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Joos, Katrin

Gelehrsamkeit und Machtanspruch um 1700 Die Gründung der Berliner Akademie der Wissenschaften im Spannungsfeld dynastischer, städtischer und wissenschaftlicher Interessen (Gebundene Ausgabe)


Reihe: Stuttgarter Historische Forschungen 13

Böhlau-Verlag GmbH, B”hlau Verlag GmbH & Cie, Januar 2012


334 S. - Sprache: Deutsch - ca. 10 s/w-Abbildungen auf 8 Tafeln - 237x162x30 mm

ISBN: 3412207144 EAN: 9783412207144

Die ersten wissenschaftlichen Akademien entstanden in den Metropolen London und Paris. Eine enge Symbiose von Politik, Gesellschaft und Wissenschaft nahm ihren Anfang und markierte den Beginn eines neuen Kapitels der europäischen Kultur und Wissenschaft. Berlin schien, im Gegensatz dazu, weder die politischen noch die kulturellen Voraussetzungen für eine Akademiegründung zu bieten. Dennoch entstand dort im Jahr 1700 die Akademie der Wissenschaften. Die vorliegende Studie blickt hinter den Gründungsvorgang und schildert die ersten Jahre der neuen Akademie zwischen Erfolg und drohendem Scheitern. Sie beleuchtet die besondere Gemengelage aus gelehrten Ideen, konkreten dynastischen und städtischen Interessen. Dabei zeichnet die Autorin ein faszinierendes Gesamtbild brandenburg-preußischer Machtpolitik, gesellschaftlicher Wirklichkeit und wissenschaftlicher Praxis an der Wende vom 17. zum 18. Jahrhundert.


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Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis Zusammenfassung Abstract I Einleitung 1 Hinführung zum Untersuchungsgegenstand und methodisches Konzept 2 Gliederung 3 Forschungsstand 4 Quellen II Rahmenbedingungen 1 Der Aufstieg Brandenburg-Preußens im 17. Jahrhundert 1.1 Der innenpolitische Wiederaufbau und die Stabilisierung von Staat und Gesellschaft unter Kurfürst Friedrich Wilhelm und Friedrich III./I. 1.1.1 Bedingungen, Ziele und Maßnahmen der kurfürstlichen Politik und Wirtschaft 1.1.2 Die Bedeutung der konfessionellen Spaltung für den Aufstieg Brandenburg-Preußens 1.1.3 Die Peuplierung als Mittel der Stabilisierung von Staat und Gesellschaft 1.1.4 Die Auswirkungen der politischen Veränderungen auf die Bildungs- und Kulturpolitik 1.2 Vom Kurfürstentum Brandenburg zum Königtum in Preußen 1.2.1 Das Heilige Römische Reich nach dem Dreißigjährigen Krieg 1.2.2 Der Einstieg Brandenburg-Preußens in das europäische Mächtesystem 1.2.3 Das Königtum in Preußen 1.3 Innere Dynamisierung und äußerer Anspruch als Leitmotive Brandenburg-Preußens um 1700 2 Die Entwicklung Berlins im Zusammenhang mit dem Aufstieg Brandenburg-Preußens 2.1 Die Ausrichtung Berlins als Residenzstadt 2.2 Die multikonfessionelle Zusammensetzung der Bevölkerung und deren gesellschaftliche Auswirkungen 2.3 Die Multikonfessionalität und die Entwicklung des Berliner Bildungswesen 2.4 Berlin um 1700 als Grundbedingung der Akademiegründung 3 Die Symbiose von Wissenschaft und Staat in der europäischen Akademiebewegung des 17. und 18. Jahrhunderts 3.1 Die Akademiebewegung von Platon bis Ludwig XIV. 3.2 Vom gegenseitigen Nutzen von Wissenschaft und Staat in den Akademien des 17. Jahrhunderts 3.3 Das Fehlen von Akademien als deutsches Defizit am Ende des 17. Jahrhunderts 4 Die Gründung der Brandenburgischen Societät der Wissenschaften im Spannungsfeld konzentrischer Interessenskreise 4.1 Eine unerwartete Akademie 4.2 Die Idee einer Brandenburgischen Societät der Wissenschaften 5 Staatliche, städtische und gelehrte Entwicklungen als Bedingungsfaktoren der Berliner Akademie III Das Dynastische, städtische und gelehrte Interesse an der Brandenburgischen Societät der Wissenschaften 1 Das dynastische Interesse 1.1 Die Einbettung der Akademie der Wissenschaften in die brandenburg-preußische Politik 1.1.1 Ziele und Inhalte der brandenburg-preußischen Politik unter Friedrich III./I. 1.1.2 Wissenschafts- und Kulturpolitik unter Friedrich III./I. in der Tradition des Großen Kurfürsten 1.1.3 Die Stellung der Brandenburgischen Societät der Wissenschaften in der brandenburg-preußischen Politik 1.2 Das brandenburg-preußische Herrscherpaar und die Akademie 1.2.1 Die Interessen Friedrichs III./I. 1.2.2 Das intellektuelle und persönliche Interesse der Kurfürstin Sophie Charlotte 1.3 Die Bedeutung des Hofs Friedrichs III./I. für die Akademie 1.3.1 Die Entwicklung des Geheimen Rats und der Position des "zweiten Mannes" unter Friedrichs III./I. 1.3.2 Die Rolle des Geheimen Rats bei der Gründung der Akademie 1.3.3 Der Einfluss und das Interesse des "zweiten Mannes" im Staat auf die Gründung der Akademie 2 Die Zusammenhänge von städtischen Entwicklungen und Akademiegründung in Berlin 2.1 Die Stadt als Ort der Akademiegründungen des 17. Jahrhunderts 2.2 Die Berliner Konfessionsproblematik und die Auswirkungen auf die Akademiekonzeption 2.3 Mögliche Anknüpfungspunkte einer Akademie an das Berliner höhere Bildungswesen 2.4 Die Verbindung des Berliner gelehrten Lebens mit der Akademie 3 Das gelehrte Interesse in und außerhalb Berlins 3.1 Die Berliner Gelehrten und die Akademieidee 3.1.1 Veränderungen der Inhalte und Strukturen gelehrten Handelns im Zeichen der Frühaufklärung 3.1.2 Der Einfluss der frühaufklärerischen Ideen auf die Berliner Gelehrten 3.2 Die Berliner Gründer und ihre Interessen 3.2.1 Johann Gebhard Rabener und Johann Jacob Julius Chuno 3.2.2 Daniel Ernst Jablonski 3.3 Gottfried Wilhelm Leibniz und die Berliner Akademie 3.3.1 Die Akademieidee Gottfried Wilhelm Leibnizens bis 1697 3.3.2 Die Berliner Akademiepläne 3.4 Die Bedeutung des Negotium Irenicum für die Akademie 3.4.1 Beginn und Verlauf des Negotium Irenicum 1697 bis 1706 3.4.2 Die Interessen hinter den Unionsverhandlungen 3.4.3 Die Verbindungen des Negotium Irenicum und der Berliner Sozietät 4 Eine Akademie im Spannungsfeld unterschiedlichster Interessen entsteht IV Die Entwicklung und Arbeit der Akademie in den ersten Jahren ihres Bestehens im Spannungsfeld der Ansprüche und Interessen 1 Die Konzeption der Berliner Akademie als Spiegel des Spannungsfelds der Gründungsinteressen 2 Die Mitgliederzuwahlen im Spannungsfeld von Anspruch und Realität 3 Die gescheiterte wissenschaftliche Öffentlichkeit 4 Geweckte und enttäuschte Erwartungen als Hintergrund der fehlenden Öffentlichkeit 5 Leibniz und der Versuch, die Akademiearbeit zu aktivieren V Der Zusammenhang zwischen dem Spannungsfeld der Interessen und dem Scheitern der Akademie in ihren ersten Jahren - ein Fazit Literaturverzeichnis 1 Quellen in Archiven und Bibliotheken 1.1 Archiv der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften Bestand PAW (1700-1812) 1.2 Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz Berlin 1.3 Staatsbibliothek zu Berlin PK 2 Gedruckte Quellen 3 Sekundärliteratur Abstract

Über den Autor

Katrin Joos wurde mit dieser Studie 2009 an der Universität Stuttgart promoviert.


ISBN 3-412-20714-4

ISBN 978-3-412-20714-4

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Gelehrsamkeit und Machtanspruch um 1700.   Die Gründung der Berliner Akademie der Wissenschaften im Spannungsfeld dynastischer, städtischer und wissenschaftlicher Interessen.  (Stuttgarter Historische Forschungen, Bd. 13).

Joos, Katrin:
Gelehrsamkeit und Machtanspruch um 1700. Die Gründung der Berliner Akademie der Wissenschaften im Spannungsfeld dynastischer, städtischer und wissenschaftlicher Interessen. (Stuttgarter Historische Forschungen, Bd. 13).
Köln: Böhlau, 2012. 334 S., Lit.verz. Reg. Kart. *neuwertig*. EAN: 9783412207144 (ISBN: 3412207144)


Die ersten wissenschaftlichen Akademien entstanden in den Metropolen London und Paris. Eine enge Symbiose von Politik, Gesellschaft und Wissenschaft nahm ihren Anfang und markierte den Beginn eines neuen Kapitels der europäischen Kultur und Wissenschaft. Berlin schien, im Gegensatz dazu, weder die politischen noch die kulturellen Voraussetzungen für eine Akademiegründung zu bieten. Dennoch entstand dort im Jahr 1700 die Akademie der Wissenschaften. Die vorliegende Studie blickt hinter den Gründungsvorgang und schildert die ersten Jahre der neuen Akademie zwischen Erfolg und drohendem Scheitern. Sie beleuchtet die besondere Gemengelage aus gelehrten Ideen, konkreten dynastischen und städtischen Interessen. Dabei zeichnet die Autorin ein faszinierendes Gesamtbild brandenburg-preußischer Machtpolitik, gesellschaftlicher Wirklichkeit und wissenschaftlicher Praxis an der Wende vom 17. zum 18. Jahrhundert.
Schlagworte: ND00; Geschichte

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