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Klim Samgin. Vierzig Jahre. Buch III und IV. Dem Text der Vollständigen Gorki-Ausgabe, Moskau 1974/75, entsprechend bearbeitet und mit Anmerkungen versehen von Eva Kosing. Mit einem Nachwort von Helene Imendörffer. Aus dem Russischen von Hans Ruoff.

Winkler Weltliteratur Dünndruckausgabe.
München. Winkler Verlag. 1980 945 S. goldgepr. OLeinen mit OUmschl.


sehr guter Zustand.

 


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Meister-Erzählungen von Maxim Gorki

Gorki, Maxim
Meister-Erzählungen von Maxim Gorki
München, Droemersche Verlagsanstalt Knaur, 21 cm. 316 seiten. Leineneinband ohne OU


leichte Gebrauchsspuren,. "...im Dezember des Jahres 1902 wurde am Moskauer Künstlertheater mit gewaltigem Erfolg ein Stück uraufgeführt, das den Namen seines Autors in wenigen Monaten weit über die Grenzen Rußlands hinaus durch ganz Europa trug und für immer der Weltliteratur einprägte: »Nachtasyl- Szenen aus der Tiefe« ; der Autor hieß oder nannte sich vielmehr Maxim Gorki. Dieser Gorki war selbst »aus der Tiefe« mühevoll zu solchen Höhen des Ruhmes aufgestiegen; 1868 als Sohn eines Tischlers und Enkel eines Wolgaschleppers geboren, stammte er aus denkbar »einfachen« Verhältnissen. In seiner dreibändigen Selbstbiographie (»Meine Kindheit«, »Unter fremden Menschen«, »Meine Universitäten«) hat Alexej Peschkow, wie Gorki eigentlich hieß, seinen Weg ausführlich nachgezeichnet: Früh stirbt der Vater, und die Mutter zieht mit Alexej in das Haus der Großeltern nach Nishnij-Nowgorod. Die Mutter heiratet erneut, nimmt sich schließlich das Leben, als der Stiefvater »verschwindet«. Vom Großvater wird Alexej nun noch mehr geprügelt als vorher schon von der Mutter, einzig die Großmutter ist gut und menschlich zu ihm. Das ändert aber nichts an der Notlage, in der man trotz des krankhaften Geizes des Großvaters steckt: »Ich fing ebenfalls an, Geld zu verdienen: an den Feiertagen nahm ich frühmorgens einen Sack und ging von Hof zu Hof und durch die Straßen, um Rinderknochen, Lumpen, Papier und Nägel zu sammeln ...« Das Stehlen von Brennholz und Brettern aus den Lagerhäusern am Fluß stellt dann freilich bald eine ergiebigere Einnahmequelle dar. Mit zwölf Jahren arbeitet Alexej als Laufjunge in einem Schuhkennt, daß alles in Rußland auf eine gewaltsame Veränderung zudrängt, er schließt sich, von Studenten eingeführt, sozialistischen Geheimzirkeln an. Wieder in Nishnij, gerät Alexej, da er mit zwei »Unzuverlässigen« zusammenlebt, unter Polizeiaufsicht, wird schließlich - 1889 - auch erstmals verhaftet, da einer der Kameraden der Mitarbeit an einer Geheimdruckerei bezichtigt wird. Man muß ihn jedoch wieder freilassen, es ist ihm nichts nachzuweisen. Alexej sucht der Beaufsichtigung zu entgehen, er durchwandert zwei Jahre lang zu Fuß das ganze mittlere Rußland, vom Don durch die Ukraine bis zur Donau und zurück über die Krim zum Kaukasus. In dieser Zeit verrichtet er die verschiedensten Arbeiten, lebt unter den »Helden« seiner künftigen ersten Erzählungen: Zigeunern, Fischern, Hafenarbeitern, Landstreichern. Er sammelt eine Unzahl von Eindrücken, die sich später in seinen Werken finden werden. In Tiflis angelangt, läßt er sich dort für eine Weile unter Studenten und Arbeitern nieder. Am 12. September 1892 erscheint in einer Provinzzeitung die erste Erzählung Alexej Peschkows, unter dem Namen, der schon bald sein »eigentlicher« werden sollte: Maxim Gorki (der »Bittere«). Noch im gleichen Jahre avanciert Peschkow-Gorki, nach Nishnij zurückgekehrt, zum Mitarbeiter von örtlichen und bald auch Moska uer Zeitungen.Inzwischen hatte die politische Entwicklung sich immer bedrohlicher zugespitzt; nicht nur Gorki spürte: es lag Gewitterstimmung in der Luft. Der »Sturmvogel« (1885), das berühmte Gedicht, das Gorkis Namen erstmals über ganz Rußland verbreitete, ist die bildhafte Prophezeiung der Revolution, die unausweichlich schien. Der Erfolg dieses Werkes und der 1898 folgenden zwei Bände Erzählungen (darin 11. a. »Kirilka«, »Mniwa« und »Die alte Isergil«) stempelte Gorki in den Augen der zaristischen Polizei endgültig zum »subversiven Element«; er steht unter ständiger Überwachung, wird mehrmals inhaftiert und schließlich in ein kümmerliches Provinznest verbannt. Seiner heftig von neuem ausbrechenden Tuberkulose verdankt er jedoch die Genehmigung zu einem Kuraufenthalt auf der Krim.Gorki war nun in Rußland bereits ein berühmter Mann; im Frühjahr 1902 wählte die Akademie der Wissenschaften ihn zum Ehrenmitglied der Literaturklasse. Zar Nikolaus II. fand den Beschluß »mehr als originell« und sprach dem Kultusminister seine Mißbilligung aus; doch da sich Tschechow und Koro-lenko, die bereits Ehrenmitglieder waren, energisch für Gorki einsetzten, blieb es bei der Berufung. Das gleiche Jahr 1902 brachte Gorki außerdem den erwähnten stürmischen Erfolg des »Nachtasyls«. Unterdessen hatte der Dichter auch geheiratet und war Vater zweier Kinder geworden - aber den ewig Rastlosen hielt es nur kurze Zeit in der Rolle des Ehemanns und Familienvaters. Die Politik war und blieb sein Schicksal: 1905, als die zaristische Regierung die erste Revolution in Blut erstickt, kann er nicht abseitsstehen. Gorki, empört über die brutale Niedermetzelung waffenloser Menschen vor dem Winterpalais am 9. Januar, schreibt einen »Aufruf an alle russischen Bürger und an die öffentliche Meinung der europäischen Staaten«; die Schrift des einer Arbeiterdelegation übergebenen Manuskripts wird von der Polizei identifiziert und Gorki zwei Tage später bereits in der Peter-Pauls-Festung eingekerkert. Gorkis Bundesgenosse ist die Empörung der Öffentlichkeit im und Ausland. Man läßt den Dichter einige Wochen später gegen eine Kaution wieder frei, schafft ihn jedoch nach Riß3` wo er weniger gefährlich ist. Eine kurzfristige Liberalisierung lm Herbst 19°5 gibt den Behörden Gelegenheit, sich des lästigen Falles Gorki durch Amnestie zu entledigen. Bald jedoch steht der Unbequeme wieder unter Polizeiaufsicht; um der erneuten Verhaftung zu entgehen, weicht er auf Anraten seiner politischen Freunde auf eine Auslandsreise aus, er soll sein Ansehen in westlichen Ländern für die Parteikasse nutzbar jachen; nach illegalem Grenzübertritt in Finnland reist er über Berlin und Paris in die Vereinigten Staaten. Seine erheitert jedoch - in Paris verärgert er auch sympathisierende bürgerliche Journalisten durch eine Streitschrift »Das schöne Frankreich«, in der er seinem Zorn über die Anleihen französischer Banken für den Zaren Luft macht; in Amerika aber mobilisieren seine Gegner durch eifrigen Hinweis auf des Dichters Reisebegleiterin Maria Andrejewa, mit der er nicht verheiratet war, das puritanische Moralphilistertum gegen ihn. Hatte sich nicht ein einziges Ehepaar bereit erklärt, die so Boykottierten aufzunehmen, Gorki hätte sogleich wieder umkehren müssen. So aber blieb er einen Sommer lang in den USA und schrieb hier seinen politisch engagiertesten Roman »Die Mutter« sowie das Drama »Die Feinde«. Da die Kunde von Gorkis Auftreten gegen die französische Anleihe natürlich auch der zaristischen Regierung zu Ohren gekommen war, konnte von einer Heimkehr nach Rußland keine Rede sein. Gorki beschloß, im Exil zu bleiben; er ließ sich mit Frau Andrejewa, nicht zuletzt auch wegen seiner immer noch nicht ausgeheilten Krankheit, in Capri nieder. Aber südländische Heiterkeit war etwas, was Gorki versagt blieb - unablässig denkt er an die ferne Heimat, sein Haus steht den Emigranten offen, es wird zum Wallfahrtsort aller russischen Italienreisenden. Nichts an den Werken, die jetzt entstehen, deutet auf einen Einfluß des Mediterranen, das er doch täglich atmet: Sowohl die »Beichte« (1908) wie »Matxujej Koschemjakin (Der Sohn der Nonne) (1910/11) sind so russisch wie nur je ein Werk des Dichters. »Der Sohn der Nonne« führt in schonungsloser Realistik das traditionelle Elend des russischen Kleinstadtlebens vor, in dem Dummheit und Roheit unbestrittene Alleinherrscher sind. Vater Koschemjakin, eine echt Gorkische urwüchsige Kraftnatur, kam von der unteren Wolga in dieses stickige Okurow, das ihm und seiner Unbedenklichkeit zutiefst mißtraut. Es bleibt am Ende Sieger über ihn. Auch der junge Koschemjakin bekommt die Feindschaft Okurows zu spüren. Da wird ihm die politische Verbannte Jewgenija Petrowna zur Lichtbringerin, zur Prophetin eines höheren, menschlicheren Lebens, von dem er bisher nichts geahnt hat. Sie weist seine setzt sich für die Wiedervereinigung von Bolschewiken und Menschewiken (gemäßigten Sozialisten) ein. Daraufhin wird - schon im März 1918 - seine Tageszeitung »Neues Leben« kurzerhand verboten. Gorki muß sich auf den Bereich sozialer Fürsorge für die Intellektuellen zurückziehen und leistet hier Bewunderungswürdiges: er übernimmt die Leitung einer »Kommission für die Verbesserung der Lebensbedingungen der Wissenschaftler«, veranlaßt Hilfsaktionen für Professoren, Schriftsteller, Techniker, die er vor Hunger und Not, oft aber auch vor Willkürakten der politischen Polizei schützt. Daneben berät er, wie schon auf Capri, junge Autoren in aufopfernder Weise, wirkt Ende 1918 an der Gründung der ersten Arbeiterund Bauernuniversität mit.Durch seine unverhohlene Opposition gegen den radikalen Kurs des »Kriegskommunismus« zog Gorki Mißtrauen und Unwillen höchster Stellen auf sich, aber sein großes Ansehen und die Freundschaft Lenins bewahrten ihn vor Repressalien. Doch auch dieser mochte nicht wenig erleichtert sein, als es ihm gelungen war, den wieder Erkrankten zu bewegen, erneut - 1921 - nach Italien zu übersiedeln. Abermals verbringt Gorki sieben Jahre außerhalb seines Landes, diesmal in Sorrent. Es wäre zweifellos eine Übertreibung, von einem neuen »Exil« zu reden, wie auch sein eben jetzt entstehendes Buch »Das Werk der Artamonoivs« (1925) beweist, ein Gemälde der letzten Jahrzehnte, das eindeutig für die Forderungen der Revolution Partei nimmt, aber die Reserve zum Sowjetstaat bleibt doch deutlich. Auch als Lenin 1924 stirbt und Stalin die Nachfolge antritt, kann sich Gorki noch nicht zur Rückkehr entschließen. Erst im Jahre 1928, unter dem Eindruck der unleugbaren wirtschaftlichen Aufwärtsentwicklung des bolschewistischen Rußland, vollzieht Gorki das, was ihm von seinen Gegnern als Kapitulation und unwürdige Unterwerfung angekreidet wurde, was ihm selbst aber lediglich als Korrektur eines Irrtums erschien: er erklärt, die Entwicklung seinerzeit falsch eingeschätzt zu haben, und begibt sich in die Heimat etwa in der Ärzte-Affäre 1953, erhoben und in der nachstalinschen Ära nicht mehr aufgenommen. So zwielichtige Umstände seines Todes sollten uns jedoch nicht den klaren, reinlichen Blick auf Gorkis Werk und Leistung verdunkeln, ebensowenig die Tatsache, daß die gegenwärtig vorherrschenden Tendenzen mindestens der westlichen Literatur einem sozialbewußten Realismus Gorkischer Prägung nicht sehr günstig sind. Jenseits aller Erwägungen von Aktualität und Opportunität bleibt die überdauernde dichterische Gültigkeit dieses Schaffens unbezweifelt, bleibt aber auch das Beispiel eines integren Lebens zu respektieren, das wie kaum je ein Dichterleben der aktiven Befreiung des Menschen, seiner Erhebung aus dem selbstverschuldeten Elend unwürdiger Verhältnisse geweiht war".Heinz Puknus..inleitung..... Dank des Autors II Die Lieblingsautoren........ Drei über Zeitgeschichte........ Drei über Weltkrieg II.......... Vier mit Epopöen............. Drei mit Kurzgeschichten....... Drei mit Krimis und Science-fiction Drei Nichtrussen.............. ? . . und noch fünf............. Andere Autoren............... Die Klassiker und ihr Erbe 150 Die Ausländer 155 III Die Lieblingsprosa..................... Bauernfamilie im hohen Norden (Fjodor Abramow) Kirgisien und die Welt (Tschingis Aitmatow)..... Harte, doch geliebte Kindheit (Viktor Astafjew). . . Dorfgeschichten (Wassilij Below).. Fronterlebnis (Jurij Bondarew). Besatzung und Gefangenschaft (Wassil Bykau) Südlicher Humor unter Wolken (Nodar Dumbadse)-- Kolossalgemälde eines halben Jahrhunderts (Anatoli] Iwanow).. Phantastik und Klassik (Iwan Jefremow). Die Moral von der Geschieht` (Wil Lipatow).. Linientreues Sibirien (Georgij Markow). Klare kleine Prosa (Jurij Nagibin). Nationalismus (Valentin Pikul)... National-Epos (Pjotr Proskurin).. Schicksale an der Angara (Valentin Rasputin). Tschechow-Szenen in Sibirien (Wassili] Schukschin) 8 x Stirlitz (Julian Semjonow).... Kriegsberichterstattung (Konstantin Simonow).. Rußland, Rußland . . . (Wladimir Solouchin).. Phantasie für zehn (Arkadij und Boris Strugazkij). Moskau - nicht nur Hintergrund (Juri] Trifonow).. / Schlachten- und Konferenzgemälde (Alexander Tschakowski]). Krimis mit Stradivari (Arkadij und Georgij Wainer).. Ritterliches Pathos (Boris Wassiljew)... IV Schlussfolgerungen... Dörfer, Dörfer, wo sind die Fabriken?. Immer noch der Krieg.. Die Hauptstadt - am Rande. Sibirien - wer hätte das gedacht?.... Milde Bewältigung. Menschen. Autoritäten... Von Liebe und Sex.. Von Frauen und Kindern. Erholung durch Spannung... Märchen für Erwachsene.."Auszüge aus dem Buch
Schlagworte: [Meister-Erzählungen ; Maxim Gorki ;gedanken,brauchtum,glaube,gesellschaftsktirik,ausbeutung,krieg, poesie,alltag,überleben,verfolgung,unterdrückung,zarismus,fantasie]
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Der Sohn einer Nonne das Leben in den Kleinstädten des Zarenreiches aber auch die ersten revolutionären Bestrebungen eine Novelle von Maxim Gorki

Gorki, Maxim
Der Sohn einer Nonne das Leben in den Kleinstädten des Zarenreiches aber auch die ersten revolutionären Bestrebungen eine Novelle von Maxim Gorki
Güterloh : Buch-Gemeinschaft. o.J: 21 cm. 382 seiten. Halbledereinband


Gebrauchsspuren,papiergebräunte seiten. "."..die fiktiven Aufzeichnungen eines Kaufmannssohnes schildern das stumpfsinnige und brutale Leben in den Kleinstädten des Zarenreiches aber auch die ersten revolutionären Bestrebungen.....im Dezember des Jahres 1902 wurde am Moskauer Künstlertheater mit gewaltigem Erfolg ein Stück uraufgeführt, das den Namen seines Autors in wenigen Monaten weit über die Grenzen Rußlands hinaus durch ganz Europa trug und für immer der Weltliteratur einprägte: »Nachtasyl- Szenen aus der Tiefe« ; der Autor hieß oder nannte sich vielmehr Maxim Gorki. Dieser Gorki war selbst »aus der Tiefe« mühevoll zu solchen Höhen des Ruhmes aufgestiegen; 1868 als Sohn eines Tischlers und Enkel eines Wolgaschleppers geboren, stammte er aus denkbar »einfachen« Verhältnissen. In seiner dreibändigen Selbstbiographie (»Meine Kindheit«, »Unter fremden Menschen«, »Meine Universitäten«) hat Alexej Peschkow, wie Gorki eigentlich hieß, seinen Weg ausführlich nachgezeichnet: Früh stirbt der Vater, und die Mutter zieht mit Alexej in das Haus der Großeltern nach Nishnij-Nowgorod. Die Mutter heiratet erneut, nimmt sich schließlich das Leben, als der Stiefvater »verschwindet«. Vom Großvater wird Alexej nun noch mehr geprügelt als vorher schon von der Mutter, einzig die Großmutter ist gut und menschlich zu ihm. Das ändert aber nichts an der Notlage, in der man trotz des krankhaften Geizes des Großvaters steckt: »Ich fing ebenfalls an, Geld zu verdienen: an den Feiertagen nahm ich frühmorgens einen Sack und ging von Hof zu Hof und durch die Straßen, um Rinderknochen, Lumpen, Papier und Nägel zu sammeln ...« Das Stehlen von Brennholz und Brettern aus den Lagerhäusern am Fluß stellt dann freilich bald eine ergiebigere Einnahmequelle dar. Mit zwölf Jahren arbeitet Alexej als Laufjunge in einem Schuhkennt, daß alles in Rußland auf eine gewaltsame Veränderung zudrängt, er schließt sich, von Studenten eingeführt, sozialistischen Geheimzirkeln an. Wieder in Nishnij, gerät Alexej, da er mit zwei »Unzuverlässigen« zusammenlebt, unter Polizeiaufsicht, wird schließlich - 1889 - auch erstmals verhaftet, da einer der Kameraden der Mitarbeit an einer Geheimdruckerei bezichtigt wird. Man muß ihn jedoch wieder freilassen, es ist ihm nichts nachzuweisen. Alexej sucht der Beaufsichtigung zu entgehen, er durchwandert zwei Jahre lang zu Fuß das ganze mittlere Rußland, vom Don durch die Ukraine bis zur Donau und zurück über die Krim zum Kaukasus. In dieser Zeit verrichtet er die verschiedensten Arbeiten, lebt unter den »Helden« seiner künftigen ersten Erzählungen: Zigeunern, Fischern, Hafenarbeitern, Landstreichern. Er sammelt eine Unzahl von Eindrücken, die sich später in seinen Werken finden werden. In Tiflis angelangt, läßt er sich dort für eine Weile unter Studenten und Arbeitern nieder. Am 12. September 1892 erscheint in einer Provinzzeitung die erste Erzählung Alexej Peschkows, unter dem Namen, der schon bald sein »eigentlicher« werden sollte: Maxim Gorki (der »Bittere«). Noch im gleichen Jahre avanciert Peschkow-Gorki, nach Nishnij zurückgekehrt, zum Mitarbeiter von örtlichen und bald auch Moska uer Zeitungen.Inzwischen hatte die politische Entwicklung sich immer bedrohlicher zugespitzt; nicht nur Gorki spürte: es lag Gewitterstimmung in der Luft. Der »Sturmvogel« (1885), das berühmte Gedicht, das Gorkis Namen erstmals über ganz Rußland verbreitete, ist die bildhafte Prophezeiung der Revolution, die unausweichlich schien. Der Erfolg dieses Werkes und der 1898 folgenden zwei Bände Erzählungen (darin 11. a. »Kirilka«, »Mniwa« und »Die alte Isergil«) stempelte Gorki in den Augen der zaristischen Polizei endgültig zum »subversiven Element«; er steht unter ständiger Überwachung, wird mehrmals inhaftiert und schließlich in ein kümmerliches Provinznest verbannt. Seiner heftig von neuem ausbrechenden Tuberkulose verdankt er jedoch die Genehmigung zu einem Kuraufenthalt auf der Krim.Gorki war nun in Rußland bereits ein berühmter Mann; im Frühjahr 1902 wählte die Akademie der Wissenschaften ihn zum Ehrenmitglied der Literaturklasse. Zar Nikolaus II. fand den Beschluß »mehr als originell« und sprach dem Kultusminister seine Mißbilligung aus; doch da sich Tschechow und Koro-lenko, die bereits Ehrenmitglieder waren, energisch für Gorki einsetzten, blieb es bei der Berufung. Das gleiche Jahr 1902 brachte Gorki außerdem den erwähnten stürmischen Erfolg des »Nachtasyls«. Unterdessen hatte der Dichter auch geheiratet und war Vater zweier Kinder geworden - aber den ewig Rastlosen hielt es nur kurze Zeit in der Rolle des Ehemanns und Familienvaters. Die Politik war und blieb sein Schicksal: 1905, als die zaristische Regierung die erste Revolution in Blut erstickt, kann er nicht abseitsstehen. Gorki, empört über die brutale Niedermetzelung waffenloser Menschen vor dem Winterpalais am 9. Januar, schreibt einen »Aufruf an alle russischen Bürger und an die öffentliche Meinung der europäischen Staaten«; die Schrift des einer Arbeiterdelegation übergebenen Manuskripts wird von der Polizei identifiziert und Gorki zwei Tage später bereits in der Peter-Pauls-Festung eingekerkert. Gorkis Bundesgenosse ist die Empörung der Öffentlichkeit im und Ausland. Man läßt den Dichter einige Wochen später gegen eine Kaution wieder frei, schafft ihn jedoch nach Riß3` wo er weniger gefährlich ist. Eine kurzfristige Liberalisierung lm Herbst 19°5 gibt den Behörden Gelegenheit, sich des lästigen Falles Gorki durch Amnestie zu entledigen. Bald jedoch steht der Unbequeme wieder unter Polizeiaufsicht; um der erneuten Verhaftung zu entgehen, weicht er auf Anraten seiner politischen Freunde auf eine Auslandsreise aus, er soll sein Ansehen in westlichen Ländern für die Parteikasse nutzbar jachen; nach illegalem Grenzübertritt in Finnland reist er über Berlin und Paris in die Vereinigten Staaten. Seine erheitert jedoch - in Paris verärgert er auch sympathisierende bürgerliche Journalisten durch eine Streitschrift »Das schöne Frankreich«, in der er seinem Zorn über die Anleihen französischer Banken für den Zaren Luft macht; in Amerika aber mobilisieren seine Gegner durch eifrigen Hinweis auf des Dichters Reisebegleiterin Maria Andrejewa, mit der er nicht verheiratet war, das puritanische Moralphilistertum gegen ihn. Hatte sich nicht ein einziges Ehepaar bereit erklärt, die so Boykottierten aufzunehmen, Gorki hätte sogleich wieder umkehren müssen. So aber blieb er einen Sommer lang in den USA und schrieb hier seinen politisch engagiertesten Roman »Die Mutter« sowie das Drama »Die Feinde«. Da die Kunde von Gorkis Auftreten gegen die französische Anleihe natürlich auch der zaristischen Regierung zu Ohren gekommen war, konnte von einer Heimkehr nach Rußland keine Rede sein. Gorki beschloß, im Exil zu bleiben; er ließ sich mit Frau Andrejewa, nicht zuletzt auch wegen seiner immer noch nicht ausgeheilten Krankheit, in Capri nieder. Aber südländische Heiterkeit war etwas, was Gorki versagt blieb - unablässig denkt er an die ferne Heimat, sein Haus steht den Emigranten offen, es wird zum Wallfahrtsort aller russischen Italienreisenden. Nichts an den Werken, die jetzt entstehen, deutet auf einen Einfluß des Mediterranen, das er doch täglich atmet: Sowohl die »Beichte« (1908) wie »Matxujej Koschemjakin (Der Sohn der Nonne) (1910/11) sind so russisch wie nur je ein Werk des Dichters. »Der Sohn der Nonne« führt in schonungsloser Realistik das traditionelle Elend des russischen Kleinstadtlebens vor, in dem Dummheit und Roheit unbestrittene Alleinherrscher sind. Vater Koschemjakin, eine echt Gorkische urwüchsige Kraftnatur, kam von der unteren Wolga in dieses stickige Okurow, das ihm und seiner Unbedenklichkeit zutiefst mißtraut. Es bleibt am Ende Sieger über ihn. Auch der junge Koschemjakin bekommt die Feindschaft Okurows zu spüren. Da wird ihm die politische Verbannte Jewgenija Petrowna zur Lichtbringerin, zur Prophetin eines höheren, menschlicheren Lebens, von dem er bisher nichts geahnt hat. Sie weist seine setzt sich für die Wiedervereinigung von Bolschewiken und Menschewiken (gemäßigten Sozialisten) ein. Daraufhin wird - schon im März 1918 - seine Tageszeitung »Neues Leben« kurzerhand verboten. Gorki muß sich auf den Bereich sozialer Fürsorge für die Intellektuellen zurückziehen und leistet hier Bewunderungswürdiges: er übernimmt die Leitung einer »Kommission für die Verbesserung der Lebensbedingungen der Wissenschaftler«, veranlaßt Hilfsaktionen für Professoren, Schriftsteller, Techniker, die er vor Hunger und Not, oft aber auch vor Willkürakten der politischen Polizei schützt. Daneben berät er, wie schon auf Capri, junge Autoren in aufopfernder Weise, wirkt Ende 1918 an der Gründung der ersten Arbeiterund Bauernuniversität mit.Durch seine unverhohlene Opposition gegen den radikalen Kurs des »Kriegskommunismus« zog Gorki Mißtrauen und Unwillen höchster Stellen auf sich, aber sein großes Ansehen und die Freundschaft Lenins bewahrten ihn vor Repressalien. Doch auch dieser mochte nicht wenig erleichtert sein, als es ihm gelungen war, den wieder Erkrankten zu bewegen, erneut - 1921 - nach Italien zu übersiedeln. Abermals verbringt Gorki sieben Jahre außerhalb seines Landes, diesmal in Sorrent. Es wäre zweifellos eine Übertreibung, von einem neuen »Exil« zu reden, wie auch sein eben jetzt entstehendes Buch »Das Werk der Artamonoivs« (1925) beweist, ein Gemälde der letzten Jahrzehnte, das eindeutig für die Forderungen der Revolution Partei nimmt, aber die Reserve zum Sowjetstaat bleibt doch deutlich. Auch als Lenin 1924 stirbt und Stalin die Nachfolge antritt, kann sich Gorki noch nicht zur Rückkehr entschließen. Erst im Jahre 1928, unter dem Eindruck der unleugbaren wirtschaftlichen Aufwärtsentwicklung des bolschewistischen Rußland, vollzieht Gorki das, was ihm von seinen Gegnern als Kapitulation und unwürdige Unterwerfung angekreidet wurde, was ihm selbst aber lediglich als Korrektur eines Irrtums erschien: er erklärt, die Entwicklung seinerzeit falsch eingeschätzt zu haben, und begibt sich in die Heimat etwa in der Ärzte-Affäre 1953, erhoben und in der nachstalinschen Ära nicht mehr aufgenommen. So zwielichtige Umstände seines Todes sollten uns jedoch nicht den klaren, reinlichen Blick auf Gorkis Werk und Leistung verdunkeln, ebensowenig die Tatsache, daß die gegenwärtig vorherrschenden Tendenzen mindestens der westlichen Literatur einem sozialbewußten Realismus Gorkischer Prägung nicht sehr günstig sind. Jenseits aller Erwägungen von Aktualität und Opportunität bleibt die überdauernde dichterische Gültigkeit dieses Schaffens unbezweifelt, bleibt aber auch das Beispiel eines integren Lebens zu respektieren, das wie kaum je ein Dichterleben der aktiven Befreiung des Menschen, seiner Erhebung aus dem selbstverschuldeten Elend unwürdiger Verhältnisse geweiht war".Heinz Puknus.."Auszüge aus dem Buch
Schlagworte: [Der Sohn einer Nonne ; Maxim Gorki gedanken,brauchtum,glaube,gesellschaftsktirik,ausbeutung,krieg, poesie,alltag,überleben,verfolgung,unterdrückung,zarismus,fantasie,aufruhr,rewvolte,revolution,beginn]
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Klim Samgin. Roman, Erstes Buch, Band 1 von 4 das Leben von Maxim Gorki:

Maxim Gorki
Klim Samgin. Roman, Erstes Buch, Band 1 von 4 das Leben von Maxim Gorki: 1.auflage
1976. 22 cm. 579,698,417,654 seiten. Leineneinband mit OU


gebrauchs und Lagerspuren,etwas papiergebräunte seiten,OU mit läsuren, etwas angeschmutzt. Band 1.Man kann sich schwer eine andere Form außer dieser Form einer Lebensbeschreibung vorstellen, die Sie auswählten, um das alles darzustellen. Nach der Lektüre ist man trübe gestimmt, man sieht viel Grausamkeit und viele abstoßende Menschen, aber diese Trübseligkeit ist nicht betäubend, sondern im Gegenteil - aufrüttelnd und erzürnend; sehr schnell hat man das Gefühl, als ob in der Welt alles heller geworden sei und man selbst gewappneter. Es ist klar, daß man so unmöglich weiterleben konnte, es ist klar, warum gerade zuerst in diesem Land die Revolution ausbrach, und man will sie jetzt erfolgreich weiterführen - das ist die wichtigste schlußfolgerung für Hirn und Herz ...Ihr Werk, Alexej Maximowitsch, einfachsten und wahrsten Sinne des Wortes. Sie sagten irgendwann einmal, daß wir ein synthetisches Werk über unsere Epoche brauchen. Soviel ich mich erinnere, haben Sie gesagt: "Etwas wie Schillers ,Glocke` für unsere Epoche." Nein, "Die Glocke" ist Unsinn, Wortgeklimper. Wir brauchen eine Synthese, die eine umfassende realistische Analyse mit der Darstellung der ganzen Vielfältigkeit und Buntheit der Wirklichkeit vereinigt. Für die Epochc, die unsere vorbereitet hat, ist das im "Klim Samgin" verwirklicht worden .Alexander Fadejew.. Band 2. Es ist seltsam, zuerkennen, daß die Epoche, die Sie behandeln, wie irgendeine Atlantis ausgegraben werden muß. Das ist nicht nur deshalb seltsam, weil sich die meisten von uns noch sehr gut an diese Epoche erinnern, sondern besonders deshalb, weil sie seinerzeit von Ihnen und den Schriftstellern der Ihnen nahestehenden Schule genau nach der Natur als zeitgenössisches Milieu gestaltet wurde. Aber gerade darum ist sie um so unberührter und unerforschter in ihrem neuen, jetzif gen Zustand, als vergessene und verlorene Genesis der heutigen Welt, oder mit anderen Worten, als vorrevolutionärer Prolog unter nachrevolutionärer Sicht. In diesem Sinne hat noch niemand die Epoche angepackt. Einer seltsamen Eingebung folgend, wollte ich den "Klim Samgin" nicht nur lesen, sondern ihn n, in ihn hineinsehen. Boris Pasternak ,Einmal sagte mir Gorki über den "Samgin", diesen Roman würde zunächst keiner verstehen, man würde ihn verreißen, was übrigens schon der Fall sei. So in fünfzehn weiteren Jahren würde manch einem dämmern, - was eigentlich daran sei, in fünfundzwanzig Jahien würde die Akademie sich darüber erbosen, in fünfzig Jahren aber würde es heißen: Da gab`s mal einen Schriftsteller namens Maxim Gorki - der hat sehr viel und sehr schlecht geschrieben, und wenn was von ihm Bestand hat, so ist`s der Roman "Klim Samgin". Band 3 Ich habe Ihnen nicht gleich geantwortet, da ich nicht ganz gesund war und ganz vertieft in die Arbeit an dem Roman, den ich schreibe und in dem ich dreißig Jahre aus dem Leben der russischen Intelligenz darstellen will. Das wird, wie mir scheint, etwas äußergewöhnlich Asiatisches nach der Verschiedenartigkeit der Nuancen, getränkt mit europäischen Einflüssen, die sich in einer vollkommen russischen Psychologie und Mentalität widerspiegeln; reich an wirklichen und in gleichem Maße auch an eingebildeten Leiden. Diese mühsame und schwierige Arbeit begeistert mich.Maxim Gorki in einem Brief an Stefan Zweig vom 14. Mai 192 / "Klim Samgin" ist eben ein solches Werk über das Leben der russischen Gesellschaft in dem Jahrzehnt vor der Oktoberrevolution. Auch dieses Werk Gorkis zieht, wie alles, was der Dichter vor der Revolution geschrieben hat, nicht nur ein Fazit der Vergangenheit, sondern drängt vorwärts, in die Zukunft. Und dies nicht nur, weil das Thema des "Klim Samgin" ? das Thema des Kampfes zwischen dem unwiderstehlich sich entwik-kelnden Neuen und dem absterbenden Alten ? nicht seine Bedeutung für das Sowjetvolk verloren hat, das einen weiteren historischen Aufstieg vom Gipfel der Oktoberrevolution vollzieht. Gorkis Chronik weist auch deshalb in die Zukunft, weil vieles von dem, was in ihr dargestellt ist und was für uns, die Menschen der Sowjetunion eine vergangene, bereits durchlaufene Etappe darstellt, für andere Länder Gegenwart bedeutet. ]akow Frid""Auszüge aus dem Buch
Schlagworte: [Klim Samgin,kulturrevolution,oktober4revolution,sowejetunion,einstellung,bewußtserin,sozialismus,gegner,russische sekten,religion,tradtion,stalinismus,glaube,bürgertum,auseinandersetzung,macht,reichtum]
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Klim Samgin. Zweiter Band.

Gorki, Maxim:
Klim Samgin. Zweiter Band.
Berlin: Aufbau-Verlag, 1953. Ln.


Einband allenfalls ganz gering berieben, sonst sehr gut und schön erhaltenes Exemplar.
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Gorki Maxim und Klim Samgin:
Klim Samgin. Vierzig Jahre. Roman in vier Büchern. dtv weltliteratur.
München: Deutscher Taschenbuch Verlag, 1982. 945 S. 8° , kart. im Schuber ISBN: 3538052603 (EAN: 9783538052604 / 978-3538052604)


Gebraucht: guter und sauberer Zustand.
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Klim Samgin. Vierzig Jahre. Viertes Buch
Aufbau-Verlag, 1976. Unbekannter Einband


Gebrauchsspuren, Artikel stammt aus Nichtraucherhaushalt! BD3131
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Gorki, Maxim ; Gorkij, Maksim ; Kosing, Eva [Bearb.]
Klim Samgin : 40 Jahre. Buch I, II, III und IV. 2 Bände.
München Winkler 0 Aufl. 1980 ; 1137 S. ; 945 S. ; Dünndruckausgabe ; lilafarbenes Leinen ; 20 cm ; Umschläge angestaubt ; Leinen Guter Umschlag ISBN: 3538052603 (EAN: 9783538052604 / 978-3538052604)


Sehr guter Zustand
Schlagworte: 142013 ;
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Gorki, Maxim:
Drei Menschen. Einzige vom Verfasser autorisierte Übersetzung von August Scholz.
Berlin, Deutsche Buch-Gemeinschaft (DBG), [1926]. 382 (2) Seiten. 19 x 12,5 cm. Illustriertes Halbleinen mit Kopffarbschnitt.


Befriedigender Zustand. - Maxim Gorki (russ. ? (übersetzt: bitter); eigentlich Alexei Maximowitsch Peschkow, ?, wissenschaftliche Transliteration Aleksej Maksimovic Peškov; * 16. Märzjul./ 28. März 1868greg. in Nischni Nowgorod; † 18. Juni 1936 in Gorki bei Moskau) war ein russischer Schriftsteller. ... Sowjetischer Schriftsteller: Am 22. Oktober 1927 beschloss die Kommunistische Akademie in einer Festsitzung anlässlich von Gorkis 35-jährigem Autorenjubiläum, ihn als proletarischen Schriftsteller anzuerkennen. Als Gorki bald darauf nach Sowjetrussland zurückkehrte, wurden ihm alle möglichen Ehrungen zuteil: Gorki bekam den Leninorden und wurde Mitglied des Zentralkomitees der KPdSU. Sein sechzigster Geburtstag wurde im ganzen Land feierlich begangen, zahlreiche Institutionen, u. a. das Moskauer Künstlertheater und das Moskauer Literaturinstitut, wurden nach ihm benannt. Seine Geburtsstadt Nischni Nowgorod wurde 1932 in Gorki umbenannt. 1930 gründete er die Zeitschrift Sowjetunion. In zahlreichen literaturwissenschaftlichen Werken der Zeit hob man jene Elemente seines Schaffens hervor, die in den Kanon des Sozialistischen Realismus passten, andere verschwieg man. Die Mutter, Gorkis einziges Werk, in dem der Held ein Fabrikarbeiter und damit ein echter Proletarier ist, sollte als Vorbild für die neue sowjetische Literatur dienen. In diesen letzten Lebensjahren bezeichnete Gorki selbst seine frühere Skepsis der Oktoberrevolution gegenüber als Irrtum, worauf ihn der Westen als Stalins Vorzeigeschriftsteller bezeichnete. Auf Reisen durch die Sowjetunion bestaunte er die Errungenschaften des Fortschritts. Die Schattenseiten schien er nicht zu bemerken. Er war Redakteur des Buches über den Weißmeer-Ostsee-Kanal, in dem eine Reihe bekannter Schriftsteller das Werk hunderttausender Zwangsarbeiter als große Errungenschaft besang. Die meiste Zeit verbrachte er in einer Villa in Moskau, wo er rund um die Uhr von Mitarbeitern des GUGB (KGB-Vorgängerorganisation) überwacht wurde. Er war – wie schon zuvor – um die Aufklärung der Bevölkerung und die Förderung junger Schriftsteller bemüht und gründete u. a. die bekannte Bibliographien-Reihe Das Leben bemerkenswerter Persönlichkeiten und die Zeitschrift Literarische Lehre, die jungen Autoren das literarische Handwerk beibringen will. Am 18. Juni 1936 starb Gorki, seine Urne wurde an der Kremlmauer in Moskau beigesetzt. Um seine Todesursache rankten sich zahlreiche Gerüchte, so verfasste der Schriftsteller Gustaw Herling-Grudzinski 1954 das Essay Die sieben Tode des Maxim Gorki, in dem er die unterschiedlichen Versionen zusammenstellte. Im dritten Moskauer Schauprozess von 1938 wurde der in Ungnade gefallene ehemalige NKWD-Chef Genrich Jagoda unter anderem beschuldigt, die Ermordung Gorkis und dessen Sohnes Maxim († 1934) durch medizinische Fehlbehandlung veranlasst zu haben[2]. Gorkis Sekretär und zwei seiner Ärzte wurden deswegen ebenso verurteilt und erschossen. Noch in den achtziger Jahren fanden sich in Literaturlexika als wahrscheinliche Todesursache „Ermordung durch sowjetischen Staatssicherheitsdienst“[3]. Heute wird jedoch überwiegend von einem natürlichen Tod als Folge des bereits angegriffenen Gesundheitszustands Gorkis ausgegangen[4][2]. Aus wikipedia-Maxim_Gorki
Schlagworte: a Schöne Literatur, Religiöse Themen, Russische Literatur des 19. Jahrhunderts, Nihilismus, Religion, Literaturtheorie, Rußland, Literaturgattungen, Literaturepochen, Literaturrezeption, Literaturgeschichte, Literaturwissenschaft, Literaturwissenschaften, Russische Geschichte Russische Seele, Literaturkanon, Zarentum, Belletristische Darstellung, Russische Literatur des 19. Jahrhunderts, Russische Autoren
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Gorki, Maxim,:
Konvolut von 13 Werken / 1. Sechs und zwanzig und Eine und andere Erzählungen,
Leipzig, A. Schumann"s Verlag,, 1906. 11.-16. Tsd., 96 S., a.d. Russischen v. L.M. Wiegandt, Privateinband, Halbleinen, gutes Ex.,


(angebunden: Maxim Gorki - Malva (Novelle) (Berlin, Richard Eckstein Verlag, Nachf. H. Krüger, um 1905, DEA, 96 S., a.d. Russ. L.M. Wiegandt, mit einer Biographie des Verf. -------- DABEI: Maxim Gorki - Erzählungen, (Leipzig, Insel Verlag, 1931, 1. Aufl., a.d. Russ. v. Arthur Luther, Einführung Stefan Zweig, 302 S., Leinen, Name auf Vorsatz, Schmutztitel entfernt, sonst gut) ------------- DABEI: Maxim Gorki - Ein Mensch wird geboren (Frauenerzählungen) (Berlin, VdN, 1989, 2., 302 S., Leinen, Originalumschlag, leichte Gebrauchsspuren) --------------- DABEI: Gorki, Maxim - Italienische Märchen, (Aufbau-Verlag, Berlin und Weimar, 1968, Illustrationen von Peter Nagengast, 297 S., Leinen, OUmschlag (etwas gebraucht)Berechtigte Ausgabe für den Buchclub 65, Inhalt u.a.: Streik in Neapel / Die Kinder aus Parma/Sonne des Südens / Es ist vollbracht / Musik der Großstadt / Das Meer / Rivalinnen ... (Literatur) ----------- DABEI: Gorki, Maxim - Das Leben des Klim Samgin. Roman (Sieben-Stäbe-Verl., Berlin. 1930, 1., 614 S. 8°, OLn., Aus dem Russischen übertragen von Rudolf Selke, Leinen, Einband etwas beschmutzt, Buchgelenk leicht gelockert, Vorsatz Namensstempel, innen gut) (Literatur) -------------- DABEI: Gorki, Maxim - Meine Universitäten (Berlin, SWA Verlag,, 1946, 1. Auflage, 233 S., Originalpappband, etwas gebräunt, Originalumschlag (dieser an mehreren Stellen beschäd.), (= Ausgewählte Werke Bd. VI) ------------- DABEI: Gorki, Maxim - Der Sohn der Nonne, (Roman) (Berlin, Für den Bücherkreis verlegt von J.H.W. Dietz Verlag Nachf.,, 1925, 1. Auflage, 234 S., a.d. Russischen v. August Scholz, illustrierter Leinen, (Einb. v. Prof. A. Arnstam), leichte Gebrauchsspuren) -------------- DABEI: Gorki, Maxim - Die Mutter (Frankfurt, Büchergilde Gutenberg, 1968. 414 S. Olwd., gutes Ex.) -------------- DABEI: Maxim Gorki - Pawel, der arme Teufel (Berlin, Verlag Das Neue Berlin, 1989, 2. Auflage, 204 S., kart., leicht verzogen, sonst gut) ------------- DABEI: Gorki.- Grusdew, Ilja - Das Leben des jungen Maxim Gorki. Aus dem Russischen übertragen v. G. Kischke (Berlin, Zech Verlag, o.J. (um 1950), 192 S. Mit 21 Illustrationen u. Einbandzeichnung v. B. Borchert. OPappband, min. Gebr.spuren, gut) (Lit.) ----------- DABEI: Gorki Maxim - Das Leben des Klim Samgin. Roman. Aus dem Russischen von Rudolf Selke. Herausgeber: Lyonel Dunin (Berlin. Sieben Staebe ca. 1930 1.-50. Tsd. 8° 614 S. illustr. Original-Leinwand, schönes Ex.) ------------ DABEI: Gorki, Maxim - Italienische Märchen. Illustriert von Hans Ticha (Berlin - Weimar. Aufbau-Verlag 1987. 324 S. ISBN: 3351005083, Leinen, Orig.Umschlag, gut)
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Gorki, Maxim:
Die Mutter. Aus dem Russischen von Adolf Hess. - (=[Werke] / Gorki ; [Band 2]). 1. - 20. Tausend.
Berlin W 8 [Französische Straße 32] : Aufbau-Verlag, 1946. 430 Seiten. Einbandgestaltung: Rudolf Sternberg. Halbleinen mit Kopffarbschnitt.


Befriedigender Zustand. - Maxim Gorki (russ. ? (übersetzt: bitter); eigentlich Alexei Maximowitsch Peschkow, ?, wissenschaftliche Transliteration Aleksej Maksimovic Peškov; * 16. Märzjul./ 28. März 1868greg. in Nischni Nowgorod; † 18. Juni 1936 in Gorki bei Moskau) war ein russischer Schriftsteller. ... Sowjetischer Schriftsteller: Am 22. Oktober 1927 beschloss die Kommunistische Akademie in einer Festsitzung anlässlich von Gorkis 35-jährigem Autorenjubiläum, ihn als proletarischen Schriftsteller anzuerkennen. Als Gorki bald darauf nach Sowjetrussland zurückkehrte, wurden ihm alle möglichen Ehrungen zuteil: Gorki bekam den Leninorden und wurde Mitglied des Zentralkomitees der KPdSU. Sein sechzigster Geburtstag wurde im ganzen Land feierlich begangen, zahlreiche Institutionen, u. a. das Moskauer Künstlertheater und das Moskauer Literaturinstitut, wurden nach ihm benannt. Seine Geburtsstadt Nischni Nowgorod wurde 1932 in Gorki umbenannt. 1930 gründete er die Zeitschrift Sowjetunion. In zahlreichen literaturwissenschaftlichen Werken der Zeit hob man jene Elemente seines Schaffens hervor, die in den Kanon des Sozialistischen Realismus passten, andere verschwieg man. Die Mutter, Gorkis einziges Werk, in dem der Held ein Fabrikarbeiter und damit ein echter Proletarier ist, sollte als Vorbild für die neue sowjetische Literatur dienen. In diesen letzten Lebensjahren bezeichnete Gorki selbst seine frühere Skepsis der Oktoberrevolution gegenüber als Irrtum, worauf ihn der Westen als Stalins Vorzeigeschriftsteller bezeichnete. Auf Reisen durch die Sowjetunion bestaunte er die Errungenschaften des Fortschritts. Die Schattenseiten schien er nicht zu bemerken. Er war Redakteur des Buches über den Weißmeer-Ostsee-Kanal, in dem eine Reihe bekannter Schriftsteller das Werk hunderttausender Zwangsarbeiter als große Errungenschaft besang. Die meiste Zeit verbrachte er in einer Villa in Moskau, wo er rund um die Uhr von Mitarbeitern des GUGB (KGB-Vorgängerorganisation) überwacht wurde. Er war – wie schon zuvor – um die Aufklärung der Bevölkerung und die Förderung junger Schriftsteller bemüht und gründete u. a. die bekannte Bibliographien-Reihe Das Leben bemerkenswerter Persönlichkeiten und die Zeitschrift Literarische Lehre, die jungen Autoren das literarische Handwerk beibringen will. Am 18. Juni 1936 starb Gorki, seine Urne wurde an der Kremlmauer in Moskau beigesetzt. Um seine Todesursache rankten sich zahlreiche Gerüchte, so verfasste der Schriftsteller Gustaw Herling-Grudzinski 1954 das Essay Die sieben Tode des Maxim Gorki, in dem er die unterschiedlichen Versionen zusammenstellte. Im dritten Moskauer Schauprozess von 1938 wurde der in Ungnade gefallene ehemalige NKWD-Chef Genrich Jagoda unter anderem beschuldigt, die Ermordung Gorkis und dessen Sohnes Maxim († 1934) durch medizinische Fehlbehandlung veranlasst zu haben[2]. Gorkis Sekretär und zwei seiner Ärzte wurden deswegen ebenso verurteilt und erschossen. Noch in den achtziger Jahren fanden sich in Literaturlexika als wahrscheinliche Todesursache „Ermordung durch sowjetischen Staatssicherheitsdienst“[3]. Heute wird jedoch überwiegend von einem natürlichen Tod als Folge des bereits angegriffenen Gesundheitszustands Gorkis ausgegangen[4][2]. Aus wikipedia-Maxim_Gorki
Schlagworte: a Schöne Literatur, Religiöse Themen, Russische Literatur des 19. Jahrhunderts, Nihilismus, Religion, Literaturtheorie, Rußland, Literaturgattungen, Literaturepochen, Literaturrezeption, Literaturgeschichte, Literaturwissenschaft, Literaturwissenschaften, Russische Geschichte Russische Seele, Literaturkanon, Zarentum, Belletristische Darstellung, Filmkritiken, Filmkunst, Filmpublikum, Cineasten, Filmliteratur, Kino, Filmschauspieler, Film, Filme, Filmliteratur, Filmdrehbücher, Filmbuch, Verfilmte Literatur, Filmromane, Filmliteratur, Filmvorlage, Filmgeschichte, Roman, Erzählung, Geschichte, Russland um 1900, Nischni Novgorod, proletarische Revolution, Arbeiteraufstand, Demonstration, Streit, Elend, Armut, Trunksucht, Unzufriedenheit, Sozialisten, Sozialismus, Kinder, Eltern, Kindheit, Gericht, Verhaftung, Gefängnis, Bauer, Obrigkeit, Popen, Verbannung
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