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Tagebücher 1920 - 1939. Band 1: 1920 - 1934 u. Bd. 2: 1935 - 1939 (2 Bde. kpl.)

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Tagebücher 1920 - 1939. Band 1: 1920 - 1934 u. Bd. 2: 1935 - 1939 (2 Bde. kpl.)

Erste Ausgabe
Beck München 1996 20,8 cm Leinen Tadelloser Schutzumschlag ISBN: 340640409x (EAN: 9783406404092 / 978-3406404092)


2 Bände; zus. 1367 S.; mit Namenregister; herausgegeben von Wendelin Schmidt-Dengler, Martin Loew-Cadonna u. Gerald Sommer; frische Exemplare Tadellos

 


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ISBN 3-406-40409-x

ISBN 978-3-406-40409-2

Alternative Antiquarische Bücher / Angebote Auf Buchfreund
Die Wasserfälle von Slunj.

Doderer, Heimito von:
Die Wasserfälle von Slunj. Roman. 23. - 25. Tausend der Gesamtauflage
München, C.H. Beck Verlag, 1995. 393 (1) Seiten. 20,8 cm. Umschlaggestaltung: Werner Rebhuhn. Blaues Leinen mit schwarzgeprägten Deckelinitalen, mit schwarzem Rrückenschild mit goldgeprägten Rückentiteln und Schutzumschlag. EAN: 9783406398971 (ISBN: 3406398979)


Sehr guter Zustand. Frisches Exemplar. Wie ungelesen. Schauplatz der Geschehnisse ist die alte Donaumonarchie um die Jahrhundertwende. Es ist die Zeit der "Väter". Es gibt Ordnung, keine Ideologien. Die Wohlanständigkeit drückt sich im Dekor aus. Probleme sind tabu. Donald Clayton, einziger Sohn eines englischen Maschinenfabrikanten in Wien, lebt sein "geordnetes" Leben an der Seite seines Vaters und scheint mit ihm wie ein Bruder verbunden. Aber innhalb jener Welt ist solche Brüderlichkeit von Vater und Sohn trügerisch: Wo der Vater seinen Lebensanspruch durchsetzt, geht der Sohn am Vater zugrunde. "Die Wasserfälle von Slunj" sind der erste "Satz" des (unvollendeten), nach dem Vorbild einer Symphonie in vier Sätzen aufgebauten "Roman No. 7" Heimito von Doderers, dessen Einheit allein in seinen Formelementen liegen sollte. Der zweite "Satz" hat den Titel "Der Grenzwald". - Franz Carl Heimito Ritter von Doderer (* 5. September 1896 in Hadersdorf-Weidlingau bei Wien; † 23. Dezember 1966 in Wien) war ein österreichischer Schriftsteller. Sein bekanntestes Werk ist der Roman Die Strudlhofstiege oder Melzer und die Tiefe der Jahre (erschienen 1951), sein umfangreichstes Die Dämonen (1956). ... - Franz Carl Heimito Ritter von Doderer (* 5. September 1896 in Hadersdorf-Weidlingau bei Wien; † 23. Dezember 1966 in Wien) war ein österreichischer Schriftsteller. Sein bekanntestes Werk ist der Roman Die Strudlhofstiege oder Melzer und die Tiefe der Jahre (erschienen 1951), sein umfangreichstes Die Dämonen (1956). ... Ab 1951: steigende Bekanntheit: 1951 erschienen Die erleuchteten Fenster und Die Strudlhofstiege oder Melzer und die Tiefe der Jahre. Im selben Jahr nahm Doderer nach mehr als zehnjähriger Pause die Arbeit an den Dämonen wieder auf. Der Roman Die Dämonen. Nach der Chronik des Sektionsrates Geyrenhoff erschien 1956 und wurde wiederum sehr positiv aufgenommen. Am 25. September 1952 heirateten Doderer und Maria Emma Thoma („Mienzi“), eine entfernte Verwandte von Ludwig Thoma, ohne jedoch eine gemeinsame Wohnung zu beziehen. Die Ehefrau blieb in Landshut, der Autor lebte weiterhin in Wien. Doderer verbrachte, insbesondere im Hochsommer und über den Jahreswechsel, Wochen oder Monate bei seiner Frau in Bayern. Im Juni 1955 lernte Doderer bei einer Lesung von Robert Neumann die dreizehn Jahre jüngere Autorin Dorothea Zeemann kennen, die kurze Zeit später seine Geliebte wurde. Am 1. Mai 1956 übersiedelte Doderer in eine im 9. Wiener Gemeindebezirk, Alsergrund, in der Währinger Straße 50 gelegene Wohnung. Gegenüber dieser Wohnung, seiner letzten, befindet sich heute die Doderer-Gedenkstätte im Bezirksmuseum Alsergrund. 1958 begann Doderer an seinem Roman No. 7 zu schreiben, einem analog zu der von ihm bewunderten 7. Sinfonie Ludwig van Beethovens auf vier Bände angelegten Werk. 1960 musste er sich als Folge seines langjährigen starken Alkohol- und Nikotinkonsums einer großen Kehlkopfoperation (Teilresektion) unterziehen. 1962 erschien der groteske Roman Die Merowinger oder Die totale Familie, der sich sehr gut verkaufte. 1963 erschien der erste Teil von Roman No. 7: Die Wasserfälle von Slunj (siehe Rastoke) zunächst in Fortsetzungen in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Doderer starb am 23. Dezember 1966 an einem zu spät erkannten Darmkrebs. Er wurde auf dem Grinzinger Friedhof (Gruppe 10, Reihe 2, Nummer 1) in einem ehrenhalber gewidmeten Grab beerdigt. Im Jahr 1970 wurde in Wien Floridsdorf (21. Bezirk) die Doderergasse nach ihm benannt. Der zweite, unvollendete Teil des Romans No. 7 erschien posthum 1967 unter dem Titel Roman No. 7/II: Der Grenzwald. ... Aus: wikipedia--Heimito_von_Doderer.
Schlagworte: Wien, Geschäftsmann, Belletristische Darstellung, Sohn, Belletristische Darstellung, Belletristik Klassiker, Gewebe, Österreichische Autoren, Sohn, k.u.k., Historischer Roman Historische Romane, Österreichische Literatur, Wien, Deutsche Literatur der sechziger Jahre, Deutsche Literatur der 60 er Jahre, Briten, Geschäftsmann, Belletristische Darstellung, Geschichte 1877-1905, Vater, Literaturtheorie, Germanistik, Literaturkritik, Literaturgattungen, Literaturepochen, Literaturrezeption, Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft, Literaturgeschichte, Literaturwissenschaften, Vienennsia
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Der Grenzwald.

Doderer, Heimito von:
Der Grenzwald. Roman. Mit einem Nachwort von Dietrich Weber. 2. Auflage
München, C.H. Beck Verlag, 1995. 271 (1) Seiten. 20,8 cm. Umschlaggestaltung: Werner Rebhuhn. Blaues Leinen mit schwarzgeprägten Deckelinitalen, mit schwarzem Rrückenschild mit goldgeprägten Rückentiteln und Schutzumschlag. EAN: 9783406398933 (ISBN: 3406398936)


Sehr guter Zustand. Frisches Exemplar. Wie ungelesen. "Der Grenzwald" war von Heimito von Doderer als zweiter "Satz" des nach dem Vorbild einer Symphonie in vier Sätzen aufgebauten "Romans No. 7" geplant. Die Einheit dieses vierteiligen Werkes sollte nicht im Inhalt, sondern allein in seinen Formelementen liegen. Wie im ersten "Satz", den "Wasserfällen von Slunj", tritt eine Figur weitgehend in den Mittelpunkt. Es ist der Oberleutnant Zienhammer, Durchschnittsmensch mit einem Schicksal, das in allen Kriegen, so aktuell ist wie in dem, den Heimito von Doderer schildert. Neben Zienhammer steht der Arzt Dr. Alfons Halfon im Vordergrund: im Konflikt mit seinem Vater und auf der Suche nach den befremdlichen Todesumständen seiner Mutter. Obwohl "Der Grenzwald" Fragment geblieben ist, ist Doderers Technik, die Dinge als sie selbst wirken zu lassen, bereits durchschaubar; und der Raum, der durch das Motiv des "Grenzwaldes" geschaffen wird, verleiht dem Werk auch in der Gestalt die atmosphärische Dichte, die Doderers Romane stets ausgezeichnet hat. - Franz Carl Heimito Ritter von Doderer (* 5. September 1896 in Hadersdorf-Weidlingau bei Wien; † 23. Dezember 1966 in Wien) war ein österreichischer Schriftsteller. Sein bekanntestes Werk ist der Roman Die Strudlhofstiege oder Melzer und die Tiefe der Jahre (erschienen 1951), sein umfangreichstes Die Dämonen (1956). ... - Franz Carl Heimito Ritter von Doderer (* 5. September 1896 in Hadersdorf-Weidlingau bei Wien; † 23. Dezember 1966 in Wien) war ein österreichischer Schriftsteller. Sein bekanntestes Werk ist der Roman Die Strudlhofstiege oder Melzer und die Tiefe der Jahre (erschienen 1951), sein umfangreichstes Die Dämonen (1956). ... Ab 1951: steigende Bekanntheit: 1951 erschienen Die erleuchteten Fenster und Die Strudlhofstiege oder Melzer und die Tiefe der Jahre. Im selben Jahr nahm Doderer nach mehr als zehnjähriger Pause die Arbeit an den Dämonen wieder auf. Der Roman Die Dämonen. Nach der Chronik des Sektionsrates Geyrenhoff erschien 1956 und wurde wiederum sehr positiv aufgenommen. Am 25. September 1952 heirateten Doderer und Maria Emma Thoma („Mienzi“), eine entfernte Verwandte von Ludwig Thoma, ohne jedoch eine gemeinsame Wohnung zu beziehen. Die Ehefrau blieb in Landshut, der Autor lebte weiterhin in Wien. Doderer verbrachte, insbesondere im Hochsommer und über den Jahreswechsel, Wochen oder Monate bei seiner Frau in Bayern. Im Juni 1955 lernte Doderer bei einer Lesung von Robert Neumann die dreizehn Jahre jüngere Autorin Dorothea Zeemann kennen, die kurze Zeit später seine Geliebte wurde. Am 1. Mai 1956 übersiedelte Doderer in eine im 9. Wiener Gemeindebezirk, Alsergrund, in der Währinger Straße 50 gelegene Wohnung. Gegenüber dieser Wohnung, seiner letzten, befindet sich heute die Doderer-Gedenkstätte im Bezirksmuseum Alsergrund. 1958 begann Doderer an seinem Roman No. 7 zu schreiben, einem analog zu der von ihm bewunderten 7. Sinfonie Ludwig van Beethovens auf vier Bände angelegten Werk. 1960 musste er sich als Folge seines langjährigen starken Alkohol- und Nikotinkonsums einer großen Kehlkopfoperation (Teilresektion) unterziehen. 1962 erschien der groteske Roman Die Merowinger oder Die totale Familie, der sich sehr gut verkaufte. 1963 erschien der erste Teil von Roman No. 7: Die Wasserfälle von Slunj (siehe Rastoke) zunächst in Fortsetzungen in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Doderer starb am 23. Dezember 1966 an einem zu spät erkannten Darmkrebs. Er wurde auf dem Grinzinger Friedhof (Gruppe 10, Reihe 2, Nummer 1) in einem ehrenhalber gewidmeten Grab beerdigt. Im Jahr 1970 wurde in Wien Floridsdorf (21. Bezirk) die Doderergasse nach ihm benannt. Der zweite, unvollendete Teil des Romans No. 7 erschien posthum 1967 unter dem Titel Roman No. 7/II: Der Grenzwald. ... Aus: wikipedia--Heimito_von_Doderer.
Schlagworte: Sibirien, Kriegsgefangener, Denunziation. Österreicher, Geschichte 1919, Politischer Mord, Geschichte 1920, Belletristik, Wien, Geschäftsmann, Belletristische Darstellung, Sohn, Belletristische Darstellung, Klassiker, Gewebe, Österreichische Autoren, Sohn, k.u.k., Historischer Roman Historische Romane, Österreichische Literatur, Wien, Deutsche Literatur der sechziger Jahre, Deutsche Literatur der 60 er Jahre, Briten, Geschäftsmann, Vater, Literaturtheorie, Germanistik, Literaturkritik, Literaturgattungen, Literaturepochen, Literaturrezeption, Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft, Literaturgeschichte, Literaturwissenschaften, Vienennsia, Nachkriegsgeschichte, Erster Weltkrieg
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Heimito von Doderer - Tagebücher 1920-1939. 2 Bände.

Doderer, Heimito von, Martin Loew-Cadonna und Gerald Sommer:
Heimito von Doderer - Tagebücher 1920-1939. 2 Bände.
C.H.Beck, 1996. 1367 Seiten Gebundene Ausgabe EAN: 9783406404092 (ISBN: 340640409X)


Komplette Ausgabe in 2 Bänden. - Kaum sichtbare Gebrauchsspuren, Zustand sonst tadellos. Bücher wirken ungelesen. 173 ISBN 9783406404092
Schneller Versand am selben oder am folgenden Werktag. Wir verpacken Ihre Bestellung sorgfältig und legen eine Rechnung mit ausgewiesener MwSt. bei. Wie bei Antiquariaten allgemein üblich verschicken wir unsere Ware als Büchersendung. Wir weisen darauf hin, dass Büchersendungen in Einzelfällen bis zu 7 Tage unterwegs sein können, in Ausnahmefällen aufgrund hohen Versandaufkommens bei der Post leider noch länger. Größere Bücher werden als Paket verschickt und sind in der Regel 1-2 Tage unterwegs. Expressversand per Paket auf Wunsch gerne, dann bitte innerhalb Deutschlands 6 € Porto beim Bestellvorgang auswählen. Gerne können Sie Ihre Bücher auch persönlich bei uns abholen. Bitte rufen Sie in diesem Fall unbedingt zuvor bei uns an! Vielen Dank.
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Die Strudlhofstiege oder Melzer und die Tiefe der Jahre von Heimito von Doderer,

Doderer, Heimito von
Die Strudlhofstiege oder Melzer und die Tiefe der Jahre von Heimito von Doderer, neuauflage
Biederstein Verlag München. 1985 22 cm. 910 S. leineneinband mit OU ISBN: 3764200502 (EAN: 9783764200503 / 978-3764200503)


leichte Gebrauchsspuren, OU mit Läsuren. Roman.Der 900-seitige Roman Die Strudlhofstiege oder Melzer und die Tiefe der Jahre gilt als das Meisterwerk von Heimito von Doderer, in dem er formale Ambitionen, souveränes, humorvolles Fabulieren, Einfangen der Wiener Atmosphäre, Gesellschafts- und Zeitanalyse sowie das Erforschen der Kräfte, die ein Leben bestimmen, zu harmonischer Balance brachte.Entstehung: Als Wehrmachtsoffizier im französischen Mont de Marsan 1941 und als Gefangener in Norwegen begann Doderer diesen reifen, die Summe seiner bisherigen Erzähltexte ziehenden Roman aus seinen Tage- und Notizbüchern zu entwickeln, die den Schreibprozess minuziös schildern. Als ihm der erste große Textabschnitt zwischenzeitlich abhanden kam, entwarf er zwecks Rekonstruktion, später aber auch im Vorgriff auf das zu Schreibende, großformatige grafische Planskizzen, die er systematisch abarbeitete...Die Strudlhofstiege, eine Treppenanlage im 9. Gemeindebezirk (Alsergrund), ist mit ihrer Aura »er eigentliche Hauptacteur. Sie ist Zentrum eines breit angelegten Zeitromans mit vielen gleichberechtigen Figuren, unter denen der im Grunde unbedeutende Melzer, verabschiedeter Major, Beamter der staatlichen Tabakregie, eher formal hervorragt. Den Hintergrund des Geschehens bildet seine gescheiterte Beziehung zu Mary K., die 1925 bei einem Trambahnunfall, auf den die Gesamthandlung perspektivisch zuläuft, ein Bein verliert, während Melzer seine Liebe zu der schlichten, aber warmherzigen und sehr attraktiven Thea Rokitzer als richtig erkennt. Ein weiterer Brennpunkt ist die Familie Stangeler mit René und dessen beiden Schwestern Asta und Etelka, die Selbstmord begeht.Die Stiege symbolisiert das Hin- und Hersteigen zwischen den beiden Haupthandlungszeiträumen 1911 und 1925. Die Art, unmittelbare Erinnerung zu simulieren, entspricht dabei weitgehend der von Marcel R Proust, wenn im »kurzen Kontakt-Schluss zwischen Vergangenheit und Gegenwart die beiden Punkte identisch sind wie bei Melzers assoziativem Vorbeisturz an sich selbst durch die Tiefe der Jahre am 22. August 1925. Die Erforschung der Strukturen menschlichen Schicksals nannte Doderer Fatologie , die unvoreingenommene rkenntnis »Apperzeption«. Und »Menschwerdung«, eine meist positive Entwicklung, ist das grundlegende Konzept seiner Romanpoetik: mit dem eigenen Leben eins werden, Erwachsenwerden, die Welt erkennen. Eine absichtlich banale Intrige , Melzer soll mit Hilfe der Zwillinge Editha und Mimi Pastré für einen Tabakschmuggel missbraucht werden ,und eine glückliche Liebeshandlung verdeutlichen, dass Doderer den Inhalt geringer schätzte als die Form des Erzählens. Generell fallen die reiche, ironische Metaphernsprache sowie das österreichische Beamtendeutsch (Zihalismus) und auch eine Neigung zu Latinismen auf... Der Roman besteht aus vier Teilen ohne Kapitelgliederung; seine Textmassen sind wie ein Werk der Architektur oder eine Symphonie komponiert. Erzählt wird von einer kaum erscheinenden auktorialen Instanz unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg. Doderer spielt mit der Chronologie: Das Buch beginnt 1923, doch nimmt bereits der erste Satz Bezug auf den Schluss. Die beiden ersten Teile sind komplex verschachtelt mit häufigen Rückgriffen auf 1911, aber auch auf andere Phasen nach dem Ersten Weltkrieg, der planvoll ausgespart bleibt. Der dritte und vierte Teil hingegen sind vom Sommer bis zum Herbst 1925 durcherzählt. Die Spiegelung der gleichen Jahreszeiten erzeugt beim Leser den Eindruck, als stehe die Zeit, als herrsche (wie oft bei Doderer) ein immer währender Wiener Spätsommer.Wirkung: Die Strudlhofstiege bedeutete den Durchbruch des 55-Jährigen. Bis heute ist er der beliebteste Roman des Autors, eine anspruchsvolle Lektüre und zugleich der Schlüssel zum übrigen Werk. (Aus `Das Buch der 1000 Bücher` (Harenberg Verlag))`Auszüge aus dem Buch
Schlagworte: [Doderer, Heimito von, : Österreichische Literatur, 20. Jahrhundert , Familie, Tabakschmugel, verlust, Intrigen, Selbstmord, Drama, Liebe, Gesellschaftskritik, Zeitanalyse, Wiener Atmosphäre]
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Die Strudlhofstiege oder Melzer und die Tiefe der Jahre

Doderer, Heimito von
Die Strudlhofstiege oder Melzer und die Tiefe der Jahre
Biederstein Verlag GmbH München. 1985 20 cm. 910 S. Leineneinband mit OU ISBN: 3764200502 (EAN: 9783764200503 / 978-3764200503)


Gebrauchsspuren, OU mit Läsuren. Roman.Der 900-seitige Roman Die Strudlhofstiege oder Melzer und die Tiefe der Jahre gilt als das Meisterwerk von Heimito von Doderer, in dem er formale Ambitionen, souveränes, humorvolles Fabulieren, Einfangen der Wiener Atmosphäre, Gesellschafts- und Zeitanalyse sowie das Erforschen der Kräfte, die ein Leben bestimmen, zu harmonischer Balance brachte.Entstehung: Als Wehrmachtsoffizier im französischen Mont de Marsan 1941 und als Gefangener in Norwegen begann Doderer diesen reifen, die Summe seiner bisherigen Erzähltexte ziehenden Roman aus seinen Tage- und Notizbüchern zu entwickeln, die den Schreibprozess minuziös schildern. Als ihm der erste große Textabschnitt zwischenzeitlich abhanden kam, entwarf er zwecks Rekonstruktion, später aber auch im Vorgriff auf das zu Schreibende, großformatige grafische Planskizzen, die er systematisch abarbeitete...Die Strudlhofstiege, eine Treppenanlage im 9. Gemeindebezirk (Alsergrund), ist mit ihrer Aura »er eigentliche Hauptacteur. Sie ist Zentrum eines breit angelegten Zeitromans mit vielen gleichberechtigen Figuren, unter denen der im Grunde unbedeutende Melzer, verabschiedeter Major, Beamter der staatlichen Tabakregie, eher formal hervorragt. Den Hintergrund des Geschehens bildet seine gescheiterte Beziehung zu Mary K., die 1925 bei einem Trambahnunfall, auf den die Gesamthandlung perspektivisch zuläuft, ein Bein verliert, während Melzer seine Liebe zu der schlichten, aber warmherzigen und sehr attraktiven Thea Rokitzer als richtig erkennt. Ein weiterer Brennpunkt ist die Familie Stangeler mit René und dessen beiden Schwestern Asta und Etelka, die Selbstmord begeht.Die Stiege symbolisiert das Hin- und Hersteigen zwischen den beiden Haupthandlungszeiträumen 1911 und 1925. Die Art, unmittelbare Erinnerung zu simulieren, entspricht dabei weitgehend der von Marcel R Proust, wenn im »kurzen Kontakt-Schluss zwischen Vergangenheit und Gegenwart die beiden Punkte identisch sind wie bei Melzers assoziativem Vorbeisturz an sich selbst durch die Tiefe der Jahre am 22. August 1925. Die Erforschung der Strukturen menschlichen Schicksals nannte Doderer Fatologie , die unvoreingenommene rkenntnis »Apperzeption«. Und »Menschwerdung«, eine meist positive Entwicklung, ist das grundlegende Konzept seiner Romanpoetik: mit dem eigenen Leben eins werden, Erwachsenwerden, die Welt erkennen. Eine absichtlich banale Intrige , Melzer soll mit Hilfe der Zwillinge Editha und Mimi Pastré für einen Tabakschmuggel missbraucht werden ,und eine glückliche Liebeshandlung verdeutlichen, dass Doderer den Inhalt geringer schätzte als die Form des Erzählens. Generell fallen die reiche, ironische Metaphernsprache sowie das österreichische Beamtendeutsch (Zihalismus) und auch eine Neigung zu Latinismen auf... Der Roman besteht aus vier Teilen ohne Kapitelgliederung; seine Textmassen sind wie ein Werk der Architektur oder eine Symphonie komponiert. Erzählt wird von einer kaum erscheinenden auktorialen Instanz unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg. Doderer spielt mit der Chronologie: Das Buch beginnt 1923, doch nimmt bereits der erste Satz Bezug auf den Schluss. Die beiden ersten Teile sind komplex verschachtelt mit häufigen Rückgriffen auf 1911, aber auch auf andere Phasen nach dem Ersten Weltkrieg, der planvoll ausgespart bleibt. Der dritte und vierte Teil hingegen sind vom Sommer bis zum Herbst 1925 durcherzählt. Die Spiegelung der gleichen Jahreszeiten erzeugt beim Leser den Eindruck, als stehe die Zeit, als herrsche (wie oft bei Doderer) ein immer währender Wiener Spätsommer.Wirkung: Die Strudlhofstiege bedeutete den Durchbruch des 55-Jährigen. Bis heute ist er der beliebteste Roman des Autors, eine anspruchsvolle Lektüre und zugleich der Schlüssel zum übrigen Werk. (Aus `Das Buch der 1000 Bücher` (Harenberg Verlag))`Auszüge aus dem Buch
Schlagworte: [Doderer, Heimito von, : Österreichische Literatur, 20. Jahrhundert , Familie, Tabakschmugel, verlust, Intrigen, Selbstmord, Drama, Liebe, Gesellschaftskritik, Zeitanalyse, Wiener Atmosphäre]
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Die Strudlhofstiege oder Melzer und die Tiefe der Jahre

Doderer, Heimito von
Die Strudlhofstiege oder Melzer und die Tiefe der Jahre
Biederstein Verlag GmbH München. 1985 20 cm. 910 S. Leineneinband mit OU ISBN: 3764200502 (EAN: 9783764200503 / 978-3764200503)


Gebrauchsspuren, OU mit Läsuren. Roman.Der 900-seitige Roman Die Strudlhofstiege oder Melzer und die Tiefe der Jahre gilt als das Meisterwerk von Heimito von Doderer, in dem er formale Ambitionen, souveränes, humorvolles Fabulieren, Einfangen der Wiener Atmosphäre, Gesellschafts- und Zeitanalyse sowie das Erforschen der Kräfte, die ein Leben bestimmen, zu harmonischer Balance brachte.Entstehung: Als Wehrmachtsoffizier im französischen Mont de Marsan 1941 und als Gefangener in Norwegen begann Doderer diesen reifen, die Summe seiner bisherigen Erzähltexte ziehenden Roman aus seinen Tage- und Notizbüchern zu entwickeln, die den Schreibprozess minuziös schildern. Als ihm der erste große Textabschnitt zwischenzeitlich abhanden kam, entwarf er zwecks Rekonstruktion, später aber auch im Vorgriff auf das zu Schreibende, großformatige grafische Planskizzen, die er systematisch abarbeitete...Die Strudlhofstiege, eine Treppenanlage im 9. Gemeindebezirk (Alsergrund), ist mit ihrer Aura »er eigentliche Hauptacteur. Sie ist Zentrum eines breit angelegten Zeitromans mit vielen gleichberechtigen Figuren, unter denen der im Grunde unbedeutende Melzer, verabschiedeter Major, Beamter der staatlichen Tabakregie, eher formal hervorragt. Den Hintergrund des Geschehens bildet seine gescheiterte Beziehung zu Mary K., die 1925 bei einem Trambahnunfall, auf den die Gesamthandlung perspektivisch zuläuft, ein Bein verliert, während Melzer seine Liebe zu der schlichten, aber warmherzigen und sehr attraktiven Thea Rokitzer als richtig erkennt. Ein weiterer Brennpunkt ist die Familie Stangeler mit René und dessen beiden Schwestern Asta und Etelka, die Selbstmord begeht.Die Stiege symbolisiert das Hin- und Hersteigen zwischen den beiden Haupthandlungszeiträumen 1911 und 1925. Die Art, unmittelbare Erinnerung zu simulieren, entspricht dabei weitgehend der von Marcel R Proust, wenn im »kurzen Kontakt-Schluss zwischen Vergangenheit und Gegenwart die beiden Punkte identisch sind wie bei Melzers assoziativem Vorbeisturz an sich selbst durch die Tiefe der Jahre am 22. August 1925. Die Erforschung der Strukturen menschlichen Schicksals nannte Doderer Fatologie , die unvoreingenommene rkenntnis »Apperzeption«. Und »Menschwerdung«, eine meist positive Entwicklung, ist das grundlegende Konzept seiner Romanpoetik: mit dem eigenen Leben eins werden, Erwachsenwerden, die Welt erkennen. Eine absichtlich banale Intrige , Melzer soll mit Hilfe der Zwillinge Editha und Mimi Pastré für einen Tabakschmuggel missbraucht werden ,und eine glückliche Liebeshandlung verdeutlichen, dass Doderer den Inhalt geringer schätzte als die Form des Erzählens. Generell fallen die reiche, ironische Metaphernsprache sowie das österreichische Beamtendeutsch (Zihalismus) und auch eine Neigung zu Latinismen auf... Der Roman besteht aus vier Teilen ohne Kapitelgliederung; seine Textmassen sind wie ein Werk der Architektur oder eine Symphonie komponiert. Erzählt wird von einer kaum erscheinenden auktorialen Instanz unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg. Doderer spielt mit der Chronologie: Das Buch beginnt 1923, doch nimmt bereits der erste Satz Bezug auf den Schluss. Die beiden ersten Teile sind komplex verschachtelt mit häufigen Rückgriffen auf 1911, aber auch auf andere Phasen nach dem Ersten Weltkrieg, der planvoll ausgespart bleibt. Der dritte und vierte Teil hingegen sind vom Sommer bis zum Herbst 1925 durcherzählt. Die Spiegelung der gleichen Jahreszeiten erzeugt beim Leser den Eindruck, als stehe die Zeit, als herrsche (wie oft bei Doderer) ein immer währender Wiener Spätsommer.Wirkung: Die Strudlhofstiege bedeutete den Durchbruch des 55-Jährigen. Bis heute ist er der beliebteste Roman des Autors, eine anspruchsvolle Lektüre und zugleich der Schlüssel zum übrigen Werk. (Aus `Das Buch der 1000 Bücher` (Harenberg Verlag))`Auszüge aus dem Buch
Schlagworte: [Doderer, Heimito von, : Österreichische Literatur, 20. Jahrhundert , Familie, Tabakschmugel, verlust, Intrigen, Selbstmord, Drama, Liebe, Gesellschaftskritik, Zeitanalyse, Wiener Atmosphäre]
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Die Strudlhofstiege oder Melzer und die Tiefe der Jahre

Doderer, Heimito von
Die Strudlhofstiege oder Melzer und die Tiefe der Jahre 45.-61.tausend.
Biederstein Verlag GmbH München. 1985(1951) 20 cm. 910 S. Leineneinband mit OU ISBN: 3764200502 (EAN: 9783764200503 / 978-3764200503)


Gebrauchsspuren, OU mit Läsuren. Roman.Der 900-seitige Roman Die Strudlhofstiege oder Melzer und die Tiefe der Jahre gilt als das Meisterwerk von Heimito von Doderer, in dem er formale Ambitionen, souveränes, humorvolles Fabulieren, Einfangen der Wiener Atmosphäre, Gesellschafts- und Zeitanalyse sowie das Erforschen der Kräfte, die ein Leben bestimmen, zu harmonischer Balance brachte.Entstehung: Als Wehrmachtsoffizier im französischen Mont de Marsan 1941 und als Gefangener in Norwegen begann Doderer diesen reifen, die Summe seiner bisherigen Erzähltexte ziehenden Roman aus seinen Tage- und Notizbüchern zu entwickeln, die den Schreibprozess minuziös schildern. Als ihm der erste große Textabschnitt zwischenzeitlich abhanden kam, entwarf er zwecks Rekonstruktion, später aber auch im Vorgriff auf das zu Schreibende, großformatige grafische Planskizzen, die er systematisch abarbeitete...Die Strudlhofstiege, eine Treppenanlage im 9. Gemeindebezirk (Alsergrund), ist mit ihrer Aura »er eigentliche Hauptacteur. Sie ist Zentrum eines breit angelegten Zeitromans mit vielen gleichberechtigen Figuren, unter denen der im Grunde unbedeutende Melzer, verabschiedeter Major, Beamter der staatlichen Tabakregie, eher formal hervorragt. Den Hintergrund des Geschehens bildet seine gescheiterte Beziehung zu Mary K., die 1925 bei einem Trambahnunfall, auf den die Gesamthandlung perspektivisch zuläuft, ein Bein verliert, während Melzer seine Liebe zu der schlichten, aber warmherzigen und sehr attraktiven Thea Rokitzer als richtig erkennt. Ein weiterer Brennpunkt ist die Familie Stangeler mit René und dessen beiden Schwestern Asta und Etelka, die Selbstmord begeht.Die Stiege symbolisiert das Hin- und Hersteigen zwischen den beiden Haupthandlungszeiträumen 1911 und 1925. Die Art, unmittelbare Erinnerung zu simulieren, entspricht dabei weitgehend der von Marcel R Proust, wenn im »kurzen Kontakt-Schluss zwischen Vergangenheit und Gegenwart die beiden Punkte identisch sind wie bei Melzers assoziativem Vorbeisturz an sich selbst durch die Tiefe der Jahre am 22. August 1925. Die Erforschung der Strukturen menschlichen Schicksals nannte Doderer Fatologie , die unvoreingenommene rkenntnis »Apperzeption«. Und »Menschwerdung«, eine meist positive Entwicklung, ist das grundlegende Konzept seiner Romanpoetik: mit dem eigenen Leben eins werden, Erwachsenwerden, die Welt erkennen. Eine absichtlich banale Intrige , Melzer soll mit Hilfe der Zwillinge Editha und Mimi Pastré für einen Tabakschmuggel missbraucht werden ,und eine glückliche Liebeshandlung verdeutlichen, dass Doderer den Inhalt geringer schätzte als die Form des Erzählens. Generell fallen die reiche, ironische Metaphernsprache sowie das österreichische Beamtendeutsch (Zihalismus) und auch eine Neigung zu Latinismen auf... Der Roman besteht aus vier Teilen ohne Kapitelgliederung; seine Textmassen sind wie ein Werk der Architektur oder eine Symphonie komponiert. Erzählt wird von einer kaum erscheinenden auktorialen Instanz unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg. Doderer spielt mit der Chronologie: Das Buch beginnt 1923, doch nimmt bereits der erste Satz Bezug auf den Schluss. Die beiden ersten Teile sind komplex verschachtelt mit häufigen Rückgriffen auf 1911, aber auch auf andere Phasen nach dem Ersten Weltkrieg, der planvoll ausgespart bleibt. Der dritte und vierte Teil hingegen sind vom Sommer bis zum Herbst 1925 durcherzählt. Die Spiegelung der gleichen Jahreszeiten erzeugt beim Leser den Eindruck, als stehe die Zeit, als herrsche (wie oft bei Doderer) ein immer währender Wiener Spätsommer.Wirkung: Die Strudlhofstiege bedeutete den Durchbruch des 55-Jährigen. Bis heute ist er der beliebteste Roman des Autors, eine anspruchsvolle Lektüre und zugleich der Schlüssel zum übrigen Werk. (Aus `Das Buch der 1000 Bücher` (Harenberg Verlag))`Auszüge aus dem Buch
Schlagworte: [Doderer, Heimito von, : Österreichische Literatur, 20. Jahrhundert , Familie, Tabakschmugel, verlust, Intrigen, Selbstmord, Drama, Liebe, Gesellschaftskritik, Zeitanalyse, Wiener Atmosphäre]
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Die Strudlhofstiege oder Melzer und die Tiefe der Jahre

Doderer, Heimito von
Die Strudlhofstiege oder Melzer und die Tiefe der Jahre
Biederstein Verlag GmbH München. 1985(1951) 20 cm. 910 S. Leineneinband mit OU ISBN: 3764200502 (EAN: 9783764200503 / 978-3764200503)


Gebrauchsspuren, OU mit Läsuren. Roman.Der 900-seitige Roman Die Strudlhofstiege oder Melzer und die Tiefe der Jahre gilt als das Meisterwerk von Heimito von Doderer, in dem er formale Ambitionen, souveränes, humorvolles Fabulieren, Einfangen der Wiener Atmosphäre, Gesellschafts- und Zeitanalyse sowie das Erforschen der Kräfte, die ein Leben bestimmen, zu harmonischer Balance brachte.Entstehung: Als Wehrmachtsoffizier im französischen Mont de Marsan 1941 und als Gefangener in Norwegen begann Doderer diesen reifen, die Summe seiner bisherigen Erzähltexte ziehenden Roman aus seinen Tage- und Notizbüchern zu entwickeln, die den Schreibprozess minuziös schildern. Als ihm der erste große Textabschnitt zwischenzeitlich abhanden kam, entwarf er zwecks Rekonstruktion, später aber auch im Vorgriff auf das zu Schreibende, großformatige grafische Planskizzen, die er systematisch abarbeitete...Die Strudlhofstiege, eine Treppenanlage im 9. Gemeindebezirk (Alsergrund), ist mit ihrer Aura »er eigentliche Hauptacteur. Sie ist Zentrum eines breit angelegten Zeitromans mit vielen gleichberechtigen Figuren, unter denen der im Grunde unbedeutende Melzer, verabschiedeter Major, Beamter der staatlichen Tabakregie, eher formal hervorragt. Den Hintergrund des Geschehens bildet seine gescheiterte Beziehung zu Mary K., die 1925 bei einem Trambahnunfall, auf den die Gesamthandlung perspektivisch zuläuft, ein Bein verliert, während Melzer seine Liebe zu der schlichten, aber warmherzigen und sehr attraktiven Thea Rokitzer als richtig erkennt. Ein weiterer Brennpunkt ist die Familie Stangeler mit René und dessen beiden Schwestern Asta und Etelka, die Selbstmord begeht.Die Stiege symbolisiert das Hin- und Hersteigen zwischen den beiden Haupthandlungszeiträumen 1911 und 1925. Die Art, unmittelbare Erinnerung zu simulieren, entspricht dabei weitgehend der von Marcel R Proust, wenn im »kurzen Kontakt-Schluss zwischen Vergangenheit und Gegenwart die beiden Punkte identisch sind wie bei Melzers assoziativem Vorbeisturz an sich selbst durch die Tiefe der Jahre am 22. August 1925. Die Erforschung der Strukturen menschlichen Schicksals nannte Doderer Fatologie , die unvoreingenommene rkenntnis »Apperzeption«. Und »Menschwerdung«, eine meist positive Entwicklung, ist das grundlegende Konzept seiner Romanpoetik: mit dem eigenen Leben eins werden, Erwachsenwerden, die Welt erkennen. Eine absichtlich banale Intrige , Melzer soll mit Hilfe der Zwillinge Editha und Mimi Pastré für einen Tabakschmuggel missbraucht werden ,und eine glückliche Liebeshandlung verdeutlichen, dass Doderer den Inhalt geringer schätzte als die Form des Erzählens. Generell fallen die reiche, ironische Metaphernsprache sowie das österreichische Beamtendeutsch (Zihalismus) und auch eine Neigung zu Latinismen auf... Der Roman besteht aus vier Teilen ohne Kapitelgliederung; seine Textmassen sind wie ein Werk der Architektur oder eine Symphonie komponiert. Erzählt wird von einer kaum erscheinenden auktorialen Instanz unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg. Doderer spielt mit der Chronologie: Das Buch beginnt 1923, doch nimmt bereits der erste Satz Bezug auf den Schluss. Die beiden ersten Teile sind komplex verschachtelt mit häufigen Rückgriffen auf 1911, aber auch auf andere Phasen nach dem Ersten Weltkrieg, der planvoll ausgespart bleibt. Der dritte und vierte Teil hingegen sind vom Sommer bis zum Herbst 1925 durcherzählt. Die Spiegelung der gleichen Jahreszeiten erzeugt beim Leser den Eindruck, als stehe die Zeit, als herrsche (wie oft bei Doderer) ein immer währender Wiener Spätsommer.Wirkung: Die Strudlhofstiege bedeutete den Durchbruch des 55-Jährigen. Bis heute ist er der beliebteste Roman des Autors, eine anspruchsvolle Lektüre und zugleich der Schlüssel zum übrigen Werk. (Aus `Das Buch der 1000 Bücher` (Harenberg Verlag))`Auszüge aus dem Buch
Schlagworte: [Doderer, Heimito von, : Österreichische Literatur, 20. Jahrhundert , Familie, Tabakschmugel, verlust, Intrigen, Selbstmord, Drama, Liebe, Gesellschaftskritik, Zeitanalyse, Wiener Atmosphäre]
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Die Strudlhofstiege oder Melzer und die Tiefe der Jahre

Doderer, Heimito von
Die Strudlhofstiege oder Melzer und die Tiefe der Jahre
Biederstein Verlag GmbH München. 1985(1951) 20 cm. 910 S. Leineneinband mit OU ISBN: 3764200502 (EAN: 9783764200503 / 978-3764200503)


Gebrauchsspuren, OU mit Läsuren. Roman.Der 900-seitige Roman Die Strudlhofstiege oder Melzer und die Tiefe der Jahre gilt als das Meisterwerk von Heimito von Doderer, in dem er formale Ambitionen, souveränes, humorvolles Fabulieren, Einfangen der Wiener Atmosphäre, Gesellschafts- und Zeitanalyse sowie das Erforschen der Kräfte, die ein Leben bestimmen, zu harmonischer Balance brachte.Entstehung: Als Wehrmachtsoffizier im französischen Mont de Marsan 1941 und als Gefangener in Norwegen begann Doderer diesen reifen, die Summe seiner bisherigen Erzähltexte ziehenden Roman aus seinen Tage- und Notizbüchern zu entwickeln, die den Schreibprozess minuziös schildern. Als ihm der erste große Textabschnitt zwischenzeitlich abhanden kam, entwarf er zwecks Rekonstruktion, später aber auch im Vorgriff auf das zu Schreibende, großformatige grafische Planskizzen, die er systematisch abarbeitete...Die Strudlhofstiege, eine Treppenanlage im 9. Gemeindebezirk (Alsergrund), ist mit ihrer Aura »er eigentliche Hauptacteur. Sie ist Zentrum eines breit angelegten Zeitromans mit vielen gleichberechtigen Figuren, unter denen der im Grunde unbedeutende Melzer, verabschiedeter Major, Beamter der staatlichen Tabakregie, eher formal hervorragt. Den Hintergrund des Geschehens bildet seine gescheiterte Beziehung zu Mary K., die 1925 bei einem Trambahnunfall, auf den die Gesamthandlung perspektivisch zuläuft, ein Bein verliert, während Melzer seine Liebe zu der schlichten, aber warmherzigen und sehr attraktiven Thea Rokitzer als richtig erkennt. Ein weiterer Brennpunkt ist die Familie Stangeler mit René und dessen beiden Schwestern Asta und Etelka, die Selbstmord begeht.Die Stiege symbolisiert das Hin- und Hersteigen zwischen den beiden Haupthandlungszeiträumen 1911 und 1925. Die Art, unmittelbare Erinnerung zu simulieren, entspricht dabei weitgehend der von Marcel R Proust, wenn im »kurzen Kontakt-Schluss zwischen Vergangenheit und Gegenwart die beiden Punkte identisch sind wie bei Melzers assoziativem Vorbeisturz an sich selbst durch die Tiefe der Jahre am 22. August 1925. Die Erforschung der Strukturen menschlichen Schicksals nannte Doderer Fatologie , die unvoreingenommene rkenntnis »Apperzeption«. Und »Menschwerdung«, eine meist positive Entwicklung, ist das grundlegende Konzept seiner Romanpoetik: mit dem eigenen Leben eins werden, Erwachsenwerden, die Welt erkennen. Eine absichtlich banale Intrige , Melzer soll mit Hilfe der Zwillinge Editha und Mimi Pastré für einen Tabakschmuggel missbraucht werden ,und eine glückliche Liebeshandlung verdeutlichen, dass Doderer den Inhalt geringer schätzte als die Form des Erzählens. Generell fallen die reiche, ironische Metaphernsprache sowie das österreichische Beamtendeutsch (Zihalismus) und auch eine Neigung zu Latinismen auf... Der Roman besteht aus vier Teilen ohne Kapitelgliederung; seine Textmassen sind wie ein Werk der Architektur oder eine Symphonie komponiert. Erzählt wird von einer kaum erscheinenden auktorialen Instanz unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg. Doderer spielt mit der Chronologie: Das Buch beginnt 1923, doch nimmt bereits der erste Satz Bezug auf den Schluss. Die beiden ersten Teile sind komplex verschachtelt mit häufigen Rückgriffen auf 1911, aber auch auf andere Phasen nach dem Ersten Weltkrieg, der planvoll ausgespart bleibt. Der dritte und vierte Teil hingegen sind vom Sommer bis zum Herbst 1925 durcherzählt. Die Spiegelung der gleichen Jahreszeiten erzeugt beim Leser den Eindruck, als stehe die Zeit, als herrsche (wie oft bei Doderer) ein immer währender Wiener Spätsommer.Wirkung: Die Strudlhofstiege bedeutete den Durchbruch des 55-Jährigen. Bis heute ist er der beliebteste Roman des Autors, eine anspruchsvolle Lektüre und zugleich der Schlüssel zum übrigen Werk. (Aus `Das Buch der 1000 Bücher` (Harenberg Verlag))`Auszüge aus dem Buch
Schlagworte: [Doderer, Heimito von, : Österreichische Literatur, 20. Jahrhundert , Familie, Tabakschmugel, verlust, Intrigen, Selbstmord, Drama, Liebe, Gesellschaftskritik, Zeitanalyse, Wiener Atmosphäre]
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Die Strudlhofstiege oder Melzer und die Tiefe der Jahre von Heimito von Doderer,

Doderer, Heimito von
Die Strudlhofstiege oder Melzer und die Tiefe der Jahre von Heimito von Doderer, 45.-61 tausend.
Biederstein Verlag München. 1985 22 cm. 910 S. leineneinband mit OU ISBN: 3764200502 (EAN: 9783764200503 / 978-3764200503)


ou mit folie aufgeklebt, bibliotheksexemplar mit stempel und einträgen, guter zustand. Roman.Der 900-seitige Roman Die Strudlhofstiege oder Melzer und die Tiefe der Jahre gilt als das Meisterwerk von Heimito von Doderer, in dem er formale Ambitionen, souveränes, humorvolles Fabulieren, Einfangen der Wiener Atmosphäre, Gesellschafts- und Zeitanalyse sowie das Erforschen der Kräfte, die ein Leben bestimmen, zu harmonischer Balance brachte.Entstehung: Als Wehrmachtsoffizier im französischen Mont de Marsan 1941 und als Gefangener in Norwegen begann Doderer diesen reifen, die Summe seiner bisherigen Erzähltexte ziehenden Roman aus seinen Tage- und Notizbüchern zu entwickeln, die den Schreibprozess minuziös schildern. Als ihm der erste große Textabschnitt zwischenzeitlich abhanden kam, entwarf er zwecks Rekonstruktion, später aber auch im Vorgriff auf das zu Schreibende, großformatige grafische Planskizzen, die er systematisch abarbeitete...Die Strudlhofstiege, eine Treppenanlage im 9. Gemeindebezirk (Alsergrund), ist mit ihrer Aura »er eigentliche Hauptacteur. Sie ist Zentrum eines breit angelegten Zeitromans mit vielen gleichberechtigen Figuren, unter denen der im Grunde unbedeutende Melzer, verabschiedeter Major, Beamter der staatlichen Tabakregie, eher formal hervorragt. Den Hintergrund des Geschehens bildet seine gescheiterte Beziehung zu Mary K., die 1925 bei einem Trambahnunfall, auf den die Gesamthandlung perspektivisch zuläuft, ein Bein verliert, während Melzer seine Liebe zu der schlichten, aber warmherzigen und sehr attraktiven Thea Rokitzer als richtig erkennt. Ein weiterer Brennpunkt ist die Familie Stangeler mit René und dessen beiden Schwestern Asta und Etelka, die Selbstmord begeht.Die Stiege symbolisiert das Hin- und Hersteigen zwischen den beiden Haupthandlungszeiträumen 1911 und 1925. Die Art, unmittelbare Erinnerung zu simulieren, entspricht dabei weitgehend der von Marcel R Proust, wenn im »kurzen Kontakt-Schluss zwischen Vergangenheit und Gegenwart die beiden Punkte identisch sind wie bei Melzers assoziativem Vorbeisturz an sich selbst durch die Tiefe der Jahre am 22. August 1925. Die Erforschung der Strukturen menschlichen Schicksals nannte Doderer Fatologie , die unvoreingenommene rkenntnis »Apperzeption«. Und »Menschwerdung«, eine meist positive Entwicklung, ist das grundlegende Konzept seiner Romanpoetik: mit dem eigenen Leben eins werden, Erwachsenwerden, die Welt erkennen. Eine absichtlich banale Intrige , Melzer soll mit Hilfe der Zwillinge Editha und Mimi Pastré für einen Tabakschmuggel missbraucht werden ,und eine glückliche Liebeshandlung verdeutlichen, dass Doderer den Inhalt geringer schätzte als die Form des Erzählens. Generell fallen die reiche, ironische Metaphernsprache sowie das österreichische Beamtendeutsch (Zihalismus) und auch eine Neigung zu Latinismen auf... Der Roman besteht aus vier Teilen ohne Kapitelgliederung; seine Textmassen sind wie ein Werk der Architektur oder eine Symphonie komponiert. Erzählt wird von einer kaum erscheinenden auktorialen Instanz unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg. Doderer spielt mit der Chronologie: Das Buch beginnt 1923, doch nimmt bereits der erste Satz Bezug auf den Schluss. Die beiden ersten Teile sind komplex verschachtelt mit häufigen Rückgriffen auf 1911, aber auch auf andere Phasen nach dem Ersten Weltkrieg, der planvoll ausgespart bleibt. Der dritte und vierte Teil hingegen sind vom Sommer bis zum Herbst 1925 durcherzählt. Die Spiegelung der gleichen Jahreszeiten erzeugt beim Leser den Eindruck, als stehe die Zeit, als herrsche (wie oft bei Doderer) ein immer währender Wiener Spätsommer.Wirkung: Die Strudlhofstiege bedeutete den Durchbruch des 55-Jährigen. Bis heute ist er der beliebteste Roman des Autors, eine anspruchsvolle Lektüre und zugleich der Schlüssel zum übrigen Werk. (Aus `Das Buch der 1000 Bücher` (Harenberg Verlag))`Auszüge aus dem Buch
Schlagworte: [Doderer, Heimito von, : Österreichische Literatur, 20. Jahrhundert , Familie, Tabakschmugel, verlust, Intrigen, Selbstmord, Drama, Liebe, Gesellschaftskritik, Zeitanalyse, Wiener Atmosphäre]
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