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Eine ehrenwerte Gesellschaft. Die Bankgesellschaft Berlin (Gebundene Ausgabe) von Mathew D. Rose

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Eine ehrenwerte Gesellschaft. Die Bankgesellschaft Berlin (Gebundene Ausgabe) von Mathew D. Rose

Auflage: 5. A. (Januar 2004)
Berlin Transit Buchverlag Gmbh 2004 Hardcover 232 S. 21 x 12,6 x 2,4 cm ISBN: 3887471792 (EAN: 9783887471798 / 978-3887471798)


Der US-Journalist Mathew D. Rose schildert, wie Gier und Größenwahn die Bankgesellschaft Berlin zu Grunde richteten. Das Milliardengrab Taugt der Staat zum Unternehmer? Natürlich nicht. Die Erkenntnis ist längst Allgemeingut. Nur in der deutschen Hauptstadt offenbar nicht. Finanzsenator Thilo Sarrazin jedenfalls tat Ende März kund, dass das Land Berlin seine marode Bankgesellschaft ­ anders als geplant ­ vorerst nicht verkauft. Eine waghalsige Entscheidung. Hat doch die politische Klasse an der Spree ihr Geldhaus mit einer Mischung aus Inkompetenz, Großmannssucht und Verantwortungslosigkeit an den Abgrund geführt ­ im Verein mit willfährigen Kontrolleuren und schwachen Managern. Wer im Detail wissen will, wie schlimm die Zustände bei der Bankgesellschaft wirklich waren, der sollte das Buch von Mathew D. Rose lesen. Der Amerikaner in Berlin hat sich in den vergangenen Jahren so intensiv wie kaum ein anderer Journalist der Skandalbank gewidmet ­ mit Beiträgen für ""Kontraste"" und den SPIEGEL, aber auch als Mitautor einer Story im manager magazin (4/2002). Was Rose in seinem leider etwas schlampig redigierten, aber sehr lesenswerten Buch zusammengetragen hat, lässt selbst den Kundigen erschaudern. Der Berliner Klüngel aus Polit-Oligarchie und Bauprominenz hatte das Institut offenbar fest im Griff, Wirtschaftsprüfer drückten mehr als nur ein Auge zu. Und Vorstände waren unfähig oder unwillig, das Richtige zu tun. Hinweise auf eine nahende Katastrophe gab es reichlich. Sie wurden aber unterdrückt oder ignoriert. Den Steuerzahler kostet das Debakel Milliarden. Wie viele es am Ende werden, ist nicht absehbar. Ebenso wenig, ob die Sanierung der Bank gelingt. Und erst recht nicht, ob die Verantwortlichen für den Niedergang je zur Rechenschaft gezogen werden. So gesehen, ist Roses Generalabrechnung nur eine Zwischenbilanz. Marius Zippe ist begeistert von dem Kenntnisreichtum, mit dem Mathew D. Rose den ""größten Wirtschaftsskandal in der Geschichte der Bundesrepublik"" aufrollt. Der Autor zeige auf, dass die Bankgesellschaft Berlin vor allem zwecks Versorgung der ""Klientelwirtschaft"" mit Posten, Aufträgen und Krediten gegründet wurde. Unser Rezensent hat in dieser Studie erfahren, dass die Schuld für die vorhersehbare Katastrophe vor allem die Berliner Politiker, die Bankmanager, die Wirtschaftsprüfgesellschaften und das damalige Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen trifft. Er zeigt sich entsetzt über die ""Raffgier"" der ""Berliner Beutegesellschaft"" aus Bankvorständen, Politikern und Baulöwen, die einen ""sorglosen Raubzug durch die öffentliche Kassen"" unternahmen. Zippe unterstreicht das Verdienst des Autors, die verstreuten Informationen zusammenzuführen, obwohl ein ""dichter Nebel"" die Ereignisse einhülle. Unser Rezensent gibt zu Bedenken, dass der Immobilienhändler Manfred Schoeps vor Gericht zog, weil er sich durch den Titel des Buches in die Nähe der Mafia gerückt sah. Die Richter lehnten seine Klage ab, allerdings mussten vier Stellen im Text, die Schoeps ebenfalls monierte, geschwärzt werden. Viel aufschlussreicher findet Zippe jedoch, dass das Buch ""im Wesentlichen"" vor den Richtern bestand. Im tagespolitischen Geschehen der Hauptstadt spielt die Krise der Berliner Bankgesellschaft, ihre Ursache und ihre Bewältigung, nur noch eine Nebenrolle. Scheinbar haben sich alle mit dem Ist-Zustand abgefunden und versuchen, die Haushaltslöcher zu kitten, anstatt sich mit radikaleren (und vielleicht besseren) Lösungswegen zu befassen. Genau in diese Bresche springt nach Ansicht des Rezensenten Ralph Dollmann das Buch von Mathew D. Rose. Zunächst schildere der Autor ""so strukturiert wie faktenreich (...) fernab eines kurzsichtigen Affärenjournalismus die Chronik einer absehbaren Milliardenpleite."" Die Zahlen seien beeindruckend, so Bollmann. Mit 20 Milliarden Euro -was den aktuellen Berliner Jahresetat übersteige- bürge die Stadt inzwischen für Risiken der Gesellschaft. Anschließend weist der Autor jedoch einen ziemlich radikalen Lösungsweg aus der MisereMan solle die Bankgesellschaft doch einfach Pleite gehen lassen. Die Konten der Privatanleger seien ohnehin abgesichert, und die Haftung für die Immobilienfonds sei Berlin damit endgültig los. Darin will der Rezensent Rose jedoch nicht zustimmen, denn es sei wohl schwer vorstellbar, was passieren würde, wenn zwei Millionen Kunden der Berliner Sparkasse vorübergehend nicht an ihr Geld kommen. Auch würde Berlin mit einem solchen Schritt das System der öffentlichen Banken in Deutschland zum Einsturz bringen und sich ""endgültig die Sympathien der übrigen Bundesländer verscherzen.
Schlagworte: Eine ehrenwerte Gesellschaft. Die Bankgesellschaft Berlin Mathew D. Rose Transit Buchverlag Gmbh Finanzsenator Thilo Sarrazin Finanzsenator Thilo Sarrazin

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ISBN 3-88747-179-2

ISBN 978-3-88747-179-8

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