Viviane Forrester, die mit Terror der Ökonomie zur internationalen Symbolfigur einer neuen Protestbewegung wurde, zeigt nun, wie in westlichen Demokratien eine ideologische Diktatur entstanden ist, der nicht nur die Politik, sondern auch die Ökonomie selbst zum Opfer gefallen ist. Es ist die neoliberale Ideologie, die heute die Parteienunterschiede einebnet und nur ein Ziel kenntden puren Profit.
mehr lesen ...Schlagworte: Die Jahre der Sprachlosigkeit angesichts der Unsichtbarkeit der Globalisierungsakteure sind gezählt. Es ist mit Frau Forresters Verdienst, das Dilemma in Worte gefasst zu haben. Wenn alle Konzerne ihre Monopolisierungstendenzen und massenweisen Arbeitsplatzabbau mit der anonymen Globalisierung begründen, muss Strategie dahinter stecken. Dann gibt es keine rationalen, qualitativen Argumente mehr in der Marktwirtschaft sondern nur noch den Konkurrenten als Alibi, es ihm gleich zu tun. Und alle leiden darunterDas Gemeinwesen, dem die Steuereinnahmen vorenthalten werden. Die Arbeitslosenversicherung, der die Kosten für Arbeitslosigkeit und sog. ""Sozialpläne"" aufgebürdet werden. Die Mitarbeiter, die in vermeintliche ""Unwürde"" entlassen werden. Die Kunden, denen zunehmend vereinheitlichte Produkte mittels einer unsäglichen Werbepropagande aufgedrängt werden. Die Fondssparer, die privat für ihre Rente sparen und in eine Schizzophrenie zwischen Angst vor Arbeitsplatzverlust und schlechter Börsenentwicklung getrieben werden. Globalisierung ist als Begriff, als Vorwand für das alles geschickt gewählt, weil er keine Handelnden, keine Täter benennt. Jedoch wird klar, dass die neuen Grenzen zwischen den Großkonzernen, deren millionendotierte Jobs sich eine kleine Insidercommunity aufteilt, und ihren Angestellten sowie dem von den Monopolisten aufgeriebenen Mittelstand verläuft. Viviane Forrester, die mit Terror der Ökonomie zur internationalen Symbolfigur einer neuen Protestbewegung wurde, zeigt nun, wie in westlichen Demokratien eine ideologische Diktatur entstanden ist, der nicht nur die Politik, sondern auch die Ökonomie selbst zum Opfer gefallen ist. Es ist die neoliberale Ideologie, die heute die Parteienunterschiede einebnet und nur ein Ziel kenntden puren Profit. 5 Audio-CDs, 1 Bonus-CD im MP3-Format, Laufzeit 5:37 Stunden. Ihre Worte haben schon mindestens ein Menschenleben gerettet, erzählt die Autorin gerne. Ein Langzeitarbeitsloser wollte sich umbringen, doch dann griff er zu Der Terror der Ökonomie, dem ersten Verkaufsschlager von Viviane Forrester. Der Selbstmordkandidat musste das Buch gar nicht zu Ende lesen, denn von allen Buchseiten strömt sie wortgewaltig, die erlösende Botschaft""Du bist nicht Schuld an deiner Arbeitslosigkeit. Es ist schuld."" Diese Botschaft wiederholt sich auch im Folgewerk. Die 78-Jährige kleidet zudem die Angst in Worte, dass herkömmliche Arbeitsplätze für immer verschwinden. Aber noch mehrEs versklavt uns und zerstört unsere Gesellschaft, es ist der Anfang vom Völkermord, es ist noch vieles mehr -- und, vor allemEs ist an allem Schuld. Dieses Es war im ersten Buch die Globalisierung. Die Autorin wurde eine Heroine der Arbeitslosen (zumindest in ihrem Heimatland Frankreich), aber bekam auch Kritik von links. Schließlich scheint die Globalisierung unvermeidbar -- somit resistent gegen Revolutionen. Kann man also nicht dagegen kämpfen? Forrester verschweigt die Antwort, sie ist schließlich keine Revoluzzerin oder Ökonomin, sondern Schriftstellerin. In ihrem jüngsten Werk -- aus Terror wurde Diktatur, ""Es"" hat also die Herrschaft übernommen -- windet sie sich aber elegant aus diesem Problem. Überdeutlich differenziert sieDas Böse ist der ""Ultraliberalismus"", der lediglich die Globalisierung benutzt. Wer oder was genau dahinter steckt, bleibt diffus, damit die Verschwörungstheorie funktioniert; mit Namen oder Fakten hält sich die Autorin auch nicht lange auf. Sie geht erneut ihren Erfolgsweg, ein flaues Gefühl in Worte zu fassen und einen gigantischen, globalen Sündenbock aufzubauen. Wieder ist es ihr gelungen, eine Angst der westlichen Gesellschaft zu dokumentieren -- und in Worte zu fassen, die bewegen ""Die konsequente Fortschreibung ihres Weltbestsellers Terror der Ökonomie. Viviane Forresters Verdienst ist es, dem Individuum, das sich über die zunehmende Unsicherheit seiner Existenz ängstigt und empört, mit ihren Büchern eine Stimme zu geben."" Georg M. Oswald, Die Woche ""Forrester ... ist keine Marxistin, sondern eine konservative Liberale; sie beklagt die Verantwortungslosigkeit der neuen Manager. In ihren Augen tun die Herren Michelin, Sommer und Ghosn nicht einfach ihre Pflicht, sondern sie sind Täter, die ihre Opfer in die Arbeitslosigkeit schicken."" Reinhard Blomert, Berliner zeitung Die Jahre der Sprachlosigkeit angesichts der Unsichtbarkeit der Globalisierungsakteure sind gezählt. Es ist mit Frau Forresters Verdienst, das Dilemma in Worte gefasst zu haben. Wenn alle Konzerne ihre Monopolisierungstendenzen und massenweisen Arbeitsplatzabbau mit der anonymen Globalisierung begründen, muss Strategie dahinter stecken. Dann gibt es keine rationalen, qualitativen Argumente mehr in der Marktwirtschaft sondern nur noch den Konkurrenten als Alibi, es ihm gleich zu tun. Und alle leiden darunterDas Gemeinwesen, dem die Steuereinnahmen vorenthalten werden. Die Arbeitslosenversicherung, der die Kosten für Arbeitslosigkeit und sog. ""Sozialpläne"" aufgebürdet werden. Die Mitarbeiter, die in vermeintliche ""Unwürde"" entlassen werden. Die Kunden, denen zunehmend vereinheitlichte Produkte mittels einer unsäglichen Werbepropagande aufgedrängt werden. Die Fondssparer, die privat für ihre Rente sparen und in eine Schizzophrenie zwischen Angst vor Arbeitsplatzverlust und schlechter Börsenentwicklung getrieben werden. Globalisierung ist als Begriff, als Vorwand für das alles geschickt gewählt, weil er keine Handelnden, keine Täter benennt. Jedoch wird klar, dass die neuen Grenzen zwischen den Großkonzernen, deren millionendotierte Jobs sich eine kleine Insidercommunity aufteilt, und ihren Angestellten sowie dem von den Monopolisten aufgeriebenen Mittelstand verläuft.