette einige Paralipomena aus Loriots Schaffen, etwa sein ""Kleiner Opernführer"", die Drehbücher von ""Ödipussi"" und ""Pappa ante portas"" oder sein ""Tagebuch"" über Familie Knollennases zwangloses Beisammensein mit Prominenten. Das muss man ergänzen (Die Betonung liegt auf ""muss""). Aber das ändert nichts an meinem Fazit: Dieser Schuber (samt Inhalt) sollte in keinem Bücherschrank fehlen. Das Gesamtwerk von Loriot ist auf sehr viele Medien verteilt. DVD, große Bücher, kleine Bücher und CD. Bei genauer Betrachteung merkt man natürlich schnell, dass es gerade bei den Büchern sehr viele Wiederholungen und Überschneidungen gibt, da das Werk des Herrn von Bülow nun einmal endlich ist. Wenn man noch über wenige/keine von den kleinen Buchausgaben verfügt, dann lohnt sich die Anschaffung dieses Gesamtwerkes allemal. Es ist zwar etwas teuer, aber dafür in ausgezeichneter Aufmachung und zudem komplett. Da es eigentlich keinen deutschen Humoristen gibt, der an die Qualität und Scharfsinnigkeit von Loriot herankommt, ist dies eine Sammlung, die bei niemandem fehlen sollte. Mit Ausnahme derjenigen vielleicht, die nicht gerne lachen Literatur Comic Humor Manga Cartoons Satire ISBN-10 3-257-06088-2 / 3257060882 ISBN-13 978-3-257-06088-1 / 9783257060881 Loriot`s Gesammelte Werke in vier Bänden: Großer Ratgeber / Möpse und Menschen / Heile Welt / Dramatische Werke: 4 Bände. [Gebundene Ausgabe] Loriot (Autor)

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Österreichs Helden zu See Kapitäne - Forscher - Entdecker (Gebundene Ausgabe)von Helmut Neuhold (Autor) Oesterreichs Helden zu See Kapitaene Entdeckungsreise Biografie Erster Weltkrieg Forscher K.u.K. Marine Marinegeschichte Österreich Polarforscher Seefahrer Seefahrt Geschichte Biografien Das heutige Österreich ist ein Binnenland und auch die unverhältnismäßig größere Habsburgermonarchie hatte Jahrhunderte lang nur einen begrenzten Zugang zum Meer. Dennoch brachte die Inbesitznahme von Küstengebieten an der Adria, in den Niederlanden und Teilen Italiens eine zunehmende Erweiterung der Anzahl der Häfen unter habsburgischer Herrschaft mit sich. Es blieben viele Erinnerungen an diese maritime Vergangenheit Österreichs und an eine Flotte, die niemals eine Seeschlacht verloren hat. Angehörige der Kriegsmarine haben auch als Weltumsegler, Forscher und Entdecker Großes geleistet, und die Habsburger-Monarchie konnte über einige Jahrzehnte hinweg auf allen Weltmeeren stolz ihre Flagge zeigen. In diesem Buch soll all der Männer gedacht werden, die die österreichischen maritimen Erfolge, oft auch gegen große interne Widerstände, möglich machten. Stellvertretend für viele Andere, die Großes leisteten, werden Österreichs „Helden zur See“ vorgestellt: von Don Juan de Austria, dem Sieger von Lepanto, bis Wilhelm von Tegetthoff, von den Polarforschern Julius von Payer und Carl Weyprecht bis Nikolaus Horthy, dem letzten Flottenchef Österreich-Ungarns HELMUT NEUHOLD, Jahrgang 1959, studierte an der Universität Wien Geschichte und Politikwissenschaft. Verschiedene wissenschaftliche Arbeiten mit Schwerpunkt Militärgeschichte und biografische Arbeiten. Publikationen: Konkurrenz für Krupp 2004 Das andere Habsburg 2008 Heute ist Österreich zwar nur noch ein Binnenland, doch selbst zu Zeiten der Donaumonarchie gab es nur zaghafte Versuche eine österreichische Flotte aufzustellen. Erst mit der Erwerbung Venedigs von Napoleon I. und der Gründung der venezianisch-österreichischen Marine begann auch das alte Österreich den Blick hinaus auf die Meere zu wagen und auch ehrgeizige Projekte wie die Weltumsegelung der Novara oder die Payer-Weyprecht-Expedition in Angriff zu nehmen. Den Helden der zugegebenermaßen überschaubaren österreichischen Marinegeschichte hat Militärhistoriker Helmut Neuhold mit

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In diesem Buch soll all der Männer gedacht werden, die die österreichischen maritimen Erfolge, oft auch gegen große interne Widerstände, möglich machten. Stellvertretend für viele Andere, die Großes leisteten, werden Österreichs „Helden zur See“ vorgestellt: von Don Juan de Austria, dem Sieger von Lepanto, bis Wilhelm von Tegetthoff, von den Polarforschern Julius von Payer und Carl Weyprecht bis Nikolaus Horthy, dem letzten Flottenchef Österreich-Ungarns HELMUT NEUHOLD, Jahrgang 1959, studierte an der Universität Wien Geschichte und Politikwissenschaft. Verschiedene wissenschaftliche Arbeiten mit Schwerpunkt Militärgeschichte und biografische Arbeiten. Publikationen: Konkurrenz für Krupp 2004 Das andere Habsburg 2008 Heute ist Österreich zwar nur noch ein Binnenland, doch selbst zu Zeiten der Donaumonarchie gab es nur zaghafte Versuche eine österreichische Flotte aufzustellen. Erst mit der Erwerbung Venedigs von Napoleon I. und der Gründung der venezianisch-österreichischen Marine begann auch das alte Österreich den Blick hinaus auf die Meere zu wagen und auch ehrgeizige Projekte wie die Weltumsegelung der Novara oder die Payer-Weyprecht-Expedition in Angriff zu nehmen. Den Helden der zugegebenermaßen überschaubaren österreichischen Marinegeschichte hat Militärhistoriker Helmut Neuhold mit ""Österreichs Helden zur See"" ein längst überfälliges Denkmal gesetzt. Dass es mit der österreichischen Flottenpolitik lange nichts geworden ist liegt allerdings nicht daran dass das Haus Habsburg und seine Generäle keine entsprechenden Initiativen gewagt hätten. Gerade die frühe spanische Linie des Kaiserhauses hat sich als Herren des Mittelmeeres verdient gemacht und so ist der erste noch österreichische Seeheld kein geringerer als Juan de Austria, der Halbbruder Königs Philipp II. und uneheliche Sohn Karl V. Juan de Austria war es immerhin der dem osmanischen Vorstoß im Mittelmeer in der Schlacht von Lepanto eine verheerende Niederlage beifügte und die von den Osmanen geförderten Piraterie der Barbareskenstaaten bekämpfte. Doch schon Juan de Austria litt unter einem typischen Phänomen der österreichischen Helden zur See und wurde von seinem königlichen Bruder politisch an der kurzen Leine gehalten. Juans Bestrebungen sich einen eigenen Machtbereich oder gar ein eigenes Reich zu verschaffen wurden von Philipp II. sabotiert, so dass der Höhepunkt Juans politischer Karriere seine Zeit als Statthalter in den Niederlanden blieb. Doch auch große Feldherren wie Wallenstein oder Prinz Eugen traten einst für eine österreichische bzw. habsburgisch-kaiserliche Marine ein. Ihre Vorstöße scheiterten jedoch wie so oft an einem an der Marine wenig interessierten Kaiser. Karl VI. beispielsweise opferte seine Ostindienkompanie um im Ringen um die Pragmatische Sanktion mit den deutschen Fürsten eine bessere Verhandlungsposition zu bekommen. So kam es dass Österreich im Gegensatz zu den anderen europäischen Großmächten des 18. Jahrhunderts auf Kolonien verzichten musste. Daran konnten auch die Anläufe von Abenteurer wie Wilhelm Bolt nichts ändern. Behindernd für den Aufbau einer österreichischen Flotte wirkte sich auch die Nachbarschaft zur Seemacht Venedig aus. All das ist Thema des zweiten nicht ganz so biografischen Kapitels über ""Koloniale Abenteuer"" im Dienste der Monarchie. Erst nach dem Porträt Juan de Austrias und der Geschichte der österreichischen Marinepolitik vor dem 19. Jahrhundert beschäftigt sich das Buch mit der Biografie des ersten wohl wirklich österreichischen Seehelden, Franz von Bandiera (1785-1847), der sich im Kampf gegen die Barbareskenstaaten profilierte. Mit Erzherzog Friedrich (1821-1847) hatte sogar einmal ein Habsburger seine Liebe zur See entdeckt und wäre als Sohn Erzherzog Carls für eine militärische Karriere geradezu prädestiniert gewesen, doch obwohl sein Aufstieg mit dem Marineoberkommando gekrönt wurde starb der junge Erzherzog einfach zu früh um die große Wende herbeizuführen. Eine herausragende Rolle unter den Biografierten nimmt auch Wilhelm von Tegetthoff (1827-1871) ein, der als Charakter leicht reizbare und dem Spötteln zugeneigte größte Seeheld des kaiserlichen Österreichs, der die Schlacht von Lissa gewann, am Ende allerdings im Kampf um den Ausbau der Flotte erfolglos blieb. Als Seehelden treten auch die beiden Helden von Franz-Joseph-Land in Erscheinung, Julius von Payer und Carl Weyprecht, die Namensgeber der Payer-Weyprecht-Expedition zum Nordpol. Sie zeigen dass Seehelden nicht immer auch Kriegshelden sein müssen, sondern auch Forscher und Entdecker sein können. Dabei beschäftigt sich Neuhold allerdings nicht nur mit deren bekannter Expedition, sondern auch der Lebensgeschichte der beiden vorher und danach. Weyprecht der Seefahrer war selbst an einigen Gefechten mit Piraten und Italienern beteiligt, während Payer als Kaiserjäger, Bergsteiger und Publizist die besten Voraussetzungen als öffentliches Gesicht in das Unternehmen einbrachte. Ein später Anlauf zur Schaffung österreichischer Kolonien führte zum Vorfall von Guadalcanal, wo am 10. August 1896 eine österreichische Expedition von Kannibalen angegriffen wurde. Die von Arthur Krupp angestiftete Forschungsreise sollte nämlich dem Ziel dienen im Südpazifik wertvolle Nickelvorkommen zu entdecken und für die Monarchie zu beanspruchen, um sie für die Herstellung von Panzerplatten für den Schiffsbau ausbeuten zu können. Das Unternehmen scheiterte schließlich an fehlender Beharrlichkeit und einem Mangel an Ambitionen, doch heute werden auf Guadalcanal und einer ebenfalls von den Österreichern besuchten Nachbarinsel Gold und Nickel gefördert. Unter dem Titel ""Die tapferen Männer der Kaiserin Elisabeth"" widmet sich Neuhold auch dem Zwischenfall in Tsingtau (1914) wo österreichische Marinesoldaten an der Seite deutscher Truppen gegen die als vermeintliche Anti-Imperialsten auftretenden Japaner antreten mussten. Die Fortentwicklung der Marinekriegsführung machte schließlich auch die Karriere eines Georg Ludwig von Trapp als U-Bootkapitän möglich. Ist Trapps Karriere als österreichischer Marineoffizier weniger bekannt, so fällt im Zusammenhang mit der Flotte des untergehenden Österreich-Ungarns doch immer wieder ein Name, Miklos Horthy, der letzte Oberkommandierende der kaiserlich-königlichen Marine, der nach Kriegsende als ungarischer Reichsverweser eine umstrittene politische Karriere einschlug, unter der die faschistischen Pfeilkreuzler nach einer gescheiterten kommunistischen Phase Bela Kuns die Macht ergriffen. Doch nicht Horthy sondern der Marineflieger Gottfried von Banfield bildet den Abschluss der Helden zur See. Die Marineflieger waren die letzte Innovation der österreichischen Marine und trotz zahlenmäßiger Unterlegenheit machten doch dank ""Helden"" wie Banfield keine allzu schlechte Figur. - Resümee - Ob Juan de Austria ein ""österreichischer"" Held zur See war oder nicht ist streitbar, wobei selbst bei manch anderen Seehelden wie Miklos Horthy die Frage auftritt inwieweit diese noch österreichisch sind. Gerade Horthy spätere Karriere als Reichsverweser lässt ihn zudem in keinem sehr günstigen Licht erscheinen und beinhaltet ein gewisses Spannungspotential. Dessen ungeachtet ist Helmut Neuholds Auswahl allerdings gut gelungen und vermittelt sehr vielseitige Einblicke in die verdrängte österreichische Marinegeschichte. Man kann hoffen dass diese Geschichte irgendwann separat und nicht allein auf Biografien beschränkt Eingang in ein eigenes Buch finden wird. Stilistisch anzumerken ist dass Neuholds Stil durchgehend verständlich ist und er das beste aus dem gemacht hat was die Quellen über die illustren Helden der österreichischen Geschichte zur See hergegeben haben. Die kurzen Biografien sind jedenfalls eine lesenswerte Kombination von Lebens- und Marinegeschichte. Fazit: Eine lesenswerte Verbindung von Lebensgeschichten einstiger Seehelden und der Geschichte der vergleichsweise kurzlebigen Marine Altösterreichs. Zusatzinfo SW- und Farbabbildungen Sprache deutsch Maße 170 x 240 mm Einbandart gebunden Literatur Biografien Erfahrungsberichte Biografie Entdecker Entdeckungsreise Biografie Erster Weltkrieg Forscher K.u.K. Marine Marinegeschichte Österreich Geschichte Biografien Polarforscher Seefahrer Seefahrt Biografien ISBN-10 3-222-13306-9 / 3222133069 ISBN-13 978-3-222-13306-0 / 9783222133060

2010 Styria Premium Styria Premium 2010 Hardcover 240 S. 24,4 x 17,6 x 2,4 cm ISBN: 3222133069 (EAN: 9783222133060 / 978-3222133060)


Zustand: gebraucht - sehr gut, Das heutige Österreich ist ein Binnenland und auch die unverhältnismäßig größere Habsburgermonarchie hatte Jahrhunderte lang nur einen begrenzten Zugang zum Meer. Dennoch brachte die Inbesitznahme von Küstengebieten an der Adria, in den Niederlanden und Teilen Italiens eine zunehmende Erweiterung der Anzahl der Häfen unter habsburgischer Herrschaft mit sich. Es blieb mehr lesen ...
Schlagworte: Entdecker Entdeckungsreise Biografie Erster Weltkrieg Forscher K.u.K. Marine Marinegeschichte Österreich Polarforscher Seefahrer Seefahrt Geschichte Biografien Das heutige Österreich ist ein Binnenland und auch die unverhältnismäßig größere Habsburgermonarchie hatte Jahrhunderte lang nur einen begrenzten Zugang zum Meer. Dennoch brachte die Inbesitznahme von Küstengebieten an der Adria, in den Niederlanden und Teilen Italiens eine zunehmende Erweiterung der Anzahl der Häfen unter habsburgischer Herrschaft mit sich. Es blieben viele Erinnerungen an diese maritime Vergangenheit Österreichs und an eine Flotte, die niemals eine Seeschlacht verloren hat. Angehörige der Kriegsmarine haben auch als Weltumsegler, Forscher und Entdecker Großes geleistet, und die Habsburger-Monarchie konnte über einige Jahrzehnte hinweg auf allen Weltmeeren stolz ihre Flagge zeigen. In diesem Buch soll all der Männer gedacht werden, die die österreichischen maritimen Erfolge, oft auch gegen große interne Widerstände, möglich machten. Stellvertretend für viele Andere, die Großes leisteten, werden Österreichs „Helden zur See“ vorgestellt: von Don Juan de Austria, dem Sieger von Lepanto, bis Wilhelm von Tegetthoff, von den Polarforschern Julius von Payer und Carl Weyprecht bis Nikolaus Horthy, dem letzten Flottenchef Österreich-Ungarns HELMUT NEUHOLD, Jahrgang 1959, studierte an der Universität Wien Geschichte und Politikwissenschaft. Verschiedene wissenschaftliche Arbeiten mit Schwerpunkt Militärgeschichte und biografische Arbeiten. Publikationen: Konkurrenz für Krupp 2004 Das andere Habsburg 2008 Heute ist Österreich zwar nur noch ein Binnenland, doch selbst zu Zeiten der Donaumonarchie gab es nur zaghafte Versuche eine österreichische Flotte aufzustellen. Erst mit der Erwerbung Venedigs von Napoleon I. und der Gründung der venezianisch-österreichischen Marine begann auch das alte Österreich den Blick hinaus auf die Meere zu wagen und auch ehrgeizige Projekte wie die Weltumsegelung der Novara oder die Payer-Weyprecht-Expedition in Angriff zu nehmen. Den Helden der zugegebenermaßen überschaubaren österreichischen Marinegeschichte hat Militärhistoriker Helmut Neuhold mit ""Österreichs Helden zur See"" ein längst überfälliges Denkmal gesetzt. Dass es mit der österreichischen Flottenpolitik lange nichts geworden ist liegt allerdings nicht daran dass das Haus Habsburg und seine Generäle keine entsprechenden Initiativen gewagt hätten. Gerade die frühe spanische Linie des Kaiserhauses hat sich als Herren des Mittelmeeres verdient gemacht und so ist der erste noch österreichische Seeheld kein geringerer als Juan de Austria, der Halbbruder Königs Philipp II. und uneheliche Sohn Karl V. Juan de Austria war es immerhin der dem osmanischen Vorstoß im Mittelmeer in der Schlacht von Lepanto eine verheerende Niederlage beifügte und die von den Osmanen geförderten Piraterie der Barbareskenstaaten bekämpfte. Doch schon Juan de Austria litt unter einem typischen Phänomen der österreichischen Helden zur See und wurde von seinem königlichen Bruder politisch an der kurzen Leine gehalten. Juans Bestrebungen sich einen eigenen Machtbereich oder gar ein eigenes Reich zu verschaffen wurden von Philipp II. sabotiert, so dass der Höhepunkt Juans politischer Karriere seine Zeit als Statthalter in den Niederlanden blieb. Doch auch große Feldherren wie Wallenstein oder Prinz Eugen traten einst für eine österreichische bzw. habsburgisch-kaiserliche Marine ein. Ihre Vorstöße scheiterten jedoch wie so oft an einem an der Marine wenig interessierten Kaiser. Karl VI. beispielsweise opferte seine Ostindienkompanie um im Ringen um die Pragmatische Sanktion mit den deutschen Fürsten eine bessere Verhandlungsposition zu bekommen. So kam es dass Österreich im Gegensatz zu den anderen europäischen Großmächten des 18. Jahrhunderts auf Kolonien verzichten musste. Daran konnten auch die Anläufe von Abenteurer wie Wilhelm Bolt nichts ändern. Behindernd für den Aufbau einer österreichischen Flotte wirkte sich auch die Nachbarschaft zur Seemacht Venedig aus. All das ist Thema des zweiten nicht ganz so biografischen Kapitels über ""Koloniale Abenteuer"" im Dienste der Monarchie. Erst nach dem Porträt Juan de Austrias und der Geschichte der österreichischen Marinepolitik vor dem 19. Jahrhundert beschäftigt sich das Buch mit der Biografie des ersten wohl wirklich österreichischen Seehelden, Franz von Bandiera (1785-1847), der sich im Kampf gegen die Barbareskenstaaten profilierte. Mit Erzherzog Friedrich (1821-1847) hatte sogar einmal ein Habsburger seine Liebe zur See entdeckt und wäre als Sohn Erzherzog Carls für eine militärische Karriere geradezu prädestiniert gewesen, doch obwohl sein Aufstieg mit dem Marineoberkommando gekrönt wurde starb der junge Erzherzog einfach zu früh um die große Wende herbeizuführen. Eine herausragende Rolle unter den Biografierten nimmt auch Wilhelm von Tegetthoff (1827-1871) ein, der als Charakter leicht reizbare und dem Spötteln zugeneigte größte Seeheld des kaiserlichen Österreichs, der die Schlacht von Lissa gewann, am Ende allerdings im Kampf um den Ausbau der Flotte erfolglos blieb. Als Seehelden treten auch die beiden Helden von Franz-Joseph-Land in Erscheinung, Julius von Payer und Carl Weyprecht, die Namensgeber der Payer-Weyprecht-Expedition zum Nordpol. Sie zeigen dass Seehelden nicht immer auch Kriegshelden sein müssen, sondern auch Forscher und Entdecker sein können. Dabei beschäftigt sich Neuhold allerdings nicht nur mit deren bekannter Expedition, sondern auch der Lebensgeschichte der beiden vorher und danach. Weyprecht der Seefahrer war selbst an einigen Gefechten mit Piraten und Italienern beteiligt, während Payer als Kaiserjäger, Bergsteiger und Publizist die besten Voraussetzungen als öffentliches Gesicht in das Unternehmen einbrachte. Ein später Anlauf zur Schaffung österreichischer Kolonien führte zum Vorfall von Guadalcanal, wo am 10. August 1896 eine österreichische Expedition von Kannibalen angegriffen wurde. Die von Arthur Krupp angestiftete Forschungsreise sollte nämlich dem Ziel dienen im Südpazifik wertvolle Nickelvorkommen zu entdecken und für die Monarchie zu beanspruchen, um sie für die Herstellung von Panzerplatten für den Schiffsbau ausbeuten zu können. Das Unternehmen scheiterte schließlich an fehlender Beharrlichkeit und einem Mangel an Ambitionen, doch heute werden auf Guadalcanal und einer ebenfalls von den Österreichern besuchten Nachbarinsel Gold und Nickel gefördert. Unter dem Titel ""Die tapferen Männer der Kaiserin Elisabeth"" widmet sich Neuhold auch dem Zwischenfall in Tsingtau (1914) wo österreichische Marinesoldaten an der Seite deutscher Truppen gegen die als vermeintliche Anti-Imperialsten auftretenden Japaner antreten mussten. Die Fortentwicklung der Marinekriegsführung machte schließlich auch die Karriere eines Georg Ludwig von Trapp als U-Bootkapitän möglich. Ist Trapps Karriere als österreichischer Marineoffizier weniger bekannt, so fällt im Zusammenhang mit der Flotte des untergehenden Österreich-Ungarns doch immer wieder ein Name, Miklos Horthy, der letzte Oberkommandierende der kaiserlich-königlichen Marine, der nach Kriegsende als ungarischer Reichsverweser eine umstrittene politische Karriere einschlug, unter der die faschistischen Pfeilkreuzler nach einer gescheiterten kommunistischen Phase Bela Kuns die Macht ergriffen. Doch nicht Horthy sondern der Marineflieger Gottfried von Banfield bildet den Abschluss der Helden zur See. Die Marineflieger waren die letzte Innovation der österreichischen Marine und trotz zahlenmäßiger Unterlegenheit machten doch dank ""Helden"" wie Banfield keine allzu schlechte Figur. - Resümee - Ob Juan de Austria ein ""österreichischer"" Held zur See war oder nicht ist streitbar, wobei selbst bei manch anderen Seehelden wie Miklos Horthy die Frage auftritt inwieweit diese noch österreichisch sind. Gerade Horthy spätere Karriere als Reichsverweser lässt ihn zudem in keinem sehr günstigen Licht erscheinen und beinhaltet ein gewisses Spannungspotential. Dessen ungeachtet ist Helmut Neuholds Auswahl allerdings gut gelungen und vermittelt sehr vielseitige Einblicke in die verdrängte österreichische Marinegeschichte. Man kann hoffen dass diese Geschichte irgendwann separat und nicht allein auf Biografien beschränkt Eingang in ein eigenes Buch finden wird. Stilistisch anzumerken ist dass Neuholds Stil durchgehend verständlich ist und er das beste aus dem gemacht hat was die Quellen über die illustren Helden der österreichischen Geschichte zur See hergegeben haben. Die kurzen Biografien sind jedenfalls eine lesenswerte Kombination von Lebens- und Marinegeschichte. Fazit: Eine lesenswerte Verbindung von Lebensgeschichten einstiger Seehelden und der Geschichte der vergleichsweise kurzlebigen Marine Altösterreichs. Zusatzinfo SW- und Farbabbildungen Sprache deutsch Maße 170 x 240 mm Einbandart gebunden Literatur Biografien Erfahrungsberichte Biografie Entdecker Entdeckungsreise Biografie Erster Weltkrieg Forscher K.u.K. Marine Marinegeschichte Österreich Geschichte Biografien Polarforscher Seefahrer Seefahrt Biografien ISBN-10 3-222-13306-9 / 3222133069 ISBN-13 978-3-222-13306-0 / 9783222133060

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Die Wunder-Methode: Ein völlig neuer Ansatz bei Alkoholproblemen von Jürgen Hargens, Andreas Schindler, Insoo Kim Berg und Scott D. Miller Die Wunder-Methode Dieses Buch stellt einen neuen therapeutischen Ansatz vor, der sich nicht auf die Vergangenheit oder auf die Gegenwart konzentriert, sondern auf die Zukunft. Dieser Ansatz konzentriert sich auch nicht auf Probleme, sondern auf Lösungen. Deshalb fordern Miller und Berg den Leser oder die Leserin auf, sich ein Wunder vorzustellen. Die Erarbeitung dieses

Mehr von Jürgen Hargens Andreas
Jürgen Hargens, Andreas Schindler, Insoo Kim Berg und Scott D. Miller
Die Wunder-Methode: Ein völlig neuer Ansatz bei Alkoholproblemen von Jürgen Hargens, Andreas Schindler, Insoo Kim Berg und Scott D. Miller Die Wunder-Methode Dieses Buch stellt einen neuen therapeutischen Ansatz vor, der sich nicht auf die Vergangenheit oder auf die Gegenwart konzentriert, sondern auf die Zukunft. Dieser Ansatz konzentriert sich auch nicht auf Probleme, sondern auf Lösungen. Deshalb fordern Miller und Berg den Leser oder die Leserin auf, sich ein Wunder vorzustellen. Die Erarbeitung dieses ""ersten Schrittes"" - Ihres persönlichen Wunders - bildet den Kern des Vorgehens. Die AutorInnen helfen Ihnen, sich eine Zukunft vorzustellen, in der Trinken kein Problem ist und dabei, kleine, konkrete und erreichbare Ziele zu formulieren, die Ihre Zukunft Schritt für Schritt Wirklichkeit werden lassen. Vorliegendes Buch ist im Gegensatz zu ""Kurzzeittherapie bei Alkoholproblemen. Ein lösungsorientierter Ansatz"", welches ich mir ebenfalls besorgt habe, nicht(nur) für Therapeuten, sondern zur Selbsthilfe gedacht. Die Lehren der bekannten ""Anonymen Alkoholiker"" werden hinterfragt und es wird aufgezeigt, dass auch andere Wege möglich sind. Ich habe mich mit den ""AA"" nie auseinandergesetzt, denke aber, dass diese auch durchaus gangbare Wege anbieten. Wer jedoch mit den Ansätzen der ""Anonymen Alkoholiker"" nicht zurecht kommt, sollte es auf jeden Fall mal mit dem vorliegenden Buch versuchen. Es ist gut lesbar und die Vorgehensweisen und Techniken lassen sich auch ohne Probleme auf andere Problemfelder übertragen. Die lösungsorientierte Kurztherapie verlangt(gerade in Büchern statt im Therapiezimmer) aber ein großes Mass an Offenheit und(bei Teilen wie der ""Wunderfrage"") ein gewisses Mass an Phantasie. Manchmal weis man nicht, ob man auf der Kippe steht, oder schon gekippt ist. Dieses Buch hat mir echt geholfen. Die Ansatzweise ist so trivial, wie auch logisch und verständlich. Dieses Buch appeliert an den gesunden Menschenverstand ! Nicht mehr und nicht weniger. Ich war nun gottseisgelobt nicht in der Situation, Therapieabbrüche, Mischkonsum, sozialen Verfall ausgeliefert zu sein, aber auch für diese Kreise bietet das Buch Hilfestellung. Dieses Buch bestätigt mir das, was ich in den letzten Monaten schon so oft gedacht habe : Einfach mal wieder öfter in sich reinhorchen und auf die innere Stimme hören. Nun kann ich ein Glas Wein auch wieder ein Glas Wein sein lassen. Wenn ich Durst drauf habe Habe ich aber heute nicht Vielleicht mal Morgen oder sonstwann Der Ansatz der lösungsorientierten Kurzzeittherapie von Steve de Shazer wird über-tragen ganz konkret auf die Anwendung mit Menschen, die zuviel Alkohol trinken. Für diejenigen, die diesen Ansatz nicht kennen: es ist die ebenso radikale wie extrem erfolgreiche Strategie, sich zu 100% auf Ausnahmen zu konzentrieren, auf Momente, an denen weniger getrunken wurde, oder auch einmal gar nicht ` und alles an erwünschtem Verhalten dann davon abzuleiten. Dieser Therapieansatz hat in seiner reinen Form in Milwaukee Erfolgszahlen, die wie ein Wunder klingen: `nach 5 ` 6 Sitzungen mit dieser Methode beenden auch schwerste Trinker ihren Alkoholkonsum und sind auch nach bis zu 5 Jahren zu 80% noch immer nüchtern`. Es ist geschrieben wie ein Selbsthilfe ` Buch, so dass man in gewisser Weise als Betroffener diese Therapiesitzungen mit sich selbst durcharbeiten kann, die einzelnen Schritte befolgen und Veränderungen erreichen kann. Man merkt den Autoren an, dass sie genau wissen, wovon sie sprechen, und dass sie auch die entsprechenden Erfolge schon oft genug erlebt haben, um überzeugend und überzeugt zu sein. Nebenbei bekommt die klassische Methode der Anonymen Alkoholiker systematische Hiebe verpasst, ebenso wie bestimmte, in USA wohl recht bekannte Vertreter dieser Regeln. Der Hauptkritikpunkt ist die sehr starre, unflexible und auf negatives Selbstbild orientierte Haltung der AA`s, die den Betroffenen letzten Endes immer wieder ihr Selbstbewusstsein nimmt, anstatt sie an dieser so wichtigen Stelle zu unterstützen. Lesenswert für Betroffene, die eine andere Welt, einen anderen (wertschätzenden und erfolgreichen!) Ansatz zur Veränderung ihres Verhaltens kennen lernen möchten ` bedingt lesenswert auch für Profis, die in einfacher Form die Grundideen des Ansatzes vor Augen geführt bekommen möchten. Die Wunder-Methode: Ein völlig neuer Ansatz bei Alkoholproblemen von Jürgen Hargens, Andreas Schindler, Insoo Kim Berg und Scott D. Miller Die Wunder-Methode Geisteswissenschaften Alkoholismus Ratgeber Angewandte Psychologie ISBN-10 3-8080-0372-3 / 3808003723 ISBN-13 978-3-8080-0372-5 / 9783808003725

Auflage: 3. Modernes Lernen Modernes Lernen Auflage: 3. Softcover 191 S. 21,3 x 15,1 x 1,3 cm ISBN: 3808003723 (EAN: 9783808003725 / 978-3808003725)


Zustand: gebraucht - sehr gut, Alkoholiker Alkoholabhängigkeit Alkoholismus Ratgeber Angewandte Psychologie Alkoholprobleme Therapie Trinker Dieses Buch stellt einen neuen therapeutischen Ansatz vor, der sich nicht auf die Vergangenheit oder auf die Gegenwart konzentriert, sondern auf die Zukunft. Dieser Ansatz konzentriert sich auch nicht auf Probleme, sondern auf Lösungen. Deshalb fordern Miller mehr lesen ...
Schlagworte: Alkoholiker Alkoholabhängigkeit Alkoholismus Ratgeber Angewandte Psychologie Alkoholprobleme Therapie Trinker Dieses Buch stellt einen neuen therapeutischen Ansatz vor, der sich nicht auf die Vergangenheit oder auf die Gegenwart konzentriert, sondern auf die Zukunft. Dieser Ansatz konzentriert sich auch nicht auf Probleme, sondern auf Lösungen. Deshalb fordern Miller und Berg den Leser oder die Leserin auf, sich ein Wunder vorzustellen. Die Erarbeitung dieses ""ersten Schrittes"" - Ihres persönlichen Wunders - bildet den Kern des Vorgehens. Die AutorInnen helfen Ihnen, sich eine Zukunft vorzustellen, in der Trinken kein Problem ist und dabei, kleine, konkrete und erreichbare Ziele zu formulieren, die Ihre Zukunft Schritt für Schritt Wirklichkeit werden lassen. Vorliegendes Buch ist im Gegensatz zu ""Kurzzeittherapie bei Alkoholproblemen. Ein lösungsorientierter Ansatz"", welches ich mir ebenfalls besorgt habe, nicht(nur) für Therapeuten, sondern zur Selbsthilfe gedacht. Die Lehren der bekannten ""Anonymen Alkoholiker"" werden hinterfragt und es wird aufgezeigt, dass auch andere Wege möglich sind. Ich habe mich mit den ""AA"" nie auseinandergesetzt, denke aber, dass diese auch durchaus gangbare Wege anbieten. Wer jedoch mit den Ansätzen der ""Anonymen Alkoholiker"" nicht zurecht kommt, sollte es auf jeden Fall mal mit dem vorliegenden Buch versuchen. Es ist gut lesbar und die Vorgehensweisen und Techniken lassen sich auch ohne Probleme auf andere Problemfelder übertragen. Die lösungsorientierte Kurztherapie verlangt(gerade in Büchern statt im Therapiezimmer) aber ein großes Mass an Offenheit und(bei Teilen wie der ""Wunderfrage"") ein gewisses Mass an Phantasie. Manchmal weis man nicht, ob man auf der Kippe steht, oder schon gekippt ist. Dieses Buch hat mir echt geholfen. Die Ansatzweise ist so trivial, wie auch logisch und verständlich. Dieses Buch appeliert an den gesunden Menschenverstand ! Nicht mehr und nicht weniger. Ich war nun gottseisgelobt nicht in der Situation, Therapieabbrüche, Mischkonsum, sozialen Verfall ausgeliefert zu sein, aber auch für diese Kreise bietet das Buch Hilfestellung. Dieses Buch bestätigt mir das, was ich in den letzten Monaten schon so oft gedacht habe : Einfach mal wieder öfter in sich reinhorchen und auf die innere Stimme hören. Nun kann ich ein Glas Wein auch wieder ein Glas Wein sein lassen. Wenn ich Durst drauf habe Habe ich aber heute nicht Vielleicht mal Morgen oder sonstwann Der Ansatz der lösungsorientierten Kurzzeittherapie von Steve de Shazer wird über-tragen ganz konkret auf die Anwendung mit Menschen, die zuviel Alkohol trinken. Für diejenigen, die diesen Ansatz nicht kennen: es ist die ebenso radikale wie extrem erfolgreiche Strategie, sich zu 100% auf Ausnahmen zu konzentrieren, auf Momente, an denen weniger getrunken wurde, oder auch einmal gar nicht ` und alles an erwünschtem Verhalten dann davon abzuleiten. Dieser Therapieansatz hat in seiner reinen Form in Milwaukee Erfolgszahlen, die wie ein Wunder klingen: `nach 5 ` 6 Sitzungen mit dieser Methode beenden auch schwerste Trinker ihren Alkoholkonsum und sind auch nach bis zu 5 Jahren zu 80% noch immer nüchtern`. Es ist geschrieben wie ein Selbsthilfe ` Buch, so dass man in gewisser Weise als Betroffener diese Therapiesitzungen mit sich selbst durcharbeiten kann, die einzelnen Schritte befolgen und Veränderungen erreichen kann. Man merkt den Autoren an, dass sie genau wissen, wovon sie sprechen, und dass sie auch die entsprechenden Erfolge schon oft genug erlebt haben, um überzeugend und überzeugt zu sein. Nebenbei bekommt die klassische Methode der Anonymen Alkoholiker systematische Hiebe verpasst, ebenso wie bestimmte, in USA wohl recht bekannte Vertreter dieser Regeln. Der Hauptkritikpunkt ist die sehr starre, unflexible und auf negatives Selbstbild orientierte Haltung der AA`s, die den Betroffenen letzten Endes immer wieder ihr Selbstbewusstsein nimmt, anstatt sie an dieser so wichtigen Stelle zu unterstützen. Lesenswert für Betroffene, die eine andere Welt, einen anderen (wertschätzenden und erfolgreichen!) Ansatz zur Veränderung ihres Verhaltens kennen lernen möchten ` bedingt lesenswert auch für Profis, die in einfacher Form die Grundideen des Ansatzes vor Augen geführt bekommen möchten. Die Wunder-Methode: Ein völlig neuer Ansatz bei Alkoholproblemen von Jürgen Hargens, Andreas Schindler, Insoo Kim Berg und Scott D. Miller Die Wunder-Methode Geisteswissenschaften Alkoholismus Ratgeber Angewandte Psychologie ISBN-10 3-8080-0372-3 / 3808003723 ISBN-13 978-3-8080-0372-5 / 9783808003725

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