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Frau Holle: Grimms Märchen tiefenpsychologisch gedeutet [Gebundene Ausgabe] von Dr. theol. Eugen Drewermann (Autor) Theologe Priesteramt Therapeut Schriftsteller Märcheninterpretationen

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Dr. theol. Eugen Drewermann (Autor) Theologe Priesteramt Therapeut Schriftsteller Märcheninterpretationen
Frau Holle: Grimms Märchen tiefenpsychologisch gedeutet [Gebundene Ausgabe] von Dr. theol. Eugen Drewermann (Autor) Theologe Priesteramt Therapeut Schriftsteller Märcheninterpretationen

1994 Walter Walter 1994 Hardcover 52 S. 24,6 x 24,6 x 1,2 cm ISBN: 3530168629 (EAN: 9783530168624 / 978-3530168624)


Zustand: gebraucht - sehr gut, In den Märchen spiegeln sich tiefe menschliche Erfahrungen und Sehnsüchte. Es geht immer wieder um das Überleben des Bedrohten, den Aufstieg des Verachteten, um die Balance von Männlichem und Weiblichem, um Festhalten und Loslassen. ""Frau Holle"" behandelt die uralte Frage nach dem Unterschied von Gut und Böse und das Problem, warum es so oft den Guten schlecht und mehr lesen ...
Schlagworte: In den Märchen spiegeln sich tiefe menschliche Erfahrungen und Sehnsüchte. Es geht immer wieder um das Überleben des Bedrohten, den Aufstieg des Verachteten, um die Balance von Männlichem und Weiblichem, um Festhalten und Loslassen. ""Frau Holle"" behandelt die uralte Frage nach dem Unterschied von Gut und Böse und das Problem, warum es so oft den Guten schlecht und den Schlechten gut geht. Eugen Drewermanns tiefenpsychologische Märcheninterpretationen gehören zu seinen beliebtesten Werken und erscheinen jetzt in neuer Ausstattung. Die Reihe wird fortgesetzt. AutorDr. theol. Eugen Drewermann, geboren 1940, ist wohl der bekannteste Theologe der Gegenwart. Nach Entzug seiner Lehrerlaubnis und Suspension vom Priesteramt arbeitet er als Therapeut und Schriftsteller. Zahlreiche Buchpublikationen, darunter zahlreiche Märcheninterpretationen.

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Lexikon deutschsprachiger Schriftsteller: Von den Anfängen bis zum Ausgang des 19. Jahrhunderts.

Mehr von Böttcher Kurt Herbert
Böttcher, Kurt, Herbert Greiner-Mai Kurt Krolop u. a.:
Lexikon deutschsprachiger Schriftsteller: Von den Anfängen bis zum Ausgang des 19. Jahrhunderts. Ca. 640 Artikel über mehr als 800 Schriftsteller.

Neubearbeitung. 2. Auflage, Leipzig: VEB Bibliographisches Institut, 1989. 651 S., 22 cm, Leinen mit Schutzumschlag ISBN: 3323001036 (EAN: 9783323001039 / 978-3323001039)


Schutzumschlag mit Randläsuren. Innenseiten sauber. Buchblock vorn leider lose. // [Lexikon deutschsprachiger Schriftsteller von den Anfängen bis zur Gegenwart, Band 1] // 1,t,2,2 ISBN 3323001036
Schlagworte: Lexika / Schriftsteller, Dichter, Deutschland, Österreich, Schweiz,

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In deinen Schutz genommen. Geistliche Lieder Dienst am Wort 34 von Professor h.c. Detlev Block Pfarrer i.R. Schriftsteller Bad Pyrmont alternative Texte zu Gesangbuchmelodien Singen Auslegung Geistliche Musik Geisteswissenschaften Religion Theologie Christentum ISBN-10 3-525-59502-6 / 3525595026 ISBN-13 978-3-525-59502-2 / 9783525595022 In deinen Schutz genommen Geistliche Lieder Dienst am Wort 34

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Professor h.c. Detlev Block Pfarrer i.R. Schriftsteller Bad Pyrmont
In deinen Schutz genommen. Geistliche Lieder Dienst am Wort 34 von Professor h.c. Detlev Block Pfarrer i.R. Schriftsteller Bad Pyrmont alternative Texte zu Gesangbuchmelodien Singen Auslegung Geistliche Musik Geisteswissenschaften Religion Theologie Christentum ISBN-10 3-525-59502-6 / 3525595026 ISBN-13 978-3-525-59502-2 / 9783525595022 In deinen Schutz genommen Geistliche Lieder Dienst am Wort 34

Auflage: 4. Vandenhoeck & Ruprecht Vandenhoeck & Ruprecht Auflage: 4. Softcover 158 S. 19 x 11,6 x 1,6 cm ISBN: 3525595026 (EAN: 9783525595022 / 978-3525595022)


Zustand: gebraucht - sehr gut, Eine Auswahl alternativer Texte zu Gesangbuchmelodien - zum Teil inzwischen altertümelnd, aber anregend und hier und da zu gebrauchen, zum Singen und zur Auslegung In deinen Schutz genommen. Geistliche Lieder Dienst am Wort 34 von Professor h.c. Detlev Block Pfarrer i.R. Schriftsteller Bad Pyrmont alternative Texte zu Gesangbuchmelodien Singen Auslegung Geistliche Mu mehr lesen ...
Schlagworte: Geistliche Musik Geisteswissenschaften Religion Theologie Christentum alternative Texte zu Gesangbuchmelodien Singen Eine Auswahl alternativer Texte zu Gesangbuchmelodien - zum Teil inzwischen altertümelnd, aber anregend und hier und da zu gebrauchen, zum Singen und zur Auslegung In deinen Schutz genommen. Geistliche Lieder Dienst am Wort 34 von Professor h.c. Detlev Block Pfarrer i.R. Schriftsteller Bad Pyrmont alternative Texte zu Gesangbuchmelodien Singen Auslegung Geistliche Musik Geisteswissenschaften Religion Theologie Christentum ISBN-10 3-525-59502-6 / 3525595026 ISBN-13 978-3-525-59502-2 / 9783525595022 In deinen Schutz genommen

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Liebe, Leiden und Unsterblichkeit. Das Märchen von der Kleinen Meerjungfrau von Dr. theol. Eugen Drewermann Theologe der Gegenwart Entzug Lehrerlaubnis Suspension vom Priesteramt Therapeut Schriftsteller Märcheninterpretationen Sehnsucht Risiko der Liebe Andersens Märchen Menschlichkeit Märchen der Weltliteratur Weisheitsbuch Andersen, Hans Christian Die kleine Meerjungfrau Märchen Dänemark Angewandte Psychologie Tiefenpsychologie

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Dr. theol. Eugen Drewermann Theologe der Gegenwart Entzug Lehrerlaubnis Suspension vom Priesteramt Therapeut Schriftsteller Märcheninterpretationen
Liebe, Leiden und Unsterblichkeit. Das Märchen von der Kleinen Meerjungfrau von Dr. theol. Eugen Drewermann Theologe der Gegenwart Entzug Lehrerlaubnis Suspension vom Priesteramt Therapeut Schriftsteller Märcheninterpretationen Sehnsucht Risiko der Liebe Andersens Märchen Menschlichkeit Märchen der Weltliteratur Weisheitsbuch Andersen, Hans Christian Die kleine Meerjungfrau Märchen Dänemark Angewandte Psychologie Tiefenpsychologie

2003 Herder Herder 2003 Softcover 18,6 x 12 x 2,4 cm ISBN: 3451053691 (EAN: 9783451053696 / 978-3451053696)


Zustand: gebraucht - sehr gut, Angewandte Psychologie Tiefenpsychologie Sehnsucht Risiko der Liebe Andersens Märchen Menschlichkeit Märchen der Weltliteratur Weisheitsbuch Andersen, Hans Christian Die kleine Meerjungfrau Dänemark Der Sehnsucht einen Ausdruck geben, das Risiko der Liebe eingehen. Die kleine Meerjungfrau in Andersens Märchen tut dies. Sie bezahlt einen hohen Preis, den Preis der Men mehr lesen ...
Schlagworte: Angewandte Psychologie Tiefenpsychologie Sehnsucht Risiko der Liebe Andersens Märchen Menschlichkeit Märchen der Weltliteratur Weisheitsbuch Andersen, Hans Christian Die kleine Meerjungfrau Dänemark Der Sehnsucht einen Ausdruck geben, das Risiko der Liebe eingehen. Die kleine Meerjungfrau in Andersens Märchen tut dies. Sie bezahlt einen hohen Preis, den Preis der Menschlichkeit. Eugen Drewermann erschließt dieses Märchen der Weltliteratur für alle, die lieben. Eine inspirierende Lektüre. Ein Weisheitsbuch. Autorenporträt: Dr. theol. Eugen Drewermann, geboren 1940, ist wohl der bekannteste Theologe der Gegenwart. Nach Entzug seiner Lehrerlaubnis und Suspension vom Priesteramt arbeitet er als Therapeut und Schriftsteller. Zahlreiche Buchpublikationen, darunter zahlreiche Märcheninterpretationen. Andersen, Hans Christian

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Hitlers Weg: Eine historisch-politische Studie über den Nationalsozialismus. Mit einem Geleitwort und einem Nachwort zur Neuauflage [Gebundene Ausgabe] von Prof. Dr. rer. pol. Theodor Heuss Brackenheim Heilbronn Stuttgar Mitglied des Reichstages Hitlers Machtübernahme freier Schriftsteller Kultminister von Württemberg-Baden FDP Mitglied des Parlamentarischen Rates Präsident der Bundesrepublik Deutschland Staatsmann Friedenspreis des Deutschen Buchhandels Erstarken der Nationalsozialisten wirtschaftliche Depression Massenarbeitslosigkeit NSDAP politisches Programm Antisemitismus Zerstörung jüdischer Friedhöfe Deutschland

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Prof. Dr. rer. pol. Theodor Heuss Brackenheim Heilbronn Stuttgar Mitglied des Reichstages Hitlers Machtübernahme freier Schriftsteller Kultminister von Württemberg-Baden FDP Mitglied des Parlamentarischen Rates Präsident der Bundesrepublik Deutschlan
Hitlers Weg: Eine historisch-politische Studie über den Nationalsozialismus. Mit einem Geleitwort und einem Nachwort zur Neuauflage [Gebundene Ausgabe] von Prof. Dr. rer. pol. Theodor Heuss Brackenheim Heilbronn Stuttgar Mitglied des Reichstages Hitlers Machtübernahme freier Schriftsteller Kultminister von Württemberg-Baden FDP Mitglied des Parlamentarischen Rates Präsident der Bundesrepublik Deutschland Staatsmann Friedenspreis des Deutschen Buchhandels Erstarken der Nationalsozialisten wirtschaftliche Depression Massenarbeitslosigkeit NSDAP politisches Programm Antisemitismus Zerstörung jüdischer Friedhöfe Deutschland

2008 Olms Olms 2008 Softcover 190 S. 19,4 x 12,8 x 2,2 cm ISBN: 3487136112 (EAN: 9783487136110 / 978-3487136110)


Zustand: gebraucht - sehr gut, wirtschaftliche Depression Massenarbeitslosigkeit NSDAP politisches Programm Antisemitismus Zerstörung jüdischer Friedhöfe Deutschland Das Erstarken der Nationalsozialisten vor dem Hintergrund der zunehmenden wirtschaftlichen Depression und Massenarbeitslosigkeit in den frühen dreißiger Jahren, nahm Theodor Heuss als Herausforderung, sich inhaltlich mit der NSDAP und mehr lesen ...
Schlagworte: wirtschaftliche Depression Massenarbeitslosigkeit NSDAP politisches Programm Antisemitismus Zerstörung jüdischer Friedhöfe Deutschland Das Erstarken der Nationalsozialisten vor dem Hintergrund der zunehmenden wirtschaftlichen Depression und Massenarbeitslosigkeit in den frühen dreißiger Jahren, nahm Theodor Heuss als Herausforderung, sich inhaltlich mit der NSDAP und ihrem politischen Programm auseinanderzusetzen.Aus einem Vortrag, in dem er sich kritisch mit den wirtschaftspolitischen Forderungen und dem Antisemitismus der NSDAP auseinandersetzte, entstand aufgrund des breiten Echos, den Heuss Ausführungen fanden das Buch, das im Dezember 1931 unter dem Titel Hitlers Weg erschien. Die Zerstörung jüdischer Friedhöfe muss eine Gemeinschaft tief treffen, in der, im Widerspruch zu allem Geschwätz von der individualistischen Auflösungskraft des Jüdischen, die Familie lebensvolle Bindung auch in der Vergangenheit bedeutet, sie beschmutzt uns alle. Wir tragen einen Fleck an uns herum, seit in Deutschland solches, feig und ehrfurchtslos, möglich wurde. Über den Autor:Prof. Dr. rer. pol. Theodor Heuss, geboren 1884 in Brackenheim bei Heilbronn, gestorben 1963 in Stuttgart, war von 1924 - 1928 und 1930 - 1933 Mitglied des Reichstages. Nach Hitlers Machtübernahme freier Schriftsteller, 1945 wurde er Kultminister von Württemberg-Baden, 1948 Vorsitzer der FDP und Mitglied des Parlamentarischen Rates. Von 1949 - 1959 war Heuss der erste Präsident der Bundesrepublik Deutschland. 1959 wurde der Staatsmann mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet.

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Kontinentalisierung: Das Europa der Schriftsteller von Paul Michael Lützeler

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Paul Michael Lützeler
Kontinentalisierung: Das Europa der Schriftsteller von Paul Michael Lützeler

2007 Aisthesis Aisthesis 2007 Softcover 293 S. 20,4 x 14 x 2,4 cm ISBN: 3895285951 (EAN: 9783895285950 / 978-3895285950)


Zustand: gebraucht - sehr gut, Der Begriff „Kontinentalisierung“ bezeichnet einen aktuellen Prozeß der Internationalisierung: Auf allen Erdteilen schließen sich Einzelstaaten zu Assoziationen zusammen, um in einer Epoche abnehmender Nationalisierung und verstärkter Globalisierung die Interessen ihrer Kontinente wirtschaftlich, politisch und kulturell zu wahren. Ein Beispiel gezielter Kontinentalis mehr lesen ...
Schlagworte: Germanistik Broch, Hermann Enzensberger, Hans Magnus Europa Europadiskurs Europäische Union Goethe, Johann Wolfgang Deutsche Sprachwissenschaft Deutschsprachige Literaturwissenschaft Jünger, Ernst Kleist, Heinrich von Literatur Mann, Thomas Meyer, Conrad Ferdinand Napoleon Bonaparte Schiller, Friedrich Schriftsteller Der Begriff „Kontinentalisierung“ bezeichnet einen aktuellen Prozeß der Internationalisierung: Auf allen Erdteilen schließen sich Einzelstaaten zu Assoziationen zusammen, um in einer Epoche abnehmender Nationalisierung und verstärkter Globalisierung die Interessen ihrer Kontinente wirtschaftlich, politisch und kulturell zu wahren. Ein Beispiel gezielter Kontinentalisierung ist die – inzwischen 50 Jahre alte – Europäische Union. Dieser Band beginnt mit einem Essay über Schriftsteller, die die EWG/EG/EU ihrer wirtschaftlichen Einseitigkeit wegen kritisierten. Die weiteren Beiträge zeigen, wie im Lauf der letzten beiden Jahrhunderte AutorInnen der Klassik und Romantik, des Realismus, der Moderne und der Postmoderne am Europadiskurs teilnahmen und Beiträge zur europäischen Identitätsbildung lieferten. Im Vorwort wird die aktuelle EU-Diskussion gesichtet und im Nachwort die Frage der künftigen Zusammenarbeit zwischen Europa und den USA aufgeworfen. Der Begriff „Kontinentalisierung“ bezeichnet einen aktuellen Prozeß der Internationalisierung: Auf allen Erdteilen schließen sich Einzelstaaten zu Assoziationen zusammen, um in einer Epoche abnehmender Nationalisierung und verstärkter Globalisierung die Interessen ihrer Kontinente wirtschaftlich, politisch und kulturell zu wahren. Ein Beispiel gezielter Kontinentalisierung ist die – inzwischen 50 Jahre alte – Europäische Union. Dieser Band beginnt mit einem Essay über Schriftsteller, die die EWG/EG/EU ihrer wirtschaftlichen Einseitigkeit wegen kritisierten. Die weiteren Beiträge zeigen, wie im Lauf der letzten beiden Jahrhunderte AutorInnen der Klassik und Romantik, des Realismus, der Moderne und der Postmoderne am Europadiskurs teilnahmen und Beiträge zur europäischen Identitätsbildung lieferten. Im Vorwort wird die aktuelle EU-Diskussion gesichtet und im Nachwort die Frage der künftigen Zusammenarbeit zwischen Europa und den USA aufgeworfen. Der Begriff „Kontinentalisierung“ bezeichnet einen aktuellen Prozeß der Internationalisierung: Auf allen Erdteilen schließen sich Einzelstaaten zu Assoziationen zusammen, um in einer Epoche abnehmender Nationalisierung und verstärkter Globalisierung die Interessen ihrer Kontinente wirtschaftlich, politisch und kulturell zu wahren. Ein Beispiel gezielter Kontinentalisierung ist die – inzwischen 50 Jahre alte – Europäische Union. Dieser Band beginnt mit einem Essay über Schriftsteller, die die EWG/EG/EU ihrer wirtschaftlichen Einseitigkeit wegen kritisierten. Die weiteren Beiträge zeigen, wie im Lauf der letzten beiden Jahrhunderte AutorInnen der Klassik und Romantik, des Realismus, der Moderne und der Postmoderne am Europadiskurs teilnahmen und Beiträge zur europäischen Identitätsbildung lieferten. Im Vorwort wird die aktuelle EU-Diskussion gesichtet und im Nachwort die Frage der künftigen Zusammenarbeit zwischen Europa und den USA aufgeworfen. Vorwort: Kontinentalisierung und Globalisierung Schriftsteller und Europäische Union: Reinhold Schneider, H. M. Enzensberger, Adolf Muschg Identität und Gleichgewicht: Schiller und Europa Europäischer Kosmopolitismus und Weltliteratur: Goethe und Europa – Europa und Goethe Der Erste Konsul als Imperator Europae: Die Napoleonkritik von 1802 bei Arndt, Seume und Coleridge Europa oder Amerika? Napoleons Kolonialkrieg in Santo Domingo und Kleists literarischer Widerstand Der Dreißigjährige Krieg und Europas Grundkonflikt: Conrad Ferdinand Meyers Jürg Jenatsch Europäischer Pazifismus um 1900: Romain Rollands Jean-Christophe Zur Europa-Asien-Diskussion: Thomas Manns Der Zauberberg Kontroverse Stimmen nach dem Krieg: Hermann Brochs Kritik an Ernst Jüngers Europaschrift Der Friede Paris und Wien als Orte des Europa-Diskurses: Zur Konstruktion einer multikulturellen Identität Zwischen Nationalismus und Globalisierung: Die aktuelle postkoloniale Europa-Diskussion Nachwort: An Atlantic Dream? Europa und die USA Editorische Notiz Namenregister Geisteswissenschaften Germanistik Broch, Hermann Enzensberger, Hans Magnus Europa Europadiskurs Europäische Union Goethe, Johann Wolfgang Deutsche Sprachwissenschaft Deutschsprachige Literaturwissenschaft Jünger, Ernst Kleist, Heinrich von Literatur Mann, Thomas Meyer, Conrad Ferdinand Napoleon Bonaparte Schiller, Friedrich Schriftsteller ISBN-10 3-89528-595-1 / 3895285951 ISBN-13 978-3-89528-595-0 / 9783895285950Kontinentalisierung Das Europa der Schriftsteller von Paul Michael Lützeler

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Schriftsteller und Rundfunk: Jahrbuch Medien und Geschichte: 2002 von Jörg Hucklenbroich (Herausgeber), Reinhold Viehoff (Herausgeber)

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Jörg Hucklenbroich (Herausgeber), Reinhold Viehoff (Herausgeber)
Schriftsteller und Rundfunk: Jahrbuch Medien und Geschichte: 2002 von Jörg Hucklenbroich (Herausgeber), Reinhold Viehoff (Herausgeber)

Auflage: 1 (Juli 2002) Uvk Uvk Auflage: 1 (Juli 2002) Softcover 390 S. ISBN: 3896693743 (EAN: 9783896693747 / 978-3896693747)


Zustand: gebraucht - sehr gut, Ihre Mitarbeit im Rundfunk beeinflusste die literarische Produktion vieler Schriftsteller, erweiterte ihre ästhetischen Möglichkeiten, führte zu Wechselwirkungen zwischen den Gattungen der literarischen Buchkultur und zu neuen Formen auditiver und audiovisueller Genres. Schriftsteller waren Redakteure, Abteilungsleiter und Intendanten von Rundfunkanstalten. In ihrer mehr lesen ...
Schlagworte: Ihre Mitarbeit im Rundfunk beeinflusste die literarische Produktion vieler Schriftsteller, erweiterte ihre ästhetischen Möglichkeiten, führte zu Wechselwirkungen zwischen den Gattungen der literarischen Buchkultur und zu neuen Formen auditiver und audiovisueller Genres. Schriftsteller waren Redakteure, Abteilungsleiter und Intendanten von Rundfunkanstalten. In ihrer kulturellen Doppelrolle ermöglichten sie maßgeblich literarische Innovationen und verschafften literarischen Versuchen ein Publikum Von Beginn an nahmen Schriftsteller das Radio thematisch in ihre Geschichten auf, Rundfunk als Medium und Institution wurde Stoff und Motiv von Erzählungen. Der poetologisch begründete Bezug auf das Medium Rundfunk findet sich bei Hörspiel, Hörbild, Reportage und Feature, bei denen das Radio als Medium das dominierende ästhetische Stilmittel ist. Autoren übernahmen Elemente einer Radio-Stilistik der Flüchtigkeit und der Montage und reflektierten in Erzählweise und Stilistik ihrer literarischen Texte oder in Essays die Veränderungen der Medien ihres literarischen Handlungsbereichs.An den Beispielen von Gerhart Hauptmann, Hans Rothe, Ernst Schnabel, Dieter Wellershoff, Erich Loest, Werner Koch, Martin Walser, Horst Bienek, Hartmut Geerken, Peter Faecke und Joachim Walter untersuchen die Autorinnen und Autoren diese Zusammenhänge. Jeder Artikel enthält eine umfassende Radiografie.Reinhold Viehoff ist seit 1995 Professor für Medien- und Kommunikationswissenschaften an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

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Fiktionales Schreiben: Kreativität steigern, Schreiben verbessern, Geschichten entwickeln [Gebundene Ausgabe] Ron Kellermann (Autor) Philosophie Germanistik, Medienwissenschaften Kommunikationswissenschaften Dramaturg Stoffentwickler Wüste Film in Hamburg freier Autor Wiesbaden Lehrbeauftragter für Drehbuch Universität Mannheim Dozent für Fiktionales Schreiben Roman Drehbuch Kurzgeschichte Geschichtenerzählen Schreibtalent Kreativtalent Erzähltalent lebendige Charaktere entwickelt Handlungsverlauf entwerfen Funktionsweise des fiktionalen Schreibprozesses Schreibblockaden Technik des freien Schreibens Exposé Sprachwissenschaft Literaturwissenschaft Germanist Schriftsteller Um einen Roman, ein Drehbuch oder eine Kurzgeschichte zu verfassen, muss man schreiben können, kreativ sein und wissen, wie man eine Geschichte entwickelt. »Fiktionales Schreiben« widmet sich diesen drei grundlegenden Voraussetzungen des Geschichtenerzählens: Schreib-, Kreativ- und Erzähltalent. Dieses Buch zeigt, wie Geschichten funktionieren, wie man lebendige Charaktere entwickelt, den Handlungsverlauf entwirft und Thema und Aussage einer Geschichte festlegt. Es erläutert die Funktionsweise des fiktionalen Schreibprozesses, wie Schreibblockaden entstehen und abgebaut werden können und wie man den Schreiballtag organisiert. Ausgehend von der Technik des freien Schreibens zeigt das Buch, wie das Schreiben zu einem festen Bestandteil des Lebens wird und wie sich auf spielerische Weise schreibend neue Ideen generieren lassen. Die Funktionen eines Exposés werden ebenso erläutert wie die optimale Anwendung wichtiger Entwicklungswerkzeuge. Darüber hinaus gibt das Buch Tipps für das Schreiben und Anbieten von Exposés. Autor : Ron Kellermann, geboren 1968 in Heidelberg, arbeitete nach seinem Studium der Philosophie, Germanistik, Medien- und Kommunikationswissenschaften als Dramaturg und Stoffentwickler u.a. bei der Wüste Film in Hamburg. Heute lebt er als freier Autor und Dramaturg in Wiesbaden, ist Lehrbeauftragter für Drehbuch an der Universität Mannheim und Dozent für Fiktionales Schreiben. Fiktionales Schreiben: Kreativität steigern, Schreiben verbessern, Geschichten entwickeln [Gebundene Ausgabe] Ron Kellermann (Autor) Philosophie Germanistik, Medienwissenschaften Kommunikationswissenschaften Dramaturg Stoffentwickler Wüste Film in Hamburg freier Autor Wiesbaden Lehrbeauftragter für Drehbuch Universität Mannheim Dozent für Fiktionales Schreiben Roman Drehbuch Kurzgeschichte Geschichtenerzählen Schreibtalent Kreativtalent Erzähltalent lebendige Charaktere entwickelt Handlungsverlauf entwerfen Funktionsweise des fiktionalen Schreibprozesses Schreibblockaden Technik des freien Schreibens Exposé Sprachwissenschaft Literaturwissenschaft Germanistik Schriftsteller ISBN-10 3-89705-461-2 / 3897054612 ISBN-13 978-3-89705-461-5 / 9783897054615 Schriftsteller Roman Drehbuch Kurzgeschichte Geschichtenerzählen Schreibtalent Kreativtalent Erzähltalent Sprachwissenschaft Literaturwissenschaft Germanistik lebendige Charaktere entwickelt Handlungsverlauf entwerfen Funktionsweise des fiktionalen Schreibprozesses Schreibblockaden Technik des freien Schreibens Exposé

Mehr von Kellermann Philosophie Germanistik
Ron Kellermann (Autor) Philosophie Germanistik, Medienwissenschaften Kommunikationswissenschaften Dramaturg Stoffentwickler Wüste Film in Hamburg freier Autor Wiesbaden Lehrbeauftragter für Drehbuch Universität Mannheim Dozent für Fiktionales Schreib
Fiktionales Schreiben: Kreativität steigern, Schreiben verbessern, Geschichten entwickeln [Gebundene Ausgabe] Ron Kellermann (Autor) Philosophie Germanistik, Medienwissenschaften Kommunikationswissenschaften Dramaturg Stoffentwickler Wüste Film in Hamburg freier Autor Wiesbaden Lehrbeauftragter für Drehbuch Universität Mannheim Dozent für Fiktionales Schreiben Roman Drehbuch Kurzgeschichte Geschichtenerzählen Schreibtalent Kreativtalent Erzähltalent lebendige Charaktere entwickelt Handlungsverlauf entwerfen Funktionsweise des fiktionalen Schreibprozesses Schreibblockaden Technik des freien Schreibens Exposé Sprachwissenschaft Literaturwissenschaft Germanist Schriftsteller Um einen Roman, ein Drehbuch oder eine Kurzgeschichte zu verfassen, muss man schreiben können, kreativ sein und wissen, wie man eine Geschichte entwickelt. »Fiktionales Schreiben« widmet sich diesen drei grundlegenden Voraussetzungen des Geschichtenerzählens: Schreib-, Kreativ- und Erzähltalent. Dieses Buch zeigt, wie Geschichten funktionieren, wie man lebendige Charaktere entwickelt, den Handlungsverlauf entwirft und Thema und Aussage einer Geschichte festlegt. Es erläutert die Funktionsweise des fiktionalen Schreibprozesses, wie Schreibblockaden entstehen und abgebaut werden können und wie man den Schreiballtag organisiert. Ausgehend von der Technik des freien Schreibens zeigt das Buch, wie das Schreiben zu einem festen Bestandteil des Lebens wird und wie sich auf spielerische Weise schreibend neue Ideen generieren lassen. Die Funktionen eines Exposés werden ebenso erläutert wie die optimale Anwendung wichtiger Entwicklungswerkzeuge. Darüber hinaus gibt das Buch Tipps für das Schreiben und Anbieten von Exposés. Autor : Ron Kellermann, geboren 1968 in Heidelberg, arbeitete nach seinem Studium der Philosophie, Germanistik, Medien- und Kommunikationswissenschaften als Dramaturg und Stoffentwickler u.a. bei der Wüste Film in Hamburg. Heute lebt er als freier Autor und Dramaturg in Wiesbaden, ist Lehrbeauftragter für Drehbuch an der Universität Mannheim und Dozent für Fiktionales Schreiben. Fiktionales Schreiben: Kreativität steigern, Schreiben verbessern, Geschichten entwickeln [Gebundene Ausgabe] Ron Kellermann (Autor) Philosophie Germanistik, Medienwissenschaften Kommunikationswissenschaften Dramaturg Stoffentwickler Wüste Film in Hamburg freier Autor Wiesbaden Lehrbeauftragter für Drehbuch Universität Mannheim Dozent für Fiktionales Schreiben Roman Drehbuch Kurzgeschichte Geschichtenerzählen Schreibtalent Kreativtalent Erzähltalent lebendige Charaktere entwickelt Handlungsverlauf entwerfen Funktionsweise des fiktionalen Schreibprozesses Schreibblockaden Technik des freien Schreibens Exposé Sprachwissenschaft Literaturwissenschaft Germanistik Schriftsteller ISBN-10 3-89705-461-2 / 3897054612 ISBN-13 978-3-89705-461-5 / 9783897054615 Schriftsteller Roman Drehbuch Kurzgeschichte Geschichtenerzählen Schreibtalent Kreativtalent Erzähltalent Sprachwissenschaft Literaturwissenschaft Germanistik lebendige Charaktere entwickelt Handlungsverlauf entwerfen Funktionsweise des fiktionalen Schreibprozesses Schreibblockaden Technik des freien Schreibens Exposé

2006 Emons Emons 2006 Hardcover 240 S. 21,6 x 14,8 x 2,2 cm ISBN: 3897054612 (EAN: 9783897054615 / 978-3897054615)


Zustand: gebraucht - sehr gut, Um einen Roman, ein Drehbuch oder eine Kurzgeschichte zu verfassen, muss man schreiben können, kreativ sein und wissen, wie man eine Geschichte entwickelt. »Fiktionales Schreiben« widmet sich diesen drei grundlegenden Voraussetzungen des Geschichtenerzählens: Schreib-, Kreativ- und Erzähltalent. Dieses Buch zeigt, wie Geschichten funktionieren, wie man lebendige Char mehr lesen ...
Schlagworte: Schriftsteller Roman Drehbuch Kurzgeschichte Geschichtenerzählen Schreibtalent Kreativtalent Erzähltalent Sprachwissenschaft Literaturwissenschaft Germanistik lebendige Charaktere entwickelt Handlungsverlauf entwerfen Funktionsweise des fiktionalen Schreibprozesses Schreibblockaden Technik des freien Schreibens Exposé Um einen Roman, ein Drehbuch oder eine Kurzgeschichte zu verfassen, muss man schreiben können, kreativ sein und wissen, wie man eine Geschichte entwickelt. »Fiktionales Schreiben« widmet sich diesen drei grundlegenden Voraussetzungen des Geschichtenerzählens: Schreib-, Kreativ- und Erzähltalent. Dieses Buch zeigt, wie Geschichten funktionieren, wie man lebendige Charaktere entwickelt, den Handlungsverlauf entwirft und Thema und Aussage einer Geschichte festlegt. Es erläutert die Funktionsweise des fiktionalen Schreibprozesses, wie Schreibblockaden entstehen und abgebaut werden können und wie man den Schreiballtag organisiert. Ausgehend von der Technik des freien Schreibens zeigt das Buch, wie das Schreiben zu einem festen Bestandteil des Lebens wird und wie sich auf spielerische Weise schreibend neue Ideen generieren lassen. Die Funktionen eines Exposés werden ebenso erläutert wie die optimale Anwendung wichtiger Entwicklungswerkzeuge. Darüber hinaus gibt das Buch Tipps für das Schreiben und Anbieten von Exposés. Autor : Ron Kellermann, geboren 1968 in Heidelberg, arbeitete nach seinem Studium der Philosophie, Germanistik, Medien- und Kommunikationswissenschaften als Dramaturg und Stoffentwickler u.a. bei der Wüste Film in Hamburg. Heute lebt er als freier Autor und Dramaturg in Wiesbaden, ist Lehrbeauftragter für Drehbuch an der Universität Mannheim und Dozent für Fiktionales Schreiben. Fiktionales Schreiben: Kreativität steigern, Schreiben verbessern, Geschichten entwickeln [Gebundene Ausgabe] Ron Kellermann (Autor) Philosophie Germanistik, Medienwissenschaften Kommunikationswissenschaften Dramaturg Stoffentwickler Wüste Film in Hamburg freier Autor Wiesbaden Lehrbeauftragter für Drehbuch Universität Mannheim Dozent für Fiktionales Schreiben Roman Drehbuch Kurzgeschichte Geschichtenerzählen Schreibtalent Kreativtalent Erzähltalent lebendige Charaktere entwickelt Handlungsverlauf entwerfen Funktionsweise des fiktionalen Schreibprozesses Schreibblockaden Technik des freien Schreibens Exposé Sprachwissenschaft Literaturwissenschaft Germanistik Schriftsteller ISBN-10 3-89705-461-2 / 3897054612 ISBN-13 978-3-89705-461-5 / 9783897054615

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Czech writers. Tschechische Schriftsteller.

Mehr von Kubíková Pavlína
Kubíková, Pavlína:
Czech writers. Tschechische Schriftsteller. Engl. transl.: Derek Paton. German transl.: Iva Kratochvílová , Volker Losseff. Publ. by the Ministry of Culture of the Czech Republik.

2., expanded and rev. ed. [Praha] : Ministry of Culture of the Czech Republik, 2001. 175 S. : Ill. Broschiert. ISBN: 8086310221 (EAN: 9788086310220 / 978-8086310220)


Ein sehr gutes Ex. - Literaturangaben. - Text dt. und engl. - Vladimir Novotny: Czech Literature on the Threshold of the Thirde Millennium Die tschechische Literatur an der Schwelle zum dritten Jahrhundert Michal Ajvaz Hana Belohradskä Alexandra Berkovâ Petr Borkovec Tereza Bouckovâ Zuzana Brabcovâ Antonin Brousek Daniela Fischerovä Viola Fischerovä Viktor Fischi Bohumila Grögerova Jifi Grusa Jif mehr lesen ...
Schlagworte: Tschechische Republik, Schriftsteller, Autoren, Literaturgeschichte, Literatur

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Liebe Ein philosophisches Lesebuch von Kai Buchholz (Herausgeber) Amore amor Amour Love Was das Herz begehrt – 50 Antworten auf die Fragen der Liebe. Der Band bietet eine wunderbare Sammlung mit kurzen, eingängigen Texten klassischer und moderner Philosophen und Schriftsteller zum Thema Liebe: Von Platon über Descartes bis zu Erich Fromm, von Novalis über Thomas Mann bis zu Marguerite Duras. Dazu gibt der Herausgeber eine Art „Gebrauchsanweisung“, wie man die Texte für sein eigenes Leben nutzen kann. Wie Pralinen kann der Leser die Texte Stück für Stück genießen und hat nach der Lektüre das Gefühl, von ihnen bereichert worden zu sein. * Ein Buch zum genussvollen Schmökern und ein wunderschönes Geschenkbuch. Über den Autor: Dr. Kai Buchholz, geboren 1966 in Berlin, Philosoph, freier Autor und Ausstellungskurator. Buchveröffentlichungen: Sprachspiel und Semantik (1998). Wege zur Vernunft (Hg. 1999). Die Lebensreform (Hg. 2001). André Masson (Hg. 2003). Hörspiele: Das debile  Besprechung / Review zu

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Kai Buchholz (Herausgeber)
Liebe Ein philosophisches Lesebuch von Kai Buchholz (Herausgeber) Amore amor Amour Love Was das Herz begehrt – 50 Antworten auf die Fragen der Liebe. Der Band bietet eine wunderbare Sammlung mit kurzen, eingängigen Texten klassischer und moderner Philosophen und Schriftsteller zum Thema Liebe: Von Platon über Descartes bis zu Erich Fromm, von Novalis über Thomas Mann bis zu Marguerite Duras. Dazu gibt der Herausgeber eine Art „Gebrauchsanweisung“, wie man die Texte für sein eigenes Leben nutzen kann. Wie Pralinen kann der Leser die Texte Stück für Stück genießen und hat nach der Lektüre das Gefühl, von ihnen bereichert worden zu sein. * Ein Buch zum genussvollen Schmökern und ein wunderschönes Geschenkbuch. Über den Autor: Dr. Kai Buchholz, geboren 1966 in Berlin, Philosoph, freier Autor und Ausstellungskurator. Buchveröffentlichungen: Sprachspiel und Semantik (1998). Wege zur Vernunft (Hg. 1999). Die Lebensreform (Hg. 2001). André Masson (Hg. 2003). Hörspiele: Das debile Besprechung / Review zu ""Liebe"": ""Der Band bietet eine wunderbare Sammlung mit kurzen eingängigen Texten klassischer und moderner Philosophen und Schriftssteller."" Inhaltsverzeichnis Was ist Liebe? Hermann Hesse Liebe 15 Platon Das Gastmahl 20 René Descartes Die Leidenschaften der Seele 49 Helmut Kuhn Echte Liebe liebt das Gute 53 John Wilson Eine Checkliste für die Liebe 61 Warum wir lieben Guy de Maupassant Haar 69 David Hume Gegenstand und Ursachen von Liebe und Hass 77 Stendhal Über die Liebe 85 José Ortega y Gasset Die Liebeswahl 95 Hugh LaFollette Warum liebe ich? 110 Liebe oder Sex? Jean-Paul Sartre Intimität 131 Arthur Schopenhauer Metaphysik der Geschlechtsliebe 140 Vladimir Solov`ev Der Sinn der Liebe 150 Irenäus Eibl-Eibesfeldt Bindung, Liebe, Sexualität Peter Sloterdijk Der Sexualzynismus 172 Das Paar in der Gesellschaft Jean-Jacques Rousseau Julie 189 Denis de Rougemont Der Tristanmythos 202 Bertrand Russell Die Bedeutung der Liebe im menschlichen Leben 214 Max Horkheimer Die Person als Mitgift 222 Die Liebe und die Geschlechter Marguerite Duras Der Liebhaber 231 Otto Weininger Erotik und Ästhetik 242 Bruno Wille Die Liebe Platons 249 Simone de Beauvoir Die Liebende 260 Das Göttliche Lieben Thomas Mann Der Tod in Venedig 275 Platon Phaidros 292 Baruch de Spinoza Von der Liebe 305 Benedikt XVI. Gott ist Liebe 309 Sinn und Wert der Liebe Johann Wolfgang von Goethe Die Leiden des jungen Werther 325 Blaise Pascal Abhandlung über die Leidenschaften der Liebe 341 Jean-Paul Sartre Die Liebe, die Sprache, der Masochismus 346 Alain Finkielkraut Das geliebte Antlitz 353 Roland Barthes Fragmente einer Sprache der Liebe 364 Ovid Die Liebeskunst 377 Andreas Capellanus Über die Liebe 384 Søren Kierkegaard Tagebuch des Verführers 395 Erich Fromm Ist Lieben eine Kunst? 407 Liebende Philosophen Petrus Abaelardus Brief an einen Freund 425 Georg Lukács Sören Kierkegaard und Regine Olsen 434 Ray Monk Wittgenstein als Liebhaber 445 Axel Madsen Simone de Beauvoir und Jean-Paul Sartre 457 Paul Feyerabend Grazia, ich und unsere Liebe 464 Autoren und Quellen 477 Zum Weiterlesen 503 Einleitung In seiner 76. Maxime formuliert der große französische Moralist La Rochefoucauld: »Es ist mit der echten Liebe wie mit Geistererscheinungen: Jeder redet von ihr, aber wenige Menschen haben sie je gesehen.« Auch heute noch sehnen sich viele Menschen nach der perfekten Liebe, und auch heute noch kommen nur wenige in ihren Genuss. Wer herausfinden will, woran das liegt, kann sich durch philosophische Einsichten in Sachen Liebe inspirieren lassen. Von Platon bis Schopenhauer, von Pascal bis Sartre und von Kierkegaard bis Russell haben berühmte Philosophen über die Liebe nachgedacht. Es ist lohnenswert, sich in ihre Texte zu vertiefen und ihre Gedankengänge zu verfolgen. Die Ideen und Meinungen, denen man dabei begegnet, sind höchst unterschiedlich. Einige sind klug, abgewogen und weise, andere kühn, stürmisch und voller Poesie - aber sie alle haben ihren eigenen Wert und werfen Licht auf einen anderen Winkel des großen Geheimnisses der Liebe. Die hier zusammengestellte Auswahl kurzer philosophischer Texte bietet dafür zahlreiche Anregungen und lässt sich auf unterschiedliche Weise entdecken. Man kann die einzelnen Texte in beliebiger Reihenfolge lesen, ihre Gedanken in sich aufnehmen und so Schritt für Schritt den vielfältigen Aspekten der Liebe auf die Spur kommen. Der Leser kann sich aber auch auf diejenigen Kapitel konzentrieren, die sein besonderes Interesse wecken; er wird dann feststellen, dass die Liebe, je nach Standpunkt und Blickwinkel, sehr unterschiedliche Einschätzungen eröffnet. Um die einzelnen Facetten der Liebe deutlich und anschaulich hervortreten zu lassen, werden die Abhandlungen der philosophischen Denker von Werken bedeutender Schriftstellerinnen und Schriftsteller wie Guy de Maupassant, Thomas Mann und Marguerite Duras begleitet. So ergibt sich ein faszinierendes Kaleidoskop der Liebe, dessen Einzelteile sich beim Drehen und Schütteln zu immer wieder neuen und verblüffenden Bildern zusammenfügen. Natürlich können die in den Texten aufbewahrten Erkenntnisse jeden Leser auch persönlich bereichern. Ganz von selbst fordern die Ausführungen Stendhals oder Erich Fromms dazu heraus, eigene Erfahrungen und Erlebnisse in ihrem Licht neu zu betrachten. Sie regen dazu an, das eigene Gefühlsleben klarer zu durchdringen und eigene Verhaltensweisen zu überdenken. Um dieses Wechselspiel zwischen philosophischen Gedanken, erdichteten Geschichten und eigenem Leben in Gang zu setzen und zu befruchten, ist jedes Kapitel von kurzen Erläuterungen und Denkanstößen eingerahmt. Der Leser erhält hier Hilfestellungen, die es ihm erleichtern, philosophische Betrachtungen der Liebe für sich selbst zu nutzen und in die Tat umzusetzen. Trotz zahlreicher technischer Werkzeuge und Errungenschaften macht es die moderne Zivilisation dem Menschen schwer, ein befriedigendes Leben zu führen. Gerade heute fühlen sich viele von den zahllosen Informations-, Freizeit-, Konsum- und Lifestyle-Angeboten, die unablässig auf uns einströmen, überfordert. Oft führt unsere globalisierte Warenwelt nicht zu mehr Glück, sondern zu innerer Leere. Um sich aus diesem Strudel zu befreien, bedarf es der Selbstkultivierung: Wir müssen erst wieder aus der Mode gekommene Fertigkeiten ausbilden (etwa ein sensibles Wahrnehmungsvermögen, einen verantwortungsvollen Umgang mit den Mitmenschen oder eine klare, unvoreingenommene Auffassungsgabe), wenn wir in den gegebenen Verhältnissen ein nach innen und außen erfülltes Leben verwirklichen wollen. Anknüpfend an die Zielsetzungen des von Gernot Böhme ins Leben gerufenen »Instituts für Praxis der Philosophie« in Darmstadt, möchte dieses Buch philosophische Einsichten für das konkrete menschliche Leben nutzbar machen. Es ist mit der Hoffnung verbunden, dem Leser in seiner Liebeserfahrung und in seinem eigenen, freien Umgang mit der Liebe neue Wege zu eröffnen und so zu einem Stück Selbstkultivierung beizutragen. Was ist Liebe? Wenn wir eine bestimmte Sache verstehen wollen, ist es oft hilfreich, ihre spezifischen Eigenschaften zu untersuchen. Haben wir erst herausgefunden, nach welchen Prinzipien etwas funktioniert oder aus welchen Elementen etwas aufgebaut ist, fällt uns auch der konkrete Umgang mit der Sache erheblich leichter. Insbesondere dann, wenn es sich um etwas handelt, das auf den ersten Blick unwägbar, geheimnisvoll und kaum zu greifen ist. Leider sind flüchtige Dinge wie die Liebe, die man weder sehen noch anfassen kann, besonders schwer zu durchdringen. Ein Kardangelenk ist eine gelenkige Wellenkupplung mit radial stehenden, um 180° versetzten Drehzapfen zur Aufnahme größerer Winkelabweichungen. Aber was ist die Liebe? Ist sie ein Gefühl? Ist sie eine Menge von Aktivitäten? Oder ist sie vielleicht von ganz anderer Art? Selbst diejenigen, die sich im Zustand intensiver Liebe befinden, können darüber nicht ohne weiteres Auskunft geben. Zum Glück haben viele große Denker bereits versucht, dieser Frage auf den Grund zu gehen. Sie stimmen in ihren Antworten zwar nicht alle überein, aber ihre Gedanken können dabei helfen, die Frage »Was ist Liebe?« in einer zufriedenstellenden Weise zu klären. Gibt es einen Unterschied zwischen Liebe und Verliebtheit? Wie verhält sich Liebe zu Zuneigung, Freundschaft und Ergebenheit? Lieben wir den Körper der Geliebten oder ihre Seele? Ist Liebe eine kosmische Kraft oder ein naturgesetzlicher Mechanismus? Ist sie Besitzstreben oder im Gegenteil ein Geschenk an den Geliebten? Mit solchen Fragen lässt sich das Problem wirksam einkreisen. Wenn man dabei von Philosophen wie Platon oder Descartes an die Hand genommen und durch das Dickicht der Fallstricke und Widersprüche, die sich plötzlich auftun, hindurchgeführt wird, gelangt man rasch auf die richtigen Wege. John Wilson bietet sogar eine »Checkliste für die Liebe« an - einen Katalog von zwanzig Fragen, mit dem sich herausfinden lassen soll, ob man einen bestimmten anderen Menschen liebt. Jeder kann selbst ausprobieren, ob Wilsons Fragen ihm die innere Sicherheit verleihen, tatsächlich wahre Liebe zu empfinden. Hermann Hesse Liebe Herr Thomas Höpfner, mein Freund, ist ohne Zweifel unter allen meinen Bekannten der, der am meisten Erfahrung in der Liebe hat. Wenigstens hat er es mit vielen Frauen gehabt, kennt die Künste des Werbens aus langer Übung und kann sich sehr vieler Eroberungen rühmen. Wenn er mir davon erzählt, komme ich mir wie ein Schulbub vor. Allerdings meine ich zuweilen ganz im Stillen, vom eigentlichen Wesen der Liebe verstehe er auch nicht mehr als unsereiner. Ich glaube nicht, dass er oft in seinem Leben um eine Geliebte Nächte durchwacht und durchweint hat. Er hat es jedenfalls selten nötig gehabt, und ich will es ihm gönnen, denn ein fröhlicher Mensch ist er trotz seiner Erfolge nicht. Vielmehr sehe ich ihn nicht selten von einer leichten Melancholie befangen, und sein ganzes Auftreten hat etwas resigniert Ruhiges, Gedämpftes, was nicht wie Sättigung aussieht. Nun, das sind Vermutungen und vielleicht Täuschungen. Mit Psychologie kann man Bücher schreiben, aber nicht Menschen ergründen, und ich bin auch nicht einmal Psycholog. Immerhin scheint es mir zuzeiten, mein Freund Thomas sei nur darum ein Virtuos im Liebesspiel, weil ihm zu der Liebe, die kein Spiel mehr ist, etwas fehle, und er sei deshalb ein Melancholiker, weil er jenen Mangel an sich selber kenne und bedauere. - Lauter Vermutungen, vielleicht Täuschungen. Was er mir neulich über Frau Förster erzählte, war mir merkwürdig, obwohl es sich nicht um ein eigentliches Erlebnis oder gar Abenteuer, sondern nur um eine Stimmung handelte, eine lyrische Anekdote. Ich traf mit Höpfner zusammen, als er eben den »Blauen Stern« verlassen wollte, und überredete ihn zu einer Flasche Wein. Um ihn zum Spendieren eines besseren Getränkes zu nötigen, bestellte ich eine Flasche gewöhnlichen Mosel, den ich selber sonst nicht trinke. Unwillig rief er den Kellner zurück. »Keinen Mosel, warten Sie!« Und er ließ eine feine Marke kommen. Mir war es recht, und bei dem guten Wein waren wir bald im Gespräch. Vorsichtig brachte ich die Unterhaltung auf die Frau Förster. Eine schöne Frau von wenig über dreißig Jahren, die noch nicht sehr lang in der Stadt wohnte und im Ruf stand, viele Liebschaften gehabt zu haben. Der Mann war eine Null. Seit kurzem wusste ich, dass mein Freund bei ihr verkehrte. »Also die Förster«, sagte er endlich nachgebend, »wenn sie Dich denn so heftig interessiert. Was soll ich sagen? Ich habe nichts mit ihr erlebt.« »Gar nichts?« »Na, wie man will. Nichts, was ich eigentlich erzählen kann. Man müsste ein Dichter sein.« Ich lachte. »Du hältst sonst nicht viel von den Dichtern.« »Warum auch? Dichter sind meistens Leute, die nichts erleben. Ich kann Dir sagen, mir sind im Leben schon tausend Sachen passiert, die man hätte auf schreiben sollen. Immer dachte ich, warum erlebt nicht auch einmal ein Dichter so was, damit es nicht untergeht. Ihr macht immer einen Mordslärm um Selbstverständlichkeiten, jeder Dreck reicht für eine ganze Novelle - - « »Und das mit der Frau Förster? Auch eine Novelle?« »Nein. Eine Skizze, ein Gedicht. Eine Stimmung, weißt Du.« »Also, ich höre.« »Nun, die Frau war mir interessant. Was man von ihr sagt, weißt Du. Soweit ich aus der Ferne beobachten konnte, musste sie viel Vergangenheit haben. Es schien mir, sie habe alle Arten von Männern geliebt und kennengelernt und keinen lang ertragen. Dabei ist sie schön.« »Was heißt Du schön?« »Sehr einfach, sie hat nichts Überflüssiges, nichts zuviel. Ihr Körper ist ausgebildet, beherrscht, ihrem Willen dienstbar. Nichts an ihm ist undiszipliniert, nichts versagt, nichts ist träge. Ich kann mir keine Situation denken, der sie nicht noch das äußerst Mögliche von Schönheit abgewinnen würde. Eben das zog mich an, denn für mich ist das Naive meist langweilig. Ich suche bewusste Schönheit, erzogene Formen, Kultur. Na, keine Theorien!« »Lieber nicht.« »Ich ließ mich also einführen und ging ein paar Mal hin. Einen Liebhaber hatte sie zur Zeit nicht, das war leicht zu bemerken. Der Mann ist eine Porzellanfigur. Ich fing an, mich zu nähern. Ein paar Blicke über Tisch, ein leises Wort beim Anstoßen mit dem Weinglas, ein zu lang dauernder Handkuss. Sie nahm es hin, abwartend, was weiter käme. Also machte ich einen Besuch zu einer Zeit, wo sie allein sein musste, und wurde angenommen. Als ich ihr gegenübersaß, merkte ich schnell, dass hier keine Methode am Platz sei. Darum spielte ich va banque und sagte ihr einfach, ich sei verliebt und stehe zu ihrer Verfügung. Daran knüpfte sich ungefähr folgender Dialog: ›Reden wir von Interessanterem.‹ ›Es gibt nichts, was mich interessieren könnte, als Sie, gnädige Frau. Ich bin gekommen, um Ihnen das zu sagen. Wenn es Sie langweilt, gehe ich.‹ ›Nun denn, was wollen Sie von mir?‹ ›Liebe, gnädige Frau!‹ ›Liebe! Ich kenne Sie kaum und liebe Sie nicht.‹ ›Sie werden sehen, dass ich nicht scherze. Ich biete Ihnen alles an, was ich bin und tun kann, und ich werde vieles tun können, wenn es für Sie geschieht.‹ ›Ja, das sagen alle. Es ist nie etwas Neues in Euren Liebeserklärungen. Was wollen Sie denn tun, das mich hinreißen soll? Würden Sie wirklich lieben, so hätten Sie längst etwas getan.‹ ›Was zum Beispiel?‹ ›Das müssten Sie selber wissen. Sie hätten acht Tage fasten können oder sich erschießen oder wenigstens Gedichte machen.‹ ›Ich bin nicht Dichter.‹ ›Warum nicht? Wer so liebt, wie man einzig lieben sollte, der wird zum Dichter und zum Helden um ein Lächeln, um einen Wink, um ein Wort von der, die er lieb hat. Wenn seine Gedichte nicht gut sind, sind sie doch heiß und voll Liebe - ‹ ›Sie haben recht, gnädige Frau. Ich bin kein Dichter und kein Held, und ich erschieße mich auch nicht. Oder wenn ich das täte, so geschähe es aus Schmerz darüber, dass meine Liebe nicht so stark und brennend ist, wie Sie sie verlangen dürfen. Aber statt alles dessen habe ich eines, einen einzigen kleinen Vorzug vor jenem idealen Liebhaber: Ich verstehe Sie.‹ ›Was verstehen Sie?‹ ›Dass Sie Sehnsucht haben wie ich. Sie verlangen nicht nach einem Geliebten, sondern Sie möchten lieben, ganz und sinnlos lieben. Und Sie können das nicht.‹ ›Glauben Sie?‹ ›Ich glaube es. Sie suchen die Liebe, wie ich sie suche. Ist es nicht so?‹ ›Vielleicht.‹ ›Darum können Sie mich auch nicht brauchen, und ich werde Sie nicht mehr belästigen. Aber vielleicht sagen Sie mir noch, ehe ich gehe, ob Sie einmal, irgendeinmal, der wirklichen Liebe begegnet sind.‹ ›Einmal, vielleicht. Da wir so weit sind, können Sie es ja wissen. Es ist drei Jahre her. Da hatte ich zum ersten Mal das Gefühl, wahrhaftig geliebt zu werden.‹ ›Darf ich weiter fragen?‹ ›Meinetwegen. Da kam ein Mann und lernte mich kennen und hatte mich lieb. Und weil ich verheiratet war, sagte er es mir nicht. Und als er sah, dass ich meinen Mann nicht liebte und einen Günstling hatte, kam er und schlug mir vor, ich solle meine Ehe auflösen. Das ging nicht, und von da an trug dieser Mann Sorge um mich, bewachte uns, warnte mich und wurde mein guter Beistand und Freund. Und als ich seinetwegen den Günstling entließ und bereit war, ihn anzunehmen, verschmähte er mich und ging und kam nicht wieder. Der hat mich geliebt, sonst keiner.‹ ›Ich verstehe.‹ ›Also gehen Sie nun, nicht? Wir haben einander vielleicht schon zu viel gesagt.‹ ›Leben Sie wohl. Es ist besser, ich komme nicht wieder.‹« Mein Freund schwieg, rief nach einer Weile den Kellner, zahlte und ging. Und aus dieser Erzählung unter anderem schloss ich, ihm fehle die Fähigkeit zur richtigen Liebe. Er hatte es ja selber ausgesprochen. Und doch muss man den Menschen dann am wenigsten glauben, wenn sie von ihren Mängeln reden. Mancher hält sich für vollkommen, nur weil er geringe Ansprüche an sich stellt. Das tut mein Freund nicht, und es mag sein, dass gerade sein Ideal einer wahren Liebe ihn so hat werden lassen, wie er ist. Vielleicht auch hat der kluge Mann mich zum Besten gehabt, und möglicherweise war jenes Gespräch mit Frau Förster einfach seine Erfindung. Denn er ist ein heimlicher Dichter, so sehr er sich auch dagegen verwahrt. Lauter Vermutungen, vielleicht Täuschungen. Platon Das Gastmahl Apollodoros : Ich glaube auf das, wonach Ihr jetzt fragt, nicht unvorbereitet zu sein. Denn neulich erst ging ich eben nach der Stadt von Hause aus Phaleron, als ein Bekannter, der mich von hinten gewahr wurde, mir von weitem scherzend zurief: »Du Phalerier Apollodoros, wirst Du nicht warten?« Da blieb ich stehen und erwartete ihn. Und er sagte darauf: »Apollodoros, noch vor kurzem suchte ich Dich, weil ich etwas Näheres zu erfahren wünsche von der Unterhaltung des Agathon und Sokrates und Alkibiades und der übrigen damals bei dem Gastmahl Gegenwärtigen wegen der Liebesreden, wie es mit denen war. Ein anderer hat mir zwar schon davon erzählt, der es von Phoinix, dem Sohn des Philippos, hatte; er sagte aber, Du wissest es auch, und er konnte nichts Ordentliches davon sagen. Also erzähle Du es mirAber wer hat Dir davon erzählt? Etwa Sokrates selbst?« - »Nein, beim Zeus«, sagte ich, »sondern derselbe, von dem es auch Phoinix hat; es war nämlich ein gewisser Aristodemos, ein kleiner Mensch, immer unbeschuht, der war bei der Gesellschaft zugegen gewesen und einer der eifrigsten Verehrer des Sokrates zu damaliger Zeit, wie mich dünkt. Indes, auch den Sokrates habe ich schon nach einigem gefragt, was ich von jenem gehört hatte, und er hat es mir gerade so bestätigt, wie jener es erzählte.« - So gingen wir also und sprachen darüber; daher ich denn, wie schon anfänglich gesagt, nicht unvorbereitet bin. Soll ich es also auch Euch erzählen, so muss ich das wohl tunFreunde : Ja, erzähle uns, was für Reden dort sind gewechselt worden. Apollodoros : Das waren also ungefähr folgende. Oder vielmehr: Lasst mich versuchen, Euch die Sache von Anfang an, wie jener sie mir erzählte, wiederzuerzählen. Er sagte nämlich, Sokrates sei ihm begegnet, gebadet und die Sohlen untergebunden, was er selten tat. Daher habe er ihn gefragt, wohin er denn ginge, dass er sich so schön gemacht hätte. Und jener habe geantwortet: »Zum Gastmahl beim Agathon. Denn gestern am Siegesfest bin ich ihm ausgewichen aus Furcht vor dem Gewühl; ich sagte ihm aber zu, auf heute zu kommen. Und nun habe ich mich so herausgeschmückt, um doch schön zu einem Schönen zu kommen. Aber Du«, setzte er hinzu, »Aristodemos, was hältst Du davon, ungeladen mitzugehen zum Gastmahl?« - Darauf, sprach er, antwortete ich: »Das, was Du wünschst.« . - So ungefähr, sagte er, hätten sie zusammen gesprochen und wären dann gegangen. Als er nun an des Agathon Haus gekommen, habe er die Türe offen gefunden, und es sei ihm drinnen gleich ein Knabe entgegengekommen und habe ihn hingeführt, wo die andern sich niedergelassen. Sobald ihn nun Agathon gesehen, habe er gesagt: »Schön, dass Du kommst, Aristodemos, um mit uns zu essen. Bist Du aber wegen etwas anderem gekommen, so lass das auf ein andermal; denn auch gestern suchte ich Dich, um Dich einzuladen, konnte Dich aber nicht finden. Aber wieso bringst Du uns den Sokrates nicht mit?« - »Darauf«, sprach er, »drehe ich mich um und sehe den Sokrates nirgends nachkommen. Ich sagte also, ich selbst wäre mit dem Sokrates und von ihm geladen hierher zum Mahle gegangen.« - »Sehr wohl«, habe er gesagt, »hast Du daran getan; aber wo ist denn jener?« - »Hinter mir ging er eben herein, und ich wundere mich selbst, wo er wohl sein mag.« - »Willst Du nicht nachsehen, Knabe«, habe darauf Agathon gesagt, »und den Sokrates hereinbringen?« »Du aber, Aristodemos«, habe er gesagt, »lass Dich neben dem Eryximachos nieder.« Hierauf, sagte er, habe Pausanias eine solche Rede begonnen: »Wohlan, Freunde«, habe er gesagt, »wie werden wir nun am behaglichsten trinken? Ich meines Teils erkläre Euch, dass ich mich in Wahrheit ziemlich unwohl befinde vom gestrigen Trinken und einiger Erholung bedarf; und ich glaube, auch die meisten von Euch, denn Ihr wart gestern ebenfalls zugegen.« Also wären alle übereingekommen, es bei ihrem diesmaligen Zusammensein nicht auf den Rausch anzulegen, sondern nur so zu trinken zum Vergnügen. »Nachdem nun dieses schon beschlossen ist«, habe Eryximachos fortgefahren, »dass jeder nur trinken soll, soviel er will, und gar kein Zwang stattfinden, so bringe ich nächstdem in Vorschlag, dass wir uns für heute untereinander mit Reden unterhalten. Auch darüber, mit was für Reden, will ich Euch, wenn Ihr es verlangt, einen Vorschlag tun.« - Darauf hätten alle bejaht, sie wollten das, und ihm aufgetragen, einen Vorschlag zu tun. - »Also«, habe Eryximachos gesagt: »Der Anfang meiner Rede soll mir sein aus des Euripides Melanippe, ›denn nicht mein ist die Rede‹, sondern des Phaidros hier, die ich sprechen will. Phaidros nämlich pflegt unwillig mir zu sagen: ›Ist es nicht arg, o Eryximachos, dass auf alle Götter Lobgesänge und Anrufungen gedichtet sind von den Dichtern, dem Eros aber, einem so großen und herrlichen Gotte, auch nicht einer jemals von so vielen Dichtern, die es gegeben, ein Lobgedicht gesungen hat?‹ . Daher nun wünsche ich teils ihm einen Liebesdienst zu tun und ihm gefällig zu sein, teils auch dünkt mich, dass es gegenwärtig uns, die wir hier zugegen sind, gar wohl gezieme, diesen Gott zu verherrlichen. Ich meine nämlich, es solle jeder von uns rechts herum eine Lobrede auf den Eros vortragen, so schön er nur immer kann, und Phaidros solle zuerst anfangen, da er ja auch den ersten Platz einnimmt und überdies der Urheber ist von der ganzen Sache. Liebe: Ein philosophisches Lesebuch von Kai Buchholz (Herausgeber) Liebe Anthologien Love ISBN-10 3-442-07756-7 / 3442077567 ISBN-13 978-3-442-07756-4 / 9783442077564

2006 Goldmann Goldmann 2006 Softcover 512 S. 18,4 x 12 x 4,4 cm ISBN: 3442077567 (EAN: 9783442077564 / 978-3442077564)


Zustand: gebraucht - sehr gut, Was das Herz begehrt – 50 Antworten auf die Fragen der Liebe. Der Band bietet eine wunderbare Sammlung mit kurzen, eingängigen Texten klassischer und moderner Philosophen und Schriftsteller zum Thema Liebe: Von Platon über Descartes bis zu Erich Fromm, von Novalis über Thomas Mann bis zu Marguerite Duras. Dazu gibt der Herausgeber eine Art „Gebrauchsanweisung“, wie m mehr lesen ...
Schlagworte: Liebe Anthologien Love Amore amor Amour Was das Herz begehrt – 50 Antworten auf die Fragen der Liebe. Der Band bietet eine wunderbare Sammlung mit kurzen, eingängigen Texten klassischer und moderner Philosophen und Schriftsteller zum Thema Liebe: Von Platon über Descartes bis zu Erich Fromm, von Novalis über Thomas Mann bis zu Marguerite Duras. Dazu gibt der Herausgeber eine Art „Gebrauchsanweisung“, wie man die Texte für sein eigenes Leben nutzen kann. Wie Pralinen kann der Leser die Texte Stück für Stück genießen und hat nach der Lektüre das Gefühl, von ihnen bereichert worden zu sein. * Ein Buch zum genussvollen Schmökern und ein wunderschönes Geschenkbuch. Über den Autor: Dr. Kai Buchholz, geboren 1966 in Berlin, Philosoph, freier Autor und Ausstellungskurator. Buchveröffentlichungen: Sprachspiel und Semantik (1998). Wege zur Vernunft (Hg. 1999). Die Lebensreform (Hg. 2001). André Masson (Hg. 2003). Hörspiele: Das debile Besprechung / Review zu ""Liebe"": ""Der Band bietet eine wunderbare Sammlung mit kurzen eingängigen Texten klassischer und moderner Philosophen und Schriftssteller."" Inhaltsverzeichnis Was ist Liebe? Hermann Hesse Liebe 15 Platon Das Gastmahl 20 René Descartes Die Leidenschaften der Seele 49 Helmut Kuhn Echte Liebe liebt das Gute 53 John Wilson Eine Checkliste für die Liebe 61 Warum wir lieben Guy de Maupassant Haar 69 David Hume Gegenstand und Ursachen von Liebe und Hass 77 Stendhal Über die Liebe 85 José Ortega y Gasset Die Liebeswahl 95 Hugh LaFollette Warum liebe ich? 110 Liebe oder Sex? Jean-Paul Sartre Intimität 131 Arthur Schopenhauer Metaphysik der Geschlechtsliebe 140 Vladimir Solov`ev Der Sinn der Liebe 150 Irenäus Eibl-Eibesfeldt Bindung, Liebe, Sexualität Peter Sloterdijk Der Sexualzynismus 172 Das Paar in der Gesellschaft Jean-Jacques Rousseau Julie 189 Denis de Rougemont Der Tristanmythos 202 Bertrand Russell Die Bedeutung der Liebe im menschlichen Leben 214 Max Horkheimer Die Person als Mitgift 222 Die Liebe und die Geschlechter Marguerite Duras Der Liebhaber 231 Otto Weininger Erotik und Ästhetik 242 Bruno Wille Die Liebe Platons 249 Simone de Beauvoir Die Liebende 260 Das Göttliche Lieben Thomas Mann Der Tod in Venedig 275 Platon Phaidros 292 Baruch de Spinoza Von der Liebe 305 Benedikt XVI. 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Maxime formuliert der große französische Moralist La Rochefoucauld: »Es ist mit der echten Liebe wie mit Geistererscheinungen: Jeder redet von ihr, aber wenige Menschen haben sie je gesehen.« Auch heute noch sehnen sich viele Menschen nach der perfekten Liebe, und auch heute noch kommen nur wenige in ihren Genuss. Wer herausfinden will, woran das liegt, kann sich durch philosophische Einsichten in Sachen Liebe inspirieren lassen. Von Platon bis Schopenhauer, von Pascal bis Sartre und von Kierkegaard bis Russell haben berühmte Philosophen über die Liebe nachgedacht. Es ist lohnenswert, sich in ihre Texte zu vertiefen und ihre Gedankengänge zu verfolgen. Die Ideen und Meinungen, denen man dabei begegnet, sind höchst unterschiedlich. Einige sind klug, abgewogen und weise, andere kühn, stürmisch und voller Poesie - aber sie alle haben ihren eigenen Wert und werfen Licht auf einen anderen Winkel des großen Geheimnisses der Liebe. Die hier zusammengestellte Auswahl kurzer philosophischer Texte bietet dafür zahlreiche Anregungen und lässt sich auf unterschiedliche Weise entdecken. Man kann die einzelnen Texte in beliebiger Reihenfolge lesen, ihre Gedanken in sich aufnehmen und so Schritt für Schritt den vielfältigen Aspekten der Liebe auf die Spur kommen. Der Leser kann sich aber auch auf diejenigen Kapitel konzentrieren, die sein besonderes Interesse wecken; er wird dann feststellen, dass die Liebe, je nach Standpunkt und Blickwinkel, sehr unterschiedliche Einschätzungen eröffnet. Um die einzelnen Facetten der Liebe deutlich und anschaulich hervortreten zu lassen, werden die Abhandlungen der philosophischen Denker von Werken bedeutender Schriftstellerinnen und Schriftsteller wie Guy de Maupassant, Thomas Mann und Marguerite Duras begleitet. So ergibt sich ein faszinierendes Kaleidoskop der Liebe, dessen Einzelteile sich beim Drehen und Schütteln zu immer wieder neuen und verblüffenden Bildern zusammenfügen. Natürlich können die in den Texten aufbewahrten Erkenntnisse jeden Leser auch persönlich bereichern. Ganz von selbst fordern die Ausführungen Stendhals oder Erich Fromms dazu heraus, eigene Erfahrungen und Erlebnisse in ihrem Licht neu zu betrachten. Sie regen dazu an, das eigene Gefühlsleben klarer zu durchdringen und eigene Verhaltensweisen zu überdenken. Um dieses Wechselspiel zwischen philosophischen Gedanken, erdichteten Geschichten und eigenem Leben in Gang zu setzen und zu befruchten, ist jedes Kapitel von kurzen Erläuterungen und Denkanstößen eingerahmt. Der Leser erhält hier Hilfestellungen, die es ihm erleichtern, philosophische Betrachtungen der Liebe für sich selbst zu nutzen und in die Tat umzusetzen. Trotz zahlreicher technischer Werkzeuge und Errungenschaften macht es die moderne Zivilisation dem Menschen schwer, ein befriedigendes Leben zu führen. Gerade heute fühlen sich viele von den zahllosen Informations-, Freizeit-, Konsum- und Lifestyle-Angeboten, die unablässig auf uns einströmen, überfordert. Oft führt unsere globalisierte Warenwelt nicht zu mehr Glück, sondern zu innerer Leere. Um sich aus diesem Strudel zu befreien, bedarf es der Selbstkultivierung: Wir müssen erst wieder aus der Mode gekommene Fertigkeiten ausbilden (etwa ein sensibles Wahrnehmungsvermögen, einen verantwortungsvollen Umgang mit den Mitmenschen oder eine klare, unvoreingenommene Auffassungsgabe), wenn wir in den gegebenen Verhältnissen ein nach innen und außen erfülltes Leben verwirklichen wollen. Anknüpfend an die Zielsetzungen des von Gernot Böhme ins Leben gerufenen »Instituts für Praxis der Philosophie« in Darmstadt, möchte dieses Buch philosophische Einsichten für das konkrete menschliche Leben nutzbar machen. Es ist mit der Hoffnung verbunden, dem Leser in seiner Liebeserfahrung und in seinem eigenen, freien Umgang mit der Liebe neue Wege zu eröffnen und so zu einem Stück Selbstkultivierung beizutragen. Was ist Liebe? Wenn wir eine bestimmte Sache verstehen wollen, ist es oft hilfreich, ihre spezifischen Eigenschaften zu untersuchen. Haben wir erst herausgefunden, nach welchen Prinzipien etwas funktioniert oder aus welchen Elementen etwas aufgebaut ist, fällt uns auch der konkrete Umgang mit der Sache erheblich leichter. Insbesondere dann, wenn es sich um etwas handelt, das auf den ersten Blick unwägbar, geheimnisvoll und kaum zu greifen ist. Leider sind flüchtige Dinge wie die Liebe, die man weder sehen noch anfassen kann, besonders schwer zu durchdringen. Ein Kardangelenk ist eine gelenkige Wellenkupplung mit radial stehenden, um 180° versetzten Drehzapfen zur Aufnahme größerer Winkelabweichungen. Aber was ist die Liebe? Ist sie ein Gefühl? Ist sie eine Menge von Aktivitäten? Oder ist sie vielleicht von ganz anderer Art? Selbst diejenigen, die sich im Zustand intensiver Liebe befinden, können darüber nicht ohne weiteres Auskunft geben. Zum Glück haben viele große Denker bereits versucht, dieser Frage auf den Grund zu gehen. Sie stimmen in ihren Antworten zwar nicht alle überein, aber ihre Gedanken können dabei helfen, die Frage »Was ist Liebe?« in einer zufriedenstellenden Weise zu klären. Gibt es einen Unterschied zwischen Liebe und Verliebtheit? Wie verhält sich Liebe zu Zuneigung, Freundschaft und Ergebenheit? Lieben wir den Körper der Geliebten oder ihre Seele? Ist Liebe eine kosmische Kraft oder ein naturgesetzlicher Mechanismus? Ist sie Besitzstreben oder im Gegenteil ein Geschenk an den Geliebten? Mit solchen Fragen lässt sich das Problem wirksam einkreisen. Wenn man dabei von Philosophen wie Platon oder Descartes an die Hand genommen und durch das Dickicht der Fallstricke und Widersprüche, die sich plötzlich auftun, hindurchgeführt wird, gelangt man rasch auf die richtigen Wege. John Wilson bietet sogar eine »Checkliste für die Liebe« an - einen Katalog von zwanzig Fragen, mit dem sich herausfinden lassen soll, ob man einen bestimmten anderen Menschen liebt. Jeder kann selbst ausprobieren, ob Wilsons Fragen ihm die innere Sicherheit verleihen, tatsächlich wahre Liebe zu empfinden. Hermann Hesse Liebe Herr Thomas Höpfner, mein Freund, ist ohne Zweifel unter allen meinen Bekannten der, der am meisten Erfahrung in der Liebe hat. Wenigstens hat er es mit vielen Frauen gehabt, kennt die Künste des Werbens aus langer Übung und kann sich sehr vieler Eroberungen rühmen. Wenn er mir davon erzählt, komme ich mir wie ein Schulbub vor. Allerdings meine ich zuweilen ganz im Stillen, vom eigentlichen Wesen der Liebe verstehe er auch nicht mehr als unsereiner. Ich glaube nicht, dass er oft in seinem Leben um eine Geliebte Nächte durchwacht und durchweint hat. Er hat es jedenfalls selten nötig gehabt, und ich will es ihm gönnen, denn ein fröhlicher Mensch ist er trotz seiner Erfolge nicht. Vielmehr sehe ich ihn nicht selten von einer leichten Melancholie befangen, und sein ganzes Auftreten hat etwas resigniert Ruhiges, Gedämpftes, was nicht wie Sättigung aussieht. Nun, das sind Vermutungen und vielleicht Täuschungen. Mit Psychologie kann man Bücher schreiben, aber nicht Menschen ergründen, und ich bin auch nicht einmal Psycholog. Immerhin scheint es mir zuzeiten, mein Freund Thomas sei nur darum ein Virtuos im Liebesspiel, weil ihm zu der Liebe, die kein Spiel mehr ist, etwas fehle, und er sei deshalb ein Melancholiker, weil er jenen Mangel an sich selber kenne und bedauere. - Lauter Vermutungen, vielleicht Täuschungen. Was er mir neulich über Frau Förster erzählte, war mir merkwürdig, obwohl es sich nicht um ein eigentliches Erlebnis oder gar Abenteuer, sondern nur um eine Stimmung handelte, eine lyrische Anekdote. Ich traf mit Höpfner zusammen, als er eben den »Blauen Stern« verlassen wollte, und überredete ihn zu einer Flasche Wein. Um ihn zum Spendieren eines besseren Getränkes zu nötigen, bestellte ich eine Flasche gewöhnlichen Mosel, den ich selber sonst nicht trinke. Unwillig rief er den Kellner zurück. »Keinen Mosel, warten Sie!« Und er ließ eine feine Marke kommen. Mir war es recht, und bei dem guten Wein waren wir bald im Gespräch. Vorsichtig brachte ich die Unterhaltung auf die Frau Förster. Eine schöne Frau von wenig über dreißig Jahren, die noch nicht sehr lang in der Stadt wohnte und im Ruf stand, viele Liebschaften gehabt zu haben. Der Mann war eine Null. Seit kurzem wusste ich, dass mein Freund bei ihr verkehrte. »Also die Förster«, sagte er endlich nachgebend, »wenn sie Dich denn so heftig interessiert. Was soll ich sagen? Ich habe nichts mit ihr erlebt.« »Gar nichts?« »Na, wie man will. Nichts, was ich eigentlich erzählen kann. Man müsste ein Dichter sein.« Ich lachte. »Du hältst sonst nicht viel von den Dichtern.« »Warum auch? Dichter sind meistens Leute, die nichts erleben. Ich kann Dir sagen, mir sind im Leben schon tausend Sachen passiert, die man hätte auf schreiben sollen. Immer dachte ich, warum erlebt nicht auch einmal ein Dichter so was, damit es nicht untergeht. Ihr macht immer einen Mordslärm um Selbstverständlichkeiten, jeder Dreck reicht für eine ganze Novelle - - « »Und das mit der Frau Förster? Auch eine Novelle?« »Nein. Eine Skizze, ein Gedicht. Eine Stimmung, weißt Du.« »Also, ich höre.« »Nun, die Frau war mir interessant. Was man von ihr sagt, weißt Du. Soweit ich aus der Ferne beobachten konnte, musste sie viel Vergangenheit haben. Es schien mir, sie habe alle Arten von Männern geliebt und kennengelernt und keinen lang ertragen. Dabei ist sie schön.« »Was heißt Du schön?« »Sehr einfach, sie hat nichts Überflüssiges, nichts zuviel. Ihr Körper ist ausgebildet, beherrscht, ihrem Willen dienstbar. Nichts an ihm ist undiszipliniert, nichts versagt, nichts ist träge. Ich kann mir keine Situation denken, der sie nicht noch das äußerst Mögliche von Schönheit abgewinnen würde. Eben das zog mich an, denn für mich ist das Naive meist langweilig. Ich suche bewusste Schönheit, erzogene Formen, Kultur. Na, keine Theorien!« »Lieber nicht.« »Ich ließ mich also einführen und ging ein paar Mal hin. Einen Liebhaber hatte sie zur Zeit nicht, das war leicht zu bemerken. Der Mann ist eine Porzellanfigur. Ich fing an, mich zu nähern. Ein paar Blicke über Tisch, ein leises Wort beim Anstoßen mit dem Weinglas, ein zu lang dauernder Handkuss. Sie nahm es hin, abwartend, was weiter käme. Also machte ich einen Besuch zu einer Zeit, wo sie allein sein musste, und wurde angenommen. Als ich ihr gegenübersaß, merkte ich schnell, dass hier keine Methode am Platz sei. Darum spielte ich va banque und sagte ihr einfach, ich sei verliebt und stehe zu ihrer Verfügung. Daran knüpfte sich ungefähr folgender Dialog: ›Reden wir von Interessanterem.‹ ›Es gibt nichts, was mich interessieren könnte, als Sie, gnädige Frau. Ich bin gekommen, um Ihnen das zu sagen. Wenn es Sie langweilt, gehe ich.‹ ›Nun denn, was wollen Sie von mir?‹ ›Liebe, gnädige Frau!‹ ›Liebe! Ich kenne Sie kaum und liebe Sie nicht.‹ ›Sie werden sehen, dass ich nicht scherze. Ich biete Ihnen alles an, was ich bin und tun kann, und ich werde vieles tun können, wenn es für Sie geschieht.‹ ›Ja, das sagen alle. Es ist nie etwas Neues in Euren Liebeserklärungen. Was wollen Sie denn tun, das mich hinreißen soll? Würden Sie wirklich lieben, so hätten Sie längst etwas getan.‹ ›Was zum Beispiel?‹ ›Das müssten Sie selber wissen. Sie hätten acht Tage fasten können oder sich erschießen oder wenigstens Gedichte machen.‹ ›Ich bin nicht Dichter.‹ ›Warum nicht? Wer so liebt, wie man einzig lieben sollte, der wird zum Dichter und zum Helden um ein Lächeln, um einen Wink, um ein Wort von der, die er lieb hat. Wenn seine Gedichte nicht gut sind, sind sie doch heiß und voll Liebe - ‹ ›Sie haben recht, gnädige Frau. Ich bin kein Dichter und kein Held, und ich erschieße mich auch nicht. Oder wenn ich das täte, so geschähe es aus Schmerz darüber, dass meine Liebe nicht so stark und brennend ist, wie Sie sie verlangen dürfen. Aber statt alles dessen habe ich eines, einen einzigen kleinen Vorzug vor jenem idealen Liebhaber: Ich verstehe Sie.‹ ›Was verstehen Sie?‹ ›Dass Sie Sehnsucht haben wie ich. Sie verlangen nicht nach einem Geliebten, sondern Sie möchten lieben, ganz und sinnlos lieben. Und Sie können das nicht.‹ ›Glauben Sie?‹ ›Ich glaube es. Sie suchen die Liebe, wie ich sie suche. Ist es nicht so?‹ ›Vielleicht.‹ ›Darum können Sie mich auch nicht brauchen, und ich werde Sie nicht mehr belästigen. Aber vielleicht sagen Sie mir noch, ehe ich gehe, ob Sie einmal, irgendeinmal, der wirklichen Liebe begegnet sind.‹ ›Einmal, vielleicht. Da wir so weit sind, können Sie es ja wissen. Es ist drei Jahre her. Da hatte ich zum ersten Mal das Gefühl, wahrhaftig geliebt zu werden.‹ ›Darf ich weiter fragen?‹ ›Meinetwegen. Da kam ein Mann und lernte mich kennen und hatte mich lieb. Und weil ich verheiratet war, sagte er es mir nicht. Und als er sah, dass ich meinen Mann nicht liebte und einen Günstling hatte, kam er und schlug mir vor, ich solle meine Ehe auflösen. Das ging nicht, und von da an trug dieser Mann Sorge um mich, bewachte uns, warnte mich und wurde mein guter Beistand und Freund. Und als ich seinetwegen den Günstling entließ und bereit war, ihn anzunehmen, verschmähte er mich und ging und kam nicht wieder. Der hat mich geliebt, sonst keiner.‹ ›Ich verstehe.‹ ›Also gehen Sie nun, nicht? Wir haben einander vielleicht schon zu viel gesagt.‹ ›Leben Sie wohl. Es ist besser, ich komme nicht wieder.‹« Mein Freund schwieg, rief nach einer Weile den Kellner, zahlte und ging. Und aus dieser Erzählung unter anderem schloss ich, ihm fehle die Fähigkeit zur richtigen Liebe. Er hatte es ja selber ausgesprochen. Und doch muss man den Menschen dann am wenigsten glauben, wenn sie von ihren Mängeln reden. Mancher hält sich für vollkommen, nur weil er geringe Ansprüche an sich stellt. Das tut mein Freund nicht, und es mag sein, dass gerade sein Ideal einer wahren Liebe ihn so hat werden lassen, wie er ist. Vielleicht auch hat der kluge Mann mich zum Besten gehabt, und möglicherweise war jenes Gespräch mit Frau Förster einfach seine Erfindung. Denn er ist ein heimlicher Dichter, so sehr er sich auch dagegen verwahrt. Lauter Vermutungen, vielleicht Täuschungen. Platon Das Gastmahl Apollodoros : Ich glaube auf das, wonach Ihr jetzt fragt, nicht unvorbereitet zu sein. Denn neulich erst ging ich eben nach der Stadt von Hause aus Phaleron, als ein Bekannter, der mich von hinten gewahr wurde, mir von weitem scherzend zurief: »Du Phalerier Apollodoros, wirst Du nicht warten?« Da blieb ich stehen und erwartete ihn. Und er sagte darauf: »Apollodoros, noch vor kurzem suchte ich Dich, weil ich etwas Näheres zu erfahren wünsche von der Unterhaltung des Agathon und Sokrates und Alkibiades und der übrigen damals bei dem Gastmahl Gegenwärtigen wegen der Liebesreden, wie es mit denen war. Ein anderer hat mir zwar schon davon erzählt, der es von Phoinix, dem Sohn des Philippos, hatte; er sagte aber, Du wissest es auch, und er konnte nichts Ordentliches davon sagen. Also erzähle Du es mirAber wer hat Dir davon erzählt? Etwa Sokrates selbst?« - »Nein, beim Zeus«, sagte ich, »sondern derselbe, von dem es auch Phoinix hat; es war nämlich ein gewisser Aristodemos, ein kleiner Mensch, immer unbeschuht, der war bei der Gesellschaft zugegen gewesen und einer der eifrigsten Verehrer des Sokrates zu damaliger Zeit, wie mich dünkt. Indes, auch den Sokrates habe ich schon nach einigem gefragt, was ich von jenem gehört hatte, und er hat es mir gerade so bestätigt, wie jener es erzählte.« - So gingen wir also und sprachen darüber; daher ich denn, wie schon anfänglich gesagt, nicht unvorbereitet bin. Soll ich es also auch Euch erzählen, so muss ich das wohl tunFreunde : Ja, erzähle uns, was für Reden dort sind gewechselt worden. Apollodoros : Das waren also ungefähr folgende. Oder vielmehr: Lasst mich versuchen, Euch die Sache von Anfang an, wie jener sie mir erzählte, wiederzuerzählen. Er sagte nämlich, Sokrates sei ihm begegnet, gebadet und die Sohlen untergebunden, was er selten tat. Daher habe er ihn gefragt, wohin er denn ginge, dass er sich so schön gemacht hätte. Und jener habe geantwortet: »Zum Gastmahl beim Agathon. Denn gestern am Siegesfest bin ich ihm ausgewichen aus Furcht vor dem Gewühl; ich sagte ihm aber zu, auf heute zu kommen. Und nun habe ich mich so herausgeschmückt, um doch schön zu einem Schönen zu kommen. Aber Du«, setzte er hinzu, »Aristodemos, was hältst Du davon, ungeladen mitzugehen zum Gastmahl?« - Darauf, sprach er, antwortete ich: »Das, was Du wünschst.« . - So ungefähr, sagte er, hätten sie zusammen gesprochen und wären dann gegangen. Als er nun an des Agathon Haus gekommen, habe er die Türe offen gefunden, und es sei ihm drinnen gleich ein Knabe entgegengekommen und habe ihn hingeführt, wo die andern sich niedergelassen. Sobald ihn nun Agathon gesehen, habe er gesagt: »Schön, dass Du kommst, Aristodemos, um mit uns zu essen. Bist Du aber wegen etwas anderem gekommen, so lass das auf ein andermal; denn auch gestern suchte ich Dich, um Dich einzuladen, konnte Dich aber nicht finden. Aber wieso bringst Du uns den Sokrates nicht mit?« - »Darauf«, sprach er, »drehe ich mich um und sehe den Sokrates nirgends nachkommen. Ich sagte also, ich selbst wäre mit dem Sokrates und von ihm geladen hierher zum Mahle gegangen.« - »Sehr wohl«, habe er gesagt, »hast Du daran getan; aber wo ist denn jener?« - »Hinter mir ging er eben herein, und ich wundere mich selbst, wo er wohl sein mag.« - »Willst Du nicht nachsehen, Knabe«, habe darauf Agathon gesagt, »und den Sokrates hereinbringen?« »Du aber, Aristodemos«, habe er gesagt, »lass Dich neben dem Eryximachos nieder.« Hierauf, sagte er, habe Pausanias eine solche Rede begonnen: »Wohlan, Freunde«, habe er gesagt, »wie werden wir nun am behaglichsten trinken? Ich meines Teils erkläre Euch, dass ich mich in Wahrheit ziemlich unwohl befinde vom gestrigen Trinken und einiger Erholung bedarf; und ich glaube, auch die meisten von Euch, denn Ihr wart gestern ebenfalls zugegen.« Also wären alle übereingekommen, es bei ihrem diesmaligen Zusammensein nicht auf den Rausch anzulegen, sondern nur so zu trinken zum Vergnügen. »Nachdem nun dieses schon beschlossen ist«, habe Eryximachos fortgefahren, »dass jeder nur trinken soll, soviel er will, und gar kein Zwang stattfinden, so bringe ich nächstdem in Vorschlag, dass wir uns für heute untereinander mit Reden unterhalten. Auch darüber, mit was für Reden, will ich Euch, wenn Ihr es verlangt, einen Vorschlag tun.« - Darauf hätten alle bejaht, sie wollten das, und ihm aufgetragen, einen Vorschlag zu tun. - »Also«, habe Eryximachos gesagt: »Der Anfang meiner Rede soll mir sein aus des Euripides Melanippe, ›denn nicht mein ist die Rede‹, sondern des Phaidros hier, die ich sprechen will. Phaidros nämlich pflegt unwillig mir zu sagen: ›Ist es nicht arg, o Eryximachos, dass auf alle Götter Lobgesänge und Anrufungen gedichtet sind von den Dichtern, dem Eros aber, einem so großen und herrlichen Gotte, auch nicht einer jemals von so vielen Dichtern, die es gegeben, ein Lobgedicht gesungen hat?‹ . Daher nun wünsche ich teils ihm einen Liebesdienst zu tun und ihm gefällig zu sein, teils auch dünkt mich, dass es gegenwärtig uns, die wir hier zugegen sind, gar wohl gezieme, diesen Gott zu verherrlichen. Ich meine nämlich, es solle jeder von uns rechts herum eine Lobrede auf den Eros vortragen, so schön er nur immer kann, und Phaidros solle zuerst anfangen, da er ja auch den ersten Platz einnimmt und überdies der Urheber ist von der ganzen Sache. Liebe: Ein philosophisches Lesebuch von Kai Buchholz (Herausgeber) ISBN-10 3-442-07756-7 / 3442077567 ISBN-13 978-3-442-07756-4 / 9783442077564

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