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Die Weltbühne 1918 - 1933. Der Schaubühne XVI. - XXIX. Jahr. Wochenschrift für Politik, Kunst, Wirtschaft. Herausgegeben von Siegfrid Jacobsohn, Kurt Tucholsky und Carl von Ossietzky. Vollständiger Nachdruck der Jahrgänge 1918 - 1933. 16 Bände und 1 Begleitband: ‘Das Drama der Republik‘ Zum Neudruck der Weltbühne zwei Essays von Axel Eggebrecht und Dietrich Pinkerneil.
Königstein/Ts.: Athenäum Verlag, 1978 - 1979. Zusammen ca 27.000 Seiten. 19, 5 x 12, 5 cm, ziegelrote Original-Kartoneinbände mit Rücken- und Deckeltitel.


"Siegfried Jacobsohn begründete im Jahre 1905 die Zeitschrift ‘Die Schaubühne‘, die er ab Heft Nr. 14 im Jahre 1918 in ‘Die Weltbühne‘ umbenannte. Die im Jahrgang 1918 fehlenden Seiten 1 - 306 gehören also noch zur ‘Schaubühne‘ , die in diesen Nachdruck nicht mit aufgenommen wurden." Hinweis-Blatt zum ersten Band der WB. - "Nachdem Tucholsky, von Jacobsohn hoch geschätzt, schon seit Beginn der 20er Jahre der Zeitschrift das Gesicht gegeben hatte, übernahm er nach dem Tode des Gründers die Redaktion, ohne freilich dafür prädestiniert und darüber glücklich zu sein. Zum Glück für ihn und das Blatt nahm ihm Ossietzky dieses Amt ab, und unter seiner kühnen Leitung erreichte ‘Die Weltbühne‘ bei überparteilich-demokratischer Haltung ihrer kultivierteste und zugleich aktivste Periode, unter Mitarbeit aller bedeutenden fortschrittlichen Geister der Zeit. . . . Mitarbeiter nach 1918: Peter Altenberg, Julius Bab, Hugo Ball, Walter Benjamin, Rudolf G. Binding, Franz Blei, Ernst Bloch, Bernhard von Brentano, Max Brod, Cassirer, Alfred Döblin, Axel Eggebrecht, Ilja Ehrenburg, Arthur Eloesser, Lion Feuchtwanger, Otto Flake, Egon Friedell, André Gide, Maximilian Harden, Moritz Heimann, Kurt Hiller, Arthur Holitscher, Richard Huelsenbeck, Hermann Kasack, Klabund, Annette Kolb, Karl Kraus, Leo Lania, Else Lasker-Schüler, Richard Leonhard, Oskar Loerke, Emil Ludwig, Heinrich und Thomas Mann, Marcuse, Fritz Mauthner, Walter Mehring, A.R. Meyer, Erich Mühsam, Ernst Niekisch, Pinthus, Alfred Polgar, Hans Reimann, Ringelnatz, Rowohlt, Salomon, Sieburg, Frank Thieß, Ernst Toller, Kurt Tucholsky, Vaihinger, Viertel, Walden, Walser, Wauer, Weiner, Carl Zuckmayer, Arnold Zweig und andere." " (Schlawe 2, S. 80/81).- Noch gut erhaltenes und gut brauchbares Exemplar.
Schlagworte: Weltbühne 1918 - 1933 Peter Altenberg, Julius Bab, Hugo Ball, Walter Benjamin, Rudolf G. Binding, Franz Blei, Ernst Bloch, Bernhard von Brentano, Max Brod, Cassirer, Alfred Döblin, Axel Eggebrecht, Ilja Ehrenburg, Arthur Eloesser, Lion Feuchtwanger, Otto Flake, Egon Friedell, André Gide, Maximilian Harden, Moritz Heimann, Kurt Hiller, Arthur Holitscher, Richard Huelsenbeck, Hermann Kasack, Klabund, Annette Kolb, Karl Kraus, Leo Lania, Else Lasker-Schüler, Richard Leonhard, Oskar Loerke, Emil Ludwig, Heinrich und Thomas Mann, Marcuse, Fritz Mauthner, Walter Mehring, A.R. Meyer, Erich Mühsam, Ernst Niekisch, Pinthus, Alfred Polgar, Hans Reimann, Ringelnatz, Rowohlt, Salomon, Sieburg, Frank Thieß, Ernst Toller, Kurt Tucholsky, Vaihinger, Viertel, Walden, Walser, Wauer, Weiner, Carl Zuckmayer, Arnold Zweig

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Kriegs-Echo, Wochen-Chronik ( wochenchronik des ersten Weltkriegs  in 5 Bänden gebunden in Halbleder )

Weltkrieg 1914 - 1918
Kriegs-Echo, Wochen-Chronik ( wochenchronik des ersten Weltkriegs in 5 Bänden gebunden in Halbleder ) 1914 Heft 1 - 21, 1915 Heft 22 - 73, 1916 Heft 74 - 125, 1917 Heft 126 - 177, 1918 Heft 178 - 229 -
Berlin Ullstein Verlag 1914 - 1918 5 Halblederbände mit goldenem Rückentitel, Folioformat , die Buchdeckel mit marmoriertem Papier bezogen und mit Lederecken, die Halblederrücken etwas berieben, Band 1914 und 1916 mit leichter Rücken-Läsur oben rechts( siehe auch beigefügtes Bild), insgesamt altersbedingt recht gut erhalten, ca 3400 Seiten mit vielen Fotos und Kartenskizzen im Text,die letzten Nummern 1918 Nr. 224 - 229 mit rotem Titelüberdruck: Welt - Echo, die letzte Nummer 229 ist vom 27. November 1918, in dieser Vollständigkeit selten.(oben)


*JPG-Bild verfügbar / JPG available / JPG possible *

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Nachrichten der Giessener Hochschulgesellschaft. 1918 - 1964. 1918 / 1. Jahrgang, Heft 1, Heft 2, Heft 3+ Bericht über die Gründung der Hoschschulgesellschaft. // 1919 / 2. Jahrgang, Heft 1, Heft 2 // 1920 - 1921 / 3. und 4. Jahrgang. // 1926-1927 / 5. Jahrgang, Heft 1, Heft 2, Heft 3. // 1927-1928 / 6.Band, Heft 1, Heft 2, Heft 3. // 1936 - 1937 / 11.Band, Heft 1, Heft 2, Heft 3. // 1938 / 12.Bd. // 1940 / 14.Bd. // 1941 / 15.Bd. // 1946 -1947 / 16.Bd. // 1948 / 17.Bd. // 1949 / 18.Bd. // 1950 / 19.Bd. // 1951 / 20.Bd. // 1952 / 21.Bd. // 1953 / 22.Bd. // 1954 / 23.Bd. // 1955 / 24.Bd. // 1956 / 25.Bd. // 1957 / 26.Bd. // 1958 / 27.Bd. // 1959 / 28.Bd. // 1960 / 29.Bd. // 1962 / 31. Bd. // 1964 / 33.Bd. // 34. Band. 1965. zus. € 150,--
(Erste /1./ Auflage). Giessen, Brühl´sche, 1918 -, 1965. je ca. 200 Seiten mit vielen Abb. OBrosch. In Heften. Einige Hefte mit Tabellen. // zus. € 250,--


Fast vollständige Reihe. Nur 4 Bände (= 8 Jahre) fehlen. Ab Jahr 1927 als "Band" benannt. Berichte aus Giessen und Umgebung sowie über politische Begebenheiten der Zeit. DABEI: Bericht über die Gründung der Gesellschaft von Freunden und Förderern der Universität Giessen,1918. zus. € 250,--

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Bayrischer Heimgarten 1918-1919.
München: Herausgegeben und verlegt vom bayerischen Landesverein für Heimatschutz, [1918]. 4°. 150,(2) S. Mit 12 Monatsbildern (April 1918 bis März 1919) von Richard Klein, 7 farbige (1 doppelblattgroße) Tafeln und über 100 Abbildungen und Illustrationen. Orig.-Umschlag mit Umschlagzeichnung von Richard Klein.


Erster Jahrgang. - Mit Beiträgen von Lena Christ (In der Stadt und auf dem Land; Die Ostereier der Reiserbuben), Peter Dörfler, Hans Mayr, Karl Alexander von Müller, Georg Queri (Bayrische Kriegsgschichtln; Haberfeldtreiben für die ganze Welt und noch drei Häuser; Mutter tu halt nicht greinen. Ein Bilderbogen auf das Jahr 1918), Helene Raff, August Sperl, Ludwig Thoma (Glocken-Abschied; Zeichnet die Kriegsanleihe). Karl Trautmann u.a.; Illustrationen von Otto Blümel, Otto Geigenberger, Adolf Hengeler, Paul Hey, Richard Klein, Paul Neu, Wilhelm Schulz, Rudolf Sieck, Hermann Stockmann u.a. - Rücken überklebt; vereinzelte kleine Randläsuren.
Schlagworte: Richard Klein (1890 München - 1967 Weßling)

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Jörg Drews (Hrsg.):
Das Tempo dieser Zeit ist keine Kleinigkeit : Zur Literatur um 1918
Edition Text+Kritik, 1981. Paperback, Gut ISBN: 3883770817 (EAN: 9783883770819 / 978-3883770819)


Inhalt:Klaus Ramm ,Kein wirklicher Kampf gegen die Wirklichkeit Ein paar zur Einführung referierte Überlegungen zum >AufBruch um 1918 in der Literatur ; Bernd Scheffer ,Aufbruch und Provokation Einführung in die expressionistische und dadaistische Literatur ; Hartmut Geerken ,mit wem frage ich mich 1980 in athen erreichte der deutsche philosoph & dichter salomo friedlaender/mynona der 1946 in paris auf armenkosten beerdigt wurde im jähre 1918 in wien wo er wohlgeboren war einen schöpferisch indifferenten Höhepunkt . • ; Thomas Milch ,Walter Serner. . . . . ; Nikolaus Einhorn ,Fortlauf und Hemmung Bemerkungen zur organismischen Poetik Raoul Hausmanns . ; Ludwig Harig ,Schiller-, Steh- und Gummikragen Ein biographisches Kapitel über die Transformierungsfähigkeit einer Generation ; Lothar Jordan ,Zum Verhältnis traditioneller und innovativer Elemente in der Kriegslyrik August Stramms ; Jörg Drews ,»Denn wer den Bestien seiner Zeit genügt hat angetan / der hat gelebt«. Notizen zu den Ähnlichkeiten zwischen Karl Kraus` »Die letzten Tage der Menschheit« und Otto Nebels »Zuginsfeld« ; Heinrich Vormweg ,Ein kurzer Frühling Literatur und Publikum 1918-am Beispiel Heinrich Manns ; Oskar Pastior ,Fußnoten zur rumänischen Avantgarde ; Klaus Reichert ,Gertrude Steins künftige Sprache . . ; Helmut Heißenbüttel ,Gertrude Stein, Kurt Schwitters und der Fortschritt in der Literatur ,Ein Pamphlet . . . w3148
Schlagworte: LITERATUR UM 1918 JÖRG DREWS

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Döblin, Alfred:
November 1918 [neunzehnhundertachtzehn]. Eine deutsche Revolution. Erzählwerk in drei Teilen (in 4 Bänden). Erster Teil. Bürger und Soldaten 1918. Zweiter Teil. Erster Band. Verratenes Volk. Nach dem Text der Erstausgabe (1949), mit einem Vorspiel aus Bürger und Soldaten 1918. Zweiter Teil. Zweiter Band. Heimkehr der Frontruppen. Nach dem Text der Erstausgabe (1949). Dritter Teil. Karl und Rosa. Nach dem Text der Erstausgabe (1950). 4. Band: Mit einem Nachwort von Heinz D. Osterle: Alfred Döblin Revolutionsroman. Mit einem Nachwort des Verlags. (=dtv, Band 1389)
Erste Auflage dieser Ausgabe. München, Deutscher Taschenbuch-Verlag, 1978. 360/416/486/700 Seiten. Zusammen 1944 Seiten. Dünndruckausgabe. 18 cm. Taschenbuch. Kartoniert im Schuber. ISBN: 3423013893. ISBN: 3423013893 (EAN: 9783423013895 / 978-3423013895)


Döblin, Alfred (Pseud. Linke Poot, Hans Fiedeler, Alfred Börne, N. Pim), *10.8.1878 Stettin, †28.6.1957 Emmendingen b. Freiburg/Br. D. stammt aus einer jüdischen Kaufmannsfamilie. Sein tiefstes Kindheitserlebnis war die Flucht des Vaters nach Nordamerika. 1888 zog er mit der Mutter nach Berlin um. Ab 1902 studierte er Neurologie und Psychiatrie in Berlin und Freiburg/Br., 1905 Promotion. Während der folgenden Tätigkeit in Spitälern, Laboratorien und in der Irrenanstalt zu Regensburg publizierte D. in fachwissenschaftlichen Zeitschriften (1909-13). Erzählerische und essayistische Arbeiten gingen nebenher. 1911 ließ D. sich in Berlin als Neurologe und Psychiater nieder (Kassenpraxis in Lichtenberg bis 1931, bis 1933 Privatpraxis im Westen). 1914-18 nahm er als Militärarzt am Weltkrieg teil. - 1910 begründete er mit H. Walden und L. Schreyer die expressionistische Zeitschrift "Der Sturm". Seinen ersten großen literarischen Erfolg erlebte D. mit dem Roman Die drei Sprünge des Wang-lun (1915), der ihm den Kleist- und den Fontane-Preis einbrachte. 1918 bekannte er sich zur Revolution, trat der USPD bei (bis 1920) und übte unter dem Pseudonym Linke Poot scharfe Kritik an den reaktionären Mächten der Weimarer Republik. 1921 wurde er Mitglied der SPD (bis 1930). Eine Reise nach Polen steigerte sein Interesse für christlich-jüdische Probleme (Reise nach Polen). 1928 wurde D. in die Sektion Dichtkunst der Preußischen Akademie der Künste zu Berlin gewählt. In diesem Rahmen ergaben sich - neben den seit der Mitte der 20er Jahre bestehenden freundschaftlichen Beziehungen zu B. Brecht, H.H. Jahnn, O. Loerke - besondere Beziehungen zu H. Mann, mit dem D. im Auftrag des preußischen Kultusministers C.H. Becker ein sozialpolitisches Schullesebuch bearbeitete. Mit seinem Roman Berlin Alexanderplatz hatte D. 1929 internationalen Erfolg. Anfang 1933 trat D., als Jude und Linksintellektueller bedroht, wie H. Mann, R.Huch und K.Kollwitz aus der Preußischen Akademie der Künste aus. Einen Tag nach dem Reichstagsbrand (28.2.1933) verließ er Berlin und floh nach Zürich. Am 10.5.1933 verbrannten und verboten die Nationalsozialisten D.s Werke. Als Emigrant trat D. für die zionistische "Freilandbewegung" ein. Seit August 1933 lebte D. in Paris. 1936 erhielt er die französische Staatsbürgerschaft. Er arbeitete 1939/40 im französischen Informationsministerium unter Leitung von J. Giraudoux an antifaschistischer Propaganda mit. 1940 floh D. vor den deutschen Truppen über Portugal in die USA, wo er in New York, Los Angeles und Hollywood lebte. Seine Enttäuschung über das Versagen der Intellektuellen und eine schwere persönliche Krise versuchte D. 1941 durch den förmlichen Übertritt zum Katholizismus zu lösen (s. den autobiographischen Bericht Schicksalsreise). Bereits im November 1945 kehrte D. als kulturpolitischer Mitarbeiter der französischen Militärregierung nach Deutschland zurück. Er gab in Baden-Baden die Zeitschrift "Das goldene Tor" heraus (1946-51) und wurde 1949 Mitbegründer und Vizepräsident der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz. 1953-56, enttäuscht von den Entwicklungen in Westdeutschland, hielt er sich in Paris auf. Er kehrte als Schwerkranker 1956/57 in die Bäder des Schwarzwaldes zurück. Erste Jugendversuche blieben unveröffentlicht und werden erst heute in ihrer Bedeutung für D.s Entwicklung erkannt. Schon als Primaner hatte D. unter dem Einfluß F. Hölderlins und H.v. Kleists einen lyrischen Ich-Roman geschrieben, der eines der Hauptthemen von D.s mittlerer Schaffensphase, die Sehnsucht nach Vereinigung des Individuums mit der Natur, aufgreift ( Jagende Rosse). Das Schwanken zwischen Askese und Teilnahme am Leben, das die Entwicklung des Erzählers bestimmt, deutet auf den frühen Einfluß F. Nietzsches hin, dem D. 1902 und 1903 Aufsätze widmete. D.s zweiter Roman aus den Jahren 1902/03, Der schwarze Vorhang. Roman von den Worten und Zufällen, ist dem Stoff nach eine Selbstanalyse, aufgebaut nach den Lehrsätzen der Sexualtheorie S. Freuds. Sprachlich zeigen sich hier erste Ansätze zu jener Stilmischung, die D.s Werk beherrschen sollte: der Verbindung exakter Sachlichkeit mit assoziativer Metaphorik, der sprachlich der Bericht einerseits, andererseits transformierende Adjektive und Adverbien entsprechen. D.s Widerspruch gegen das an klassischen Normen gewonnene Stilideal (Buffon) tritt hervor: "Ich hatte keinen eigenen Stil, den ich ein für allemal fertig als meinen (Der Stil ist der Mensch) mit mir herumtrug, sondern ich ließ immer vorsichtig den Stil aus dem Stoff kommen" (Epilog). Thematisch wird im Schwarzen Vorhang der Mutter-Sohn-Konflikt, der D.s Jugend beherrschte, zum erstenmal benutzt. D. hat über ihn in autobiographischen Aufzeichnungen (A.D. - im Buch, zu Haus, auf der Straße) berichtet und ihn in zwei späteren Romanen abermals ausgewertet (Pardon wird nicht gegeben, Hamlet). In dem folgenden Jahrzehnt entstanden kürzere Erzählungen, Märchen, Satiren, Grotesken, in denen der Neurologe die zeitgenössische Gesellschaft als eine Ansammlung von Neurotikern betrachtete. Sie erschienen in "Der Sturm" und machten D. als "Expressionisten" bekannt. Indessen bildete D. unter dem Einfluß F.T. Marinettis und A. Holz' eine eigene, den Abstraktionen des "Sturm" durchaus widersprechende, objektbezogene Literaturtheorie aus: "Was nicht direkt, nicht unmittelbar, nicht gesättigt von Sachlichkeit ist, lehnen wir ... ab" (Futuristische Worttechnik ). Er berief sich, ähnlich wie der junge F. Kafka, auf den literarischen Naturalismus. Weltanschaulich ruhen D.s Romane Die drei Sprünge des Wang-lun, Wallenstein und Berge, Meere und Giganten auf einem Pantheismus nach Spinoza, in den D. chinesisches Gedankengut (Taoismus, besonders Wang-lun) und indische Lehren (Buddhismus, besonders das Epos Manas) verwoben hatte. Hinzu trat der Einfluß A. Schopenhauers, der D. in diesem Jahrzehnt jede Bedeutung und Nützlichkeit menschlichen Handelns zugunsten einer fast mystischen Verehrung der "starken Lebenskraft von Himmel und Erde" (Wang-lun) leugnen ließ. Nach 1918 entwickelte D. mit Hilfe Hegelscher Kategorien den Begriff einer neuen höheren Einheit von Natur und menschlicher Gesellschaft. Dem Monismus und Determinismus des 19.Jhs. weiterhin zugewandt, schaffte er sich derart die Möglichkeit, geistige Bestrebungen als Ergebnisse natürlich-kollektiver Vorgänge aufzufassen (s. den Essay Der Geist des naturalistischen Zeitalters, 1924). So gelangt er in seinen beiden großen Entwicklungsromanen, Wang-lun und Berlin Alexanderplatz, zu unterschiedlichen Ergebnissen: Während Wang-lun, der chinesische Rebell, in der freiwilligen Selbstaufgabe endet, wird Franz Biberkopf, der Berliner Transportarbeiter und Hilfsportier, über dieses Stadium hinaus zu einem neuen gesellschaftlich verstandenen Freiheitserlebnis geführt. Stil und Struktur von Berlin Alexanderplatz werden durch lockere Fabelführung, die sinnvolle Verflechtung von Assoziationen, durch die Anwendung der Bewußtseinsstrom-Technik und vor allem durch einen bisher im deutschen Roman nicht ausgebildeten Wechsel der Erzählperspektive bestimmt. Einflüsse von J. Joyce und Dos Passos sind nicht anzunehmen. - Neben zeitkritischen Betrachtungen (Wissen und Verändern) hatte D. sich in den 20er Jahren mit Essays frühzeitig für Kafka, R. Musil, Jahnn, Joyce und M. Proust eingesetzt. Aus der Werkreihe, die D. in der Emigration schuf, erheben sich nur zwei Romane zu formaler Bedeutung: Pardon wird nicht gegeben, in dem D. seine Jugenderlebnisse abermals verwertet. In der Form des realistischen Gesellschaftsromans schildert er den Aufstieg und seelischen Niedergang eines wilhelminischen Besitzbürgers, dessen Lebensweg stellvertretend für die geschichtliche Entwicklung des imperialistischen Bürgertums steht. D.s letzter Roman Hamlet oder Die lange Nacht nimmt ein Ende verknüpft zeitkritische, psychoanalytische und religiöse Motive: Edward Allison kehrt als Stupider, umnachtet, aus dem Krieg heim. Eine psychotherapeutische Behandlung - vornehmlich durch Geschichtenerzählen (die Romanhandlung wurde von D. vorher entstandenen Novellen hinzugefügt) - bringt zutage, daß er unter der "Strindberg-Ehe" der Eltern und an einer zu engen Bindung an die Mutter leidet. Der Romanschluß, daß Edward in ein Kloster geht, wurde von ost- und westdeutschen Verlagen abgelehnt. D. änderte den Schlußsatz zu: "Ein neues Leben begann." Die aufgegriffenen Probleme, insbesondere dasjenige der Kriegsschuld, blieben somit ungelöst. Bei aller Sprach- und Formkraft ist D.s Denken bis zum Ende Widersprüchen verhaftet geblieben. Autorenlexikon/Systhema Schuber berieben. Buchrücken leicht gebräunt. Ungelesen. Guter Zustand.
Schlagworte: Deutsche Literatur der 50er Jahre, Literaturtheorie, Germanistik, Literarische Porträts, Selbstwertgefühl, Literaturkritik, Literaturgattungen, Literatur im Nationalsozialismus, Literatursoziologie, Literaturepochen, Literatur nach 1945, Exil, Literaturrezeption, Literaturpolitik, Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft, Literaturgeschichte, Literaturwissenschaft Literaturwissenschaften, Exilliteratur, Deutsche Literatur der fünfziger Jahre, Literaturtheorie, Marxistische, Literaturrecherche, Literaturinterpretationen, Exilschriftsteller, Literaturkanon, Literaten, Literarhistoriker, Literaturproduktion, Literaturkommentare

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Flugschrift: Eine Mahnung an die deutschen Arbeier. Die Rede des Staatsskretärs des Innern in der Sitzung des Reichstags-Hauptausschusses vom 26. Januar 1918.

[Flugschrift, Arbeiter und Soldatenräte, Revolution] - Wallraf, Max. .
Flugschrift: Eine Mahnung an die deutschen Arbeier. Die Rede des Staatsskretärs des Innern in der Sitzung des Reichstags-Hauptausschusses vom 26. Januar 1918.
Berlin, 1918 A3, einseitig bedruckt.


Vom 23. Oktober 1917 bis zum 7. Oktober 1918 war Max Wallraf Staatssekretär im Reichsamt des Innern. Als 1918 die DNVP gegründet wurde, trat er dieser Partei bei. Von 1921 bis 1924 war Wallraf Landtagsabgeordneter im preußischen Landtag für seine Partei. Im Mai 1924 wurde Wallraf für die DNVP im Wahlkreis 20 Köln-Aachen in den Deutschen Reichstag gewählt und war bis 1925 dessen Präsident. Er hatte bis 1930 als Abgeordneter ein Mandat im Parlament. Seit dem 1. Mai 1933 war er Mitglied der NSDAP.
Schlagworte: Historische Dokumente,

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Jahrbuch der Bayerischen Akademie der Wissenschaften 1918

Jahrbuch der Bayerischen Akademie der Wissenschaften 1918
München : Verlag der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, 1918. S. 175 8° , Pappband , Gutes Exemplar, Stempel


Darin: Öffentliche Sitzung am 29. Mai 1918: Ansprache des Präsidenten, Bewilligungen aus Stiftungen, Preisaufgaben, Nekrologe: v. Baeyer Adolf von Willstätter, Friedrich Johann von Prutz, Hirzel Rudolf von Rehm, Jirecek Josef Constantin von Berneker, Kern Johann Hendrik Caspar von Kühn, Mayr Karl von Doeberl, v. Müller Iwan von Rehm, Rothpletz August von Broili, v. Schmoller Gustav von Marcks, Sohm Rudolf von v. Amira, Thiele Johannes von Wieland, Villari Pasquale von Davidsohn, Allgemeine Sitzung am 17. Juli 1918: Neuwahlen, Personalstand: Verwaltung, Ehrenmitglieder, ordentliche und außerordentliche Mitglieder Auswärtige und korrespondierende Mitglieder, Besondere Kommissionen, Berichte und Protokolle der akademischen Kommissionen: Thesaurus linguae latinae, Mittelalterliche Bibliothekskataloge, Historische Kommission, Wörterbuch-Kommission, Kommission für Höhlenforschung in Bayern, Protokolle der Kartellversammlung des Verbandes deutscher wissenschaftlicher Körperschaften, Glückwunschschreiben und Adressen, Akademische Medaille „Bene merenti"

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Künstlerkarte ""Hermann Petzet, Die Stadtmühle"" (1918)
1918


Künstlerkarte ""Hermann Petzet, Die Stadtmühle"" (1918) gelaufen, Feldpost 21.1.1918

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