Stefan Utsch
Autor von "Der Druide und seine Opfer", "Erz" und "Gräfin Potocki" und weiteren Büchern.
Stefan Utsch wurde am 27. August 1896 in Brachbach / Sieg als eines von acht Kindern einer christlich geprägten und sehr religiösen Familie geboren. Er entstammte einem adligen Geschlecht von bedeutenden Berg- und Hüttenleuten, die zur Zeit der Reformation aus der Steiermark ins Siegerland übersiedelten. Einer seiner Ahnen, Friedrich Wilhelm Utsch, war der Jäger aus Churpfalz, auch Herr der Rheinböller Eisenhütte und des Vorderen Soon genannt. Stefan Utsch betätigte sich schon in jungen Jahren als Schriftsteller. Dabei war er über Jahrzehnte hinweg überaus erfolgreich und anerkannt. Seine Werke wurden stark von seiner Liebe zur Heimat und ihren Traditionen sowie durch seine Erlebnisse als Soldat während der beiden Weltkriege geprägt. Durch die Nationalsozialisten wurde Stefan Utsch u. a. mit Schreib- und seine Verleger mit Veröffentlichungsverboten belegt, was in dieser Zeit wirtschaftliche Schwierigkeiten für ihn und seine Familie zur Folge hatte. Er selbst wurde auch mehrmals verhaftet. Sein Roman "Erz" erreichte bis Mitte der 1950-er Jahre eine Gesamtauflage von etwa 200.000 Exemplaren. Dieser Gruben- und Hüttenroman hat historische Bedeutung. Stefan Utsch schildert darin, z. T. aufgrund eigener Erlebnisse, die Lebens- und Existenzkämpfe eines ganzen Grubendorfes, nämlich seines Heimatdorfes Brachbach. Die Verfilmung dieses Romanes wurde infolge der Ereignisse während der letzten Kriegsjahre nicht mehr abgeschlossen. Weitere bekannte Romane von Stefan Utsch sind u. a. "Der Druide und seine Opfer", "Als die Sterne dunkel wurden" und "Das Feueropfer". Sein vielfältiges literarisches Gesamtwerk umfasst eine große Anzahl von Romanen, Novellen, Erzählungen, Kurzgeschichten, Theaterstücken, Hörspielen und Gedichten.




