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Friedrich, Hugo:
Die Struktur der modernen Lyrik. Von Baudelaire bis zur Gegenwart. Mit einem Vorwort des Verfassers. Mit einem enzyklopädischen Stichwort (Zur vorherigen Lektüre empfohlene Einführung in den Problemkreis, dem das Thema entstammt): "Moderne Lyrik". Im Anhang: Gedichte des 20. Jahrhunderts mit Übersetzungen. Mit Literaturhinweisen, Namen- und Sachregister. Mit einer Kurzbiografie des Verfassers. - (=rowohlts deutsche enzyklopädie; rde 25: Sachgebiet Literaturwissenschaft).
Erstausgabe. Reinbek bei Hamburg, Rowohlt Taschenbuch Verlag, 1956. 214 (10) Seiten. Einbandentwurf: Karl Gröning und Gisela Pferdmenges. 19 cm. Taschenbuch. Kartoniert mit Leinenrücken.


Guter Zustand. - "Die von Ernesto Grassi herausgegebene "rde" sollte das "Wissen des 20. Jahrhunderts im Taschenbuch" versammeln und "jedem geistig Interessierten alle Gebiete der Wissenschaft durch ihre angesehensten Vertreter erschließen". Dies geschah nicht in alphabetisch geordneten Artikeln, sondern in Monographien zu den einzelnen Fachgebieten bzw. Themen. Als Beiträger wurden u.a. gewonnen: Hans Sedlmayr, Helmut Schelsky, J. Robert Oppenheimer, Hans-Jürgen Eysenck, Siegfried Giedion, Adolf Portmann, Johan Huizinga, Mircea Eliade, Franz Altheim, Ernst Benz, Gustav Rene Hocke, Arnold Gehlen, Ludwig Marcuse, Wolfgang Kayser, Richard Alewyn, Robert von Ranke-Graves, Hans Eggers, Friedrich Jonas, Rudolf Bultmann, Marion Gräfin Dönhoff. Während die Mehrzahl der Texte eigens für die Reihe verfaßt worden ist, erschienen einige (z. B. von Theodor W. Adorno, Albert Einstein, Georg Lukacs) als Lizenzausgabe. - Aufgezeigt werden die überpersönlichen, überrationalen und über die Jahrzehnte hinwegreichenden Symptome der modernen Lyrik. Unter 'modern' wird die gesamte Epoche seit Baudelaire verstanden, unter 'Struktur' ein organisches Gefüge, eine typenhafte Gemeinsamkeit lyrischen Dichtens. Das kritische Bewußtsein, die intellektuelle Phantasie und die analytische Sprachkraft Hugo Friedrichs gelten als vorbildlich für jede Stiluntersuchung und Werkinterpretation. - Hugo Friedrich (* 24. Dezember 1904 in Karlsruhe; † 25. Februar 1978 in Freiburg im Breisgau) war ein deutscher Romanist. Neben seiner Forschung zur klassischen französischen Literatur, die in mehreren Buch-Veröffentlichungen mündete, gilt seine Strukturanalyse der modernen Lyrik als Meilenstein. Als hervorragender Rhetoriker begeisterte er seine Auditorien in Vorlesungen durch gleichermaßen ausgefeilte wie verständliche Formulierungen selbst komplizierter Sachverhalte. Friedrich studierte in Heidelberg und München Germanistik, Philosophie, Romanistik und Kunstgeschichte. Nach seiner Habilitation über das antiromantische Denken in Frankreich wurde er 1937 nach Freiburg im Breisgau berufen, wo er bis 1970 lehrte. Trotz seiner strikten Ablehnung, eine eigene Schule gründen zu wollen, verbreitete sich seine Lehre durch mehrere Habilitanden und beeinflusst die Romanistik bis heute. Mit seinen Werken wurde er bis weit über die Grenzen seines Faches berühmt. Friedrichs Augenmerk galt der Form und Struktur der Literatur mindestens so sehr wie deren Inhalt; mit seinem Werk Die Struktur der modernen Lyrik hatte er auch die größten Erfolge: "Dichtung ... kannte schon immer Augenblicke, in denen der Vers sich zu einer Eigenmacht des Tönens hob, die zwingender wirkt als sein Gehalt. (...) Doch hat älteres Dichten in solchen Fällen nie den Gehalt preisgegeben, eher danach getrachtet, ihn eben durch die Klangdominante in seiner Bedeutung zu steigern. (...) Seit der europäischen Romantik treten andere Verhältnisse auf. (...) Stärker als bisher schieden sich in der Sprache die Funktion der Mitteilung und die Funktion, ein unabhängiger Organismus musikalischer Kraftfelder zu sein. (...) Die Möglichkeit ist erkannt, ein Gedicht durch eine Kombinatorik entstehen zu lassen, die mit den tönenden und rhythmischen Elementen der Sprache schaltet wie mit magischen Formeln. Aus ihnen, nicht aus der thematischen Planung, kommt dann ein Sinn zustande - ein schwebender unbestimmter Sinn, dessen Rätselhaftigkeit weniger von den Kernbedeutungen der Worte verkörpert wird als vielmehr von ihren Klangkräften und semantischen Randzonen." (Hugo Friedrich, Die Struktur der modernen Lyrik, Hamburg 1970, 3. Aufl. der erweiterten Neuausgabe S. 50). http://de.wikipedia.org/wiki/Hugo_Friedrich.
Schlagworte: Literaturtheorie, Literaturgattungen, Literatursoziologie, Literaturepochen, Literaturrezeption, Sprachwissenschaft, Literaturgeschichte, Literaturwissenschaft, Literaturwissenschaften, Literaturrecherche, Literaturinterpretation, Hermeneutik, Germanistik, Buchhandelsgeschichte, Buchgeschichte, Buchkunde, Taschenbücher vor 1970, Taschenbuchreihen, Buchmarkt, Buchreihen, Verlage, Buchhandel, Buchwissenschaft, Verlagsgeschichte, Buchwesen, Verlagswesen, Antiquariat, Lektoriat, NDL, Literaturgeschichte, Studium, Wissenschaft, Analyse, Deutung, Literaturkritik, Abschlüsse, Leseliste, Reading list, Kanon, Interpretation, Erkenntnisproblematik, Erkenntnis, Lyrik, Poesie, Lyriktheorie, Gedichte, Literatur des 20. Jahrhunderts, Rimbaud, Trakl Eliot, Benn, Valery, Montale, Krolow, Guillen, Eluard, Ungaretti, Alberti, Mallarme, Apollinaire, Garcia Lorca, Saint-John Perse

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Günther, Joachim und Rudolf Hartung:
Lyrik unserer Zeit. Eine Veröffentlichung der Neuen deutschen Hefte. Herausgegeben von Joachim Günther und Rudolf Hartung. Mit einem Vorwort der Jury. Lyrik unserer Zeit. Mit Kurzbiografien der Beiträger. Beiträge von Jürgen Becker, Erich Fried, Gertrud Fussenegger, Peter Härtling, Karl Krolow, Christoph Meckel, Jens Rehn, Wolfdietrich Schnurre, Eva Schwimmer, Walter Bauer, Friedrich Achleitner, Hans Baumann, F.J. Behnisch, Ernst Günther Bleisch, I. Bodden, W. Brückmann, F. Büchler, C: Busta, M.G. Buttig, H. Cabanis, A. Claes, H.W. Cohn, G. Diettrich, T. Ehlert, Siegfried Einstein, E. Exner, J. Franksen, S. Freiberg, W.H. Fritz, A. Gosztony, H. Gstettner, J. Guggenmos, E. Haller, A. Hegemann, H.R. Hilty, K. Hoff, K. Ihlenfeld, H.E. Käufer, Linus Kefer, Eckhart Klessmann, E. Kottmeier, E.v. Kreutzinger, J. Lassl, C. Lavant, W. Lohmeyer, G. Mall, R. Marwitz, W. Meckauer, I. Meidinger-Geise, E. Meister, H. Micko, I. Molzahn, J. Mossdorf, D. Mühringer, H. Müller-Beer, Dagmar Nick, U. Oberlin, R. Paulsen, H. Pfandler, E. Pfeiffer, H. Pieritz, K.v. Rath, H Rubinstein, T. Rübner, H. Rück, W. Schmied, W. Schmiele, A.A. Scholl, Sigel, H.M. Soik, Jörg Steiner, E. Stoll, G.-K. Thilo, P. Thun-Hohenstein, H. Timar, H. Unbehaun, Gerhard Valentin, M. Waning, J. Weidenheim, Erik G. Wickenburg und R. Wittkopf.
Gütersloh, Bertelsmann Verlag, [1957]. 89 Seiten. 24 cm. Illustrierte Originalbroschur.


Guter Zustand. Aus der Bibliothek des Lyrikers Ernst Günther Bleisch, dem ehemaligen Leiter des Münchner "Seerosenkreises". Sonderheft mit zumeist unveröffentlichten Gedichten, die für ein Lyrik-Preisausschreiben eingereicht worden waren, das die Österreicherinnen Christine Busta, Christine Lavant und Doris Mühringer gewonnen hatten. - Schlütter A579. - Im Anhang 'Ein Briefwechsel' zu einer Interpretation des Gedichtes 'Parabel von den weise gewordenen Jungfrauen' von Christine Busta.
Schlagworte: Lyrik / Poesie, Wiederaufbau, Anthologie/Anthologien, Gedichtsammlung, Deutsche Literatur nach 1945, Nachkriegsdeutschland, Lyrikanthologie, Nachkriegszeit, Nachkriegsliteratur, , Deutsche Literatur der fünfziger Jahre

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Ds zweite Buch der Ernte

[Deutsche Lyrik] - Will Vesper und Käte Vesper Waentig:
Ds zweite Buch der Ernte aus 8 Jahrhunderten duetscher Lyrik gesammelt von Will Vesper , geschmückt von Käte Vesper Waentig
1.-30.Tausend Wilhelm Langwiesche Brand Ebenhsuen, 1910. 446 s. 8°, gebundene Ausgabe, Leinen


Sehr schönes Ex in braunem Glanzleinen mit Goldprägung auf Titel . Rücken komplett mit Ornamentik überzogen. Sehr schön !. Seiten mehr als gut. Kopfschnitt in Gold. Herrlicher Buchschmuck. Deutsche Lyrik aus 8 Jahrhunderten. Beeindruckende Ausgabe !! Wir führen auch den 1. Band.
Schlagworte: Deutsche Lyrik

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Aspekte zeitgenössischer deutscher Lyrik

[Lyrik] - Karl Krolow:
Aspekte zeitgenössischer deutscher Lyrik
1. Auflage Gütersloher Verlagshaus Mohn, 1961. 173 s. Broschiert


Gut erh.Ausgabe mit ganz leichten Einbandspuren.Seiten minim Randbräunung sonst sehr gut. Aus dem Inhalt : Möglichkeiten zeitg. deutscher Lyrik, Grenzen , Beschaffenheit, das politische öffentliche Gedicht, Das Gedicht als Spiel. Verstummen, Schweigen und Leere im zeitg. deutsch. Gedicht . Register.
Schlagworte: Lyrik

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[Lyrik] - Dieter Hasselblatt:
Lyrik heute Kritische Abenteuer mit Gedichten
Signum Verlag Gütersloh, 1963. 314 Seiten Broschiert


Gebrauchtes Ex. mit Unterstreichungen bei einigen Seiten und Spuren am Einband. Innen sonst gut bis sehr gut. Dieses Buch über moderne Lyrik soll nicht zur Entspannung dienen, sondern zu Erregung von Ärgernis.
Schlagworte: Lyrik

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Glomb, Ronald (Herausgeber):
Neue deutsche Lyrik. Mit Kurzbiografien der Beiträger. - (=Heyne-Buch 29 ; Lyrik Band 63).
Erstausgabe. München, Heyne Verlag, 1989. 124 Seiten. 18 cm. Taschenbuch. Kartoniert. ISBN: 3453030141 (EAN: 9783453030145 / 978-3453030145)


Seiten papierbedingt gebräunt. Guter Zustand. Aus der Bibliothek des Lyrikers Ernst Günther Bleisch, dem ehemaligen Leiter des Münchner "Seerosenkreises". Ein Lieferschein des Heyneverlags liegt bei.
Schlagworte: Lyrik / Poesie, Germanistik, Anthologie/Anthologien, Deutsche Literatur nach 1945, Lyrikanthologie, Lyriktheorie, Literaturtheorie, Deutsche Literatur der 80-er Jahre, Gedichte, Literaturwissenschaft, Literaturwissenschaften, Deutsche Literatur der fünfziger Jahre

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[Lyrik] - Kraft, Gisela (Hrsg.):
Eremiten-Alphabet 1988. Räderzeit - Lyrik aus der DDR. Ein Lyrik-Almanach. Mit Texten von Wilhelm Bartsch, Ulrich Berkes, Thomas Böhme, Benedikt Dyrlich, Hinnerk Einhorn, Bernd-Dieter Hüge, Wulf Kirsten, Kito Lorenc, Steffen Mensching, Holger Teschke, Walter Werner, Michael Wüstefeld.
Reihe: Broschur 152. Verlag Eremiten-Presse Düsseldorf, 1988. 118 S., 8°, Broschiert mit OSU, ISBN: 3873652382 (EAN: 9783873652385 / 978-3873652385)


erschien in einer Aufl. von nur 800 Expl., sehr schönes Buch
Schlagworte: Lyrik

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[Lyrik] - Höllerer, Walter:
Theorie der modernen Lyrik. Dokumente zur Poetik 1.
Rowohlt, 1965. Broschiert 445 S. ordentliches Exemplar, Gebrauchsspuren vor allem am Einband, berieben Zustand: 3, gut - gebraucht, Theorie der modernen Lyrik. Dokumente zur Poetik 1., Höllerer, Walter Softcover/Paperback


Antiquarisch gut erhalten, Zustand: gut - gebraucht K2643
Schlagworte: Gedichte, Lyrik, Prosa, Werksausgaben

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Postmoderne Lyrik - Lyrik in der Postmoderne. Studien zu den romanischen Literaturen der Gegenwart.

Penzkofer, Gerhard (Hrsg.):
Postmoderne Lyrik - Lyrik in der Postmoderne. Studien zu den romanischen Literaturen der Gegenwart.
Würzburg : Königshausen & Neumann, 2007. 284 S. : Ill. Broschiert. EAN: 9783826033452 (ISBN: 3826033450)


Sehr gutes Ex. - Gerhard Penzkofer -- Vorwort -- Postmoderne Lyrik - Lyrik in der Postmoderne -- ELISABETH BAUER -- Voyage en Digitalie -- Französische Lyrik im Zeichen des Computers -- ROBERT FAJEN -- Poesie der Allgegenwart -- Zur Lyrik der scrittori cannibali -- THORSTEN GREINER -- "L`ipotesi che tutto sia un bisticcio" -- Zur Lyrik des späten Montale -- KURT HAHN -- ICI en deux -- Zum Verhältnis von Subjekt und Materialität in Andre Du Bouchets -- luftigem Schreiben -- MARTHA KLEINHANS -- Die italienische Dichterin Patrizia Valduga -- Violente Mystik und lyrisches, Medikament oder postmoderne -- Nichtigkeiten? -- MARCO KUNZ -- Lyrik und Terrorismus: -- Die Madrider Attentate vom 11. März 2004 und ihre poetische -- Verarbeitung -- WOLFRAM NITSCH -- Die verbotene Kammer -- Photographie und Poesie bei Gerard Mace -- HENRIETTE PARTZSCH -- Rhetorik des Authentischen -- Eine Annäherung an die spanische Lyrik unter den Vorzeichen -- der Postmoderne HANS PASCHEN -- "mit dingen sprechen": poesia anti-diarreica -- Das Verhältnis der Poetik Joäo Cabral de Melo Netos zur Diskussion -- um die Postmoderne -- GERHARD PENZKOFER -- Die Sehnsucht nach dem Heiligen -- Moderne und Postmoderne in Pierre Garniers poesie spatiale -- STEFANIE RUBENIS -- Quindici Desideri von Alda Teodorani -- Ein pulp-lyrisches Ton-Bild-Text-Werk -- IRMGARD SCHAROLD -- "Pardonner a l`Histoire" -- Exil und ,errance` in Esther Tellermanns Guerre extreme (1999) -- MONIKA SOKOL Postmoderne-Diskussion und Rap -- Anmerkungen und Ausblicke. - Postmoderne Wirklichkeitsdeutungen stützen sich vor allem auf narrative Weltentwürfe und auf die erzählenden Gattungen. Die Lyrik spielt, wenn überhaupt, eine untergeordnete Rolle. Das liegt vermutlich daran, dass lyrische Texte zum Teil seit jeher realisieren, was postmoderner Literatur eigen sein soll. Der Dialog von Diskursen und Texten, Überschreibungen und polyphone Textarrangements zeichnen lyrisches Sprechen immer schon aus. Auf der anderen Seite öffnet sich Lyrik wegen ihres Formanspruches nur ungern der einfachen Lektüre. Sie sind sprachlich kompliziert, überdeterminiert, dominant poetisch und deshalb oft keine Unterhaltungsliteratur. Nicht zuletzt scheint Lyrik wenig Vorliebe für den großen Metadiskurs zu verspüren. Vielleicht ist ihr sogar eine Anti-Diskursivität eingeschrieben, die ihren Einsatz für diskursorientierte Epochen- oder Stilabgrenzungen problematisch macht. Mit dieser Widerspenstigkeit lyrischer Gattungen deutet sich das Anliegen dieses Bandes an. Semen Beiträgen geht es um die Inventarisierung und Beschreibung charakteristischer Paradigmen, Formen und Intentionen romanischer Gegenwartslyriken aus der Perspektive des behaupteten Endes der Moderne und ihrer postmodernen Fortsetzungen. Sie zielen nicht auf eine Fortsetzung, Neubegründung oder Korrektur der Postmoderne-Diskussion aus der Perspektive der Lyrik, sondern umgekehrt auf die Diskussion der Gegenwartslyrik aus der Sicht des postulierten Epochen- oder Stilwandels. Wenn dabei die Postmodernediskussion mit neuen Erkenntnissen mumtiomert wird, soll das recht sein. Den Untersuchungen sind folgende Fragen vorgegeben: Welchen Einfluss nehmen Diskurse über die Postmoderne auf die Lyrik? Partizipieren lyrische Texte am postmodernen Merkmalskatalog, in welchem Umfang und mit welcher Absicht (plurahstische Zitatmontagen und Medieninterferenzen; Identifikation mit Pop, Rap, Film oder Video; besondere Arten der Performanz u. a.)? Gibt es lyrische Texte, die sich programmatisch nach dem Ende der Moderne situieren? Setzt sich die romanische Gegenwartslyrik überhaupt mit dem Ende der Moderne auseinander? Kann Gegenwartslyrik hinter die Positionen der Avantgarden zurückfallen, so wie der Gegenwartsroman ein Erzählen vor dem Nouveau Roman zu favorisieren scheint? Oder ist umgekehrt davon auszugehen, dass die romanische Gegenwartslyrik die ästhetischen Konzeptionen der modernen Avantgarden fortschreibt? Sind die modernen Avantgarden für die Gegenwart traditionsbildend geworden? Gibt es Überschneidungen, Einverleibungen, hybride Formen, Schwellentexte, die die Poetik der modernen Avantgarden und postmoderne Textkonzeptionen vereinen, und mit welcher Absicht? Die Beiträge dieses Bandes versuchen Antworten zu finden, auch wenn sie sich nur auf enge Ausschnitte aus dem breiten Spektrum der romanischen Gegenwartslyrik beziehen. Ich meine aber, dass sie eine vorsichtige Hypothesenbildung erlauben. (Vorwort) ISBN 9783826033452
Schlagworte: Romanische Sprachen, Lyrik, Gegenwartslyrik, Literatur

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