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Barbaro, Daniel und Vitruv:
DE ARCHITECTVRA LIBRI DECEM - CUM COMENTARIIS DANIELIS BARBARI 1. Auflage
Venedig, Francesco de' Franceschi und Johann Krüger, 1567. [20], 375, [1] pp. / a6, b4, A-Z6, AA-GG6, HH8
M. VITRVVII POLLIONIS DE ARCHITECTVRA LIBRI DECEM, CUM COMENTARIIS DANIELIS BARBARI 1. lateinische Ausgabe mit Kommentar von Daniel Barbaro Venetiis, apud Franciscum Franciscum Senesem & Ioan. Crugher Germanum Venedig, Francesco de' Franceschi und Johann Krüger, 1567. Text in Latein (nicht zu verwechseln mit der italienische Ausgabe, die im gleichen Jahr erschien) Barbaro orientiert sich an der Ausgabe von Philander (1552). Die Holzschnittplatten sind verkleinerte Kopien derer in Marcolinis Ausgabe benutzten (1556), werden von Poleni und Cicognara Johann Chrieger zugeordnet (Poleni p. 93; Cicognara 716) Vogelperpektive von Venedig auf Seite 204 (r6verso), welche in früheren Ausgaben nicht zu finden ist. Beschreibung der Idealproportionen der menschlichen Körpers auf Seite 89 (H3), von dem sich da Vinci bei seinem "vitruvianischen Menschen" beeinflussen lies. Holzschnittintialen am Anfang jedes Buches aus dem mythologischen Alphabet des Gabriele Giolito de Ferrari (1538-1578) 136 Holzschnitte (viel ganz - oder doppelseitig, 2 gefaltete - p 187 und 195/Q4 und R2) der Kommentar des barbaro ist kursiv geschrieben Seite 359-62 in griechischen Buchstaben 14 Illustrationen dieses Buches sind weder in der Ausgabe von Marcolini 1556 noch in der italienischen Ausgabe von 1567 zu finden (unter anderem die Ansicht von Venedig) Barbaro erwähnt, dass die Vorlagen zu den wichtigen Schnitten grösstenteils von Andrea Palladio stammen (Mortimer, Italian, p.765) Johann Krüger, der die Holzschnitte für diese Ausgabe anfertigte ist ein stammt aus Pommern , der allerdings in Venedig tätig war; er fertigte auch die verkleinerten Vesalius-Illustrationen für die Vesalius Ausgabe von 1568 an. Daniele Barbaro (1513 - 1570) war ein italienischer Übersetzer und Kommentator von Vitruv. Geboren in Venedig studierte er an der Universität Padua Philosophie, Mathematik und Optik. Daniele Barbaro erbaute zusammen mit seinem Bruder Marcantonia die Villa Barbaro. Daneben trat Barbaro politisch in Erscheinung - er diente als venezianischer Botschafter in London und 1561 auch als Repräsentant der venezianischen Republik während des Konziels von trient. 1557 wurde Daniele Barbaro zum Gehilfen des Patriarchen von Aquileia Giovanni Grimari als Übersetzer für Vitruv erwählt. Von Barbaro stammen auch zahlreiche Schriften zu Kunst, Mathematik. Den ersten Einsatz einer geschliffenen Linse in eine Camera obscura wird in dem Werk "La pratica della prospeltiva" des Venezianers Daniele Barbaro von 1568 beschrieben, obwohl Leonardo da Vinci diese Erkenntnis bereits vorher in einem seiner Skizzenbücher aufgezeichnet hat, diese aber zu seinen Lebzeiten nicht veröffentlicht wurden. Vitruv, eigentlich Marcus Vitruvius Pollio, (1. Jahrhundert v. Chr.), römischer Architekt und Militärtechniker, von dem das einzige architekturtheoretische Werk aus der Antike überliefert ist. Über sein Leben ist wenig bekannt. Die meisten Daten sind aus Vitruvs eigenem Werk übernommen. Er wurde vermutlich in Formiae geboren und stand als Heeresingenieur im Dienst den römischen Kaisern Gaius Julius Caesar und Augustus. Wohl um 30 v. Chr. verfasste er seine zehn Bücher über Architektur, De Architectura, heute ein unschätzbares Kompendium des Wissens über die antike Architektur. Darin hatte er aus den verschiedensten Quellen, meist Abhandlungen älterer griechisch-hellenistischer Autoren, das Wissen der Zeit über sämtliche Fragen der Architektur und Bautechnik zusammengetragen. Obwohl das Werk sowohl in der Spätantike wie im Mittelalter bekannt war, entfaltete es seine größte Wirkung erst in der Renaissance und beeinflusste seit der Wiederentdeckung antiker Bauprinzipien zahlreiche Architekten, wie Leon Battista Alberti, Raffael oder Andrea Palladio. Die "Zehn Bücher über Architektur" sind das einzige erhaltene antike Werk über Architektur und nach Vitruvs eigenen Angaben auch das erste lateinische Werk überhaupt, das eine umfassende Darstellung der Architektur zum Ziel hat. Die Bücher sind dem Kaiser Augustus als Dank für dessen Förderung gewidmet. Sie weisen den Charakter eines Lehrbuchs mit literarischen Anklängen auf und gehören somit eher dem Sach- als dem Fachbuchgenre an. Die älteste bekannte Abschrift stammt aus dem 9. Jahrhundert, insgesamt sind über 50 Handschriften der "Zehn Bücher über Architektur" erhalten. Weitere Schriften Vitruvs sind nicht bekannt. Das Werk umfasst zehn Bücher, die jeweils ein Vorwort mit einer direkten Ansprache an den Kaiser oder einer anekdotenhaften Einführung in das Thema enthalten. Buch 1: Ausbildung des Architekten und architektonische Grundbegriffe Buch 2: Baumaterialien Bücher 3 und 4: Tempelbau Buch 5: öffentliche Gebäude Bücher 6 und 7: Privathäuser Buch 8: Wasserleitungen Buch 9: Zeitmessung, Uhren und Gnomonik, Astronomie Buch 10: Maschinen Die Bücher 1 bis 7 widmen sich der Tätigkeit des Architekten, während sich die Bücher 8 bis 10 mehr dem Ingenieurwesen zuzurechnen sind. Diese Felder bildeten in der Antike eine Einheit Eine zentrale Passage in Vitruvs Abhandlung stellt die Theorie des wohlgeformten Menschen (homo bene figuratus) vor. Anhand geometrischer Formen werden die Proportionen des Menschen zueinander beschrieben. Dies inspirierte mehrere Künstler der Renaissance zu Skizzen, unter anderem auch Albert Dürer. Die berühmteste Illustration stammt von Leonardo da Vinci und erlangte unter dem Namen "Der vitruvianische Mensch" Berühmtheit. Gerade mit dieser Zeichnung bestätigt Leonardo die These Vitruvs, der aufrecht stehende Mensch füge sich sowohl in die geometrische Form des Quadrates wie des Kreises ein. Quelle: Wikipedia Folio, Seitengröße: 30 cm x 20 cm, Einband: 21,5 cm x 30,5 cm Gebunden in Leder, neugebunden, Buchrücken von einer früheren Ausgabe (ev. 17. Jh..), Goldprägung und Verzierungen Pagination: [20], 375, [1] pp. a6, b4, A-Z6, AA-GG6, HH8 Franceschi's Holzschnittsignet "Pax" auf dem Titelblatt und der letzten Seite Einband und Vorsatzblätter erneuert Restaurierungen an den Rändern der ersten vier Blätter (kein Textverlust) Seiten leicht vergilbt und etwas altersfleckig, leicht gewellt Schnitt verfärbt und mit einem großen braunen Fleck Sehr sauber, nicht markiert oder beschriftet, guter Zustand Adams V909; Fowler 409; Mortimer 550; Riccardi I pt 2 614-5 M. VITRVVII POLLIONIS DE ARCHITECTVRA LIBRI DECEM, CUM COMENTARIIS DANIELIS BARBARI FIRST LATIN EDITION with DANIELE BARBARO's commentary Venetiis, apud Franciscum Franciscum Senesem & Ioan. Crugher Germanum Printed in Venice by Francesco de' Franceschi and Giovanni Chrieger, 1567. Text in the original Latin. (not to be mixed up with the Italien edition published in the same year) Barbaro follows closely the Philander edition (1552). The plates are reduced copies of those found in the Marcolini edition (1556), and are attributed by Poleni and Cicognara to Johann Chrieger (Poleni p. 93; Cicognara 716) birds-eye view of Venice on page 204 (r6verso), which not found in the earlier issues. Description of the ideal human proportions on p 89 (H3), which influenzed da Vinci (Vitruvian man) Woodcut initials at the beginning of each book are from a mythological alphabet of Gabriele Giolito de Ferrari (1538-1578) 136 woodcuts (many full-page, 2 folded - p 187 and 195/Q4 and R2) Four of the text woodcuts are printed directly from the blocks used in the monumental 1556 Marcolini edition. The Vitruvius text is printed in roman, with Barbaro's commentary in italic Use of Greek type on pp. 359-62 Fourteen of the illustrations in this edition do not occur neither in the 1556 Marcolini edition, nor in the 1567 Italian edition, including the view of Venice on R6verso Barbaro mentions that the original designs of the more important illustrations are the work of Andrea Palladio." (Mortimer, Italian, p.765) Johann Chrieger who executed the woodcuts for this edition was a Pomeranian engraver working in Venice; he also produced excellent reduced versions of the Vesalius woodcuts for the 1568 edition of Vesalius Daniele Matteo Alvise Barbaro (also Barbarus; 1514 - 1570) was an Italian translator of, and commentator on, Vitruvius. He also had a significant ecclesiastical career, reaching the rank of Cardinal. Barbaro studied philosophy, mathematics, and optics at the Univercity of Padua. Barbaro served the Republic of Venice as ambassador to the court of Elisabeth I. in London and as representative at the Council of Trent. He was also Patriarch of Aquileia. Barbaro's fame is chiefly due to his vast output in the arts, letters, and mathematics. A cultured humanist, he was a friend and admirer of personalities such as Andrea Palladio, Pietro Bembo and Torquato Tasso. His 'La pratica della perspettiva' (1568) contains one of the earliest descriptions of the use of a biconvex lens in the camera obscura to assist artists in the representation of scenes from nature He published an Italian translation with extended commentary of Vitruvius' Ten Books of Architecture, published as Dieci libri dell'architettura di M. Vitruvio (1556). He later published a Latin edition entitled M. Vitruvii de architectura (1567). The original illustrations of Vitruvius' work have not survived, and Barbaro's illustrations were done specially by Andrea Palladio. As well as being important as a discussion of architecture, Barbaro's commentary was a contribution to the field of aesthetics in general. El Greco, for example, owned a copy. Vitruv: Marcus Vitruvius Pollio (1st century BC) Roman architect, engineer, and author of "De architectura" (On Architecture), a handbook for architects. Little is known of Vitruvius' life, except what can be gathered from his writings. He was born in Formiae, studied Greek philosophy and science and gained experience in the course of professional work. He was a military engineer under Gaius Julius Ceasar and was architect of at least one building for (a basilica at Fanum Fortunae). Late in life he completed De Architectura. The contents is divided into ten books: 1. Requirements for an architect; town planning; design, cities, aspects; temples. 2. Materials and their treatment. Greek systems. 3. - 4. Styles. Forms of Greek temples. Ionic. Corinthian, Ionic, Doric; Tuscan; altars. 5. Other public buildings (fora, basilicae, theatres, colonnades, baths, harbours). 6. - 7. Sites and planning, especially of houses, Construction of pavements, roads, mosaic floors, vaults. Decoration (stucco, wall painting, colours). 8. Hydraulic engineering; water supply; aqueducts. 9. Astronomy. Greek and Roman discoveries; signs of the zodiac, planets, moon phases, constellations, astrology, gnomon, sundials. 10. Machines for war and other purposes. The books are based on Vitruvius's own experience, as well as on theoretical works by famous Greek . Leonardo da Vinci based his famous "Vitruvian Man" drawing on the description of the ideal human proportions in Chapter 1 of Book III. Also Dürer was inspired by Vitruvius. Vitruvius' De architectura libri decem ("Ten Books on Architecture") is the only complete work on architecture to survive from classical antiquity. It is the most important work of architectural history, having - after it's rediscovery - shaped architecture from the Renaissance to the present. Source: Wikipedia Folio, pages: 30 cm x 20 cm, Cover 21,5 cm x 30,5 cm Modern leather with the spine from the earlier binding (17th century?), lettered in gilt and decorated Pagination: [20], 375, [1] pp. Signature collation: a6, b4, A-Z6, AA-GG6, HH8 Franceschi's woodcut "Pax" device on title and the final Binding and endpapers renewed Marginal repairs on the first 4 leaves (not affecting text) Pages show some light browning and are a little wavy dark spot on the fore-edge generally clean and unmarked copy, very good condition Adams V909; Fowler 409; Mortimer 550; Riccardi I pt 2 614-5
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