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:. Literaturwissenschaft
Ovid.

Mehr von Harzer Friedmann
Harzer, Friedmann:
Ovid. Mit einem Vorwort des Verfassers. einem Personenregister. - (=Sammlung Metzler ; Band 328).

Erstausgabe Stuttgart ; Weimar : Metzler Verlag, 2002. VII, 153 (5) Seiten. 18,4 cm. Taschenbuch. Kartoniert. EAN: 9783476103284 (ISBN: 3476103285)


Sehr guter Zustand. Frisches Exemplar. Wie ungelesen. Die Werke von Ovid haben in der europäischen Kultur-, Kunst- und Literaturgeschichte eine lebhafte Rezeption und Aneignung erfahren. Daher bietet dieser Band nach einer knappen Biografie und der Darstellung der zentralen Werke einen Überblick über die Rezeptionsgeschichte der Werke Ovids. In erster Linie möchte diese Einführung Studierenden und Lehrenden der neueren Literaturwissenschaften Ovids zentrale Texte, wie die Ars Amatoria, die Metamorphosen oder die Tristia, nahe bringen. Neben traditionellen Interpretationsansätzen werden vor allem zwei Tendenzen der jüngeren Forschung thematisiert: die poetologische Interpretation und die Interpretation im Zeichen der Gender Bewegung. - Publius Ovidius Naso, Ovid [?o'vi?t] genannt, (* 20. März 43 v. Chr. in Sulmo; † wohl 17 n. Chr.[1] in Tomis) war ein römischer Dichter. Leben: In den Tristia[2] gibt Ovid den Ort und das Datum seiner Geburt an: den 20. März 43 v. Chr. in Sulmo (heute Sulmona, Mittelitalien, etwa 130 km von Rom entfernt). Somit war er etwas jünger als die anderen bekannten Dichter seiner Zeit und gehörte einer Generation an, die nicht mehr in gleicher Weise vom Schrecken und dem großen Leid der Bürgerkriege geprägt war. Sein Vater war ein wohlhabender Angehöriger des Ritterstandes und wollte, dass Ovid und sein Bruder die Ämterlaufbahn einschlugen. Ovid folgte diesem Wunsch auch zunächst, brach diese Laufbahn aber bald ab und wandte sich der Dichtung zu. Weil man aber in dieser Zeit nicht von der Dichtkunst leben konnte, legte Ovid sich Messalla Corvinus als Mäzen zu. Ovid heiratete in jungen Jahren, jedoch wurden seine erste und auch die zweite Ehe jeweils nach kurzer Dauer geschieden. Erst mit seiner dritten Frau, mit der er eine Tochter hatte, die ihrerseits früh zwei Kinder bekam, blieb er bis zu seinem Lebensende verheiratet. Im Herbst des Jahres 8 n. Chr. hielt sich Ovid auf der Insel Elba auf, als ihn der Beschluss des Kaisers Augustus erreichte, dass er nach Tomis (heute Constan?a in Rumänien) am Schwarzen Meer verbannt wurde. Weder ein Gerichtsverfahren noch ein Beschluss des Senats legitimierten diese Verbannung, wie Ovid später schrieb. Die Verbannung, die über Ovid verhängt wurde, war eine mildere Form, eine relegatio (im Gegensatz zur aquae et ignis interdictio, mit der der Betroffene für vogelfrei erklärt und sein Vermögen konfisziert wurde). Ovid jedoch durfte sein Vermögen und sein Bürgerrecht behalten. Ovid gibt selbst an, dass die Ursache für seine Verbannung carmen et error gewesen seien, ein Gedicht und ein Irrtum. Mit dem Gedicht ist sicher die Ars amatoria gemeint, die dem sittenstrengen Augustus, dem viel an der Wiederherstellung der traditionell-römischen Begriffe von Ehe und Familie lag, ein Dorn im Auge war. Wichtiger muss aber der Irrtum gewesen sein, da die Ars amatoria zum Zeitpunkt der Verbannung bereits einige Jahre alt war. Ovid deutet in seinen Tristia einen weiteren Grund an: Er habe etwas gesehen, was er nicht habe sehen dürfen. Was genau das war, konnte bis heute aber niemand ergründen. Es wird in der Forschung zumeist vermutet, dass er Mitwisser in der Ehebruchsaffäre von Augustus' Enkelin Iulia war. Ovid versuchte viele Jahre lang, den Kaiser zu erweichen und seine Rückberufung zu erreichen, indem er seine Exildichtung nach Rom sandte. Doch sein Bestreben blieb zeitlebens ohne Erfolg. Als Augustus starb, berief auch dessen Nachfolger Tiberius Ovid nicht zurück. Über Ovids Tod ist nicht viel bekannt; da man in seinen Dichtungen aber keine Anspielungen auf Ereignisse nach dem Jahr 17 n. Chr. mehr findet, nimmt man an, dass er kurz darauf verstorben ist. In einem Brief an seine Frau erwähnte er seine schwere Erkrankung. Ihr teilte Ovid auch (wie viele meinen, selbstironisch) die Inschrift mit, die auf seinem Grab stehen sollte: Hic ego qui iaceo tenerorum lusor amorum Ingenio perii, Naso poeta, meo. At tibi qui transis, ne sit grave quisquis amasti, Dicere: Nasonis molliter ossa cubent.[3] Zu deutsch: Ich, der ich hier liege, Naso, der Dichter, Spieler zärtlicher Liebesgeschichten, bin an meinem eigenen Talent zugrunde gegangen. Aber dir, der du vorbeigehst, soll es, wenn du je geliebt hast, nicht schwerfallen zu sagen: Mögen Nasos Gebeine weich ruhen! (Da der lateinische Name Ovidius nicht in das Versmaß des elegischen Distichons passt, nannte er sich in seinen Gedichten immer mit dem Beinamen Naso). In Rumänien gibt es noch heute den Vornamen „Ovidiu“. ... Aus: wikipedia-Ovid
Schlagworte: Ovidius Naso, Publius, Klassische Sprach- und Literaturwissenschaft, Literaturtheorie, Literaturgattungen, Literatursoziologie, Literaturepochen, Literaturrezeption, Sprachwissenschaft, Literaturgeschichte, Literaturwissenschaften, Literaturrecherche, Literaturinterpretation, Hermeneutik

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Petrarca.

Mehr von Hoffmeister Gerhart
Hoffmeister, Gerhart:
Petrarca. Mit einer Vorbemerkung des Verfassers. Mit einer Bibliographie und einem Register. Mit einer Kurzbiografie des Verfassers. - (=Sammlung Metzler ; Band 301).

Erstausgabe Stuttgart ; Weimar : Metzler Verlag, 1997. 175 (1) Seiten. 18,4 cm. Taschenbuch. Kartoniert. EAN: 9783476103017 (ISBN: 3476103013)


Sehr guter Zustand. Frisches Exemplar. Wie ungelesen. - Francesco Petrarca (auch Petrarca oder Petrarch, * 20. Juli 1304 in Arezzo; † 18. Juli 1374 in Arquà Petrarca) war ein italienischer Dichter und Geschichtsschreiber. Leben: Sein Vater, ein Notar, wurde als Papstanhänger aus Florenz verbannt. Mit sieben Jahren folgte Petrarca ihm nach Avignon. Petrarca studierte Jura in Montpellier und Bologna. Er kehrte 1326 nach Avignon zurück. Das Jurastudium brach er ab, erhielt die niederen Priesterweihen und hatte sein neues Domizil in einem Haus in Vaucluse. Petrarca wählte sich den Kirchenvater Augustinus zu seinem Vorbild und versuchte, dessen Lebenswandel nachzueifern. Als sein Vater starb, geriet Petrarca in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Begegnung mit Laura: Am 6. April 1327, nach seiner Angabe ein Karfreitag, tatsächlich aber ein Ostermontag, sah er eine verheiratete Frau, die er Laura nannte. Die Dame war möglicherweise Laura de Noves. Der Eindruck wirkte derartig stark auf ihn, dass er sie zeitlebens verehrte. Als Dichter strebte er nach Ruhm und Lorbeer (lat. laurus) und fand in dieser Frauengestalt eine dauerhafte Quelle seiner dichterischen Inspiration. ... Wirken : Petrarca gilt als (Mit-)Begründer des Humanismus und einer der größten Dichter Italiens. Er wollte die Antike als Ganzes wiederbeleben. Sein Canzoniere, ein Gedichtzyklus von 366 Gedichten, darunter 317 Sonette, in denen er seine reine, ausdauernde Liebe zu Laura besingt, der madonna angelicata, prägte inhaltlich und formal die europäische Lyrik der Renaissance (Petrarkismus). Als Hilfe zum Verständnis des Canzoniere wird oft Petrarcas Traktat Secretum meum angesehen. Dieser ganz im Stil seines großen Vorbildes Cicero abgefasste lateinische Dialog bietet auch einige interessante Anhaltspunkte zu Petrarcas Persönlichkeit. Von großer Bedeutung auch für die Musik waren seine Madrigale als Textvorlagen sowohl für das Trecento-Madrigal wie auch das Madrigal des 16. und 17. Jahrhunderts. Adrian Willaert und Cipriano de Rore hatten sich für ihre schnell als musterhaft rezipierten Madrigale der 1540er Jahre fast ausschließlich Petrarca-Sonette gewählt. Willaert brachte 1559 seine Musica nova mit 22 Madrigalen auf Petrarca-Sonette heraus. Luca Marenzio vertonte ebenfalls Petrarca. Claudio Monteverdi schrieb vier Petrarca-Madrigale. Franz Schubert setzte 1818 drei Sonette Petrarcas in den Übersetzung von August Wilhelm Schlegel und Johann Diederich Gries für Singstimme und Klavier (D 628 - 630). Franz Liszt vertonte 1838-1839 drei Petrarca-Sonette unter dem Titel Tre Sonetti del Petrarca für Singstimme und Klavier (Searle 270, 1-3), sowie 1843-1846 für Klavier (Searle 158). Akos Banlaky vertonte sie im 20. Jahrhundert. Ausgangspunkt für seine Geschichtsschreibung war das Vorbild der Antike. Er versuchte, antike geschichtliche Beispiele auf die Gegenwart anzuwenden (viri illustres). Dabei wählte er die monographische Form oder reflektierte über wichtige Ereignisse (res memorandae). Petrarca verstand die Geschichte als Exemplum. Er nahm auf Moralvorstellungen beruhende Bewertungen vor. Geschichtsschreibung müsse den Menschen ermuntern und ihm Beispiele für sein Handeln geben. Er nahm keine Quellenkritik vor, sondern folgte der Quelle, die ihn am meisten überzeugte. Neu im Sinne eines Aufbruchs in die Renaissance war, dass Petrarca den Menschen in den Mittelpunkt des Weltgeschehens rückt - im Gegensatz zum mittelalterlichen Weltbild, in dem Gott als Weltenlenker fest verankert war. Dieser Perspektivenwechsel beeinflusste die Geschichte der Geschichtsschreibung. ... Aus wikipedia-Petrarca. - - Gerhart Hoffmeister, geb. 1936; 1970 Promotion, Dozent für Germanistik u.a. an der University of Wisconsin (Milwaukee); seit 1979 Professor für Germanistik und (seit 1991) für Komparatistik an der University of California (Santa Barbara); zahlreiche Veröffentlichungen zur deutschen und europäischen Barockliteratur und Romantik.
Schlagworte: Petrarca, Francesco, Romanische Sprach- und Literaturwissenschaft, Italienische Literatur des 14. Jahrhunderts, Landeskunde, Italienische Landschaften, Italienische Kunst, Italien, Italienische Geschichte, Soziale Verhältnisse, Italienische Gesellschaft, Italienerin, Mezzogiorno, Literaturtheorie, Lyrik, Poesie, Germanistik, Lyriktheorie, Gedichte, Literaturwissenschaft, Literaturwissenschaften, , Literaturgattungen, Literatursoziologie, Literaturepochen, Literaturrezeption, Sprachwissenschaft, Literaturgeschichte, Literaturrecherche, Literaturinterpretation, Hermeneutik

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Zeitungsberichte über Musik und Malerei.

Mehr von Heine Heinrich
Heine, Heinrich:
Zeitungsberichte über Musik und Malerei. Herausgegeben und mit einer Einleitung von Michael Mann. Mit Kommentar, Literaturverzeichnis und Personenregister.

Erstausgabe Frankfurt a.M. : Insel-Verlag, 1964. 255 (5) Seiten mit 12 Abbildungen. 19,5 cm. Graues Leinen mit Kopffarbschnitt, Lesebändchen ohne Schutzumschlag.


Sehr guter Zustand. - Christian Johann Heinrich Heine (* 13. Dezember 1797 als Harry Heine in Düsseldorf; † 17. Februar 1856 in Paris) war einer der bedeutendsten deutschen Dichter, Schriftsteller und Journalisten des 19. Jahrhunderts. Heine gilt als „letzter Dichter der Romantik“ und gleichzeitig als ihr Überwinder. Er machte die Alltagssprache lyrikfähig, erhob das Feuilleton und den Reisebericht zur Kunstform und verlieh dem Deutschen eine zuvor nicht gekannte elegante Leichtigkeit. Die Werke kaum eines anderen Dichters deutscher Sprache wurden bis heute so häufig übersetzt und vertont. Als kritischer, politisch engagierter Journalist, Essayist, Satiriker und Polemiker war Heine ebenso bewundert wie gefürchtet. Wegen seiner jüdischen Herkunft und seiner politischen Einstellung wurde er immer wieder angefeindet und ausgegrenzt. Die Außenseiterrolle prägte sein Leben, sein Werk und dessen wechselvolle Rezeptionsgeschichte. ... Aus wikipedia-Heinrich_Heine.
Schlagworte: a Sprach- und Literaturwissenschaft, a Schöne Literatur, Historische Reisebeschreibung / Europa. 19. Jahrhundert, Literaturtheorie, Literaturgattungen, Literatursoziologie, Literaturepochen, Literaturrezeption, Sprachwissenschaft, Literaturgeschichte, Literaturwissenschaft, Literaturwissenschaften, Literaturrecherche, Literaturinterpretation, Hermeneutik, Deutsche Literatur des 19. Jahrhunderts, Germanistik, Literaturkritik, Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft, Ortskunde, Landesgeschichte, Landeskunde, Reisen, Kultur, Reisebeschreibungen, Tourismus, Reisebücher, Reiseführer, Geographie, Heimatkunde, Länderkunde, Paris, Kulturgeschichte, Völkerkunde, Volkskunde, Fremde Kulturen, Lyrik, Poesie, Lyriktheorie, Gedichte, Rezeptionsanalyse

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Stoffe der Weltliteratur.

Mehr von Frenzel Elisabeth
Frenzel, Elisabeth:
Stoffe der Weltliteratur. Ein Lexikon dichtungsgeschichtlicher Längsschnitte. Mit einem Vorwort der Verfasserin. - (=Kröners Taschenausgabe, Band 300).

5., überarbeitete Auflage Stuttgart : Kröner Verlag, 1981. XVI, 799 (5) Seiten. 17,8 cm. Blaues Leinen mit Schutzumschlag. EAN: 9783520300072 (ISBN: 3520300079)


Sehr guter Zustand. Frisches Exemplar. Wie ungelesen. Seit seinem ersten Erscheinen 1962 hat sich dieses bis heute konkurrenzlose Lexikon als zuverlässiges, hochinformatives und für jeden literarisch Interessierten aufschlußreiches Nachschlagewerk bewährt. Es stellt in 300 Artikeln literarisch fruchtbar gewordene Stoffe vor, benennt ihren Ursprung und verfolgt ihre Ausgestaltungen, ihre Um- und Abwandlungen in allen Gattungen der Weltliteratur von der ersten Erwähnung bis zur Gegenwart. Für die 5. Auflage wurden die Artikel sowohl um eine Vielzahl von Hinweisen auf neue literarische Stoffbearbeitungen als auch um zusätzliche Angaben von Sekundärliteratur ergänzt. - Elisabeth Frenzel (geb. Lüttig-Niese; * 28. Januar 1915 in Naumburg an der Saale) ist eine deutsche Literaturwissenschaftlerin. ... Bedeutung für die Erzählforschung: Frenzels Bedeutung für die deutschsprachige Erzählforschung nach 1960 ist unbestritten, auch wenn sie einen literaturwissenschaftlichen Zugang zu Motiven und Stoffen wählte. Die genannten Nachschlagewerke werden dankbar benutzt, und wer die in den deutschsprachigen Ländern lange in Verruf geratene literaturwissenschaftliche Motiv- und Themenforschung methodisch fundiert betreiben möchte, findet in den programmatischen Schriften Frenzels viele Anregungen. In der volkskundlich-folkloristisch orientierten Enzyklopädie des Märchens, die – nicht unumstritten – auch lebende Autoren würdigt, verfasste Gero von Wilpert (Sydney) einen huldigenden Artikel über Frenzel, der zwar die Berücksichtigung der Volksliteratur in ihrem Werk lobt und die internationale Anerkennung der Stoff- und Motivforschungen Frenzels unterstreicht, aber nicht auf die NS-Zeit oder das Thema der Dissertation eingeht. ... Aus: wikipedia-Elisabeth_Frenzel
Schlagworte: Allgemeine und Vergleichende Sprach- und Literaturwissenschaft, Nachschlagewerke, Bibliographien, Literaturtheorie, Literaturgattungen, Literatursoziologie, Literaturepochen, Literaturrezeption, Sprachwissenschaft, Literaturgeschichte, Literaturwissenschaften, Literaturrecherche, Literaturinterpretation, Hermeneutik, Lexika, Wissen, Wissenschaft, Kulturgeschichte, Lexikon, Literarischer Stoff / Lexikon, Wörterbuch ; Stoff (Literatur) / Wörterbücher, Lexika, Allgemeine und Vergleichende Sprach- und Literaturwissenschaft

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Aussenseiter.

Mehr von Mayer Hans
Mayer, Hans:
Aussenseiter. Mit Anmerkungen und Personenregister.

Limitierte Sonderausgabe Frankfurt am Main : Suhrkamp Verlag, 1977. 508 (4) Seiten. 20 cm. Einband: Willy Fleckhaus. Illustrierte Originalbroschur. ISBN: 351809372X (EAN: 9783518093726 / 978-3518093726)


Guter Zustand. - Hans Mayers Außenseiter ist eine profunde und scharfsichtige Analyse eines jahrhundertealten, bis heute wirksamen Komplexes: der mangelnden Emanzipation von Frauen, Homosexuellen und Juden. Seine Ausgangsthese belegt Mayer an der Aufklärung liebstem Kind: der Literatur. Ihre Figuren wie auch die Biographien ihrer Schöpfer belegen, daß die Forderung nach der allgemein menschlichen Gleichheit zum Luftschloß wurde. Außenseiter ist vor allem der Versuch eines brillanten Essayisten, Geschichte als Prozeß greifbar zu machen, der auf uns alle einwirkt, zu dem uns nur allzuoft das Bewußtsein fehlt. Von der internationalen Presse ausnahmslos gefeiert, hat Mayers 1975 erschienenes Opus magnum bis heute nichts an intellektueller Faszination und Aktualität verloren. ... - - - Hans Mayer (* 19. März 1907 in Köln; † 19. Mai 2001 in Tübingen) war ein deutscher Literaturwissenschaftler. Auch als Kritiker, Schriftsteller und Musikwissenschaftler fand er internationale Anerkennung. Zudem war Mayer Jurist und Sozialforscher. Leben: Hans Mayer stammte aus einer großbürgerlichen jüdischen Familie. Er besuchte das Schiller-Gymnasium in Ehrenfeld[1]. In seiner Jugend wurde er von den frühen Schriften Karl Marx' und von den Arbeiten Georg Lukács' beeinflusst. Er verstand sich als Sozialist und Marxist. Mayer studierte Rechts- und Staatswissenschaft, Geschichte und Philosophie in Köln, Bonn und Berlin und promovierte 1930 über Die Krise der deutschen Staatslehre. Gleichzeitig schloss er sich der SPD an und arbeitete an der Zeitschrift Der Rote Kämpfer mit. Ende 1931 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern der SAPD, aus der er ein Jahr später wegen seiner Sympathie zur KPD-O wieder ausgeschlossen wurde. Da er Jude und Marxist war, erhielt er im Juli 1933 ein Berufsverbot. Mayer floh im August nach Frankreich, wo er kurzzeitig als Chefredakteur der Neuen Welt, der Tageszeitung der KPO-Elsass, fungierte. 1934 übersiedelte er nach Genf. Hier erhielt er als Sozialforscher Arbeitsaufträge von Hans Kelsen und Max Horkheimer. 1935 verließ er die KPD-O. Carl Jacob Burckhardt beeinflusste in dieser Zeit seine literaturwissenschaftlichen Vorstellungen. Von 1937 bis 1939 war Mayer Mitglied des von Georges Bataille, Michel Leiris und Roger Caillois 1937 gegründeten Collège de Sociologie (vgl. Moebius 2006). Dort hielt er einen Vortrag über die politischen Geheimbünde in der Deutschen Romantik und zeigte auf, wie diese Nazisymbolik vorwegnahmen. Andere Exilanten am Collège waren Walter Benjamin und Paul L. Landsberg. Nach Kriegsende kehrte Mayer 1945 nach Deutschland zurück. Die US-amerikanische Verwaltung ernannte ihn zum Kulturredakteur der dpa-Vorgängerin Deutsche Nachrichten-Agentur DENA und später zum politischen Chefredakteur von Radio Frankfurt. 1948 ging er mit seinem Freund Stephan Hermlin in die Sowjetische Besatzungszone (SBZ). In Leipzig nahm er eine Professur für Literaturwissenschaft an und wurde zu einem einflussreichen Kritiker der neueren deutschen Literatur. Es war ihm möglich, zwischen der ost- und der westdeutschen Welt zu wechseln. Im Osten wirkte er durch seine Vorlesungen und Gesprächskreise, in Westdeutschland wurde er zu einem gern gesehenen Gast bei den Tagungen der Gruppe 47. Mayer stand in dieser Zeit auch mit Bertolt Brecht in Kontakt. Ab 1956 war sein Verhältnis zu den Machthabern der DDR von immer stärker werdenden Reibereien geprägt. 1963 kehrte Mayer nach einem Verlagsbesuch in Tübingen nicht in die DDR zurück. 1965 wurde er auf einen neu eingerichteten Lehrstuhl für deutsche Literatur an der Universität Hannover berufen. Diesen hatte er bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1973 inne. Danach lebte Mayer als Honorarprofessor in Tübingen. Im Alter verließen ihn seine Sehkräfte. Da es ihm noch möglich war, seine Texte zu diktieren, konnte er dennoch noch lange publizistisch tätig bleiben. Hans Mayer starb zwei Monate nach seinem 94. Geburtstag in Tübingen. Sein Grab befindet sich auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin. Werk: Das Werk Hans Mayers umfasst mehr als vierzig Bände. Mayer befasste sich in seinen Untersuchungen zur Literaturgeschichte u.a. mit Büchner, Thomas Mann, Montaigne, Robert Musil, James Joyce, Uwe Johnson, Günter Grass und Hans Henny Jahnn. 1935 begann er im Exil mit den Vorarbeiten für sein großes Werk über Georg Büchner. Diese Arbeit wurde später von der Universität Leipzig als Habilitationsschrift anerkannt. 1962 brachte er die Aufsatzsammlung Zur deutschen Literatur der Zeit heraus. 1986 ließ er diesem Band das Buch Das unglückliche Bewusstsein - Zur deutschen Literaturgeschichte von Lessing bis Heine folgen. Unter dem Titel Ein Deutscher auf Widerruf veröffentlichte er 1982 seine zwei Bände umfassenden Memoiren. Die 1975 erschienene Untersuchung Außenseiter wird von manchen als sein Hauptwerk betrachtet. In diesem Band beschäftigt er sich mit der literarischen Darstellung dreier Gruppen, die in der Geschichte häufig diskriminiert wurden: Frauen, männliche Homosexuelle und Juden. Als Jude und Homosexueller hatte er einschlägige Erfahrungen gesammelt. Der Turm von Babel aus dem Jahr 1991 ist ein Nachruf auf die DDR. Als Kernsatz wird häufig gesehen: „Das schlechte Ende widerlegt nicht einen möglicherweise guten Anfang“. Die DDR war für ihn über lange Zeit hinweg der bessere der beiden deutschen Staaten gewesen. Sein letztes Buch sind die Erinnerungen an Willy Brandt von 2001. Rezeption: Bei Würdigungen der Arbeit Mayers werden häufig diese Punkte hervorgehoben: Mitten in der Zeit des Stalinismus verteidigte er Autoren wie Kafka, Proust, James Joyce und Ernst Bloch. In seinen Vorlesungen war es ihm wichtig, Literatur immer wieder daraufhin zu untersuchen, ob sie geeignet sei, Humanität zu fördern. Seine besondere Aufmerksamkeit für die Unbotmäßigen und Außenseiter wird besonders herausgehoben. Mayer war für manche junge Autoren ein wichtiger Förderer, etwa für Uwe Johnson. Hans Mayer ist Ehrenbürger der Stadt Leipzig, Ehrendoktor der Universitäten in Brüssel, Wisconsin und Leipzig, Ehrenprofessor der Universität Peking, Träger des Nationalpreises der DDR sowie des Großen Verdienstkreuzes mit Stern und Schulterband der Bundesrepublik Deutschland. Beim einem Empfang ehemaliger Tübinger Juden im Rathaus erhielt Professor Hans Mayer 1987 die Bürgermedaille der Stadt Tübingen.[2] Er wurde 1965 mit dem Deutschen Kritikerpreis und 1988 mit dem Ernst-Bloch-Preis geehrt. Er war Mitglied der Akademie der Künste Berlin und Ehrenmitglied der Sächsischen Akademie der Künste. ... Hans Mayer gehört mit Walter Benjamin, der ebenfalls mit ihm am Collège de Sociologie war, und einigen anderen zu den wichtigsten Literaturkritikern des 20. Jahrhunderts. ... Aus: wikipedia-Hans_Mayer_(Literaturwissenschaftler)
Schlagworte: Außenseiter <Motiv>, Literaturtheorie, Literaturgattungen, Literatursoziologie, Literaturepochen, Literaturrezeption, Sprachwissenschaft, Literaturgeschichte, Literaturwissenschaft, Literaturwissenschaften, Literaturrecherche, Literaturinterpretation, Hermeneutik, Literatursoziologie, Heinrich Heine, Johann Johann Wolfgang von Goethe, Marcel Proust, Friedrich von Schiller, William Shakespeare, Judaica, Jüdische Literatur, Literaturgeschichte, Theater, Drama, Dramen

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Nachrichten von Büchern und Menschen 1.

Mehr von Schmidt Arno
Schmidt, Arno:
Nachrichten von Büchern und Menschen 1. Zur Literatur des 18. Jahrhunderts. Dialog-Essays von Arno Schmidt über Brockes, Schnabel, Klopstock, Wezel, Wieland, Moritz, Herder und Cooper. - (=Fischer Taschenbuch, Band 1164).

2. Auflage. 18. - 22. Tausend Frankfurt am Main, Fischer Taschenbuch Verlag, 1977. 222 (2) Seiten. 18 cm. Umschlagentwurf: Jan Buchholz und Reni Hinsch unter Verwendung eines Fotos. Taschenbuch. Kartoniert. ISBN: 3436013366 (EAN: 9783436013363 / 978-3436013363)


Lesetipp des Bouquinisten! Guter Zustand. Seiten papierbedingt leicht gebräunt. Arno Schmidts unsterbliche "Nachtprogramme" ersetzen auf unterhaltsame Weise ein halbes Germanistik-Studium. - Arno Otto Schmidt (* 18. Januar 1914 in Hamburg-Hamm; † 3. Juni 1979 in Celle) war ein deutscher Schriftsteller der Nachkriegszeit. Seinen ersten Erzählungsband veröffentlichte Schmidt 1949. Für die darin enthaltene Erzählung Leviathan oder Die beste der Welten erhielt er den Akademie-Preis der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur. Dieser Erfolg ermöglichte es Schmidt, fortan als freier Schriftsteller in Gau-Bickelheim, Kastel an der Saar und später in Darmstadt zu leben. Er entwickelte einen expressionistischen, experimentellen Stil, indem er sich intensiv mit James Joyce befasste. Seine Werke der 1950er-Jahre waren geprägt von seiner Gegnerschaft gegen das restaurative Deutschland der Adenauer-Ära und zeigten bei allem Sprachwitz eine von Anfang an pessimistische Weltsicht. Seit 1958 wohnte Schmidt im Heidedorf Bargfeld bei Celle, wo alle seine späteren Werke entstanden. Dazu zählt auch Schmidts monumentales Hauptwerk Zettel’s Traum, in dem er sich auf 1331 dreispaltig beschriebenen DIN-A3-Seiten, von Schmidt Zettel genannt, mit dem amerikanischen Schriftsteller Edgar Allan Poe befasste. Schmidt, der anfangs keine hohen Auflagen mit seinen Büchern erzielte, erarbeitete über viele Jahre auch Übersetzungen englischer und amerikanischer Autoren. Mit Radio-Essays belebte er das Interesse für in Vergessenheit geratene deutsche Schriftsteller wie Johann Gottfried Schnabel oder Friedrich de la Motte Fouqué, über den er eine akribisch erarbeitete Biografie verfasste. ... Aus: wikipedia--Arno_Schmidt
Schlagworte: Deutsche Literatur der 60 er Jahre, Deutsche Literatur der 60-er Jahre, Literaturtheorie, Germanistik, Literaturkritik, Literaturgattungen, Literaturepochen, Literaturrezeption, Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft, Literaturgeschichte, Literaturwissenschaften, Deutsche Literatur der sechziger Jahre, Literatursoziologie, Sprachwissenschaft, Literaturrecherche, Literaturinterpretation, Hermeneutik

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Das Bildnis des Dichters.

Mehr von Petzet Heinrich Wiegand
Petzet, Heinrich Wiegand:
Das Bildnis des Dichters. Paula Becker-Modersohn und Rainer Maria Rilke. Eine Begegnung. Mit einem Nachwort des Verfassers. Mit Anmerkungen und zu den Bildern.

Erstausgabe Frankfurt a.M., Societäts-Verlag, 1957. 204 (4) Seiten. Mit: 7 farbige Tafeln, 5 Kunstdruckblätter und 2 Faksimiles. Schutzumschlag und Einband: Rudolf Seeland. 21 cm. Gelbes Leinen mit goldgeprägten Rückentiteln, Kopffarbschnitt, Lesebändchen und Schutzumschlag.


Sehr guter Zustand. - Modersohn-Becker, Paula, geborene Becker, Malerin, *Dresden 8.2. 1876, Worpswede 20.11. 1907; seit 1901 mit O. Modersohn; kam 1898 nach Worpswede; seit 1900 Aufenthalte in Paris. In ihren Bildern (v.a. Frauen, Kinder, Selbstbildnisse, Stillleben) suchte sie das Ursprüngliche in Menschen und Dingen zu erfassen. Ihre Ausdrucksmittel sind durch starke Formvereinfachungen und flächenhafte Farbwirkungen gekennzeichnet. (c) Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG, 2004
Schlagworte: Literaturtheorie, Lyrik / Poesie, 20. Jahrhundert, Kunst 20. Jahrhundert, Literarische Porträts, Kunsthistoriker, Biografien Biografie Biographien Biographie, Kunst 19. Jahrhundert, Literaturgattungen, Kunstliteratur, Kunstwissenschaft, Literatursoziologie, Literaturepochen, Kunstmonographien, Worpswede, Literaturrezeption, Literaturgeschichte, Literaturwissenschaft Literaturwissenschaften, Kunstgeschichte, Kunsttheorie, Kunstwerk Kunstwerke, Literaturrecherche, Literaturinterpretationen, Lyriker, Rodin, Auguste, Literaturkanon, Lyrik / Länder, Gebiete, Völker // Deutschland, Kunstepochen

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Über Ror Wolf.

Mehr von Baier Lothar
Baier, Lothar:
Über Ror Wolf. Herausgegeben und mit einem Nachbemerkung von Lothar Baier. Mit Zeittafel, Werkverzeichnis und Bibliographie der Arbeiten über Ror Wolf. - (=edition suhrkamp, es 559).

Erstausgabe Frankfurt am Main, Suhrkamp Verlag, 1972. 175 (15) Seiten. 17,7 cm. Gesamtausstattung: Willy Fleckhaus. Taschenbuch. Kartoniert.


Guter Zustand. Umrahmt von einem Text von und einem Gespräch mit Ror Wolf, dokumentieren 14 Beiträge die Geschichte der frühen Rezeption des Autors. - Ror Wolf; ursprünglich: Richard Georg Wolf, Pseudonym: Raoul Tranchirer (* 29. Juni 1932 in Saalfeld/Saale, Thüringen) ist ein deutscher Schriftsteller und Künstler. Leben: Nach dem Abitur im Jahre 1951 wurde Wolf die Aufnahme eines Studiums wegen seiner bürgerlichen Herkunft verweigert. Er war zwei Jahre als Bauarbeiter tätig, bevor er im Juli 1953 die DDR verließ und in den Westen ging. In Stuttgart war er zunächst ein Jahr als Hilfsarbeiter tätig. Wolf schrieb sich dann an der Universität Frankfurt am Main zum Studium der Literatur, Soziologie sowie Philosophie ein und begann bald, in der Studentenzeitung Diskus Prosa, Lyrik und Bildcollagen, aber auch Literatur-, Theater- und Jazz-Kritiken zu publizieren. Wolf wurde Feuilletonredakteur beim Diskus und später Literaturredakteur beim Hessischen Rundfunk; seit 1963 ist er freier Schriftsteller. In Frankfurt gehörte Wolf zum Freundeskreis der Fotografin Abisag Tüllmann. Ror Wolf lebt und arbeitet nach über dreißig Umzügen in Mainz. Der Künstlername setzt sich zusammen aus dem Buchstaben R von Richard und or in Georg; das Pseudonym Tranchirer entwickelte er aus dem rückwärts gesprochenen Vornamen: Drahcir tranchir = Tranchirer (Zerschneider). Wolfs Laufbahn als Autor begann 1958 mit Veröffentlichungen im Diskus. 1964 erschien sein erster Roman Fortsetzung des Berichts, der als eines der wenigen Beispiele für einen deutschsprachigen Nouveau roman gewertet werden kann und eine intensive Auseinandersetzung mit dem Buch Der Schatten des Körpers des Kutschers von Peter Weiss erkennen lässt. In der Folge baute Wolf seine an Samuel Beckett, Franz Kafka und Robert Walser geschulte Prosa weiter aus, die schnell zu einem ebenso kunstvollen wie unverwechselbaren Ton findet; es erschienen Bücher wie Pilzer und Pelzer (1967) und Die Gefährlichkeit der Großen Ebene (1976). Später tritt in Nachrichten aus der bewohnten Welt (1992) und Zwei oder drei Jahre später (2003) eine radikale Verdichtung bei gleichzeitiger äußerer Verknappung seiner Prosa ein. Dabei sind Einflüsse aus Surrealismus, Phantastik, Abenteuer- und Kriminalliteratur ebenso nachweisbar wie humoristische und erotische Motive, die seine Bücher bei allem literarischen Anspruch ausgesprochen unterhaltsam machen. Dies gilt insbesondere für die in Aussichten auf neue Erlebnisse (1996) und Pfeifers Reisen (2007) gesammelten Gedichte. Wolfs Thema ist eine spielerisch-abgründige Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit, die bei ihm nur als hochmelodiöser Wortraum existiert. Trotzdem handelt es sich bei seinen Büchern, die die Grenzen traditioneller Erzählmuster souverän überwinden, keineswegs um Sprachspiele ohne Realitätsbezug. Wie viel Wirklichkeit sich mit dem Wolfschen Verfahren abbilden lässt, zeigen gerade die populären Fußballbücher und die dazugehörenden Radio-Collagen sehr deutlich: „Die Welt ist zwar kein Fußball, aber im Fußball, das ist kein Geheimnis, findet sich eine ganze Menge Welt“ (RW). Wolf fasziniert das, was hinter dem Fußball steht, was durch ihn erkennbar wird und sich durch ihn darstellen lässt – z.B. zwei völlig unterschiedliche Weisen, ein und dasselbe Spiel zu kommentieren (vgl. das Hörspiel Córdoba Juni 13.45 Uhr, 1979). In diesem Sinn hat er zahlreiche Arbeiten aus aufgefundenen O-Tönen von Journalisten und Fans montiert. – Seit 1969 konnte sich Ror Wolf auch als Verfasser von Rundfunkarbeiten einen Namen machen. Leben und Tod des Kornettisten Bix Beiderbecke aus Nordamerika (1986) wird 1988 mit dem Hörspielpreis der Kriegsblinden ausgezeichnet und gilt dank zahlreicher Ausstrahlungen als eines der erfolgreichsten deutschen Hörspiele. Ror Wolf ist auch bildender Künstler. Seit den frühen sechziger Jahren verfertigt er – hierin Max Ernst, aber auch Peter Weiss vergleichbar – surrealistische Collagen mit Materialien aus der Gründerzeit, die er alten Lexika, Zeitschriften und Benimmratgebern entnimmt. Ergänzt von entsprechenden Textkonzentraten, bilden die solchermaßen gewonnenen Motive die Enzyklopädie für unerschrockene Leser, die es seit 1983 auf sechs Bände gebracht hat und sich als Parodie auf Gelehrsamkeit, Autorität und positivistische Welterkennungsstrategien lesen lässt. Ror Wolf ist Ehrenspielführer der 2005 gegründeten Autorennationalmannschaft Autonama. Im April 2006 kündigte Wolf in einem Interview in der taz an, sein Tonarchiv, das er bei der Arbeit zu den Radiocollagen angelegt hatte, vernichten zu wollen: „Ich muss. Wo soll es hin? Ich werde mich nicht mehr damit beschäftigen. Ich könnte es zusammen mit meinem anderen Nachlass nach Marbach ins Deutsche Literaturarchiv geben, aber was sollen die damit machen? Ich habe sehr viel weiterzugeben, ich muss mich aus Platzgründen zwischen den einzelnen Teilen entscheiden.“[2] Dazu kam es dann aber doch nicht. Ende 2007 wurde dem Deutschen Literaturarchiv Marbach ein erstes Konvolut mit frühen Manuskripten und Korrespondenz überlassen. Teile des Vorlasses sind im Literaturmuseum der Moderne in Marbach in der Dauerausstellung zu sehen.[3] Dem Südwestrundfunk überließ er die mit der wissenschaftlichen Erschließung abgestimmte radiophone Nutzung. Daraus entstand das Hörspiel Angriff ist die beste Verteidigung – ein von Ror Wolf vorgelassenes Hörspiel von Hermann Bohlen, Erstsendung in SWR2 am 3. Juli 2009. 2011 und 2012 veröffentlichte die Frankfurter Allgemeine Zeitung mehrere Collagen sowie Ausschnitte aus dem unveröffentlichten Roman Neunundzwanzig Versuche, die Welt zu verschlingen. 2015 erschienen, ebenfalls in der FAZ, einige Folgen seiner Collagen zu Ror Wolfs gereimte Welten und zu dem neuen Werk Ror Wolf: Die plötzlich hereinkriechende Kälte im Dezember. ... Aus: wikipedia-Ror_Wolf.
Schlagworte: Literaturtheorie, Literaturgattungen, Literatursoziologie, Literaturepochen, Literaturrezeption, Sprachwissenschaft, Literaturgeschichte, Literaturwissenschaft, Literaturwissenschaften, Literaturrecherche, Literaturinterpretation, Hermeneutik,

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Gott-Essen.

Mehr von Kott
Kott, Jan:
Gott-Essen. Interpretation griechischer Tragödien. Autorisierte Übertragung nach dem polnischen Manuskript. Aus dem Polnischen von Peter Lachmann. Aus dem Inhalt: Vorbemerkung zur deutschen Ausgabe / Prometheus der Weltsäule / Die dreifach betrogene Aias oder der absurde Heroismus / Die Gesichter des Harakles oder der Zerbrochene Mythos / Die verschleierte Alkestis / Das Gott-Essen oder die Bakchen / Appendix. Orestens, Elektra, Hamlet. mit Anmerkungen und einer Nachbemerkung des Übersetzers.

Deutsche Erstausgabe München, Zürich : Piper Verlag, 1975. 326 (2) Seiten. 19 cm. Schutzumschlag: Werner Rebhuhn. Englische Broschur. EAN: 9783492021081 (ISBN: 3492021085)


Sehr guter Zustand. Nach Shakespeare heute schrieb Kott über die griechische Tragödie und suchte in ihr ebenfalls nach der Gegenwärtigkeit der Texte. »Mitte der 70er Jahre, als Kott schon emigriert war und als Professor für vergleichende Literaturwissenschaft in den USA lehrte, fügte er Shakespeare heute ein Buch über die Gegenwärtigkeit der griechischen Tragödie hinzu. Auch dieses Buch, das seine Wirkung bis heute hat, besticht durch den Vorzug, uns die Erfahrungswelt einer fremd gewordenen Literatur zu erschließen. Die griechische Tragödie war bei Jan Kott vor allem eine Absage an das Einverstandensein mit dieser Welt und mit denjenigen, die sie errichtet haben und sie regieren: die Götter und die Machthaber.« (Alfred Pfoser, Salzburger Nachrichten). - Jan Kott (* 27. Oktober 1914 in Warschau; † 22. Dezember 2001 in Santa Monica, Kalifornien) war ein polnischer Kritiker und Autor: Professur und Exil: Jan Kott war einer der wesentlichen europäischen Theatertheoretiker der Gegenwart, spezialisiert auf die Interpretation von Shakespeare-Dramen, wobei Shakespeare heute von 1965 zu den Standardwerken der modernen Shakespeareforschung gehört. Im Zweiten Weltkrieg überlebte er das Warschauer Ghetto mit Hilfe von Freunden. Seit 1949 war Jan Kott Professor für Literaturwissenschaft, 1957 trat er aus der Kommunistischen Partei aus. Als engagierter Publizist unterschrieb er 1964 den von 34 Intellektuellen verfassten Brief gegen die Zensur und die Einschränkung der kreativen Freiheiten. 1968 wurde er aus der Warschauer Universität ausgeschlossen und sah sich fortan persönlichen Angriffen ausgesetzt. Jan Kott emigrierte in die Vereinigten Staaten und erhielt dort eine Professur. Theatertheorie: Beeindruckt durch eine 1955 in Paris gesehene Shakespeare-Inszenierung von Peter Brook begann für ihn eine neue Lesart der Klassiker. Dabei halfen ihm seine persönliche Erfahrungen. 1965 fasste er seine Shakespeare-Skizzen in einem Buch zusammen. Dieses Werk machte ihn weltweit bekannt und wurde zum meistgelesenen literarisch-kritischen Werk eines polnischen Intellektuellen. Für das Theater von London bis Tokio waren seine Shakespeare-Interpretationen bahnbrechend. Damit hat er weltweit die dramaturgischen Konzepte zahlreicher Gegenwarts-Inszenierungen nachhaltig geprägt und noch heute fließen diese ungenannt in jede Shakespeare-Inszenierung mit ein. Jan Kott interpretierte den elisabethanischen Dramatiker mit Blick auf die existenziell-politischen Erfahrungen des 20. Jahrhunderts. Shakespeare, Ionesco und Beckett stellt er der Problematik totalitärer Staaten gegenüber. Der Exil-Pole Jan Kott lehrte an den Universitäten Yale und Berkeley. Er starb 2001 mit 87 Jahren. ... wikipedia-Jan_Kott
Schlagworte: Griechenland ; Tragödie / Geschichte ; Interpretation ; Äschylus / Literatur über die Werke ; Sophokles / Literatur über die Werke ; Euripides / Literatur über die Werke ; Griechische Literatur ; Tragödie, a Sprach- und Literaturwissenschaft, a Religion, Theologie, Literaturtheorie, Literaturgattungen, Literatursoziologie, Literaturepochen, Literaturrezeption, Sprachwissenschaft, Literaturgeschichte, Literaturwissenschaften, Literaturrecherche, Literaturinterpretation, Hermeneutik, Literaturtheorie, Theatertexte, Theaterwissenschaft, Theaterwissenschaften, Theatergeschichte, Theaterstücke, Dramatiker, Theatertheorie, Dramaturgie, Dramentheorie, Dramatik, Schauspiel, Schauspieler, Theater, Kulturgeschichte, Altertum, Griechische Philosophie, Sagen, Geschichtsschreibung, Altphilologie, Politik, Geschichtswissenschaft, Historische Bildung, Althistoriker, Archäologie, Antike

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Warum schriftlos leben.

Mehr von Grünbein Durs
Grünbein, Durs:
Warum schriftlos leben. Aufsätze. - (=Edition Suhrkamp, es 2435).

2. Auflage Frankfurt am Main : Suhrkamp Verlag, 2004. 117 (11) Seiten mit einem Titelporträt. 17,8 cm. Taschenbuch. Kartoniert. EAN: 9783518124352 (ISBN: 3518124358)


Guter Zustand. In den neun Aufsätzen bzw. Reden dieses Bandes umkreist Durs Grünbein Voraussetzungen, Bedingungen und Folgen des Schreibens. - Durs Grünbein, 1962 in Dresden geboren, der u. a. mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnete Dichter und Essayist, gehört zu den bedeutendsten Autoren seiner Generation. Der Dialog mit den Naturwissenschaften und den Künsten ist von Anbeginn Thema seines Schreibens. Durs Grünbein befasst sich mit Fotografen wie Jeff Wall, William Eggleston oder Sternfeld, mit Künstlern wie Francis Bacon, Chardin, Cezanne, Ilya Kabakow, Hermann Nitsch u. a., er befragt sie nach ihrem Verhältnis zur Zeit, zum Körper und zur Geschichte. 2005 erhielt er den "Friedrich Hölderlin-Preis" und 2006 wurde Durs Grünbein mit dem "Pier Paolo Pasolino Preis", dem internationalen Lyrikerpreis, ausgezeichnet.
Schlagworte: Literaturproduktion ; Aufsatzsammlung; Poetik ; Aufsatzsammlung, Allgemeine und Vergleichende Sprach- und Literaturwissenschaft, Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft, Literaturtheorie, Literaturgattungen, Literatursoziologie, Literaturepochen, Literaturrezeption, Sprachwissenschaft, Literaturgeschichte, Literaturwissenschaften, Literaturrecherche, Literaturinterpretation, Hermeneutik

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