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Lemke, Michael

Vor der Mauer Berlin in der Ost-West-Konkurrenz 1948 bis 1961 (Gebundene Ausgabe)


Reihe: Zeithistorische Studien 48

Böhlau-Verlag GmbH, Böhlau Köln, Juni 2011


671 S. - Sprache: Deutsch - Mit ca. 150 s/w-Abbildungen auf Tafeln - 238x163x53 mm

ISBN: 3412206725 EAN: 9783412206727

Das geteilte, bis zum Mauerbau aber noch offene Berlin war im Kalten Krieg der Schauplatz einer in dieser Unmittelbarkeit einzigartigen Systemkonkurrenz. Der Zeithistoriker Michael Lemke untersucht, mit welchen Absichten diese Rivalität von Ost- und West-Berlin in Gesellschaft und Politik gestaltet wurde, wie sie den Alltag der Sektorenstadt beeinflusste und wie deren Bewohner darauf reagierten. Auf breiter Quellenbasis belegt der Autor, dass dieser politische, soziale und kulturelle Wett­bewerb paradoxerweise mehr zum Erhalt als zur Auflösung der traditionellen Berliner Verflechtungen beitrug. Er schildert die Befindlichkeiten der politischen Kontrahenten und der vom Konflikt Betroffenen sowie die Kontaktversuche in der geteilten Stadt und die damit verbundenen Skurrilitäten. Wie er zeigen kann, wurden die vielfältigen innerstädtischen Beziehungen in der zweiten Hälfte der 1950er-Jahre für die SED ein eigenständiges Motiv zum Bau der Mauer.


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Inhaltsverzeichnis

Einleitung 1. Ausgangslage und Ziele der Arbeit 2. Gestaltungsprinzipien und Methoden 3. Inhaltliche Probleme und Thesen 4. Anmerkungen zu Forschungsstand und Quellenlage I. Politik 1. Das gespaltene Berlin zwischen Realität und Wahrnehmung 1.1 Der "politische Sinn" des geteilten Berlin 1.1.1 Die politisch-rechtliche Situation 1.1.2 Konkurrierende Ansprüche 1.1.3 Berlin als "Schaufenster" 1.1.4 Revolutionäre oder demokratische Transformation? 1.1.5 Zweierlei Geschichtspolitik und gelenkte Erinnerung 1.2 Die Trennung von Administration und Infrastruktur nach 1948 1.2.1 Die Neuformierung der Bürokratie 1.2.2 Die Teilung der Verkehrs- und Versorgungsinfrastruktur 1.2.3 Gesamtberliner Regelungen 1.2.4 Probleme im Alltag 1.2.5 Die Kooperation von Polizei, Justiz und Behörden 1.2.6 Symbolische Aktionen und verschenkte Möglichkeiten 1.3 Gesamtberlin in der politischen Arbeit 1.3.1 Organe, Gremien und Ziele 1.3.2 Die Strategie und Taktik der SED. 1.3.2.1 Die SPD in West-Berlin als wichtigste Zielgruppe 1.3.2.2 Der "innere Feind": Die SPD in Ost-Berlin 1.3.2.3 Die Methoden und Effekte der politischen Arbeit der SED 1.3.2.4 Der Westeinsatz in der Krise 1.3.3 Gesamtberliner Politik in den Westsektoren 1.3.3.1 Das Büro für Gesamtberliner Arbeit 1.3.3.2 Antikommunistische Initiativen 1.3.4 Die Brückenfunktion der Kirchen 1.4 Die Schlacht um freie Wahlen 1.4.1 Die SED in der Defensive und die innere Opposition 1.4.2 "Volksvertretung" gegen "freie Wahlen" (1954) 1.4.3 Die Wahlen von 1958 in West-Berlin und ihre "Lehren" 2. Östliche Jugendtreffen und westsektorale "Gegenspiele" 2.1 Das Pfingsttreffen der FDJ von 1950 2.2 "Berlin ruft die Jugend der Welt." Die III. Weltfestspiele von 1951 3. Exkurs: Berlin-Werbung und Politik 3.1 Grundlagen, Konzepte, Probleme 3.2 Institutionen und Gremien 3.3 Methoden und Instrumentarien 3.4 Fremdenverkehr im Wettbewerb 3.5 "Baustellen"-Tourismus und politische Stadtrundfahrten 4. Die Eskalation des Berliner Systemkonflikts (1952-1954) 4.1 Der östliche Frontalangriff auf West-Berlin 1952 4.1.1 Der Fall Kamieth als propagandistischer Prolog 4.1.2 Die Sperrmaßnahmen und Restriktionen von 1952 4.2 Die "Vergeltung" des Westens 4.3 Die fatale Wechselwirkung zwischen antikommunistischer Hysterie und "Klassenkampf" 5. Der 17. Juni 1953 als Gesamtberliner Erfahrung 5.1 Der "Neue Kurs" und die Krise aus West-Berliner Sicht 5.2 Ein Volksaufstand für das ganze Berlin 5.3 Nach dem Junisturm: Sofortmaßnahmen in Ost-Berlin 5.4 Politische Konsequenzen in West-Berlin 5.5 Der Aufstand als traumatische Erfahrung 5.6 Amerikanisches "Affenfett" als politische Waffe? 5.7 Die Berliner Außenministerkonferenz 1954 und der regionale Systemkonflikt 6. Berlin in Turbulenzen: Die zweite Berlinkrise und der Mauerbau 6.1 Chruschtschow-Ultimatum und Berlin-Konflikt im regionalen Kontext 6.2 Die Gesamtberliner Dimension der östlichen Versorgungskrise 6.2.1 Die Ouvertüre: Engpass-Ängste und "Butterquerelen" 6.2.2 Ursachen und Symptome der realsozialistischen Misere 6.2.3 Die Politisierung der Wirtschaftskrise 6.2.4 Das Ost-Berliner Krisenmanagement 6.3 Die Ost-Berliner Arbeitskräftefluktuation und ihr West-Berliner Hintergrund 6.3.1 Die eskalierende Republikflucht: Motive und Wirkungen 6.3.2 "Verdeckte" Abwanderung und "Abwerbung" 6.3.3 Die Zuspitzung der Auseinandersetzung um die Grenzgänger II. Wirtschaft und Soziales 1. Die sozioökonomische Entwicklung nach der Spaltung 1.1 Die Westsektoren 1.2 Der Ostsektor 1.3 Berlinhilfen 1.4 Währungsprobleme, Währungskontrolle und Wechselkurse 2. Lebensstandard im Vergleich 2.1 Löhne 2.2 Preise 2.3 Ungleiche Versorgungsprobleme 2.4 Der Niedergang der Privatwirtschaft in Ost-Berlin 2.4.1 Groß- und Einzelhandel 2.4.2 Industrie- und Handwerksbetriebe 2.5 Gesundheitspolitik im Wettbewerb 2.6 Die Grenzgängr 2.6.1 Die Haltung der Stadtregierungen und die Motive der Grenzgänger 2.6.2 Die Lösung des Ostgängerproblems der SED 2.7 Wechselwirkungen der sozialökonomischen Konkurrenz 3. Konsum ohne Grenzen 3.1 "Einkaufstourismus" und Warenkonkurrenz 3.2 Der Berliner "Bäckerkonflikt" 3.3 "Herr Schimpf" und "Frau Schande" 3.4 Die repressiven Maßnahmen West-Berlins und ihre ambivalente Bilanz 3.5 Ost-Berliner Blockadeversuche im Mai/Juni 1952 3.6 Die Offensive gegen "Schieber und Spekulanten" (1952-1961) 3.7 Ambivalenzen der Ost-Berliner Ausfuhrverbote. 3.8 Vom Mangel zum "Luxus" oder die Magie der Einkäufe im Westen 3.9 Der professionelle Warenschmuggel nach 1950 3.10 Offiziöse Wirtschaftskontakte 4. Konkurrierendes Bauen und Wohnen 4.1 Berliner Städtebau: Konzepte und Anspruch 4.2 Planen und Bauen unter gegensätzlichen Vorzeichen 4.3 "Schaufenster"-Ideologie in Stein und Glas 4.4 Finanzen, Ressourcen und sozialer Wohnungsbau im Wettstreit 4.5 Westliche "Interbau" versus Ost-Berliner Wettberwerb "Stadtzentrum" III. Kultur, Bildung und Sport 1. Berlin im kulturpolitischen Wettstreit der Systeme 1.1 Die Politisierung der Kultur 1.2 Institutionen und Gremien zwischen Kulturkonkurrenz und Kontaktversuchen 1.3 Der Gesamtberliner Kulturplan des Senats und die Reaktionen in Ost-Berlin (1956-1961) 2. Theater als Konfliktzone 2.1 Die Sprechbühnen nach der Teilung Berlins 2.1.1 Der Kalte Krieg erobert das Schauspiel 2.1.2 "Volksbühne" gegen "Volksbühne" 2.1.3 Grenzgänger des Theaters? 2.1.4 Boleslaw Barlog, der Osten und die Unduldsamkeit 2.2 Der "Sängerkrieg" an der Spree 2.2.1 Das musikpolitische "Schlachtfeld" und die Schwierigkeiten für Senator Tiburtius. 2.2.2 Die "Dissidenten": Michael Bohnen, Margarete Klose und Erich Kleiber . 2.2.3 Die Affäre Walter Felsenstein 2.3 Ein ähnliches Paar? West-Berliner "Festwochen" und Ost-Berliner "Festtage" 3. Die Kinokonkurrenz 3.1 Kulturpolitik auf der Leinwand 3.2 Die technische und finanzielle Situation 3.3 Das Kinoproblem in der östlichen Wahrnehmung 3.4 Die Grenzkinos als politisches Ärgernis 3.5 Die Lichtspiele im Osten und das "Tauwetter" 3.6 Westliche Kinosubventionen und ihre Folgen für Gesamtberlin 3.7 Die politische "Berlinale" 4. Der Dualismus von Rundfunk und Fernsehen. 4.1 Die Struktur des Berliner Hörfunks nach der Teilung . 4.2 Die Ziele und Feindbilder des rundfunkpolitischen Wettbewerbs 4.3 Eine "freie Stimme der freien Welt": Der RIAS 4.4 Berliner Radioprogramme im Wettstreit. 4.4.1 Das gesprochene Wort 4.4.2 Musik und Unterhaltung 4.5 Die Anfänge der intersektoralen Fernsehkonkurrenz 5. Doppelte Offerten: Populärkultur und Freizeitgestaltung 5.1 Unterhaltungskunst, Amüsement und volkstümliche Weihnachtsmärkte 5.2 Tierpark versus Zoo: Eine Ost-Berliner Erfolgsstory 5.3 "Magnetische Messen" und Ausstellungen 6. Bildung, Hochschule und Sport 6.1 Die Schulkonkurrenz im geteilten Berlin.. 6.1.1 Die Auseinandersetzung um die Berliner Einheitsschule und die Offensive der SED 6.1.2 Schulpolitische Wechselwirkungen 6.1.3 Der intersektorale Kampf um die Schüler aus dem Osten 6.1.4 Ostabiturienten zwischen SED und West-Berliner Interessen 6.1.5 Ferien- und Freizeitgestaltung als Sympathiewerbung 6.2 Das Duell der Berliner Universitäten und öffentlichen Bibliotheken 6.2.1 Die Freie Universität als politische Kreation 6.2.2 Konstituierung und Konsolidierung der rivalisierenden Berliner Hochschulsysteme 6.2.3 Umstrittene Oststudenten an der West-Berliner Alma Mater 6.2.4 Bibliotheken und grenzüberschreitende Buchausleihe 6.3 Sport 6.3.1 Wettstreit zwischen Abgrenzungsideologie und Einheitsmentalität 6.3.2 Die Konkurrenz der Sportarenen und Sportarten Zusammenfassung Abkürzungsverzeichnis Tabellenverzeichnis. Literaturverzeichnis Personenverzeichnis Abbildungsverzeichnis

Über den Autor

Michael Lemke ist apl. Professor an der Humboldt Universität Berlin und Bereichsleiter am Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam im Ruhestand.


ISBN 3-412-20672-5

ISBN 978-3-412-20672-7

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Vor der Mauer. Berlin in der Ost-West-Konkurrenz 1948 bis 1961. (Zeithistorische Studien, Bd. 48).

Lemke, Michael:
Vor der Mauer. Berlin in der Ost-West-Konkurrenz 1948 bis 1961. (Zeithistorische Studien, Bd. 48).
Köln: Böhlau, 2011. 753 S., mit 150 s/w-Abb. auf Taf. Lit.verz. Kart. *neuwertig*. EAN: 9783412206727 (ISBN: 3412206725)


Das geteilte, bis zum Mauerbau aber noch offene Berlin war im Kalten Krieg der Schauplatz einer in dieser Unmittelbarkeit einzigartigen Systemkonkurrenz. Der Zeithistoriker Michael Lemke untersucht, mit welchen Absichten diese Rivalität von Ost- und West-Berlin in Gesellschaft und Politik gestaltet wurde, wie sie den Alltag der Sektorenstadt beeinflusste und wie deren Bewohner darauf reagierten. Auf breiter Quellenbasis belegt der Autor, dass dieser politische, soziale und kulturelle Wett­bewerb paradoxerweise mehr zum Erhalt als zur Auflösung der traditionellen Berliner Verflechtungen beitrug. Er schildert die Befindlichkeiten der politischen Kontrahenten und der vom Konflikt Betroffenen sowie die Kontaktversuche in der geteilten Stadt und die damit verbundenen Skurrilitäten. Wie er zeigen kann, wurden die vielfältigen innerstädtischen Beziehungen in der zweiten Hälfte der 1950er-Jahre für die SED ein eigenständiges Motiv zum Bau der Mauer.
Schlagworte: GO40; NF00; NF02; DDR; Geschichte

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