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Die Deutschen östlich von Oder und Neisse 1945-1950. Dokumente aus polnischen Archiven. Bd 2. Die Deutschen östlich von Oder und Neiße 1945-1950. Dokumente Wojewodschaft Schlesien (Oberschlesien) (Gebundene Ausgabe) von Wlodzimierz Borodziej (Herausgeber), Hans Lemberg (Herausgeber)

2003
Verlag Herder-Institut Verlag Herder-Institut 2003 Hardcover 768 S. ISBN: 3879692947 (EAN: 9783879692941 / 978-3879692941)


Zustand: gebraucht - sehr gut, In den neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts haben aktuelle Ereignisse wie der Bürgerkrieg im ehemaligen Jugoslawien die Probleme „ethnischer Säuberungen"" wieder auf die Tagesordnung gesetzt, die seit den großen, gewaltsamen Bevölkerungsverschiebungen der vierziger Jahre in Europa abgeschlossen zu sein schienen. Gleichzeitig hat die demokratische Erneuerung in den Staaten Ostmitteleuropas Tabus beseitigt, die in der kommunistischen Ära die Aufarbeitung der Vertreibung und Aussiedlung deutscher Bevölkerung nach Kriegsende blockiert haben. Zudem hat die Normalisierung der deutsch-polnischen Beziehungen die Möglichkeiten wissenschaftlicher Zusammenarbeit erheblich erweitert. Eine Arbeitsgruppe deutscher und polnischer Historikerinnen und Historiker hat unter Leitung von W?odzimierz Borodziej und Hans Lemberg die Chance genutzt und in den Jahren 1997-2000, gefördert von der Stiftung für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit und der Robert Bosch Stiftung, in polnischen Archiven Dokumente gesammelt, die das Schicksal der Deutschen im polnischen Machtbereich von 1945-1950 beleuchten. Aus mehreren Zehntausenden von Dokumenten wurde eine Auswahl von etwa 2000 zusammengestellt, die nun in einer vierbändigen Edition, versehen mit ausführlichen Einleitungen der Herausgeber und der Bearbeiter, ein Bild von der Lage der Deutschen im Bereich des heutigen Polen in den Jahren unmittelbar nach Kriegsende vermitteln können. Dieses Bild ergänzt die bisherigen Informationen, die durch die in der mehrbändigen „Dokumentation der Vertreibung der Deutschen aus Ost-Mitteleuropa"" veröffentlichten Erlebnisberichte schon seit den fünfziger Jahren bekannt sind, nunmehr aus der Sicht der zeitgenössischen polnischen Behördenakten auf gesamtstaatlicher, aber auch Wojewodschafts- und Kreisebene, von Militäreinheiten, Parteiorganen oder jenen Spezialverwaltungen, die mit der Aussiedlung der Deutschen und ihrer Behandlung während ihres Verbleibens in Polen betraut waren. Aus dieser größten bisherigen Dokumentation zum Thema, die parallel in einer deutschen und einer polnischen Ausgabe erscheint, läßt sich ein anschauliches, differenziertes und in vielen Aspekten neues Bild nicht nur über die Vorgänge und Begleitumstände von Vertreibung und Aussiedlung der Deutschen gewinnen, sondern auch über die vielfach eingeschränkten Lebensbedingungen der Deutschen jenseits von Oder und Neiße in der Nachkriegszeit im Spannungsfeld von Roter Armee, polnischen Behörden, rückkehrenden deutschen Flüchtlingen, polnischen Zuwanderern, Angehörigen „autochthoner"" Gruppen, wie Masuren, Schlonsaken oder Kaschuben - auch im Wechsel ethnischer Zugehörigkeiten, in der alltäglichen Not und existentiellen Unsicherheit, im Chaos der ersten improvisierten Nachkriegsverwaltungen, in der Willkür von Lagern und Zwangsarbeit und in einem langsam in Richtung auf stalinistische Verhältnisse umgestalteten Rechtssystem. Dies alles führte dazu, daß, wie es im Titelzitat aus einem abgefangenen Brief einer Deutschen heißt, vielen die Heimat zu einem „fremden Land"" wurde. - Die Dokumentation soll nicht anklagen, sondern sie soll durch klarere Erkenntnis der Einstellungen, Verhaltensweisen und Probleme der Menschen vor einem halben Jahrhundert zu einem besseren Verständnis der schwierigen deutsch-polnischen Vergangenheit beitragen. Bereits im Jahre 2000 ist Band 1 dieser Dokumentenedition erschienen.
Schlagworte: In den neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts haben aktuelle Ereignisse wie der Bürgerkrieg im ehemaligen Jugoslawien die Probleme „ethnischer Säuberungen"" wieder auf die Tagesordnung gesetzt, die seit den großen, gewaltsamen Bevölkerungsverschiebungen der vierziger Jahre in Europa abgeschlossen zu sein schienen. Gleichzeitig hat die demokratische Erneuerung in den Staaten Ostmitteleuropas Tabus beseitigt, die in der kommunistischen Ära die Aufarbeitung der Vertreibung und Aussiedlung deutscher Bevölkerung nach Kriegsende blockiert haben. Zudem hat die Normalisierung der deutsch-polnischen Beziehungen die Möglichkeiten wissenschaftlicher Zusammenarbeit erheblich erweitert. Eine Arbeitsgruppe deutscher und polnischer Historikerinnen und Historiker hat unter Leitung von W?odzimierz Borodziej und Hans Lemberg die Chance genutzt und in den Jahren 1997-2000, gefördert von der Stiftung für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit und der Robert Bosch Stiftung, in polnischen Archiven Dokumente gesammelt, die das Schicksal der Deutschen im polnischen Machtbereich von 1945-1950 beleuchten. Aus mehreren Zehntausenden von Dokumenten wurde eine Auswahl von etwa 2000 zusammengestellt, die nun in einer vierbändigen Edition, versehen mit ausführlichen Einleitungen der Herausgeber und der Bearbeiter, ein Bild von der Lage der Deutschen im Bereich des heutigen Polen in den Jahren unmittelbar nach Kriegsende vermitteln können. Dieses Bild ergänzt die bisherigen Informationen, die durch die in der mehrbändigen „Dokumentation der Vertreibung der Deutschen aus Ost-Mitteleuropa"" veröffentlichten Erlebnisberichte schon seit den fünfziger Jahren bekannt sind, nunmehr aus der Sicht der zeitgenössischen polnischen Behördenakten auf gesamtstaatlicher, aber auch Wojewodschafts- und Kreisebene, von Militäreinheiten, Parteiorganen oder jenen Spezialverwaltungen, die mit der Aussiedlung der Deutschen und ihrer Behandlung während ihres Verbleibens in Polen betraut waren. Aus dieser größten bisherigen Dokumentation zum Thema, die parallel in einer deutschen und einer polnischen Ausgabe erscheint, läßt sich ein anschauliches, differenziertes und in vielen Aspekten neues Bild nicht nur über die Vorgänge und Begleitumstände von Vertreibung und Aussiedlung der Deutschen gewinnen, sondern auch über die vielfach eingeschränkten Lebensbedingungen der Deutschen jenseits von Oder und Neiße in der Nachkriegszeit im Spannungsfeld von Roter Armee, polnischen Behörden, rückkehrenden deutschen Flüchtlingen, polnischen Zuwanderern, Angehörigen „autochthoner"" Gruppen, wie Masuren, Schlonsaken oder Kaschuben - auch im Wechsel ethnischer Zugehörigkeiten, in der alltäglichen Not und existentiellen Unsicherheit, im Chaos der ersten improvisierten Nachkriegsverwaltungen, in der Willkür von Lagern und Zwangsarbeit und in einem langsam in Richtung auf stalinistische Verhältnisse umgestalteten Rechtssystem. Dies alles führte dazu, daß, wie es im Titelzitat aus einem abgefangenen Brief einer Deutschen heißt, vielen die Heimat zu einem „fremden Land"" wurde. - Die Dokumentation soll nicht anklagen, sondern sie soll durch klarere Erkenntnis der Einstellungen, Verhaltensweisen und Probleme der Menschen vor einem halben Jahrhundert zu einem besseren Verständnis der schwierigen deutsch-polnischen Vergangenheit beitragen. Bereits im Jahre 2000 ist Band 1 dieser Dokumentenedition erschienen.

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ISBN 3-87969-294-7

ISBN 978-3-87969-294-1

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